rezzler hat geschrieben:Naja, praktikabel aus wessen Sicht? Kann mir schon vorstellen, das diese Methode nicht in die Telekom-Prozesse hineinpasst

...
Was soll hier so schwierig sein?
Ob die Telekom selbst das Ziehen eines Grabens per Ausschreibung oder dergleichen veranlasst oder der Graben durch private Initiative schon erstellt wird, macht keinen Unterschied - zumal - wenn es komplett auf privaten Boden erledigt wird und von den Eigentümern zugelassen wird.
Den Anschluss herstellen (also Kabel reinlegen und anklemmen) muss die Telekom so oder so erledigen.
Der Verhinderungsgrund muss also an einer anderen Stelle liegen.
Entweder will man diese Variante (ausreichend ausgelasteten Outdoor-DSLAM - sogar verbunden mit der Möglichkeit, zwei Standorte einzusparen) aus anderen Gründen gar nicht
oder man will unbedingt die Zuzahlungsvariante, auch wenn es hier viel einfacher und preiswerter gehen könnte.
Das ist dann aber eher eine Strategie-Entscheidung, wenn Eigeninitiative abgelehnt wird, weil es nicht in die jeweilige Unternehmens-Strategie passt.
Auf alle Fälle zeigt es mal am konkreten Beispiel, was von dem Spruch zu halten ist, dass man selbst den Graben ziehen soll, wenn man Breitband will.
rezzler hat geschrieben:...
Das mit dem Graben finde ich eine gute Idee, nur sollte man dann halt gleich Nägel mit Köpfen machen und von den Häusern zu einem Punkt x gleich Glasfaser legen. Quasi von hinten anfangen. Nur wer buddelt einfach so? Und wer legt einfach so Glasfaser?
Ganz so einfach, wie es der unreale Spruch vom Selber-graben andeutet, ist die Lage im
öffentlichen Raum und bei den Kabeln nicht:
- Man kann nicht irgend ein Glasfaserkabel nehmen. Statt dessen wird dies ganz bestimmmte Eigenschaften haben müssen. Ansonsten weigert sich die Telekom ggf. diese Glasfaserkabel überhaupt zu nutzen.
- Derjenige, welcher das Kabel liefert, wird bestimmte Gewährleitungszusagen machen müssen. Bei einem Kauf über "privat" wird das schwierig.
- Es kann nicht jeder wie er gerade will im öffentlichen Raum Absperrungen aufstellen und einen Graben ziehen. Für solche Arbeiten muss es sicherlich auch jemand geben, der bei unsachgemäßer Ausführung für die Folgen gerade steht.
Meine Aufzählung wird wohl nicht vollständig sein.
Aber sie zeigt ebenfalls, was von solchen "Selber-Graben-Sprüchen" zu halten ist.
... - erleben was verhindert.
"Grenzen gabs gestern" - heute gibts Verhinderungen.