Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon naitsabes84 » 28.12.2015 14:05

Hallo zusammen,

diesen Beitrag hatte ich schon wieder ganz vergessen, bin nun aber wieder drüber gestoßen... Und da dachte ich mir, kann ich ja auch mal noch etwas hierzu schreiben, wie ich es ja auch angekündigt hatte. Nun ist ungefähr ein Jahr nach meinem letzten Post vergangen und wenn ich mir die vergangene Zeit anschaue und sehe, wo man jetzt angekommen ist, ist das ganze sehr ernüchternd um es vorsichtig auszudrücken. In diesem Zusammenhang sind auch noch die nachfolgenden Beiträge entstanden, das war kurz nach dem Post in diesem Forum:
http://www.onlinekosten.de/forum/showth ... ost2300466
https://telekomhilft.telekom.de/t5/Tele ... 19#M545858

Es gab seitdem einige Kontakte mit Congstar, die mit zunehmender Zeit irgendwann auch irgendwann besser wurden, was die Auskünfte und technischen Aktionen anbelangte. Es hat Monate gedauert bis das Problem meiner Eltern ernst genommen wurde. Anderen Nachbarn wurden seitens der Telekom neue Router verkauft, da behauptet wurde, die könnten das Problem lösen. Zwischendurch wurde der Port 2 mal umgelegt, da die Ports wohl ein Defekt hatten. Auch die Tal wurde geändert (andere Adern). Zuletzt, vor ca. 2-3 Monaten wurde der Port tatsächlich auf die neu gebauten DSLAM umgezogen. Das ist vermutlich der MSAN Überbau. Seitdem hat sich das Absinken der Geschwindigkeit zu bestimmten Uhrzeit erledigt. Super, wenigstens eine konstante Geschwindigkeit.
Bild

Jetzt gehts aber weiter.... (Weswegen ich hier wieder auf diesen Thread gestoßen bin). Denn jetzt ist die Leitung vom Sync her deutlich schlechter als 2009-2014. Und weswegen? Ja wegen dem netten Feature DPBO. Wie der Grafik zu entnehmen ist, werden die unteren Frequenzen deutlich gedämpft, was wohl die Auswirkung dieses Features ist. Ja das stehen wir jetzt!!! Das einzige was bleibt ist der Wechsel zu VDSL, falls es noch freie Ports gibt!
Ich weiß ja wozu dieses Feature DPBO da ist... Aber mal ganz ehrlich, das kann es doch nicht sein oder? Wir entwickeln uns (ich spreche jetzt nur mal die Telekommunikation an) Rückwärts mit dieser absolut grausamen Ausbaustrategie. Wie in diesem Thread schon zu lesen war, hätte es auch eine ganz andere Strategie bzgl. der Planung des Ausbaus geben können. Meiner Meinung nach wird das Land hierdurch absichtlich gedrosselt, was sich auch in einer Begrenzung des Wirtschaftsproduktes widerspiegelt. Ihr könnt mir ja ruhig etwas erzählen von Kosten, aber ganz ehrlich, für andere ist auch Geld ohne Ende verfügbar...


Die Politik in Sachen Breitbandanbindung Deutschland hätte Breit aufgestellt sein müssen mit allen Providern an einem Tisch. Das Ergebnis hätte sein müssen, dass überall transparente Zugänge für jeden Provider ermöglicht werden. D.h. zuerst Glasfaser bis in alle Orte und perspektivisch bis an die Grundstücke/Haushalte. Die Zugangstechnik hätte so beschaffen sein müssen, dass jeder Provider überall ein Produkt anbieten könnte, weil das Netz eben transparent aufgebaut ist. Aus dem Beispiel DBPO sieht man doch, in welchem Dilemma man jetzt steckt... Man wird mit dieser Technik immer Konkurrenzprobleme haben, eben aufgrund des Übersprechens der Leitungen. Und wie lange soll das denn noch so gehen, bis kein Provider mehr eine Leitung direkt aus der VsT zum Endkunden schaltet und die Telekom die Outdoor DSLAMs mit DPBO betreiben muss? Achne, da könnte ich mich jetzt drüber aufregen, aber das will ich garnicht, ich hätte nur gerne mal einen Gesamtplan gesehen, der zukunftstauglich ist. Alles, was auf Kupfer setzt ist doch immer wieder nur eine Krücke, die für eine kurze Zeit hält. Die Bandbreitenanforderungen werden schneller wachsen, als man mit FTTC überhaupt ausbauen kann.

Ich will ja nicht nur labern, ich habe mir schon öfters Gedanken gemacht, wie es denn sein könnte... Nachfolgend einmal meine Gedanken dazu.

Meine Wunschvorstellung sieht so aus, dass die Provider in der BRD (ich meine hier jetzt Provider, welche auch selber bauen bzw. bauen lassen/eigene Technik betreiben) sich das Gebiet der BRD Ausbautechnisch aufteilen und jeder die für Sie relevanten Gebiete technisch mit der Grundvoraussetzung Glasfaser und entsprechender Technik versorgen. Der Allgemeine Ausbau ist finanziell natürlich nicht von einem Provider selbst zu tragen, sondern hier gibt es bestimmte Fördermitteltöpfe, die eben für den Breitbandausbau reserviert sind. Ein Katalog würde hierbei ganz transparent die Förderung und Kostenbeisteuerung darlegen. Kein Provider bleibt alleine auf Ausbaukosten sitzen, "alle für einen, einer für alle" ist hier das Motto. Hierfür ist die Idee von Outdoor DSLAMs ja eine sehr gute, auch bei einem Glasfaserausbau, als Ausgangspunkt zu den Haushalten.

Jetzt gibt es verschiedene Strategien, wie ein Provider Zugang zum Kunden erhalten kann. Dabei unterscheiden sich die Möglichkeiten meiner Ansicht nach insbesondere bei den Kosten.

- Provider xy schaltet über eigene Faser eigene Vermittlungstechnik, Aktive Technik in VsT+Out DSLAM
- Mehrere Provider erhalten auf einer Faser per DWDM jeweils eine eigene Wellenlänge zur Nutzung (https://de.wikipedia.org/wiki/Multiplex ... xverfahren)
- Reseller-Provider nutzt Zugang irgendeines "echten" Providers seiner Wahl, der ihm einen Zugang für einen Kunden zur Verfügung stellen kann
- Nutzung von VLAN Technik uvm...

Neben einem finanziellen Katalog müsste es natürlich einen technischen Anforderungskatalog geben, in dem man sich auf Technik+Zugangsstandards verständigt und fixiert, die den beteiligten Providern zusagen und die auch wirklich einzuhalten sind. Dieser Katalog muss definiert werden von einer Gruppe, die alle Kompetenzen vereint und notfalls Experten zur Klärung schwieriger Sachbehalte einberuft und die Strategie festschreibt. Dazu gehört technisches Verständnis, die rechtlichen Belange und auch der wirtschaftliche Faktor. Hier steht aber immer nur eines im Vordergrund: Ein zukünftsgemäßer Ausbau der Netzwerkinfrastruktur für alle. Das ist aber nur möglich, wenn es nicht um Interessen und äußerliches Ansehen einzelner geht, sondern das Ziel im Fordergrund steht...

Nurmal so als Idee... Aber ich habe hier insgesamt das Gefühl, dass es auch eher so sein soll (Absicht), dass aktuell keine solche zukunftsgemäße Strategie, welche sich mit der sich verbessernden Technik auch immer wieder den Anforderungen der Kunden anpasst (neue SFPs/bessere Multiplex Technik usw.), da Glasfaser eben recht transparent und skalierbar ist (nicht beliebig aber doch deutlich besser als Kupfer).


Wünsche erstmal noch ein schönes Restjahr 2015.


Beste Grüße
Sebastian
naitsabes84
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon naitsabes84 » 28.12.2015 14:18

Achja,

der Ort ist Stemmen / 05721.
naitsabes84
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon rezzler » 28.12.2015 19:45

naitsabes84 hat geschrieben:Ich weiß ja wozu dieses Feature DPBO da ist... Aber mal ganz ehrlich, das kann es doch nicht sein oder? Wir entwickeln uns (ich spreche jetzt nur mal die Telekommunikation an) Rückwärts mit dieser absolut grausamen Ausbaustrategie. Wie in diesem Thread schon zu lesen war, hätte es auch eine ganz andere Strategie bzgl. der Planung des Ausbaus geben können. Meiner Meinung nach wird das Land hierdurch absichtlich gedrosselt, was sich auch in einer Begrenzung des Wirtschaftsproduktes widerspiegelt.

Naja, nachvollziehbar ist das Feature ja schon...

naitsabes84 hat geschrieben:Die Politik in Sachen Breitbandanbindung Deutschland hätte Breit aufgestellt sein müssen mit allen Providern an einem Tisch. Das Ergebnis hätte sein müssen, dass überall transparente Zugänge für jeden Provider ermöglicht werden. D.h. zuerst Glasfaser bis in alle Orte und perspektivisch bis an die Grundstücke/Haushalte. Die Zugangstechnik hätte so beschaffen sein müssen, dass jeder Provider überall ein Produkt anbieten könnte, weil das Netz eben transparent aufgebaut ist. Aus dem Beispiel DBPO sieht man doch, in welchem Dilemma man jetzt steckt...

Wobei DBPO doch jetzt mal recht wenig mit der Transparenz beim Anbieter/Anbieterwechsel zu tun hat? Ob das jetzt über Koax, ADSL, VDSL oder FTTH läuft ist da doch Rille.

naitsabes84 hat geschrieben: Man wird mit dieser Technik immer Konkurrenzprobleme haben, eben aufgrund des Übersprechens der Leitungen. Und wie lange soll das denn noch so gehen, bis kein Provider mehr eine Leitung direkt aus der VsT zum Endkunden schaltet und die Telekom die Outdoor DSLAMs mit DPBO betreiben muss?

Bis alle VDSL mit Vectoring haben.

naitsabes84 hat geschrieben:Achne, da könnte ich mich jetzt drüber aufregen, aber das will ich garnicht, ich hätte nur gerne mal einen Gesamtplan gesehen, der zukunftstauglich ist.

Den hätte ich auch gerne gesehen, ruhig auch auf 20 Jahre. Aber das ist halt Privatwirtschaft...

naitsabes84 hat geschrieben:Alles, was auf Kupfer setzt ist doch immer wieder nur eine Krücke, die für eine kurze Zeit hält. Die Bandbreitenanforderungen werden schneller wachsen, als man mit FTTC überhaupt ausbauen kann.

Nun, 70-100 MBit/s sind schonmal ne Hausnummer, mit der man sich Luft verschafft.

naitsabes84 hat geschrieben:Meine Wunschvorstellung sieht so aus, dass die Provider in der BRD (ich meine hier jetzt Provider, welche auch selber bauen bzw. bauen lassen/eigene Technik betreiben) sich das Gebiet der BRD Ausbautechnisch aufteilen und jeder die für Sie relevanten Gebiete technisch mit der Grundvoraussetzung Glasfaser und entsprechender Technik versorgen. Der Allgemeine Ausbau ist finanziell natürlich nicht von einem Provider selbst zu tragen, sondern hier gibt es bestimmte Fördermitteltöpfe, die eben für den Breitbandausbau reserviert sind. Ein Katalog würde hierbei ganz transparent die Förderung und Kostenbeisteuerung darlegen. Kein Provider bleibt alleine auf Ausbaukosten sitzen, "alle für einen, einer für alle" ist hier das Motto. Hierfür ist die Idee von Outdoor DSLAMs ja eine sehr gute, auch bei einem Glasfaserausbau, als Ausgangspunkt zu den Haushalten.

Tja, Privatwirtschaft... Angesichts der mit Glasfaser überbrückbaren Distanzen (praktischer Einsatz bis in den 2stelligen km-Bereich bei FTTH) sehe ich Outdoor-DSLAM, also das Gehäuse mit Stromanschluss, für FTTH als verlorenes Geld. Da stellt man einen grauen Kasten hin, der keinen Strom braucht, und fertig.

naitsabes84 hat geschrieben:- Provider xy schaltet über eigene Faser eigene Vermittlungstechnik, Aktive Technik in VsT+Out DSLAM

Setzt voraus, das jeder Provider ins jeder Vst Technik hat -> unrealistisch.
naitsabes84 hat geschrieben:- Mehrere Provider erhalten auf einer Faser per DWDM jeweils eine eigene Wellenlänge zur Nutzung (https://de.wikipedia.org/wiki/Multiplex ... xverfahren)

Viel zu teuer für den Massenmarkt.
naitsabes84 hat geschrieben:- Reseller-Provider nutzt Zugang irgendeines "echten" Providers seiner Wahl, der ihm einen Zugang für einen Kunden zur Verfügung stellen kann

Darauf wird es hinauslaufen, insbesondere da GPON im FTTH-Bereich die verbreiteste Technik ist und hier der Kunde nicht unbedingt mehr eine eigene Faser von der Wohnung durchgehend bis zur Vst hat.
naitsabes84 hat geschrieben:Nutzung von VLAN Technik uvm...

Viel zu kompliziert.
naitsabes84 hat geschrieben:Nurmal so als Idee... Aber ich habe hier insgesamt das Gefühl, dass es auch eher so sein soll (Absicht), dass aktuell keine solche zukunftsgemäße Strategie, welche sich mit der sich verbessernden Technik auch immer wieder den Anforderungen der Kunden anpasst (neue SFPs/bessere Multiplex Technik usw.), da Glasfaser eben recht transparent und skalierbar ist (nicht beliebig aber doch deutlich besser als Kupfer).

Naja, die erwähnte Privatwirtschaft. Wenn FTTH ausgebaut ist dann ist eine Umstellung auf neuere Technik, und sei es nur 10GPON, das kleinste Problem.
Reinhard Schneider
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Re: Outdoor DSLAM der Telekom bei ADSL2+ nur 10-13 Mbit/s

Beitragvon naitsabes84 » 13.03.2016 14:12

rezzler hat geschrieben:
naitsabes84 hat geschrieben:Ich weiß ja wozu dieses Feature DPBO da ist... Aber mal ganz ehrlich, das kann es doch nicht sein oder? Wir entwickeln uns (ich spreche jetzt nur mal die Telekommunikation an) Rückwärts mit dieser absolut grausamen Ausbaustrategie. Wie in diesem Thread schon zu lesen war, hätte es auch eine ganz andere Strategie bzgl. der Planung des Ausbaus geben können. Meiner Meinung nach wird das Land hierdurch absichtlich gedrosselt, was sich auch in einer Begrenzung des Wirtschaftsproduktes widerspiegelt.

Naja, nachvollziehbar ist das Feature ja schon...

Ja klar ist es unter gegebenen Umständen nachvollziehbar, aber mit einer vernünftigen, zukunftsfähigen Strategie wäre es ja überhaupt nicht notwendig. Außerdem wären dann nicht die meiner Meinung nach sanften "Remonopolisierungen" notwendig...

naitsabes84 hat geschrieben:Die Politik in Sachen Breitbandanbindung Deutschland hätte Breit aufgestellt sein müssen mit allen Providern an einem Tisch. Das Ergebnis hätte sein müssen, dass überall transparente Zugänge für jeden Provider ermöglicht werden. D.h. zuerst Glasfaser bis in alle Orte und perspektivisch bis an die Grundstücke/Haushalte. Die Zugangstechnik hätte so beschaffen sein müssen, dass jeder Provider überall ein Produkt anbieten könnte, weil das Netz eben transparent aufgebaut ist. Aus dem Beispiel DBPO sieht man doch, in welchem Dilemma man jetzt steckt...

Wobei DBPO doch jetzt mal recht wenig mit der Transparenz beim Anbieter/Anbieterwechsel zu tun hat? Ob das jetzt über Koax, ADSL, VDSL oder FTTH läuft ist da doch Rille.

Ich sprach hier nicht von der Transparenz beim Anbieterwechsel , sondern ich sprach von transparten Zugangs/Schaltungsmöglichkeiten für alle Provider. Dabei ist es egal, ob es Provider mit eigener Technik oder nur Reseller sind. Ein Reseller muss sich natürlich mit seinem Produkt irgendwo ein Zugangsprodukt (Bitstromzugang o.ä.) mieten, mit dem er dann seinen Tarif verkaufen kann...


naitsabes84 hat geschrieben:Achne, da könnte ich mich jetzt drüber aufregen, aber das will ich garnicht, ich hätte nur gerne mal einen Gesamtplan gesehen, der zukunftstauglich ist.

Den hätte ich auch gerne gesehen, ruhig auch auf 20 Jahre. Aber das ist halt Privatwirtschaft...


Es ist eben nicht nur Privat, denn es werden ja auch öffentliche Gelder investiert. Nicht umsonst sieht der Bundesrechnungshof das wahrscheinlich auch kritisch! http://www.rp-online.de/digitales/inter ... -1.5732554

Zitat:
Außerdem hätten die Beamten strengere Vorgaben machen müssen. "Abgesehen werden sollte von technischen Varianten, deren Übertragungsquoten in absehbarer Zeit nicht mehr ausreichen. Wegen neuerlichen Investitionsbedarfs könnten diese Varianten den Bundeshaushalt in Kürze zum zweiten Mal belasten." Im Klartext heißt das: Gefördert werden sollte nur der Ausbau von Glasfasernetzen.



naitsabes84 hat geschrieben:Alles, was auf Kupfer setzt ist doch immer wieder nur eine Krücke, die für eine kurze Zeit hält. Die Bandbreitenanforderungen werden schneller wachsen, als man mit FTTC überhaupt ausbauen kann.

Nun, 70-100 MBit/s sind schonmal ne Hausnummer, mit der man sich Luft verschafft.

.... 70-100Mbit sagst du. Wie soll das denn deiner Meinung nach funktionieren, wenn die Zuleitung nach wie vor ein 1Gbit Link ist? Wenn man mal pro DSLAM eine realistische Anzahl von gleichzeitigen Usern nimmt, gerne auch die Abendstunden betrachtet, dann wird man feststellen, wie viel übrig bleibt.... Fakt ist, dass man in Zukunft immer wieder viel Geld in die Hand nehmen muss um Kupfer immer noch etwas aufbohren zu können. Und dann eben noch mit den Nachteilen, dass man manche Kunden runterdrosseln muss, weil andere Provider eben nachteile durch dezentrale DSLAMs haben.


naitsabes84 hat geschrieben:Meine Wunschvorstellung sieht so aus, dass die Provider in der BRD (ich meine hier jetzt Provider, welche auch selber bauen bzw. bauen lassen/eigene Technik betreiben) sich das Gebiet der BRD Ausbautechnisch aufteilen und jeder die für Sie relevanten Gebiete technisch mit der Grundvoraussetzung Glasfaser und entsprechender Technik versorgen. Der Allgemeine Ausbau ist finanziell natürlich nicht von einem Provider selbst zu tragen, sondern hier gibt es bestimmte Fördermitteltöpfe, die eben für den Breitbandausbau reserviert sind. Ein Katalog würde hierbei ganz transparent die Förderung und Kostenbeisteuerung darlegen. Kein Provider bleibt alleine auf Ausbaukosten sitzen, "alle für einen, einer für alle" ist hier das Motto. Hierfür ist die Idee von Outdoor DSLAMs ja eine sehr gute, auch bei einem Glasfaserausbau, als Ausgangspunkt zu den Haushalten.

Tja, Privatwirtschaft... Angesichts der mit Glasfaser überbrückbaren Distanzen (praktischer Einsatz bis in den 2stelligen km-Bereich bei FTTH) sehe ich Outdoor-DSLAM, also das Gehäuse mit Stromanschluss, für FTTH als verlorenes Geld. Da stellt man einen grauen Kasten hin, der keinen Strom braucht, und fertig.

Da muss letztendlich eine wirtschaftliche Kosten/Nutzen ANalyse durchgeführt werden um zu sehen, was der richtige Weg ist. Das ist sicherlich bei den Experten in den entsprechenden Kommites gut angesiedelt. Aber an sich fände ich eine abgesprochene und korrdinierte und wenig auf Konkurrenz bedachte Politik deutlich nützlicher als das, was bisher oft betrieben wird. Siehe z.B. die Aktionen, wo die Telekom Orte zuerst nicht ausbauen will, wo dann ein anderer Provider sich die ganze Arbeit macht, Umfragen startet usw. und dann die Telekom auf einmal doch ausbaut...

naitsabes84 hat geschrieben:- Provider xy schaltet über eigene Faser eigene Vermittlungstechnik, Aktive Technik in VsT+Out DSLAM

Setzt voraus, das jeder Provider ins jeder Vst Technik hat -> unrealistisch.

naitsabes84 hat geschrieben:- Mehrere Provider erhalten auf einer Faser per DWDM jeweils eine eigene Wellenlänge zur Nutzung (https://de.wikipedia.org/wiki/Multiplex ... xverfahren)

Viel zu teuer für den Massenmarkt.


Nein, es setzt nicht voraus, dass jeder Provider in jeder Vst eigene Technik hat. Irgendein Provider muss aktive Technik haben, was ja immer der Fall ist und ermöglicht den Mitbewerbern einen Zugang auf der Faser über ein sagen wir mal eigenes Spektrum. Man müsste die Zugangstechnik quasi für andere etwas öffnen, eventuell mit einer Art Virtualisierung der Technik... Ich finde es eben gerade nicht Teuer, denn wir sparen uns ja die ganze parallele Kabelverlegerei. Wir teilen die Kabel dabei doch nur logisch auf...Das wird Heute ja überall sowieso schon betrieben.

naitsabes84 hat geschrieben:- Reseller-Provider nutzt Zugang irgendeines "echten" Providers seiner Wahl, der ihm einen Zugang für einen Kunden zur Verfügung stellen kann

Darauf wird es hinauslaufen, insbesondere da GPON im FTTH-Bereich die verbreiteste Technik ist und hier der Kunde nicht unbedingt mehr eine eigene Faser von der Wohnung durchgehend bis zur Vst hat.
naitsabes84 hat geschrieben:Nutzung von VLAN Technik uvm...

Viel zu kompliziert.

Was ist daran kompliziert??
naitsabes84
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