Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon spokesman » 20.12.2013 18:45

KorbanDallas hat geschrieben:Kenne Städte, da ist in den Außenbereichen auch kein DSL mehr möglich.

ich kenne auch Innenstädte von Universitätsstädten die am Tropf hängen ;)

Irgendwie dreht sich die Diskussion hier im Kreis. Wenn jemand 10-13Mbit/s bei gezahlten 16Mbit/s erhält deckt dies doch die Klausel "bis zu" ab oder nicht? Ob die Geschwindigkeit nur zu Schlagzeiten so gering ist, sie wegen Leitungslänge immer so gering ist oder die Quelle nicht mehr her gibt - ist doch egal, die Klausel deckt das ab. Selbst wenn man sich jetzt deshalb aufpisst, event. schlüssige Beweise vorliegen hat, was möchte man dann tun? Kündigen? Und dann, 0Mbit/s weil der Wettbewerb nichts besseres liefert - wohl nicht die beste Idee.

Ich denke am Ende wird sich keiner aufregen wenn bei einem gebaut wird und selbst wenn 25 der angestrebten 50Mbit/s herausspringen. In meiner Region wollten wir eigentlich auch ohne Fördermittel FTTH bauen, am Ende ist es mit Fördermittel VDSL geworden und scheinbar sind alle zufrieden, das Thema ist quasi vom Tisch. Keiner fragt mehr nach mehr Geschwindigkeit - außer vllt. "wenn ich den Firefox herunterlade komme ich nicht auf die volle Geschwindigkeit" oder "mein MS Update dauert so lange, warum".

Die Überbuchung wirkt auf mich ebenfalls nur akut bei LTE, UMTS und Co. im Festnetzbereich ist sie zumindest für mich nicht wahrnehmbar. Am Ende will ich in der Diskussion jedoch nicht sagen, dass ich es für gut halte wenn nur 70% beim Kunden ankommen und er 100% zahlt. Die Frage ist dann immer wie man damit umgeht, wegen einer Person die sich beschwert wird an der Stelle nichts Richtung Ausbau passieren - etwas Kulanz könnte ich mir aber schon als feinen Zug bei den Providern vorstellen.

KorbanDalles hat geschrieben:Das ist der Preis der Regulierung in Deutschland.

Mh, verstehe ich nicht richtig, du meinst wegen der Regulierung baut die Telekom in Gebieten in denen ein anderer Anbieter seinen Ausbau angekündigt hat? Das würde deiner Meinung nach ohne Regulierung nicht passieren? Ernsthaft?
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon KorbanDallas » 20.12.2013 20:04

Der Preis der Regulierung ist, das die Regierung es doch so wollte. Die Telekom als ehemaliger Monopolist muss so Lang reguliert werden, bis sich die Märkte so weit verteilt haben, das alles ausgeglichen ist. Die Kabelnetzbetreiber werden nicht reguliert, demnach muss hier die Telekom gegen steuern um die Marktanteile nicht zu verlieren. Ob das jetzt besser ist, als Anreize für eine flächendeckende Versorgung zu fördern weiß ich nicht.

Regulierung kann gut, aber eben auch schädlich sein.
Gäbe es bessere Anreize, würden auch mehr ausbauen.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon spokesman » 20.12.2013 20:20

KorbanDallas hat geschrieben:Die Telekom als ehemaliger Monopolist muss so Lang reguliert werden, bis sich die Märkte so weit verteilt haben, das alles ausgeglichen ist.
Du meinst die senken die TAL, wenn mal wieder x-Orte ausgebaut werden sollen?

KorbanDallas hat geschrieben:Die Kabelnetzbetreiber werden nicht reguliert, demnach muss hier die Telekom gegen steuern um die Marktanteile nicht zu verlieren.
das machen Sie ja nicht nur bei den Kabelnetzbetreibern, sicherlich liegst du mit der Annahme richtig, dass hier große Konkurrenz aus Sicht der Telekom bekämpft werden muss.

KorbanDalles hat geschrieben:Ob das jetzt besser ist, als Anreize für eine flächendeckende Versorgung zu fördern weiß ich nicht.
ich denke in den meisten Fällen handelt es sich gerade bei den Kabelnetzbetreibern um Wohngebiete, welche einen schnellen ROI ermöglichen - die oft angesprochenen Rosinenpickerei. Wird z.B. ein Landkreis ausgeschrieben ist in den seltensten Fällen ein Kabelnetzbetreiber dabei, mir ist zumindest nicht bekannt, dass sich TeleColumbus oder KD mal beworben hätte - die Telekom jedoch schon. In den Regionen eines Landkreises in denen sich ein Ausbau nicht lohnt wird LTE gebaut..
Am Ende sprechen wir hier eine Sprache, die derzeitige Situation hilft nicht jedem der betroffen ist von einer schlechten oder gar keinen Anbindung -,-

KorbanDallas hat geschrieben:Regulierung kann gut, aber eben auch schädlich sein.
Gäbe es bessere Anreize, würden auch mehr ausbauen.

ok, hättest du da Ansätze?
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon KorbanDallas » 20.12.2013 21:31

Landkreisausschreibungen sind heute aber meist jenseits von 16 Mbit/s. Da kann man mit LTE gar nichts mehr anfangen.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon spokesman » 20.12.2013 22:00

Kann sein, dass die Bedienungen jetzt (endlich) so gewählt werden, obwohl sicher noch einige Länder LTE als Versorgung anerkennen. Zudem hat es ja schon einige Landkreise kalt erwischt, oft Landkreise mit OPAL Technik.

Also dein Anreiz ist mit LTE kann man nichts anfangen, gut unterschreibe ich ;)

Beste Grüße und ein schönes Wochenende.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon rezzler » 21.12.2013 12:45

spokesman hat geschrieben:Zudem hat es ja schon einige Landkreise kalt erwischt, oft Landkreise mit OPAL Technik.

Wobei OPAL ja inzwischen teilweise (bspw. Ilmenau) mit FTTH überbaut wird. Zumindest, wenn die Glasfaser bereits ins Gebäude geht.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon Nenunikat » 21.12.2013 15:06

KorbanDallas hat geschrieben:Landkreisausschreibungen sind heute aber meist jenseits von 16 Mbit/s. Da kann man mit LTE gar nichts mehr anfangen.

Ich kann mich irren, aber:
Wurde bei den Ausbauten im Vogtland und in der Gegnd um Bautzen nicht auch teilweise auf LTE als "Ausbau" zurückgegriffen?

Nebenbei:
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon HeinzHaraldF » 21.12.2013 21:36

In Niedersachsen wurde auch teilweise mit LTE ausgebaut. Anerkannt wird es trotz Volumentarifen sowieso, laut Antwort auf meine aktuelle Anfrage.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon spokesman » 21.12.2013 22:40

Nenunikat hat geschrieben:Wurde bei den Ausbauten im Vogtland und in der Gegnd um Bautzen nicht auch teilweise auf LTE als "Ausbau" zurückgegriffen?
ja natürlich, das sind wohl die Musterbeispiele, an diese Landkreise habe ich auch gedacht -,-

rezzlers Beispiel mit Ilmenau (einer Universitätsstadt) ist zwar schön, doch kann ich mich auch erinnern, dass wir etwas derartiges schon mindestens 5 Jahre fordern und auch schon die Machbarkeit mit den Ausrüstern diskutiert hatten.

Das jetzt eine Nutzung der vorhandenen Glasfaserstrecken wirklich mal Praxis wird, müssen wir wohl positiv bewerten, die berechtigte Frage bleibt: "wird dieses Vorgehen des jetzt Standard?". Den OPAL-geschädigten Leuten, welche jetzt mit LTE versorgt wurden bringt das sicher herzlich wenig, hier wird es Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern bis die Ortschaften wieder angefasst werden - so zumindest meine Befürchtung.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon rezzler » 21.12.2013 23:09

spokesman hat geschrieben:rezzlers Beispiel mit Ilmenau (einer Universitätsstadt) ist zwar schön, doch kann ich mich auch erinnern, dass wir etwas derartiges schon mindestens 5 Jahre fordern und auch schon die Machbarkeit mit den Ausrüstern diskutiert hatten.

Gibt auch andere Beispiele:
zum Beispiel Bad Dürrenberg/Leuna, Dresden-Striesen (Gebiete, die bisher noch nicht versorgt wurden), Ilmenau, Leipzig-Großzschocher, Magdeburg (Sudenburg), siehe http://telekom.de/glasfaser.

Quelle: http://www.onlinekosten.de/forum/showth ... ost2235870

spokesman hat geschrieben:Das jetzt eine Nutzung der vorhandenen Glasfaserstrecken wirklich mal Praxis wird, müssen wir wohl positiv bewerten, die berechtigte Frage bleibt: "wird dieses Vorgehen des jetzt Standard?".

Angesichts der Beschreibung des Ablaufs in den Telekom-ZTVs wird es mMn zumindest nicht unüblich werden.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon KorbanDallas » 22.12.2013 16:23

Was wird nicht unüblich werden?

Meiner Meinung nach ist LTE niemals ein Ersatz für eine Kabelgebundene Anbindung. Das hat die Politik versäumt um ihre Breitbandversorgung mit flächendeckend DSL zu erreichen. Die Anbieter waren ja schließlich gezwungen so ländliche Gebiete mit LTE zu versorgen. Alles andere ist unwirtschaftlich.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon rezzler » 22.12.2013 22:18

KorbanDallas hat geschrieben:Was wird nicht unüblich werden?

Der "Überbau" von OPAL-FTTB mit FTTH.
KorbanDallas hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist LTE niemals ein Ersatz für eine Kabelgebundene Anbindung.

Das klingt aus deinem Mund richtig überraschend :)
KorbanDallas hat geschrieben:Das hat die Politik versäumt um ihre Breitbandversorgung mit flächendeckend DSL zu erreichen. Die Anbieter waren ja schließlich gezwungen so ländliche Gebiete mit LTE zu versorgen. Alles andere ist unwirtschaftlich.

Unwirtschaftlich würde ich so pauschal nicht sagen, auf jeden Fall ist LTE eine schnelle Lösung (ähnlich wie FTTC), die meiner Meinung nach aber auch nur ein Zwischenschritt zu FTTH/FTTB sein kann. Und die Telekom und andere Anbieter versäumen es, die Zeit, die sie sich durch FTTC geholt haben, auszunutzen um FTTB/H durch Nutzung von Synergien (aka LeerrorhrMITverlegung) am günstigsten hinzubekommen.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon spokesman » 23.12.2013 00:30

rezzler hat geschrieben:auf jeden Fall ist LTE eine schnelle Lösung

ich würde es eher als Schnellschuss bezeichnen ;)

rezzler hat geschrieben:
KorbanDallas hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist LTE niemals ein Ersatz für eine Kabelgebundene Anbindung.
Das klingt aus deinem Mund richtig überraschend :)
Naja jetzt mal ehrlich, alles andere wäre doch höchst unlogisch oder? Der Punkt der Unwirtschaftlichkeit, welcher eben angesprochen wurde führt eben zu einem Klassenunterschied bei der Internetanbindung verschiedener Regionen - und genau dafür sollte man sich schleunigst etwas überlegen. Was die politischen Entscheidungsträger derzeit machen ist klar: die Versorgung feiern. Sie feiern somit einen Klassenunterschied und die Telekommunikationsunternehmen, welche günstig zu mehr Kunden gekommen sind haben in einer Region die Versorgungsdiskussion zunächst mal ausgesetzt.

Aus Sicht der regierenden Politik (zumindest auf den höheren Ebenen, die nicht auch privat betroffen sind) und des versorgenden Unternehmen ist die Welt schön und bunt - nur eben für uns nicht..
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon KorbanDallas » 23.12.2013 10:49

und hier muss ich ergänzen, dass es nicht die Aufgabe eines TK Unternehmens sein kann, den Ausbau durchzuführen, wenn es nicht wirtschaftlich ist. Das mag hier niemandem gefallen, aber bankrotte Unternehmen braucht auch niemand. Es gibt einen extremen Preiskampf auf dem Markt, höhere Preise wegen mehr Investitionen sind öffentlich nicht durchsetzbar.

Jedes Unternehmen muss wirtschaftlich Arbeiten, die Ausbaukosten sind aber so erheblich, das nach 10 oder 20 Jahren immer noch rote Zahlen unterm Strich stehen. Genau hier muss die Politik handeln und Geld in die Hand nehmen. Eine Universaldienstverpflichtung für Breitband ist nicht durchsetzbar, das wissen die Politiker, deswegen fällt ein solcher Ansatz immer schnell wieder vom Tisch. Aber Ausbau mit Fördermitteln setzt die Anreize und das muss es weiterhin geben. Davon können dann solche Regionen profitieren, die unterversorgt sind.

Jährlich 2 Miliarden über die nächsten 4 Jahre und schon wären einige Gemeinden glücklich. Vorgeschriebene Anbindung mittels Glasfaser mit 50 Mbit/s am KVz. Mitversorgung anderer KVz nur, wenn mindestens VDSL25 an 95% der versorgten Haushalte möglich ist. Ich denke so ein Ausbau wäre über die nächsten 10 Jahre ausreichend. Was dann in 10 Jahren ist kann man immer noch schauen.
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon rezzler » 23.12.2013 11:01

KorbanDallas hat geschrieben:und hier muss ich ergänzen, dass es nicht die Aufgabe eines TK Unternehmens sein kann, den Ausbau durchzuführen, wenn es nicht wirtschaftlich ist.

Da gehe ich mit.
KorbanDallas hat geschrieben:höhere Preise wegen mehr Investitionen sind öffentlich nicht durchsetzbar.

Hm, andererseits haben die Lokal-ISPs ja höhere Preise (als die Telekom) und gewinnen Kunden, eben die unterversorgten Leute, die froh sind, ausgebaut zu werden.

KorbanDallas hat geschrieben: Aber Ausbau mit Fördermitteln setzt die Anreize und das muss es weiterhin geben. Davon können dann solche Regionen profitieren, die unterversorgt sind.

Leider nur Anreize für kurzfristige Aktionen ohne allzugroße Zukunftssicherheit.

KorbanDallas hat geschrieben:Vorgeschriebene Anbindung mittels Glasfaser mit 50 Mbit/s am KVz. Mitversorgung anderer KVz nur, wenn mindestens VDSL25 an 95% der versorgten Haushalte möglich ist. Ich denke so ein Ausbau wäre über die nächsten 10 Jahre ausreichend. Was dann in 10 Jahren ist kann man immer noch schauen.

Du bist aber optimistisch ;) Klar wär das, wenn es flächendeckend passiert, auch schon ein Riesenfortschritt. Ich finds nur bescheiden, das man was baut, und sich dann ausruht und nicht Baustellen in dem Zeitraum nutzt um Leerrohre ins Haus zu bekommen.
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