In einer am 29.10.2012 bei searchnetworking.de verbreiteten Meldung macht sich der FTTH-Council Europe einmal mehr für eine Änderung der Breitbandpolitik in Europa (und das gilt insbesondere auch in Deutschland) stark. Angegriffen wird eine Politik, die Steuergelder für Fördermaßnahmen ausgibt, mit denen per Funk die unterste Stufe der heutigen Anforderungen gerade so erfüllt wird. Scharf wendet sich das Council gegen Versuche, die digitale Agenda der EU auszuhölen: "Anstatt die Herausforderung anzunehmen und Europa in eine wettbewerbsfähige Zukunft zu führen, wollen sie einfach die Ziele herabsetzen und somit den Ausbau von Glasfasernetzen bremsen." Gründlich aufgeräumt wird auch mit den - auch uns häufig entgegen gebrachten - Argumenten, die belegen sollen, höhere Bandbreiten würde niemand brauchen: "Noch vor 100 Jahren behaupteten Regierungen, es gäbe keinerlei Anzeichen dafür, dass je mehr Automobile verkauft werden würden und man deswegen mehr Straßen benötige. ... Noch vor zehn Jahren wussten die Verbraucher nichts von HDTV on Demand, nichts von Großbildfernsehern mit LCD-Technik, nichts von Tablets, Smartphones, Onlinebusiness und digitalen Spiegelreflexkameras." Und die Forderung ist auch klar und deutlich: "Was die EU benötigt, sind konsequente Führung und Entscheidungsträger, die die langfristigen Auswirkungen von Breitbandvernetzung und ITK verstehen. Wenn sie heute die richtigen Entscheidungen fällen, dann geben sie Europa die Infrastruktur für den globalen Wettbewerb bis 2020 und darüber hinaus."
Ein engagierter Bericht und eine engagierte Politik, die man unterstützen sollte.
Gruß

