Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Berichte, Anbieter, Erfahrungen und Fragen zu satellitengestützem DSL (Ein- und Zwei-Wege Sat-Internet)

Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon bru62 » 17.05.2010 15:55

Da bin ich aber auf die Ergebnisse gespannt. :lol:

Das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg will in einem Modellprojekt den Einsatz von Satellitentechnik zur "schnellen und effizienten Breitbanderschließung im ländlichen Raum erproben. Das berichtet heute das Portal Digitalfernsehen.de. Mit dabei sind Astra und Eutelsat. Koordiniert wird das Ganze durch die Landesanstalt für Kommunikation (LfK). "Die Satellitentechnik ist ein wichtiger Baustein zur Breitbanderschließung des Ländlichen Raums. Sie wird dazu beitragen, allen Bürgerinnen und Bürgern unabhängig von ihrem Wohnort, einen Anschluss an die Datenautobahn zu verschaffen", wird die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, zitiert.

150 Haushalte aus sechs Gemeinden und fünf Landkreisen (. sollen den Nachweis erbringen, ob Satellit "als Übertragungsmedium für schnelles Internet von den Beteiligten vor Ort angenommen wird" (LFK-Präsident Thomas Langheinrich).

Getestet wird in Niederstotzingen-Lontal (Landkreis Heidenheim), Dachsberg und Ibach (beide Landkreis Waldshut). Eschbronn (Landkreis Rottweil), Häg-Ehrsberg (Landkreis Lörrach) und Forbach (Landkreis Rastatt).

Gruß
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Diskriminierungsfreies "Breitband für alle" wird es nur geben, wenn Menschen sich dafür engagieren.
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Re: Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon Odde23 » 17.05.2010 19:24

Holla die Waldfee, da kommen bestimmt bahnbrechende neue Erkentnisse zustande :lol:.

Ich möchte der Auswertung der Studie nicht vorgreifen, aber das Ergebnis wird sein, dass SAT-technik gut geeignet ist, die weißen Flecken zu schließen, zumindest in der Theorie und auf dem Paier :lol:. In der Praxis wird sich die Technik als schlicht ungeeignet erweisen :roll:.

Gruß
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Re: Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon essig » 17.05.2010 23:17

Odde23 hat geschrieben:Ich möchte der Auswertung der Studie nicht vorgreifen, aber das Ergebnis wird sein, dass SAT-technik gut geeignet ist, die weißen Flecken zu schließen

ich tippe in der abschlusserklärung auf den satz: "Die Satellitentechnik ist ein wichtiger Baustein zur Breitbanderschließung des Ländlichen Raums. Sie wird dazu beitragen, allen Bürgerinnen und Bürgern unabhängig von ihrem Wohnort, einen Anschluss an die Datenautobahn zu verschaffen" :lol:

ich habe kein gutes gefühl dabei, dass die beiden sat betreiber das modellprojekt welches die praxistauglichkeit von sat anschlüssen testen soll mit betreuen. die sollen doch getestet werden und sich nicht selbst testen. wenn ich praxistauglichkeit/leistung/service von dsl anschlüssen testen will dann sagt man telekom, vodafone & co doch auch nicht vorher bescheid wer wo wann getestet wird. es wäre doch nicht so schwer gewesen 150 momentane sat nutzer zu finden und zu befragen aber nun ja. wie sollten versuchen dran zu bleiben, vielleicht melden sich ja sogar einige tester aus den sechs gemeinden (falls sie das dürfen).
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Re: Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon HeinzHaraldF » 18.05.2010 08:52

Ich glaube kaum, was ich bei ok gelesen habe. Dort steht:
Satelliten-Internetanbieter hat geschrieben:Die Anbieter von Internet über Satellit sehen ihren Internetzugang realistischerweise nicht als Alternative zu DSL oder Kabel, sondern vielmehr als Brückentechnologie zur Breitband-Anbindung der ländlichen Regionen. Für Poweruser ist Sat-Internet dagegen nicht geeignet - und auch nicht gedacht.

Einsicht ist der beste Weg zur Lösung des Problems, wenn jetzt auch noch das BMWi und andere Verwantwortliche diese Aussage lesen, könnte man endlich einen vernünftigen, kabelgebundenen Ausbau anpacken. Ach nein - da war doch noch ein Strohhalm - LTE, das ist die Lösung aller Probleme. :lol:
Außerdem finde ich die Aussage über Poweruser, im Zusammenhang mit dem nutzbaren Volumen bedenklich. Denn wo fängt der Poweruser an und wo hört der Normalsurfer auf, bei 3 GB oder 5 GB? Ich würde mich zu den Normalos zählen und habe, seit VOIP abgeschrieben ist, nur noch zwischen 8 GB und 12 GB Traffic, damit habe ich die zulässigen Grenzen von 4 GB, schon lange hinter mir gelassen. Damit erlaubt Sat-DSL nur einen Schnupperkurs für Internetsüchtige, Downloads von Testversionen kommerzieller Programme und Spiele oder Distributionen von Linux sind damit, nicht möglich.

Quelle: onlinekosten.de Newsmeldung "Baden-Württemberg: Sat-Internet auf dem Prüfstand"

Mfg
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Re: Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon essig » 18.05.2010 11:54

der onlinekosten artikel bestätigt die befürchtung, dass die beiden sat anbieter vermutlich wissen welche kunden am test teilnehmen. wäre ich einer der anbieter dann würde ich diesen 150 haushalten über die gesamte testdauer volle priorität geben.

Die Anbieter von Internet über Satellit sehen ihren Internetzugang realistischerweise nicht als Alternative zu DSL oder Kabel, sondern vielmehr als Brückentechnologie zur Breitband-Anbindung der ländlichen Regionen. Für Poweruser ist Sat-Internet dagegen nicht geeignet - und auch nicht gedacht.

es besteht überhaupt kein zweifel daran, dass es nutzer gibt die ggf. mit sat und mobilfunk gut zurecht kommen würden aber selbst wenn es 50 oder 70% wären hilft das den 30% die nicht damit zurecht kommen überhaupt nicht. wer internet über isdn, sat oder mobilfunk nutzen will kann das doch gern tun, hat doch niemand etwas dagegen. diese angebote sollen ja nicht verboten werden, ganz und gar nicht. man sollte nur endlich damit aufhören, sat und mobilfunk mit einer angemessenen breitbandversorgung in verbindung zu bringen, beides hat nichts aber auch gar nichts miteinander zu tun. wer sich ernsthafte gedanken zur breitbandversorgung macht, der muss auf glasfaser setzen.

wer hingegen sat als teil der lösung bezeichnet hat bewusst oder unbewusst bestimmte ländliche räume bereits aufgegeben.

nehmen wir mal eine gemeinde mit 500 unversorgten aber interessierten haushalten. wenn man dort 250 haushalte mit mobilfunk und sat zufriedenstellen kann dann ist das schön, hilft aber den anderen 250 die aus welchen gründen auch immer mehr brauchen gar nicht, ganz im gegenteil denn ein ordentlicher ausbau wird so noch unwahrscheinlicher. wer sat will soll es nutzen aber allen anderen (normalnutzern, unternehmen, freiberuflern, schülern usw.) hilft das wie gesagt überhaupt nicht.

es muss doch auffallen, dass es bundesweit vermutlich keinen einzigen sat nutzer in einem mit dsl/kabel gut versorgten gebiet gibt. bei mobilfunk ist das sehr ähnlich.
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Re: Modellprojekt zur Praxistauglichkeit von SAT

Beitragvon Haupti76 » 18.05.2010 15:56

natürlich werden die ergebnisse gut ausfallen. nur widerspricht das nicht der breitbandstrategie? denn mit sat hat man doch bereits
eine flächendeckende breitbandversorgung. oder auch mal so gesehen, das scheitern der breitbandstrategie zeichnet sich ab. die versteigerung der dd zeigt noch kein ende und die zeit läuft. gegen merkel. und so kommt doch sat-"dsl" mal wieder gerade recht. es wird mal wieder alles so gedreht wie man es braucht. so wie immer.
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