T-DSL-Light-Schaltung bis 55db in Bayern freigegeben

T-DSL-Light-Schaltung bis 55db in Bayern freigegeben

Beitragvon fruli » 29.03.2006 09:41

Hi,

in Bayern erfolgte jetzt nach dem erfolgreichen Abschluss der Piloten die Freigabe der T-DSL-Light-Schaltung bis zu 55db rechnerischer Kontes-Orka-Dämpfung (bisher 50db). Wer nur knapp an der offiziellen Dämpfungsgrenze von 50db vorbeischrammt (bis zu 500m Leitungslänge bzw. Dämpfung bis 55db), kann i.d.R. nun T-DSL-Light erhalten - allerdings nicht per regulärer Bestellung online oder im T-Punkt (dort wird die Verfügbarkeit weiterhin verneint) sondern die Anfrage/Bestellung muss über eine spezielle Dämpfungsopfer-Hotline erfolgen: 0800-3300871 (9-16h)

So long.
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Beitragvon Gribasu » 29.03.2006 15:36

lol meinste nachdem ich jetz ne Initiative für WLAN ins Leben gerufen habe,mach ich Werbung ich für die Telekom und deren Reichweitenerhöhung,vergess es. Jeder will weg von dem rosa Riesen.... und wenn scho mit DSL light kannste ah net vernünftig zoggen,da is mir mei 384er Standleitung scho besser *g* (so 8 von 10 Leute hab ich scho,2 noch und der Mast kommt)
...dum di dum... ein Zwergerl
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Beitragvon FlappyTM » 30.03.2006 08:45

Hallo,

habe dieses Thema gerade aus dem Forum Bayern hierher verschoben, da ich doch denke, dass es auch Bundesweit interessiert.

Wie in eine anderen Diskussion (Dämpfungsgrenzenerhöhung) von tachyonstar schon erwähnt gibt es auch hier: http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=76154 einen Diskurs zu dem Thema.

Aber zu meiner eigentlichen Fragen: Wenn ich bei dieser speziellen Nummer anrufen muß, kann ich dann das 55dB DSL nur von der T-Com bekommen? Was ist mit den "Alternativ-Anbietern" (1und, frenet etc.)? Sollen wir gleich an die Bundesnetzargentur und das Bundeskartellamt schreiben, oder erst in 5 Minuten?
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Beitragvon fruli » 30.03.2006 09:55

Hi,

ich hatte den Thread gezielt im Unterforenbereich Bayern erstellt, da leider wie bereits gesagt derzeit nur in Bayern sämtliche Dämpfungsopfer bis 55db davon profitieren können.

Diese Anschlüsse sind spezielle, unter ständiger Beobachtung stehende, irreguläre Anschlüsse, die nur mittels einer kurzzeitigen Kontes-Orka-Datenbank-Manipulation im T-Com-System (Absenkung auf unter 50db Dämpfung) überhaupt buchbar sind - in den Varianten Consumer-T-DSL und T-DSL-Business.

Eine Vermarktung über die Grosshandelsschiene (Resale-DSL) erfolgt nicht - auch kein T-Online-Resale-DSL.


Ein Produktwechsel zu Resale-DSL bzw. ein Produktwechsel zwischen Consumer-T-DSL und T-DSL-Business ist für diese Anschlüsse ausgeschlossen genauso wie ein Wechsel zwischen T-ISDN und T-Net nach Buchung dieser Anschlüsse zu Problemen (zumindest zeitweiliger Verlust des DSL-Anschlusses) führt.

Das kommt daher, weil eben die Leitungsdämpfung > 50db im T-Com-System jede Produkt-Neubuchung/Umbuchung von T-DSL-Produkten blockiert.

Davon mal ganz abgesehen ist Resale-DSL IMHO ohnehin nur ein von der DTAG ersonnenes Teufelswerk, das für den Kunden keinerlei Vorteile bringt, den echten Infrastruktur-Wettbewerbern (Direktanschluss/Line-Sharing) schaden soll (siehe neuer Netrental-Rabattsprung in Ballungsgebieten, der nahezu exklusiv für 1&1/GMX/T-Online-Resale-DSL-Anschlüsse Wirkung zeigt) und vor allem den für den Verbraucher und die Wettbewerber viel vorteilhafteren echten Bitstream-Zugang, der gemäss EU-Regulierung vorgesehen ist, möglichst lange hinauszögern soll.

Selbstverständlich kann man als PPPoE-Provider natürlich beliebige Anbieter verwenden. Wenn ein Anbieter wie 1&1/GMX aber keinen reinen PPPoE-Zugang unabhängig von Resale mehr anbietet, dann geht dieser Anbieter natürlich nicht an diesen Anschlüssen.

Das von dir genannte Freenet ist dagegen jederzeit nutzbar über deren Resale-freien T-DSL-Tarife des Freenet-Labels meOme (mein Provider ;-) ) und der Freenet-Tochter Strato.

UI (1&1,GMX) ist im Bezug auf ADSL1 sowohl bezogen auf die PPPoE-Providerleistung als auch auf den ADSL1-Anschluss alles andere als ein alternativer Anbieter - die verkaufen in beiden Fällen nur reine T-Com-Technik weiter - von daher braucht man wirklich aus Wettbewerbsssicht dem temporären Ausschluss von UI aus diesem Dämpfungsopfergeschäft keinerlei Träne nachweinen. United Internet ist -neben dem Konzern-eigenen T-Online-Resale-DSL- das trojanische Pferd der DT AG, um das Line-Sharing-Rollout zu sabotieren sowie Bitstream zu verzögern.

Die meisten Leute gehen ohnehin nur zu 1&1/GMX wegen der ach so tollen Fritzbox 7170 - wobei deren internes suboptimales DSL-Modem bereits an vielen regulären T-DSL-Light-Anschlüssen <50db Zicken macht oder gar nicht funktioniert. Da die meisten Dämpfungsopfer zudem kaum in den tollen City-Städten wohnen dürften, sind die UI-Angebote zudem auch für diese Klientel mit den 55db-Anschlüssen wohl gar nicht so interessant.

... und da bei diesen 55db-Anschlüssen wohl die Störanfälligkeit auch höher ist als sonst, ist der Resale-DSL-Ausschluss auch schon allein aus Kundenschutz-Sicht sinnvoll - 0900-DSL-Anschluss-Entstörung und alle Störungstickets über den Umweg über meist inkompetente und teure Reseller-Hotlines ohne T-Com als direkten Ansprechpartner ist der reinste Horror.

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Beitragvon FlappyTM » 30.03.2006 11:34

Hi fruli!

Das Resale Anbieter ein sehr zweifelhafter Segen sind ist ja völlig richtig. Das hast Du mit diversen Argumenten auch nochmasehr deutlich gemacht. Allerdings darf es rein wettbewerbstechnisch trotzdem nicht sein, dass die Telekom diese Anschlussart exclusiv anbietet. Spätestens bei der bundesweiten Schaltung wird dies die Bundesnetzagentur zwangläufig beschäftigen, wenn die T-Com die Anschlüsse nicht freiwillig hergibt.
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Beitragvon fruli » 30.03.2006 11:42

Hi,

diese Anschlüsse sollten in der heutigen Form IMHO nicht in den bundesweiten Regelbetrieb übernommen werden - denn bekanntlich steht der ADSL2+-Launch ab Mitte Mai bevor - und wenn die T-Com auch nur einen Funken Vernunft besitzt, wird sie die Migration der ADSL1-Anschlüsse zu ADSL2+ bis Jahresende auch der Kundschaft mit hohen Dämpfungen ermöglichen - und welcher Kunde würde das nicht tun angesichts der damit verbundenen seamless rate adaption...

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Beitragvon dieselroxx » 30.03.2006 13:17

ja aber wieso testet die t-com den schon adsl 1 bis 55db wenn doch eh dsl2+ kommt?! das schließt doch eine dämpfung bis 60db bei adsl2+ aus.
die t-com ist schon seltsam..
Warte seit Einführung auf DSL. Leitungslänge: ca. 7,45km. Dämpfung=55,79db
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Beitragvon fruli » 30.03.2006 13:28

Hi,

dass die T-Com seltsam ist, beweist ja ihre bisherige ungünstige Schaltpraxis (kein ADSL-over-POTS, Fixed-Rate-Schaltung, ausser jetzt in Bayern keinerlei Bemühungen, ADSL mit hoher Reichweite zu schalten) :roll:

Die 55db-ADSL1-Geschichte läuft ja jetzt bereits seit letztem Juli und wird wohl völlig unabhängig vom ADSL2+-Launch geplant und bearbeitet.

Bis ADSL2+ wirklich überall in allen VSt. zur Verfügung steht, können eventuell auch noch ein paar Monate vergehen und zudem sollen damit erst mal die werbewirksamen 16MBit vermarktet werden - wenn dann genug Schaltkapazitäten zur Verfügung stehen, wird ADSL2+ auch für höhere Dämpfungen zur Verfügung stehen - so meine Vermutung.

Arcor schaltet ADSL2+ ja bis 60db (bei Arcor-Neuanschluss-DSL-Auftrag, wenn sie keine Ahnung von der Dämpfung der Kupferdoppelader haben, die sie von der T-Com bekommen, auch höher); was aber oftmals übersehen wird: bei zumindest auf Teilstrecken der Teilnehmeranschlussleitung öfters eingesetzten 0,5er-Leitungen setzt Arcor eine ungünstigere Dämpfungsberechnung ein als die T-Com; rechnerische Arcor-Dämpfungen von 60db entsprechen daher oftmals T-Com-Kontes-Orka-Dämpfungen von ca. 57db.

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Beitragvon FlappyTM » 30.03.2006 15:39

Kleiner Einwurf für alle die auch nicht sofort wußten, was Seamless Rate Adaption ist:

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/1005161.htm hat geschrieben:Seamless Rate Adaption
Im Gegensatz zu ADSL, das auf die passende Bandbreite in Verbindung mit der Framestruktur angewiesen ist, kann ADSL2 die Übertragungsgeschwindigkeit an die Übertragungsqualität der Kabelverbindung anpassen. Ohne die Synchronisation zu verlieren kann die Übertragungsrate und Kanalnutzung an den sich ändernden Störungen angepasst werden. Das Verfahren nennt sich Seamless Rate Adaption und erlaubt die Trennung der festen Zuordnung von Modulation, Bandbreite und Framing.
Anstatt die Synchronisation aufzugeben und die Übertragungseigenschaften erneut zu ermitteln wird bei ADSL2 die Geschwindigkeit für eine kurze Zeit einfach gesenkt.
Während der Datenübertragung prüfen ADSL-Modem und DSLAM das Signal/Rausch-Verhältnis (SNR, Signal to noice ratio) jedes Kanals. Wird dieser Wert auf den benutzten Kanälen schlechter, werden Datenrate und Sendeleistung an die veränderten Bedingungen angepasst.
Zusätzlich kennt ADSL2 mehr Diagnosemöglichkeiten zur Ermittlung der Leitungsqualität. Das erleichtert dem Netzbetreiber die Fehlersuche, -analyse und -beseitigung ohne Vor-Ort-Einsätzen.
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Beitragvon essig » 12.04.2006 20:19

kann bitte mal jemand aus bayern einen erfahrungsbericht dazu abgeben? gibt es hier jemanden der bestellt hat oder vielleicht sogar jemanden der es bereits geschaltet bekommen hat?

wieviel musste eigentlich investiert werden um auf 55 db erhöhen zu können? wenn es nämlich nur eine mathematische erhöhung war dann ist das doch ziemlich nah am betrug oder? ich meine wir wurden (und werden) jahrelang mit der begründung, dass es technisch nicht möglich ist hingehalten und abgezockt. nehmen wir nur mal an man hätte seit 2000 bis 55 db gehen können dann wären bis heute sicher einige milliarden zu unrecht verdient worden...
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Beitragvon fruli » 12.04.2006 20:23

Hi,

es gibt bereits Schaltungen, siehe diesen Umfrage-Thread eines anderen Forums.

Die Investitionen für diese Erhöhung liegen bei genau 0€.

Die DTAG macht lediglich das nach, was so gut wie alle anderen Ex-Monopolisten in Europa längst machen: für jede einzelne potentiell grenzwertige Leitung eine manueller Abgleich der DSL-Fähigkeit der Leitung zum einen per Kontes-Orka-Check (also Datenbank-Abgleich der Leitungsführung) und z.T. auch manuell per empirischer Messerkundung.

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Zuletzt geändert von fruli am 12.04.2006 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon governet » 12.04.2006 20:46

Sagt mal hat die Dämpfungswerterhöhung vielleicht damit zu tun, das ein Kabelnetzbetreiber (glaube Kabel-Deutschland) in Bayern ausbauen will? Wie heißt es so schön: "Ein Schelm wer Böses dabei denkt"

Gruß Governet
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Beitragvon M0rGu3 » 12.04.2006 21:12

Ich will ja keine dummen Fragen stellen, aber warum nur in Bayern und nicht ganz Deutschland? Das grenzt ja nun irgendwo schon an Betrug...
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Beitragvon fruli » 12.04.2006 21:17

Hi,

die bayerischen Niederlassungen waren schon bei den ersten diesbzgl. Piloten letzten Sommer Vorreiter.

Wenn es nach Kabel-TV-Konkurrenz ginge, müssten eher Rheinland-Pfalz und Ba-Wü Vorrreiter sein.

Bundesweite Regelschaltung ist zu erwarten.

Letztlich macht die Sache mit Fixed-Rate-ADSL1 angesichts der bevorstehenden Einführung von ADSL2+ mit seamless rate adaption ohnehin wenig Sinn - hier arbeiten wohl Abteilungen eines trägen, unflexiblen Konzerns nebeneinander anstatt miteinander.

So long.
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Beitragvon M0rGu3 » 12.04.2006 21:20

fruli hat geschrieben:hier arbeiten wohl Abteilungen eines trägen, unflexiblen Konzerns nebeneinander anstatt miteinander.

Wann machen sie das nicht, ist hier eher die Frage ;)

Man könnte auch sagen: Typisch Deutschland.
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