PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

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PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Presse » 19.04.2011 16:45

Heute wurde folgende Pressemitteilung versandt:

Ein Gespenst geht um in Deutschland; das Gespenst des Universaldienstes …
Zur Debatte um das Breitbandinternet für alle


„Die Lobbyverbände der Telekommunikationskonzerne laufen scheinbar Amok. In der Branche geht offenbar die schiere Angst um, für einen flächendeckenden Ausbau verantwortlich gemacht zu werden“, meint Bernd Rudolph vom Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e.V.i.G. Nach den Verbänden VATM und BREKO hat sich heute auch der BITKOM in ungewöhnlicher Schärfe zu Wort gemeldet.

Grund für die Aufregung ist offensichtlich der in allen im Bundestag vertretenen Parteien (außer der FDP) diskutierte Weg zu einer gesetzlich garantierten Breitbandinternetversorgung. Wie Telefon, Strom und Wasser soll demnächst allen Bürgern der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht werden. Universaldienst sagt man dazu. Rudolph: „Unsere Initiative fordert dies schon seit Jahren. Lange wurden wir belächelt und ignoriert. Es tut gut, nun die Früchte der Arbeit reifen zu sehen“.

Überhaupt kein Verständnis hat die Initiative für die hektischen Äußerungen der Lobbyverbände. „Wer heute noch behauptet, der Markt würde das Problem der digitalen Spaltung lösen, muss entweder blind oder bösartig sein. Zwölf Jahre nach Start der DSL-Vermarktung sind noch immer Millionen Haushalte un- oder unterversorgt. Seit einigen Jahren wird ohne Förderung fast gar nichts mehr ausgebaut. Ein solches Marktversagen als Erfolgsmodell zu verkaufen, ist dreist“, meint Rudolph.

Den Verweis auf Funktechnologien wie LTE lässt die Initiative nicht gelten. Um die Netze vor Überlastung zu schützen, werden die Volumen begrenzt. Zudem dürften in den Funkzellen mit zehn Kilometern Durchmesser und hunderten Nutzern die Bandbreiten schnell deutlich unter die bei Anbietern so beliebte „bis zu“ - Grenze absinken. Rudolph: „Mobilfunk ist kein Festnetzersatz und wird dies wohl auch nie sein. Die Unternehmen sollten aufhören, den Bürgern hier ein X für ein U vorzumachen.“

Von der Politik fordern die Interessenvertreter der von digitaler Spaltung betroffenen Bürger, den jetzt endlich eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu gehen. Das Internet ist heute gleichbedeutend mit gesellschaftlicher Teilhabe und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit. Es muss allen Menschen, egal wo sie leben und arbeiten, in annähernd gleichem Maße zur Verfügung stehen. „Alle probierten Wege, ohne gesetzliche Festlegungen zum Ziel zu kommen, sind gescheitert. Es wird Zeit, dies zu erkennen und zu ändern. Wir bleiben in der Sache am Ball.“, sagt Rudolph abschließend.
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Haupti76 » 19.04.2011 16:50

tolle pm! danke ;) ich hoffe deine arbeit wird mit veröffentlichung belohnt.
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Seit 19 April 2013 sind in Kleinvoigtsberg bis zu 50 MBits/s per VDSL verfügbar.
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Meester Proper » 03.05.2011 14:05

Business-Panorama.de hat die Pressemitteilung in einem Artikel verarbeitet.
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Presse » 03.05.2011 17:07

Hier der business-panorama.de - Artikel vom 02.05.2011 im Wortlaut:

Breitband für alle? Der Unmut wächst
"Breitband für alle" hieß es noch vor zwei Jahren aus den Mündern von Politikern und Netzbetreibern. Der flächendeckende Ausbau von schnellem Internet in ganz Deutschland lässt aber weiter auf sich warten. Der "Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung" (geteilt.de) hat jetzt zum wiederholten Mal seinen Unmut darüber geäußert und bezichtigt die Lobbyverbände der Wirtschaft VATM, Breko und Bitkom der bewussten kollektiven Abwehrhaltung. Nach Ansicht des geteilt.de-Sprechers Bernd Rudolph wolle die Wirtschaft offenbar nicht für den flächendeckenden Ausbau des deutschen Breitbandnetzes verantwortlich gemacht werden.

Grund für deren Aufregung sei wohl der außer von der FDP von allen im Bundestag vertretenen Parteien diskutierte Weg hin zu einer gesetzlich garantierten Breitbandversorgung für alle. Wie Telefon, Strom und Wasser sollte danach bald allen Bürgern der Zugang zum schnellen Internet ermöglicht werden - also ein sogenannter "Universaldienst", den geteilt.de bereits seit Jahren fordert.

Stattdessen versuche die Wirtschaft immer noch vergeblich, die digitale Spaltung vom Markt auflösen zu lassen. Doch auch zwölf Jahre nach dem Start der DSL-Vermarktung seien noch immer Millionen Haushalte un- oder unterversorgt. Seit einigen Jahren werde ohne Förderung fast gar nichts mehr ausgebaut. "Ein solches Marktversagen als Erfolgsmodell zu verkaufen, ist dreist", urteilt Rudolph.

Den Verweis auf Funktechnologien wie LTE (Mobilfunk der 4. Generation) lässt die Initiative dabei nicht gelten. Denn um diese Netze vor Überlastung zu schützen, würden die Volumen seitens der Betreiber begrenzt. Zudem dürften in den Funkzellen mit zehn Kilometern Durchmesser und hunderten Nutzern die Bandbreiten schnell deutlich unter die bei Anbietern so beworbene "bis zu"-Grenze absinken. Rudolph: "Mobilfunk ist kein Festnetzersatz und wird dies wohl auch nie sein. Die Unternehmen sollten aufhören, den Bürgern hier ein X für ein U vorzumachen."

Zumal der Ausbau der LTE-Netze offenbar sowieso nicht recht in die Gänge kommt. Nach Informationen des Fachmagazins "Computer Bild" gibt es den Mobilfunk 4G bisher nur bei der Telekom und Vodafone. E-Plus habe erst gar keine dieser Frequenzen ersteigert und O2 will seinen Ausbau erst Mitte des Jahres starten. Die Telekom hat erst 200 000 der avisierten 1,3 Millionen Haushalte mit LTE versorgt. Und dort, wo es LTE schon gibt, scheint die Realität den Kritikern Recht zu geben: Beim Telekom-Angebot "Call & Surf Comfort via Funk" etwa gibt es für knapp 40 Euro pro Monat bislang höchstens drei Megabit pro Sekunde - theoretisch verspricht die Technologie aber maximal 100 Megabit pro Sekunde. Zum Vergleich: Im DSL-Netz sind 16 Mbit/s bei der Telekom fünf Euro günstiger.

Auch der Vorwurf der Geschwindigkeitsdrosselung ab einer bestimmten monatlichen Datenmenge ist laut dem Magazin zutreffend: Flatrates ohne Limit gebe es via LTE weder bei Vodafone noch bei der Telekom. Zu guter Letzt bleibt das Problem der Monopolisierung: LTE im Gegensatz zu DSL sorgt dafür, dass es vielerorts keinen echten Wettbewerb zwischen Anbietern gebe und die Kunden deshalb auf Wohl und Wehe von Monopolisten wie der Telekom angewiesen seien.

Von der Politik fordern die Interessenvertreter der von digitaler Spaltung betroffenen Bürger, den jetzt eingeschlagenen Weg hin zum Universaldienst "konsequent weiter zu gehen". Das Internet sei heute gleichbedeutend mit gesellschaftlicher Teilhabe und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, sagt Bernd Rudolph von geteilt.de. "Es muss allen Menschen, egal wo sie leben und arbeiten, in annähernd gleichem Maße zur Verfügung stehen. Alle probierten Wege, ohne gesetzliche Festlegungen zum Ziel zu kommen, sind gescheitert." (vm/cid)
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Presse » 03.05.2011 17:24

und auch das Portal mobilfunk-talk.de hat sich am 03.05.2011 des Themas angenommen:

Breitbandausbau: Immer noch zu viele weiße Flecken
Breitband für alle“ – klingt gut, dauert aber entschieden zu lange. Der „Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung“ (geteilt.de) kritisiert zum wiederholten Male den schleppenden Ausbau des Breitbandnetzes.

"Breitband für alle"
Diese Worte kursieren schon seit langer Zeit in der Telekommunikationsbranche. Doch es scheint, als wären es tatsächlich nur Worte. Der „Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung“ bemängelt das fehlende Engagement der großen Netzbetreiber, die in der Vergangenheit viel versprochen haben aber bislang wenig umsetzen konnten. Der Breitbandausbau erfolgt mehr als schleppend.

Netzbetreiber oder Politiker?
Die großen Netzbetreiber wollen die Vorwürfe von geteilt.de nicht ohne weiteres auf sich sitzen lassen. Sie geben Wirtschaft und Politik die Schuld am langsamen Voranschreiten des Ausbaus. In der Vergangenheit wurde bereits darüber diskutiert, die Breitbandversorgung ebenso wie Strom, Telefon und Wasser für jedermann gesetzlich zu garantieren. Doch bei den Diskussionen blieb es bislang. Auch geteilt.de hatte sich für einen sogenannten Universaldienst ausgesprochen, der all diese Dienste beinhaltet.

Viele, weiße Flecken
Noch immer gibt es Millionen von Haushalten, die von Breitbandversorgung nur träumen dürfen. Viele Haushalte, vor allem in ländlichen Regionen, weichen auf Funkverbindungen aus. Doch sobald die Anzahl der Internetnutzer in der Reichweite eines Funkturms einen gewissen Wert erreicht, reduzieren sich die Geschwindigkeiten. Außerdem sind die Datenvolumen begrenzt. Werden diese überschritten, wird die Geschwindigkeit stark gedrosselt. Mobiles Internet ist mit einer festen Breitbandversorgung nicht zu vergleichen. Das betrifft sowohl die Geschwindigkeiten, Stabilität und Kosten. Denn auch die Preise unterscheiden sich stark.
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon governet » 03.05.2011 17:27

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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Tristan72 » 03.05.2011 20:13

Bundesverband hört sich auch um Einiges besser an als Initiative.
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon HeinzHaraldF » 03.05.2011 20:54

Stimmt, aber Initiative ist weiter ein Bestandteil des Namens und zeigt auch nach Aussen, dass wir nicht nur rumsitzen. ;) "Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung - geteilt.de"
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Nenunikat » 04.05.2011 15:26

Auf Onlinekosten kann man seit Gestern leider mal wieder lesen, dass der BNA-Vorsitzende Kurth weiter gegen eine aktuelle Universaldienstregelung ist und erwartet, dass sich die Dörfer selber helfen.
Es gibt also noch genug Widerstand gegen eine aktuelle Universaldienstregelung...

Link zur genannten News auf Onlinekosten.de:
http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... Kabelnetze
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Re: PM: "Ein Gespenst geht um in Deutschland ..."

Beitragvon Haupti76 » 04.05.2011 18:06

widerstand gegen den universaldienst wird es immer geben und besonders aus der lobby. aktuell sehe ich es wie armdrücken
zwischen lobby und cdu. nun ist die frage: wer ist stärker?
als "bundesverband" haben wir sicher noch besseren einfluß auf die politik und werden sicher immer ernsterer genommen.
die vereinsgründung ist das beste was uns passieren konnte. (kein smiley)
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