Hi,
ich hatte den Thread gezielt im Unterforenbereich Bayern erstellt, da leider wie bereits gesagt derzeit nur in Bayern sämtliche Dämpfungsopfer bis 55db davon profitieren können.
Diese Anschlüsse sind spezielle, unter ständiger Beobachtung stehende, irreguläre Anschlüsse, die nur mittels einer kurzzeitigen Kontes-Orka-Datenbank-Manipulation im T-Com-System (Absenkung auf unter 50db Dämpfung) überhaupt buchbar sind - in den Varianten Consumer-T-DSL und T-DSL-Business.
Eine Vermarktung über die Grosshandelsschiene (Resale-DSL) erfolgt nicht - auch kein T-Online-Resale-DSL.
Ein Produktwechsel zu Resale-DSL bzw. ein Produktwechsel zwischen Consumer-T-DSL und T-DSL-Business ist für diese Anschlüsse ausgeschlossen genauso wie ein Wechsel zwischen T-ISDN und T-Net nach Buchung dieser Anschlüsse zu Problemen (zumindest zeitweiliger Verlust des DSL-Anschlusses) führt.
Das kommt daher, weil eben die Leitungsdämpfung > 50db im T-Com-System jede Produkt-Neubuchung/Umbuchung von T-DSL-Produkten blockiert.
Davon mal ganz abgesehen ist Resale-DSL IMHO ohnehin nur ein von der DTAG ersonnenes Teufelswerk, das für den Kunden keinerlei Vorteile bringt, den echten Infrastruktur-Wettbewerbern (Direktanschluss/Line-Sharing) schaden soll (siehe neuer Netrental-Rabattsprung in Ballungsgebieten, der nahezu exklusiv für 1&1/GMX/T-Online-Resale-DSL-Anschlüsse Wirkung zeigt) und vor allem den für den Verbraucher und die Wettbewerber viel vorteilhafteren echten Bitstream-Zugang, der gemäss EU-Regulierung vorgesehen ist, möglichst lange hinauszögern soll.
Selbstverständlich kann man als PPPoE-Provider natürlich beliebige Anbieter verwenden. Wenn ein Anbieter wie 1&1/GMX aber keinen reinen PPPoE-Zugang unabhängig von Resale mehr anbietet, dann geht dieser Anbieter natürlich nicht an diesen Anschlüssen.
Das von dir genannte Freenet ist dagegen jederzeit nutzbar über deren Resale-freien T-DSL-Tarife des Freenet-Labels meOme (mein Provider

) und der Freenet-Tochter Strato.
UI (1&1,GMX) ist im Bezug auf ADSL1 sowohl bezogen auf die PPPoE-Providerleistung als auch auf den ADSL1-Anschluss alles andere als ein alternativer Anbieter - die verkaufen in beiden Fällen nur reine T-Com-Technik weiter - von daher braucht man wirklich aus Wettbewerbsssicht dem temporären Ausschluss von UI aus diesem Dämpfungsopfergeschäft keinerlei Träne nachweinen. United Internet ist -neben dem Konzern-eigenen T-Online-Resale-DSL- das trojanische Pferd der DT AG, um das Line-Sharing-Rollout zu sabotieren sowie Bitstream zu verzögern.
Die meisten Leute gehen ohnehin nur zu 1&1/GMX wegen der ach so tollen Fritzbox 7170 - wobei deren internes suboptimales DSL-Modem bereits an vielen regulären T-DSL-Light-Anschlüssen <50db Zicken macht oder gar nicht funktioniert. Da die meisten Dämpfungsopfer zudem kaum in den tollen City-Städten wohnen dürften, sind die UI-Angebote zudem auch für diese Klientel mit den 55db-Anschlüssen wohl gar nicht so interessant.
... und da bei diesen 55db-Anschlüssen wohl die Störanfälligkeit auch höher ist als sonst, ist der Resale-DSL-Ausschluss auch schon allein aus Kundenschutz-Sicht sinnvoll - 0900-DSL-Anschluss-Entstörung und alle Störungstickets über den Umweg über meist inkompetente und teure Reseller-Hotlines ohne T-Com als direkten Ansprechpartner ist der reinste Horror.
So long.
fruli