Wie stehen die Chancen für Outdoor DSLam´s

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Beitragvon governet » 06.09.2006 15:35

Und man braucht Frequenzlizenzen.
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Beitragvon watte » 06.09.2006 17:22

Kann man die DSLAMs nicht auch per Richtfunk anbinden? Dann muss nicht erst ein x-kilometer langes Glasfaserkabel gezogen werden.

Das ist ein guter Gedanke. In dem kleinen Vordorf (höhstens 900m entfernt) haben die 6Mbit und bei uns geht nur DSL-Light?! Die könnten dort evtl. schon ne Funkstrecke haben. 500m weiter ist ja auch der Vodafone-Sendeturm, vielleicht hat es was damit zu tun... (Funk bis dahin und dann 500m Kabel)

Aber wie findet man sowas raus?

Und wenn es so sein sollte, müsste es nen Leichtigkeit sein, dort nen Outdoor-DSLAM hin zu setzen?!

Was wird eigentlich mit den alten Modulen von so nem DSLAM gemacht, die jetzt in Städten gegen die ADSL2-Module ausgetauscht werden? Kommen die auf den Schrott? Das wäre doch was für so arme Leute auf dem Dorf...
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Beitragvon Frank_RE » 14.09.2006 12:29

HI,

ein Outdoordslam kostet hardwaretechnisch ca. 6500€ brutto mit 48 ADSL2+ -Ports. Der DSLAM kostet durchschnittlich 5500€ brutto (vor 6Mon. noch 10k€) und das Gehäuse mit 48V-Netzteil und Anschlussports kommt dann noch dazu (max. 1000€). Angebunden wird der DSLAM mit 1GBit über Glasfaser - also rel. einfach für die Carrier anzubinden über bereits verlegte GF-Kabel. Rechnet man dann noch die Lohnkosten/Aufstellkosten dazu kommt man im Endeffekt auf meiner Meinung nach max. 10.000-12.000€ Grundkosten pro DSLAM. Jede weiteren 48 Ports schlagen dann noch mal mit 5500€ zu. Also alles im bezahlbaren Bereich, wenn GF schon liegt. Liegt GF nicht kommen natürlich die Kosten für ein neues Kabel dazu, wobei aber meiner Meinung nach wirkl. die Frage gestellt werden kann ob man im ländlichen Bereich wirkl. buddeln muss. In vielen Ländern sind in ländlichen Bereichen Telefonleitungen überirdisch verlegt, warum kann man sowas nicht bei den Outdoor-DSLAMs auch machen. Ist wahrscheinlich billiger als buddeln.

Gruß

Frank
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Beitragvon mabe » 14.09.2006 15:04

Frank_RE hat geschrieben:In vielen Ländern sind in ländlichen Bereichen Telefonleitungen überirdisch verlegt, warum kann man sowas nicht bei den Outdoor-DSLAMs auch machen. Ist wahrscheinlich billiger als buddeln.

Du möchtest wirklich ein Glasfaserkabel zur Anbidung einer DSLAM übertage legen? Das würde zwar kein Problem sein, aber da muss man sich über einiges Gedanken machen.

Das ganze ist leider sehr Störungsanfällig, genauso wie die Oberlandsleitungen. Ein Strum und alles hängt auf dem Boden. Außerdem ist eine Glasfaserleitung sehr "leicht" und sehr dünn. Fällt diese runter und jemand fährt mit dem Wagen drüber ist die sehr wahrscheinlich hin.

Eine Glasfaserleitung zu flicken stelle ich mir viel schwerer vor als ein Stück Kuperkabel.

Dazu kommt noch die Gefahr dass jemand mal hingeht und dieses Kabel durchtrennt. Außerdem würde ich die Anbindung zu einem Backbone niemals öffentlich verlegen.

Zu dem Baggern und Kabellegen, das ist heute viel einfacher. 2 Löcher zwischen Punkt A und B bei gerader Strecke reciehen da aus. Ein elektrischer untertage Maulwurf gräbt das Loch ohne das man an der Oberfläche was merken würde und legt Rohre (neulich erst mitbekommen als es neue Wasser/Gasrohre gab).

Durch diese Leerrohre wird dann das Glasfaerkabel gezogen. Welchen Durchmesser das Glasfaserkabel hat kann ich nicht sagen, aber das was ich bis jetzt so im Fachhandel gesehen habe (Glasfaserkabel mit Wolle und insolierung) war kaum dicker als 2 Adern im Cat5Kabel.
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Beitragvon stanleys » 14.09.2006 18:41

Frank_RE hat geschrieben:HI,

ein Outdoordslam kostet hardwaretechnisch ca. 6500€ brutto mit 48 ADSL2+ -Ports. Der DSLAM kostet durchschnittlich 5500€ brutto (vor 6Mon. noch 10k€) und das Gehäuse mit 48V-Netzteil und Anschlussports kommt dann noch dazu (max. 1000€). Angebunden wird der DSLAM mit 1GBit über Glasfaser - also rel. einfach für die Carrier anzubinden über bereits verlegte GF-Kabel. Rechnet man dann noch die Lohnkosten/Aufstellkosten dazu kommt man im Endeffekt auf meiner Meinung nach max. 10.000-12.000€ Grundkosten pro DSLAM. Jede weiteren 48 Ports schlagen dann noch mal mit 5500€ zu. Also alles im bezahlbaren Bereich, wenn GF schon liegt. Liegt GF nicht kommen natürlich die Kosten für ein neues Kabel dazu, wobei aber meiner Meinung nach wirkl. die Frage gestellt werden kann ob man im ländlichen Bereich wirkl. buddeln muss. In vielen Ländern sind in ländlichen Bereichen Telefonleitungen überirdisch verlegt, warum kann man sowas nicht bei den Outdoor-DSLAMs auch machen. Ist wahrscheinlich billiger als buddeln.

Gruß

Frank


Macht 12000/48=250€ pro Anschluss.

Bei einer Grundgebühr von 16,99-29,99 € /Monat und 12/24 Monatsverträgen dürften die Kosten relativ schnell wieder rein sein.
Selbst wenn im Mittel nur die Hälfte (24) der Ports belegt wären, hätten Sie die Investition in 24 Monaten rein.

Also müssten sich doch die Firmen inkl. Telekom eigentlich darum reissen, hier die Infrastruktur aufzubauen.
Zuletzt geändert von stanleys am 14.09.2006 18:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon governet » 14.09.2006 18:46

In die HVT/VST muss auch noch Technik rein.
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Beitragvon hylli » 14.09.2006 18:52

Mal abgesehen davon, was es vielleicht noch kostet die HVT/VST mit entsprechender Technik verosrogen zu müssen, sind das die ersten und für mich überraschenden Zahlen, was die Technik tatsächlich kosten soll.

Insofern hat der Techniker wohl recht, der bei einem Freund von mir kürzlich DSL light schaltete.

Dieser meinte, dass der Ausbau keine Frage der Kosten sei, sondern eine reine Frage der Terminplanung bzw. des (Wohl?)Wollens der T-Com sei.

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Beitragvon stanleys » 14.09.2006 19:02

Auch wenn es das Doppelte kostet, ist es imer noch lohnend.

Dann amortisiert sich das Ganze eben erst in 3-4 Jahren.
Selbst wenn es eine Preisverfall bei DSLAM-Hardware und DSL-Grundgebühren gäbe - was sehr wahrscheinlich ist.

Vielleicht kann ja noch jemand etwas zu den Gesamtkosten beitragen.
Wäre schon interessant, was so ein xDSL Anschluss kostet.

Ich denke aber auch eher das die Hersteller (Ericson, ECI etc.) nicht mit der Produktion der Technik nachkommen.
Beim Einbau der Technik verstehe ich das hingegen nicht, hier würden sich bestimmt einige Anbeiter ....
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Wie Fragt man die T-cOM an

Beitragvon jrnussdorf » 23.09.2006 12:34

Hallo
bei uns hat der Bürgermeister bei der T-COM angefragt (Mai 2005). Parallel dazu haben wir uns um alternativanbieter (Funklösung) gekümmert.
Als wir dann mit der Suche so weit durch waren (August 2005) hat der Bürgermeister der T-COM einen Termin (Mitte September 2005) genannt, wo er die Antwort haben möchte. Und siehe da, die T-COM hat geantwortet. Allerdings haben wir immer noch keinen Outdoor-DSLAM.

Infos unter http://www.dsl-fuer-nussdorf.de.vu

Gruss Jochen
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