OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

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OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Högi » 13.06.2009 12:56

Ein Artikel bei Onlinekosten.de, der sich kritisch mit der Digitalen Dividende auseinandersetzt:



Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Viele Bundesbürger auf dem Lande dürfen aufatmen - das Warten auf einen schnellen Internetanschluss soll bald ein Ende haben. Das meint jedenfalls die Bundesregierung. Am Freitag machte der Bundesrat den Weg für Internet über Funk frei für die entsprechenden Pläne. Mit der Nutzung von freien Frequenzen aus der Umstellung auf den digitalen Rundfunk, der sogenannten digitalen Dividende, könnten jetzt bis in die letzten Winkel der Republik die weißen Flecken in der Breitbandversorgung verschwinden. Schnelles Surfen, das Herunterladen von Dateien, Musik und Videos mit Höchstgeschwindigkeit könnte bald für jedermann möglich werden.

...


viele Grüße
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Soul-blade » 14.06.2009 10:43

Nicht kritisch genug.... eig sollte jeder wissen das die DD nur eine neue ausrede sein wird um ländliche gebite(wobei wir reden von orten mit 5000 einwohner oder mehr) nicht mit kabel/GF/Kupfer zu versorgen, und der bürger dort einfach nur wieder verarscht wird... ist genauso als würde man SAT DSL verkaufen
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Viro » 14.06.2009 14:24

So schlimm wie SAT-DSL ist die Technik definitiv nicht. Ein normal funktionierendes UMTS bzw. die erweiterungen davon (HSDPA usw.) bringen sowohl Qualitativ als auch Quantitativ gute Ergebnisse. Das Problem ist vielmehr, dass ein Ausbau niemals oder nur miserabel stattfinden wird in den angesprochenen Gebieten. An Techniken mangelt es nicht. Die Technik, die für die durch die DD frei gewordenen Frequenzen genutzt werden soll, ist im Gegensatz zu Wimax definitiv brauchbar.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Hohndorfer » 16.06.2009 11:13

Hallo!

Ich weiß jetzt nicht genau in wie weit das Thema "Digitale Dividende" tiefgründiger hier schon behandlet wurde?!
Nichts desto trotz könnte man mal gerade für nicht so erfahrene Leute erklären wie das überhaupt aussehen soll, in der Praxis.
Wenn mit der DD die ländlichen Regionen erschlossen werden sollen dann fragen sich bestimmt viele, wieso das noch nicht passiert ist, denn die Funktürme stehen doch eh schon überall und müssten doch auch nur aufgerüstet werden...wieso wartet man also so gespannt auf die DD wobei die Funkanbieter noch die DD ersteigern müssen..., das werden bestimmt einige nicht ganz verstehen.
Wenn z.B. T-Mobile bereits jetzt EDGE flächendeckend anbietet, fragt man sich, wieso nicht einfach auf HSDPA hochgerüstet wird und bereits nicht jetzt schon ohne große Ersteigerungskosten viele Bürger am schnelleren Internet teilhaben lässt und man unbedingt auf die DD wartet?!

Es stellt sich nun die Frage:
Was ist an der DD so besonderes?
Welche Technologie steht dahinter bzw. wäre dann machbar?
Gibt es Unterschiede zu den bereits jetzt angebotenen HSDPA Netz?
Sind höhere Bandbreiten möglich?
Können mehr Nutzer darauf zugreifen ohne Bandbreiteneinschränkung?

Nach meiner Ansicht beschreibt die DD ja nur die frei gewordenen Frequenzen aber keine neue Technologie an sich...und sind diese Frequenzen in den "dünn" besiedelten Gebieten überhaupt von so großer Bedeutung, dass es wirklich ohne die DD nicht geht??? Also ich weiß nicht was man von der ganzen Sachen halten soll, Hinhaltetaktik etwa? Die EU redet von Glasfaser und die Deutschen von der DD...
Viele Grüße vom Hohndorfer!

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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Högi » 16.06.2009 12:36

@Hohndorfer

Also so weit ich dass mitbekommen hab, haben die Frequenzen der DD einen viel höhere Reichweite, dadurch müssten dann weniger Masten als beim heutigen HSDPA Nezt aufgestellt werden und dadurch soll es angeblich wirtschaftlicher sein, ansonsten müsste das die gleiche Technologie sein (HSDPA / bzw LTE irgendwann)

Das Problem ist aber dass sehr viele Menschen auf diesen Masten zugreifen werden und dadurch dürfte die Bandbreite pro Person relativ gering ausfallen.

Ob Bandbreitenbeschränkung kommt ist noch nicht klar aber es ist sehr wahrscheinlich, es wurde ja auch schon geschrieben das voip wahrscheinlich nicht möglich sein soll.

Also meiner Meinung nach ist das aufjedenfall eine hinhaltetaktik, die Mobilfunkanbieter wollen die Frequenzen wahrscheinlich nur um die Netze in den Städten auszubauen.

viele grüße
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Odde23 » 16.06.2009 13:00

Wenn Ihr mich fragt, ist die DD die selbe Totgeburt wie Wimax.
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OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Nenunikat » 16.06.2009 13:03

Hohndorfer hat geschrieben:...
Es stellt sich nun die Frage:
Was ist an der DD so besonderes?
Welche Technologie steht dahinter bzw. wäre dann machbar?
Gibt es Unterschiede zu den bereits jetzt angebotenen HSDPA Netz?
Sind höhere Bandbreiten möglich?
Können mehr Nutzer darauf zugreifen ohne Bandbreiteneinschränkung?
Nach meiner Ansicht beschreibt die DD ja nur die frei gewordenen Frequenzen aber keine neue Technologie an sich...und sind diese Frequenzen in den "dünn" besiedelten Gebieten überhaupt von so großer Bedeutung, dass es wirklich ohne die DD nicht geht??? Also ich weiß nicht was man von der ganzen Sachen halten soll, Hinhaltetaktik etwa? Die EU redet von Glasfaser und die Deutschen von der DD...

Das Besondere an den Frequenzen der DD sind deren Reichweite bei entsprechenden terrestrischen Gegebenheiten.
Außerdem sind es zusätzlich Frequenzen zu den bereits vorhandenen und (außer bei WIMAX) gut genutzten.
Ob LTE zum Einsatz kommen wird, was sich derzeit noch im Test befindet, wird man sehen müssen.
Vielleicht wird es auch etwas in HSDA-mäßiges ... - aber sicherlich eine Daten-Mobilfunk-Technologie.
Höhere Bandbreiten erfordern pro Zelle / Kanal entsprechend wenig gleichzeitige Nutzer. Dazu kommt, dass diese relativ niedrigen Frequenzen zwar eine große Reichweite haben, aber dafür eher wenig Bandbreite pro Kanal. Damit eignen sie sich eher zur Versorgung der wenigen Breitbandkunden, die nach einem ordentlichen Breitbandausbau noch übrig bleiben, weil sie weit ab größerer Häuser- und Gewerbeansammlungen liegen. Ganze Flächen in ländlichen Gebieten mit Tausenden an potentiellen Kunden zu versorgen, dürfte aber schwer zu machen sein. Und es gibt immer noch Ortsnetze mit über tausend Haushalten und fehlender Breitbandversorgung. (Die dazu noch viel preiswerter per Glasfaser-Breitbandtechnik versorgbar wären, als die derzeitigen VDSL-Kunden es sind. Aber die Erwartungen waren und sind eben andere - außerdem ist das OT.)
Dass es nicht gerade lohnenswert ist, ein 20-Kilometer-Glasfaserkabel zu einen einzeln stehenden Haus zu ziehen, dürfte verständlich sein. Hier wären diese Frequenzen der Idealfall schlechthin.
Die üblichen FUP-Begrenzungen wird man bei der Nutzung der Frequenzen der DD auch erleben - abhängig davon, wieviel Kunden pro Standort/Zelle damit versorgt werden und wieviel Kanäle verwendet werden. Einmal genutze Kanäle dürften auf Grund der hohen Reichweite dann für eine größere Fläche um die Funkzelle erst mal nicht weiter verwendbar sein. Hier kehrt sich der Vorteil der hohen Reichweite somit etwas Richtung Nachteil um.
Das Mobilfunkunternehmen daran interessiert sein dürften, zu ihren vorhandenen Funkkanälen noch weitere zu bekommen und dann gleich noch welche mit großer Reichweite, ist nicht schwer zu erkennen. Weniger Funktürme machen sich kostenmäßig schon massiv bemerkbar.
...
Funktüme stehen nicht überall, das Mobilfunknetz ist in Deutschland keineswegs flächendeckend und somit auch nicht die Nutzbarkeit von EDGE.
Dort wo bergiges/hügeliges Gelände ist, kommt es vor, dass keiner der vier Mobilfunkunternehmen eine brauchbare Versorgung bietet.
(Ich rede hier nicht von einzeln stehenden Häusern mitten im Wald oder 20 Kilometer von jeder weiteren Zivilisation weg.)
Für eine Versorgung bislang breitbandfreier, ländlicher Gebiet wären somit schon weitere Funktürme bzw. Funkstationen notwendig.
Stellenweise könnten auch alte Fernsehumsetzer, die nun funktionslos an günstigen Positionen in der "Gegend" rumstehen, für einen entsprechenden Ausbau genutzt werden.
...
Die Erweiterung von Funktürmen, die derzeit nur EDGE bieten, auf HSPA bzw. später LTE, hängt wieder - wie bei allen Ausbauten - von den wirtschaftlichen Erwartungen ab. Diese waren sicherlich für verschiedende, ländliche Regionen zu gering, sodass man dort bei EDGE oder völlig fehlender Funkversorgung geblieben ist.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Hohndorfer » 16.06.2009 14:16

Jetzt könnte man doch glatt die These in den Raum werfen....
Wenn trotzdem neue Sendeanlagen gebaut werden müssen, ist es doch ein Widerspruch zu den "wirtschaftlichen" Kosten.
Diese Sendeanlagen sind bestimmt nicht ganz billig, mal abgesehn davon, dass diese ebenfalls mit Kabel angebunden werden, zumindest die meisten und das wahrscheinlich auch mit Glasfaser... also könnte man ja letztendlich denken, es kommt fast auf das Selbe raus.
Man kann es also wenden wie man will, alles kostet irgendwie Geld. Nur sollte doch bedacht werden, was das zukunftsfähigste Modell ist.
Außerdem stellt sich die Frage, was ist eigentlich ländlich?
Beginnt dieser Bereich 5km von einem Stadtkern oder sieht man eher die Bereiche wie in z.B. in Brandenburg, wo ein Haus alle 5km steht.
Darüber hat auch noch keiner ein Wort verloren.
Weiterhin wäre es interessant zu erfahren, wie in Bereichen um die Stadtkerne herum verfahren werden soll, also jene Gebiete welche nur knapp das Ziel von 55db verfehlen. Hier kann man rein theoretisch eigentlich noch nicht von dünn besiedelten Gebieten sprechen, nur weil die Vermittlungstelle 6km entfernt ist, trotzdem immernoch tausend(e) Haushalte sind.
Dann könnte man ja fast glauben, dass für diese Menschen nie eine Änderung eintritt, weil für ländliche Regionen wohnen sie zu Stadtnah aber für neue Leitungsausbauten wohnen sie zu Stadtentfernt :o und ganz schlimm sieht es dann aus, wenn dazu noch unglaubliche 1000kbits/s anliegen welche ja die Breitband-Richtlinie erfüllt... :shock:
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Högi » 16.06.2009 14:49

Ich denke auch dass für einzelne häuser kaum ein mast aufgestellt wird sondern nur für größere ansiedlungen was dass ganze Unternehmen irgendwie total sinnlos macht!

An meinem Ort ist der Handymast z.Bsp soweit ich weiß per richtfunk angebunden und obwohl er an der Autobahn steht ist kein HSDPA verfügbar (wahrscheinlich weil die Richtfunkstrecke nicht genügend bandbreite liefert) also wie soll der Mast dann in Zukunft angebunden werden mit Glasfaser?? wohl kaum!! dann können sie die leitung auch gleich in unseren Ort legen und DSL oder VDSL ausbauen! was viel sinnvoller wäre! Also ich glaube nicht das irgendwelche kleinen ortschaften mit nur wenigen 100 einwohnnern einen eigenen DD mast bekommen, eher werden damit riesige Gebiete mit 10 tausenden menschen ausgebaut wodurch der Mast dann wieder hoffnungslos überlastet ist und wir mit massiven volumenbegrenzungen zu rechnen haben wie es ja auch jetzt schon der fall ist.

Also ich kann den Vorteil der DD für mich nicht sehen für die Mobilfunkbetreiber aber schon, die bauen dann einen Mast für etliche Km² auf und sagen der ist mit 300 mbit oder so angbunden dass muss reichen was dann der einzelne davon noch abbekommt ist dann egal!!.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Odde23 » 16.06.2009 14:57

Richtfunkverboindungen sind nicht postum schlechter als GF, nicht mal störanfälliger, allerdings sind die laufenden Betriebskosten im Gegensatz zu RF deutlich höher. Mit RiFu sind durchaus BB im GBit Bereich realisierbar. Selbst die Telekom betreibt VSt in entlegegenen Gebieten über RiFu.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Högi » 16.06.2009 15:01

Wenn es so einfach ist mit Richtfunk auszubauen (was ich durchaus glaube) warum machen Sie es nicht einfach warum rüßten sie unserern masten nicht mit HSDPA auf warum muss ich dazu auf die DD warten??
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Odde23 » 16.06.2009 15:26

Die Reichweite von HSDPA ist auf den Freuqenzen zu gring. Somit würden nur wenige User (ein paar hundert bzw. 2 oder 3 tausend) in den Genuß kommen. Im nächsten Ort müßte also der Mast wieder ausgebaut werden usw. Die Investitionen für die HSDPA-Technik pro Standort könnten also nur über eine geringe Nutzerzahl und somit über eine entsprechend lange Laufzeit abgeschrieben werden. Und genau dort liegt der Hase begraben. Genau genommen ist es das selbe Problem wie auch beim Outdoor Ausbau. Die Nutzeranzahl ist zu gering, als dass man die Investitionskosten für die Anlage binnen 24 Monate herinen hat. Die Idee bei der DD ist, dass durch die höhere Reichweite der Frequenzen, potentiell mehr teilnehmer versorgt werden können. Der entscheidende Nachteil liegt aber darin, dass die Funkzellen zeitgleich nur eine bestimmte Anzahl an gleichzeitiger Verbindung zulassen (technisch bedingt). Somit wird die Versorgung innerhalb einer Zelle bei vielen Nutzern in der Zelle schlechter. Ich habe sowas mal auf der CeBit in diesem Jahr via HSDPA erlebt. Die Funkzelle war derart überlastet, dass über mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum kein Anmelden möglich war. Zudem waren die BB etwa auf DSL-Light Niveau gefallen. Am Abend lief dan wieder alles prima.

Daher glaube ich, dass die DD eine Totgeburt wird.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Högi » 16.06.2009 15:45

Das heißt die DD ist genau so unwirtschaftlich wie alle anderen Technologien auch und damit ist sie zum scheitern verurteilt!!
denn wenn man vernünftig ausbauen will dürfen nur wenige User auf einem Mast eingelogt sein, aber dann ist es unwirtschaftlich!!

Also völlig sinnfrei und garantiert nicht das Ultimative Heilmittel für ländliche gebiete!
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon Odde23 » 16.06.2009 16:00

Sinnfrei nicht, doch auch nicht das Allheilmittel wie es von den Politikeren und Branchenverbänden gepriesen wird. In echten ländlichen Regionen, mit starker Zersiedelung wie in manchen bayerischen Regionen, im Allgäu oder in Friesland, wo über einen DD-Mast 2000 oder 3000 Einwohner in 10 oder 15 Ortschaften über einen Mast versorgt werden können ist die DD sicher sinnvoll. Sonst müßte jeder Ort einzeln Versorgt werden seis über HSDPA oder oder Outdoor Ausbau. In Regionen so wie bei mir hier, wo die Ortschaften 3 bis 4 km auseinander liegen und keine kleiner als 1000 die meisetn aber deutlich über 2000 Einwohnern liegen, wird auch die DD keine Abhilfe schaffen, da die Teilnehmerzahl pro Funkzelle entweder zu groß ist, oder aber jeder Ort eine eigene Funkzelle bräuchte, was sich wieder nicht rechnet. Und wenn man sich die Unversorgten oder schlecht versorgten Gebiete mal anschaut, stellt man fest, dass es viele Regionen in Deutschland gibt, in denen genau dies zum Tragen kommt. Ich kenne hier in Ulm Vorstadtbezirke mit 10.000 Einwohnern die bis heute nur DSL-Light bekommen. Wenn der politische Wille da wäre, wirklich was zu ändern, wäre es dort auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten schon längst möglich gewesen. Ich denke daher, dass eine adäquate zukunftsorientierte aller Regionen erst mit der Aufnahme von Breitband als Universal-dienst zu rechnen ist. Denn der Markt, wird es dank mangelder Kunkurenz im Netzbereich nicht richten. Auch die DD wird im wesentlichen daran nichts ändern, genau so wenig wie es Wimax bisher getan hat.
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Re: OK: Bringt die Digitale Dividende Breitband auf's Land?

Beitragvon bru62 » 16.06.2009 16:11

Högi hat geschrieben:Das heißt die DD ist genau so unwirtschaftlich wie alle anderen Technologien auch


Das kommt auf die Sichtweise an. Wie an anderem Ort hier im Forum schon erschöpfend erörtert, ist Mobilfunk nie als Festnetzersatz gedacht gewesen und so ist es auch heute noch. Es geht um mobiles Internet. Das wollen die Unternehmen schon flächendeckend anbieten und damit Geld verdienen. Dies geht aber nur, wenn die Kosten niedrig sind. Wie nenunikat richtig schreibt, wird die Angelegenheit durch die zusätzlichen und dazu noch physikalisch günstigeren Frequenzen jetzt viel wirtschaftlicher. Das ist der Grund für den Eifer der Unternehmen, v.a. Vodafone. Für Breitbandlose ist in der Tat nicht allzuviel zu erwarten. Zwar könnten sie in den versorgten Bereich "rutschen". Aber dort sind dann eben entsprechend viele Nutzer, was zu Überbuchung führt. Dieser wird mit Sicherheit durch restriktive Maßnahmen (z.B. Zwangsdrosselung) begegnet werden.

Wer genaueres wissen will:
Studien zur digitalen Dividende
Positionspapier geteilt.de
und natürlich die Suchfunktion des Forums

Gruß
______________
bru62
ehemals 2. Vorsitzender des Bundesverbandes Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e. V.

Diskriminierungsfreies "Breitband für alle" wird es nur geben, wenn Menschen sich dafür engagieren.
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