Die Ostthüringer Zeitung berichtet über harsche Kritik des Landrates Frank Roßner an der Kampagne der CDU zum Breitbandausbau in Ostthüringen. Dies wäre nichts anderes als "weiße Salbe", ein Synonym für ein wirkungsloses Placebo, das man unbedarften Kindern als Trost für ihr Wehwehchen aufträgt. Nachdem jahrelang auch hier die Hilferufe Betroffener nicht erhört wurden, will man offenbar in Wahlkampfzeiten das Thema für die eigene Profilierung nutzen. "Jetzt, kurz vor Wahlen, versuchen diejenigen, die Thüringen seit Jahren regieren mit diesem Thema sogar Wählerstimmen zu fischen", meint Roßner
Richtig stellt er weiter fest, dass weite Teile Thüringens ins "digitale Abseits" geraten sind. "Noch zu Zeiten von ISDN herrschte Parität im digitalen Datentransport zwischen ländlichen Raum und Ballungszentren. Gegenwärtig beträgt der Rückstand etwa das Zehnfache, in ein bis zwei Jahren ist, bei Fortsetzung der bisherigen Entwicklung, mit einem Rückstand um den Faktor Siebzig zu rechnen", wird er zitiert.
Das Verlegen von Leerrohren und die Durchführung von Bieterverfahren durch die Kommunen wird als "rührender Unsinn" bezeichnet, der eher ein Alibi für die Landesregierung sei, wirksame Schritte zur Beseitigung des Missstandes zu unterlassen. Statt "Phrasen auf Wahlplakaten" fordert Roßner einen "digitalen Masterplan für Thüringen". Statt der ehrenamtlichen Bürgermeister sieht er vielmehr die Landesregierung in der Pflicht.
Starke Worte, die durch uns unterstützt werden sollten. Mal sehen, wie Roßner auf unseren Brief reagiert.
Gruß

