teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Presseanfragen, Pressemeldungen und Medienberichte über und von der Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e. V.

teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon Presse » 19.04.2010 15:51

teltarif.de, 19.04.2010

Seit heute Morgen läuft in Mainz bei der Bundesnetzagentur wieder die Versteigerung der neuen Funkfrequenzen für die Mobilfunkanbieter, dabei geht es um zusätzliche Frequenzen für die GSM- und UMTS-Netze, aber auch um komplett neue Frequenz-Bereiche wie das 2,6-GHz-Band und die Frequenzen aus der Digitalen Dividende um 800 MHz. Letzte sind bei der Versteigerung bislang am teuersten und am begehrtesten. Das liegt daran, dass die Frequenzen über gute Ausdehnungeigenschaften verfügen und Netzbetreiber somit nur verhältnismäßig wenig Sendemasten benötigen.
Insgesamt bieten die Mobilfunkanbieter Telekom (ehemals T-Mobile), Vodafone, E-Plus und o2 aktuell knapp 250 Millionen Euro für alle Frequenzen mit einem Spektrum von 360 MHz zusammen. Den Löwenanteil der Gebote machen die 800-MHz-Bereiche aus: 115,6 Millionen Euro bieten die vier Anbieter für die 60 MHz Bandbreite.
Derzeit bieten Vodafone, Telekom und E-Plus auf jeweils zwei Frequenzblöcke, o2 hätte aktuell keinen Block. Das wird sich aber sicherlich noch einige male ändern.

Kritik wird lauter

Unterdessen wir die Kritik an der Frequenzvergabe und die Bedingungen lauter. Wie bereits am Wochenende berichtet, hat das Land Nordrhein-Westfalen bei der Erstellung der unterversorgten Orte offenbar unzureichend gerarbeitet und eine nur sehr kleine Liste abgegeben. NRW-Einwohner in unzureichend versorgten Gebieten dürfen sich daher kaum Hoffnungen auf eine baldige Breitbandversorgung machen.
Recht lautstark äußert sich auch die Initiative gegen digitale Spaltung, geteilt.de, zu der Digitalen Dividende. Ziel der Initiative ist die Sicherstellung einer flechendeckenden, angemessenen und uneigeschränken Breitbandversorgung. Jetzt äußert sich geteilt.de überraschend deutlich negativ zur Digitalen Dividende.
"Ausbauverpflichtungen gab es bisher bei jeder Frequenzauktion. Eingehalten wurden sie nie", heißt es von Bernd Rudolph, einer der Sprecher der Initiative. "Noch dazu ist die aktuell geltende völlig unverbindlich. Welche Technik sie einsetzen, welche bestehende Versorgung sie gegen rechnen dürfen, welche Basisdatenraten tatsächlich angeboten werden; all das können die Unternehmen selbst bestimmen." Nach Auffassung der Initiative sei die Propaganda der Regierung zudem höchst verantwortungslos. "Zu sagen, mit Mobilfunk könne man bald flächendeckend DSL-Anschlüsse ersetzen, hat zur Folge, dass die Kommunen selbst keine Anstrengungen mehr unternehmen."
Zudem sieht die Initiative in der Digitalen Dividende keine Alternative zum klassischen Breitbandanschluss, sondern lediglich eine Ergänzung zum bestehenden Festnetzanschluss. Kritik gibt es auch weiterhin von verschiedenen Organisationen, die sich beklagen, dass Veranstaltungstechnik und Funkmikrofone nun komplett umgerüstet werden müssen, weil ihnen der bisher genutzte Frequenzraum aberkannt werde. Zudem gibt es Befürchtungen, die neuen Mobilfunkfrequenzen können das weiterhin bestehende Fernsehen stören.
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OK: Frequenzauktion unter Beschuss

Beitragvon Presse » 19.04.2010 17:16

Auch Onlinekosten.de hat mal wieder eine Meldung von uns aufgegriffen (19.04.2010, Autor: Christian Wolf):

Frequenzauktion unter Beschuss: Erneute Kritik

"Deutschland hat heute eine große und einmalige Chance, bei der Entwicklung des mobilen Internets die Nase vorn zu haben. Wir können als Erste die Früchte der sogenannten Digitalen Dividende ernten", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur am 12. April zur Eröffnung der aktuellen Frequenzauktion. Mit jeder Bieterrunde werden aber auch die Kritiker des Verfahrens lauter. Erst kürzlich warnten etwa ARD und ZDF vor massiven Störungen des Fernsehempfangs, sollten die Frequenzen für mobile Breitbanddienste genutzt werden. Nun meldet sich auch die "Initiative gegen digitale Spaltung" – geteilt.de – zu Wort. Ihr erklärtes Ziel, die flächendeckende Breitbandversorgung in Deutschland, sieht sie in weiter Ferne.

"Kein Grund zur Euphorie"

Trotz aller Ankündigungen gäbe es keinen Grund zur Euphorie, so geteilt.de-Sprecher Bernd Rudolph. "Im allgemeinen Freudentaumel vergisst man offenbar, die ganze Wahrheit zu sagen. Dabei gibt es nicht wenige technische und rechtliche Hindernisse, die einfach ignoriert werden", sagte Rudolph. Die rechtlichen Vorgaben und Ausbauverpflichtungen für die Unternehmen seien unzureichend und unverbindlich.

Bürger in unterversorgten Kommunen hätten daher keinerlei Gewähr auf eine baldige Versorgung mit Breitbandinternet. Zudem deuteten die allgemein üblichen Volumengrenzen auf fehlende Kapazitäten in den Mobilfunknetzen hin. Auch könne die LTE-Technologie nur einen Bruchteil der Nutzer mit Bandbreiten im Megabit-Bereich versorgen. "Die Frequenzen taugen sicher gut für den mobilen Zugang zum Internet, als wirklicher Festnetzersatz sind sie ungeeignet", so der Sprecher.

"Breitbandstrategie gescheitert"

Die Breitbandstrategie der Bundesregierung sei damit gescheitert. Schuld daran seien vor allem die halbherzige Umsetzung sowie fehlende gesetzliche Verpflichtungen für die Internetanbieter, den Breitbandausbau voranzutreiben. Mobilfunk könne die Lücken hingegen nicht schließen, glaubt Rudolph. "Das mobile Internet wird stets eine optimale Ergänzung, jedoch nie ein Ersatz für Festnetzanschlüsse sein", so seine Prognose.

Vielmehr führe die Favorisierung von LTE dazu, dass Kommunen den DSL-Bereich vernachlässigten und entsprechende Fördermittel nicht mehr in Anspruch nähmen. "Erste Anzeichen dafür gibt es bereits in Süddeutschland und in Mittelsachsen", sagte Rudolph. Die digitale Spaltung der Gesellschaft vertiefe sich daher trotz aller Bekundungen weiter.
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon Haupti76 » 19.04.2010 17:39

Na das ist doch schön, daß darüber berichtet wird. ;) Meine Erwartungen sind bereits übertroffen.
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon HeinzHaraldF » 19.04.2010 20:58

Hi

Damit kämpfen nun schon zwei Leute gegen zu hohe Erwartungen an LTE und versuchen die Leute wieder in die Realität zurückzuholen. Bernd und die c´t, alle anderen sind mit ihrer rosaroten Brille unterwegs oder durch gute Lobbyarbeit, dem Irrglauben erlegen, daß es demnächst vernünftiges Breitband für jeden gibt.
Wie immer sind deine Texte gut geschrieben und dass diese übernommen werden, sagt schon Alles.

Mfg
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon bru62 » 21.04.2010 16:16

Auch eine "Interessenvertretung", die seit 2003 "ungezählte Kontakte" hergestellt hat "die zu einer Breitbandversorgung führten", hat unsere Pressemitteilung gelesen. Erwartungsgemäß fällt das Resümee nicht gut für uns aus:

Mit "Verunsicherung der Betroffenen" versuchten wir Aufmerksamkeit zu erlangen. Und überhaupt: "So wenig diese so genannte Initiative in der Vergangenheit ernstzunehmendes Engagement gegen eine digitale Spaltung zeigte, so wenig kann sie ihre Behauptungen mit Argumenten belegen.", heißt es weiter.

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Das soll als Kommentar reichen.

Gruß

EDIT
Wer sich die Quelle anschauen möchte: http://www.kein-dsl.de/forum/showthread.php?t=13683&page=8
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon essig » 21.04.2010 23:05

da hast du ja wieder eine perle gefunden :lol:

ehe jemand so wie ich danach suchen muss, hier die abkürzung: http://www.kein-dsl.de/forum/showthread ... post116824

kein-dsl.de macht es sich mit solchen behauptungen schon sehr einfach da jeder "offizielle" vertreter von geteilt.de schon beim versuch darauf zu reagieren sofort gesperrt werden würde und somit eine art diskussion oder argumentativer austausch bereits im keim erstickt wird. bei jeder sich bietenden gelegenheit laden wir kein-dsl.de zum offenen austausch ein und möchten dies auch an dieser stelle tun. nicht wenige kein-dsl.de teammitglieder sind bereits auf geteilt.de angemeldet und könnten die gelegenheit nutzen ihren standpunkt zu vertreten, tun sie aber nicht. umgekehrt ist dies auf kein-dsl.de wie bereits beschrieben nicht möglich, da alles mit geteilt.de im zusammenhang stehende umgehend gelöscht, gesperrt, gebannt wird. wenn ihr euch hier nicht äußern wollt dann ist das überaus schade aber vielleicht könnt ihr zumindest eure zensur überdenken.

adress hat geschrieben:Die üblichen Verdächtigen

so muss man uns nennen da man den begriff geteilt.de zensiert hat. eine zeit lange wurde geteilt.de automatisch durch getrollt.de ersetzt aber diese phase ist wohl überstanden.

adress hat geschrieben:versuchen wieder einmal mit Verunsicherung der Betroffenen die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und behaupten, weder rechtlich noch technisch sei durch die neuen Funkfrequenzen eine flächendeckende Breitbandversorgung gewährleistet.

und werden mit dieser aussage leider wieder richtig liegen. das gleiche haben wir 2006 bei wimax nach umfangreicher diskussion ebenfalls vorhergesagt und lagen als einzige richtig. könnt ihr euch noch an eure damalige einschätzung zu wimax erinnern? wenn ja dann sollte man sich vielleicht ein wenig zurückhalten. wenn nein kann ich das gern nochmal auffrischen. außerdem verunsichern wir nicht sondern informieren und klären auf anstatt falsche hoffnungen zu wecken.

adress hat geschrieben:So wenig diese so genannte Initiative in der Vergangenheit ernstzunehmendes Engagement gegen eine digitale Spaltung zeigte,

das trifft alle die sich hier seit jahren mit petitionen, schreiben, aktionen, konferenzen, diskussionen, treffen einbringen mitten ins gesicht. ich will euch nicht zu nahe treten aber was habt ihr denn in den 7 jahren unternommen? wo sind eure ziele und positionen, eure schreiben, eure aktionen? allein mit werbung, partnerlinks und kooperationen erreicht man nichts und verfolgt weniger die interessen der betroffenen sondern mehr die eigenen.

adress hat geschrieben:so wenig kann sie ihre Behauptungen mit Argumenten belegen.

wir belegen unsere argumente in tausenden beiträgen und werden nicht müde dies auch weiterhin offen und transparent zu tun. das ist bei euch leider nur bedingt möglich da die eine oder andere unpassende meinung einfach weg zensiert wird bzw. kritische nutzer gelöscht werden. deshalb solltet ihr entweder eure blockade aufgeben oder einfach hier bei uns die diskussion suchen, angemeldet sind die meisten kein-dsl teammitglieder ja bei uns und willkommen auch.

zuletzt noch der hinweis, dass mit "kein-dsl.de" niemand persönlich gemeint ist, schon gar nicht die mitglieder. die schätzen und vermissen wir sehr ;)
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon Nenunikat » 22.04.2010 11:50

Ich habe bewußt in besagtem Thread auf diesen Post reagiert - und meine Erwiderung ist bisher nicht gelöscht worden.
Da es nichts bringt, in beiden Richtungen mit Konflikten beschäftigt zu sein, versuche ich sowohl dort wie hier, die Luft aus diesen immer mal wieder aufkeimenden Konflikten zu nehmen.
Mein Kernsatz dort wie hier: Der Bessere wird sich am Ergebnis zeigen.
...
Außerdem ist es nicht von Nachteil, wenn Probleme von verschiedenen Seiten, mit verschiedenen Vorgehensweisen angegangen werden.
Keiner hat die Wahrheit gepachtet.
...
Also: ruhig Blut - unsere Energien brauchen wir wo anders ...
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon HeinzHaraldF » 22.04.2010 13:12

Hi

Sehe ich genauso, da du schneller warst, habe ich nichts mehr geschrieben. Denn sonst wird es schnell zuviel und der Löschteufel kommt. Meiner Meinung nach sind es zwei gute Foren, die auf verschiedene Weise, das Gleiche erreichen wollen. Also nicht gegeneinander, sondern lieber miteinander kämpfen, schließlich ist das Ziel doch das Selbe. Kann man nur hoffen, dass sich die Wogen irgendwann glätten.

Mfg
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon essig » 22.04.2010 13:48

Nenunikat hat geschrieben:Ich habe bewußt in besagtem Thread auf diesen Post reagiert - und meine Erwiderung ist bisher nicht gelöscht worden.

adress selbst hat ja in diesem fall mit dem thema angefangen und du hast dann, wie ich finde fair und objektiv, darauf reagiert. versuch doch aber mal von dir aus das wort "geteilt.de" zu schreiben oder auf unsere positionen, schreiben, breitbandkonferenz, postkartenaktion oder was auch immer hinzuweisen... du weißt genau was dann passiert. das muss man dann wohl so akzeptieren aber normal ist das trotzdem nicht.

Nenunikat hat geschrieben:Da es nichts bringt, in beiden Richtungen mit Konflikten beschäftigt zu sein, versuche ich sowohl dort wie hier, die Luft aus diesen immer mal wieder aufkeimenden Konflikten zu nehmen.
Mein Kernsatz dort wie hier: Der Bessere wird sich am Ergebnis zeigen.
...
Außerdem ist es nicht von Nachteil, wenn Probleme von verschiedenen Seiten, mit verschiedenen Vorgehensweisen angegangen werden.
Keiner hat die Wahrheit gepachtet.
...
Also: ruhig Blut - unsere Energien brauchen wir wo anders ...

es hat doch überhaupt niemand etwas gegen 2, 5 oder 10 breitbandinitiativen die auf verschiedenen wegen und mit verschiedenen mitteln versuchen das problem zu lösen. mich stört nur ein wenig die praktizierte zensur und die art und weise wie die "Interessengemeinschaft" kein-dsl.de arbeitet und das wird man doch alle paar monate ansprechen dürfen oder? machen wir mit bmwi, breko, vatm, bitkom usw. täglich und niemand stört sich daran. wenn kein-dsl.de als interessengemeinschaft der betroffenen mitmischen will dann müssen sie sich alle paar monate die fragen nach zielen, positionen, zensur, aktionen, petitionen, konferenzen und so weiter gefallen lassen. wie schon gesagt, viel werbung und ein forum im initiativenmäntelchen ist zu wenig. kein-dsl.de mag eine gute informationsquelle zum thema sein und es sei ihnen auch vergönnt damit geld zu verdienen aber ist man wirklich eine interessengemeinschaft/initiative?

HeinzHaraldF hat geschrieben:Also nicht gegeneinander, sondern lieber miteinander kämpfen, schließlich ist das Ziel doch das Selbe. Kann man nur hoffen, dass sich die Wogen irgendwann glätten.

will da nicht drauf rumhacken aber kein-dsl.de hat auch nach 7 jahren noch kein ziel definiert. trotzdem hast du recht, man sollte miteinander kämpfen aber wie? ich bin für jeden vorschlag offen aber dazu müsste wohl erst die zensur auf kein-dsl.de aufgehoben werden oder? im gegenzug würde ich mich "opfern" und mich vollumfänglich aus dem thema zurückziehen. würde mich weder hier noch anderswo öffentlich zum thema kein-dsl.de äußern, vielleicht wäre das ein anfang?
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon HeinzHaraldF » 22.04.2010 14:06

Ich gehöre ja der 2. Generation auf geteilt.de an, die hat den Konflikt der ersten Generation mit kein-dsl nicht miterlebt und kennt ihn nur vom erzählen. Da fällt es mir leichter über eventuelle Vorkomnisse hinweg zusehen und "Verbrüderungsaktionen" zu starten. ;) Soweit muss es ja nicht gehen, aber dass du deine Meinung nicht mehr sagen darfst, kann auch nicht der richtige Weg sein.
Ich denke man muss einfach ruhig miteinander umgehen und nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen, dann klappts auch mit dem Nachbarn. Und wer von der anderen Seite nicht will, der kann auch nicht gezwungen werden. Dann bleibts halt so, wie es ist.

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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon bru62 » 22.04.2010 16:42

Ich seh das auch etwas emotionslos. Ich musste nur lachen, weil adress offenbar einem Urinstinkt gefolgt ist. Wenn ich das dort so richtig verfolge, ist die Mehrheit der kein-DSL-ler längst auch für den Universaldienst. Es gebe also schon Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit. Aber solange die führenden Köpfe den Schaum vor den Mund kriegen, wenn sie geteilt.de lesen und die komischsten Reflexe zeigen, gibt es da offenbar keine Zukunft für ein Zusammengehen. Aber versucht es doch ruhig mal. Fragt mal an. Aber bitte offen im Forum und nicht per PN. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

Ansonsten gilt, was essig geschrieben hat. Alle Akteure, ob staatlich, wirtschaftlich oder bürgerschaftlich engagiert, müssen es aushalten, wenn man sie kritisiert. Das gilt auch für uns, solange die Kritik sachlich ist. Die oben angesprochene war das eben gerade nicht, oder?

Gruß
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon Nenunikat » 22.04.2010 18:20

essig hat geschrieben:adress selbst hat ja in diesem fall mit dem thema angefangen und du hast dann, wie ich finde fair und objektiv, darauf reagiert. versuch doch aber mal von dir aus das wort "geteilt.de" zu schreiben oder auf unsere positionen, schreiben, breitbandkonferenz, postkartenaktion oder was auch immer hinzuweisen... du weißt genau was dann passiert. das muss man dann wohl so akzeptieren aber normal ist das trotzdem nicht.
...

Natürlich weiß ich genau, was bei bestimmten Äußerungen passiert.
Auch wenn ich es nicht gut finde, bringt es nichts, mit diesen Themen/Äußerungen deren Antwort immer mal wieder "auszuprobieren".
Deshalb setze ich eben auf die Themen außerhalb dieses "Reiz"-Bereiches.
Immerhin konnte schon umfangreich auch das Dafür von Universaldienst und Trennung von Netz und Dienstleistung diskutiert werden.
essig hat geschrieben:...
es hat doch überhaupt niemand etwas gegen 2, 5 oder 10 breitbandinitiativen die auf verschiedenen wegen und mit verschiedenen mitteln versuchen das problem zu lösen. mich stört nur ein wenig die praktizierte zensur und die art und weise wie die "Interessengemeinschaft" kein-dsl.de arbeitet und das wird man doch alle paar monate ansprechen dürfen oder? machen wir mit bmwi, breko, vatm, bitkom usw. täglich und niemand stört sich daran. wenn kein-dsl.de als interessengemeinschaft der betroffenen mitmischen will dann müssen sie sich alle paar monate die fragen nach zielen, positionen, zensur, aktionen, petitionen, konferenzen und so weiter gefallen lassen. wie schon gesagt, viel werbung und ein forum im initiativenmäntelchen ist zu wenig.
...

Ich versuche die Luft auch nicht deswegen rauszunehmen, weil es eben mal wieder um kein-dsl.de geht, sondern weil ich die Gefahr sehe, dass es da ggf. wieder etwas hitzig wird.
Das Ergebnis wäre dann sonst wieder, dass in beiden Foren in die jeweils andere Richtung "geschossen" wird.
Dabei ist die richtige Aktions-Richtung doch eigentlich diejenige, welche auf die Verantwortlichen für das Zwangs-Schmalband-Dilemma zielt. Alles Andere wird recht schnell unnütz verpulverte Energie und Zeit.
Ändern wird sich durch ggf. aufkommende Streits wohl kaum etwas, oder hat da jemand noch Hoffnung? Ich jedenfalls nicht.
essig hat geschrieben:...
kein-dsl.de mag eine gute informationsquelle zum thema sein und es sei ihnen auch vergönnt damit geld zu verdienen aber ist man wirklich eine interessengemeinschaft/initiative?
...

Gegenfrage hierzu aus einem anderen Bereich:
Sind die Parteien mit dem "C" im Namen wirklich durch und durch christlich?
Wie reagiert man gewöhnlich auf die Antwort zu dieser Frage?
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon essig » 22.04.2010 21:15

HeinzHaraldF hat geschrieben:Da fällt es mir leichter über eventuelle Vorkomnisse hinweg zusehen und "Verbrüderungsaktionen" zu starten.

sehr gern. sollte meine person dabei eine hindernde rolle spiele dann würde ich mich natürlich voll und ganz raus halten und mich nicht weiter zum thema äußern.

bru62 hat geschrieben:Aber versucht es doch ruhig mal. Fragt mal an. Aber bitte offen im Forum und nicht per PN.

dem kann ich nur zustimmen ;)

Nenunikat hat geschrieben:Natürlich weiß ich genau, was bei bestimmten Äußerungen passiert.

schön, dass du das nochmal bestätigt hast ;)

Nenunikat hat geschrieben:Immerhin konnte schon umfangreich auch das Dafür von Universaldienst und Trennung von Netz und Dienstleistung diskutiert werden.

das ist nach über 7 jahren bestehen eine wirklich erfreuliche entwicklung. wenn nun aus der diskussion noch eine art ziel/position resultiueren würde wäre das der nächste schritt. bis heute ist mir nicht wirklich klar was kein-dsl.de eigentlich will? für wen will man was bis wann womit erreichen? das kann man doch von einer interessenvertretung verlangen und würde so ganz nebenbei gemeinsamkeiten und unterschiede erkennen lassen.

Nenunikat hat geschrieben:Gegenfrage hierzu aus einem anderen Bereich: Sind die Parteien mit dem "C" im Namen wirklich durch und durch christlich?

ob man cdu/csu für christlich, fdp für frei, spd für sozialdemokratisch hält sind berechtigte fragen ABER allen kann man bescheinigen, dass sie politisch aktiv sind und interessen vertreten. kein-dsl.de wirkt in deinem beispiel auf mich eher wie eine "partei" die zwar eine menge sympathisanten um sich schart und damit geld verdient aber kein programm, keine parteitage, keine positionen, keine politische arbeit, keine ziele, keine strategie vorweisen kann, dafür aber jede, wirklich jede auseinandersetzung scheut und durch zensur unterbindet.

Nenunikat hat geschrieben:Dabei ist die richtige Aktions-Richtung doch eigentlich diejenige, welche auf die Verantwortlichen für das Zwangs-Schmalband-Dilemma zielt. Alles Andere wird recht schnell unnütz verpulverte Energie und Zeit.

wenn du (neben HeinzHaraldF und anderen) vermittelnd agieren könntest (möglichst öffentlich) dann wäre das natürlich sehr willkommen. sollte es bedingungen für die aufhebung der zensur geben dann werde ich diese wo ich kann erfüllen. an mir soll es nicht liegen ;)
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon Meester Proper » 25.04.2010 20:12

Ich möchte hier keineswegs kein-dsl.de schützen, aber die Fronten haben sich über die Zeit ein wenig festgefahren, unabhängig von wem das nun ausging.

Da ich öfters Kontakt mit adress habe, wollte ich mal die Behauptung, dass er damit Geld verdient, entkräften.

Er hat mir gegenüber immer beteuert, dass er die Serverkosten nur mit dem Geld aus den Werbungen begleicht, oftmals muss er Privat noch eine Teil zu schießen.

Zu den praktischen Tätigkeiten, er soll hier in Brandenburg Orten bei der Bedarfsermittlung z.B. durch Fylerverteilung geholfen haben. Vollkommen untätig war er nun nicht, das wäre eine falsche Behauptung.
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Re: teltarif: Kritik an Vergabebedingungen reißt nicht ab

Beitragvon essig » 26.04.2010 11:56

Meester Proper hat geschrieben:Ich möchte hier keineswegs kein-dsl.de schützen

und selbst wenn dann wäre das kein problem.

Meester Proper hat geschrieben:aber die Fronten haben sich über die Zeit ein wenig festgefahren, unabhängig von wem das nun ausging.

das soll ja geändert werden und ich würde mich ja auch vollständig vom thema kein-dsl.de fern halten aber offensichtlich zeigen die vermittlungsbemühungen keine wirkung. also werde ich voraussichtlich auch zukünftig alle paar monate meine meinung zu diesem thema äußern.

Meester Proper hat geschrieben:Da ich öfters Kontakt mit adress habe, wollte ich mal die Behauptung, dass er damit Geld verdient, entkräften. Er hat mir gegenüber immer beteuert, dass er die Serverkosten nur mit dem Geld aus den Werbungen begleicht, oftmals muss er Privat noch eine Teil zu schießen.

ja schon klar ;)

wenn wir hier die gleichen partnerlinks und werbung schalten würden wie auf kein-dsl.de, dann wäre abzüglich der kosten monatlich trotzdem noch was im dreistelligen bereich übrig. machen wir aber nicht, da es unseren eigenen ansprüchen an eine initiative nicht gerecht wird. ich denke also nicht, dass kein-dsl.de ein verlustgeschäft ist und außerdem würden ja die anderen kommerziellen adress projekte (http://www.kein-dsl.de | http://www.dsl-breitband-forum.de | http://www.suende-online.de | http://www.webdesign-blueteam.de | http://www.konsolen-tipps.de | http://www.eragon-online.de | http://www.bonsai-ratgeber.de | http://www.gimp-hilfe.de | http://www.fantasiewald.de | http://www.vvst.de | http://www.webkatalog-web.de | http://www.kakteen-ratgeber.de | http://www.juehnsdorf.de und so weiter) mit auf dem gleichen server laufen und die kosten je projekt reduzieren.

ehe missverständnisse aufkommen, es ist wunderbar wenn jemand mit internetprojekten geld verdient aber bei bürgerlichen initiativen/interessenvertretungen hat das immer einen beigeschmack. meiner meinung nach sollte man entweder den eigenen mitstreitern transparent darlegen über welche einnahmen und ausgaben die gemeinsame interessenvertretungen verfügt ODER man sollte sich zu dem machen was man ist: ein news/informations/vermittlungsportal. aber zum eigenen vorteil von allem etwas sein wollen schadet uns als initiative aber auch gegenüber der kommerziellen konkurrenz ist der status "initiative/interessenvertretung" ein echter vorteil.

Meester Proper hat geschrieben:Zu den praktischen Tätigkeiten, er soll hier in Brandenburg Orten bei der Bedarfsermittlung z.B. durch Fylerverteilung geholfen haben. Vollkommen untätig war er nun nicht, das wäre eine falsche Behauptung.

das ist doch auch toll, hat aber mit der arbeit einer bundesweit aktiven breitbandinitiative nichts zu tun. als die "seit 2003 die bedeutendste unabhängige Instanz im Internet, wenn es um Informationen und Lösungen zur Breitbandunterversorgung in Deutschland geht." könnte man die aktivitäten gern ein wenig ausweiten. würde uns nicht stören, ganz im gegenteil.

Meester Proper hat geschrieben:Vollkommen untätig war er nun nicht, das wäre eine falsche Behauptung.

das hat auch keiner behauptet ;)
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