VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Berichte, Anbieter, Erfahrungen und Fragen zu satellitengestützem DSL (Ein- und Zwei-Wege Sat-Internet)

VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon Haupti76 » 22.03.2011 14:30

"VATM: Neue Satellitentechnologie bringt schnelles Internet in jeden Winkel" ist heute eine Überschrift bei Portel.de.
Jürgen Grützner schwärmt mal wieder von der tollen Sat-Technik, mit der immer schnellere Geschwindigkeiten möglich sind.

Portel hat geschrieben:

Grützner:
"Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Technologiemixes zur Schließung der weißen Flecken, zu dem Glasfaser, DSL, LTE, Richtfunk, WLAN, Funk und Kabel gehören. Mit der jeweils passenden und wirtschaftlich sinnvollsten dieser Technologien müssen nun die noch verbliebenen Breitbandlücken geschlossen werden. Die Anbindung der letzten – inzwischen deutlich unter einer Millionen – Haushalte, die in Deutschland noch keinen Zugriff auf das schnelle Internet haben, ist die schwierigste Herausforderung. Satelliten- und Funktechnologien sind ganz besonders für entlegene Ortschaften geeignet.“
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon Dino75195 » 22.03.2011 18:08

ich kanns nicht mehr hören sorry...

Das die nicht Rot werden vor lügen.

Kleine Ortschaften mit 1000 Einwohnern???
Da fällt mir nix mehr ein

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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon spokesman » 22.03.2011 18:20

Der VATM zementiert hier aus meiner Sicht deutliche Verstöße gegen die Netzneutralität wie ich sie verstehe. Diese sogenannten Internetanschlüsse können eine Vielzahl von Diensten nicht den gesamten Monat über garantieren. Es kann mit derartigen Technologien nicht von einem vollwertigen Internetzugang gesprochen werden, eine Grundversorgen ist somit nicht abzusichern. Wenn sich die Politik und allen voran Herr Brüderle weiter von derartigen Meldungen leiten lässt, so wird hiermit die digitale Spaltung vergrößert und die Diskriminierung hält weiter an..

Herr Grützner und dessen Unternehmen werden sich mit derartig immer wieder neu aufgelegten Meldungen sicher über neue Kunden freuen, ich hingegen kann hier nur Bürger als Opfer von Fehlinformationen beklagen.
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bkt » 22.03.2011 20:05

spokesman hat geschrieben:Der VATM zementiert hier aus meiner Sicht deutliche Verstöße gegen die Netzneutralität wie ich sie verstehe. Diese sogenannten Internetanschlüsse können eine Vielzahl von Diensten nicht den gesamten Monat über garantieren. Es kann mit derartigen Technologien nicht von einem vollwertigen Internetzugang gesprochen werden, eine Grundversorgen ist somit nicht abzusichern.


Es ist kein vollwertiger Breitbandzugang, ein vollwertiger Internetzugang ist es schon.

Vollwertig ist nach geltendem TKG ein Internetzugang, wenn er funktionell ist.
Funktionell bedeutet, dass er (technisch) funktioniert.
Funktionell bedeutet nicht, dass er schnell funktioniert.
Funktionell bedeutet auch nicht, dass er unbegrenzt ist.
Funktionell bedeutet auch nicht, dass er günstig ist.

Das Problem ist daher nach wie vor , dass es überall, wo darüber diskutiert wird (auch in der Enquete-Kommission), an der Grundlage fehlt: Der Definition.
Es wird permanent über etwas diskutiert, ohne eigentlich zuwissen, worüber.
Das ist NICHT zielführend.
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon spokesman » 22.03.2011 20:14

Du bringst es auf den Punkt, meiner Ansicht nach ist das aktuelle TKG auch nicht zielführend ;)

Ich denke wir sind uns über die Anforderungen in weiten Teilen einig, welche ein heutiger Internetzugang oder das was als Internetzugang verkauft wird mit sich bringen muss - hier findet man auch mit anderen Diskussion (Enquete) einen Konsens wie ich denke. Bei der laufenden TKG-Diskussion sehe ich hier jedoch kaum Ansätze die einen Konsens erwarten lassen.

Bei SAT-Zugänge möchte ich jedoch nicht sagen, dass man von funktionell sprechen kann, ein Telefongespräch mit derartiger Latenz ist meines Erachtens nicht als funktionell zu bezeichen und sicher auch nicht vom TKG als Zugang zum öffentlichen Telefonnetz angesehen, von daher wird auch zu jedem Haus eine Strippe gewurfen und keine SAT-Verbindung installiert..
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bkt » 22.03.2011 20:36

spokesman hat geschrieben:Bei SAT-Zugänge möchte ich jedoch nicht sagen, dass man von funktionell sprechen kann, ein Telefongespräch mit derartiger Latenz ist meines Erachtens nicht als funktionell zu bezeichen und sicher auch nicht vom TKG als Zugang zum öffentlichen Telefonnetz angesehen, von daher wird auch zu jedem Haus eine Strippe gewurfen und keine SAT-Verbindung installiert..


Internetzugang beinhaltet eigentlich nur eine technische Möglichkeit Daten zu übertragen.
Über die Qualität und Quantität wird in diesem Zusammenhang keine Aussage getroffen.

Das über diesen auch bereits bestehende Sprachübermittlungswege substituiert werden müssen, ist davon nicht gedeckt.
Ebensowenig, dass ein Internetzugang als Substitution für den TV-Zugang herhalten können muß.

Gemäß TKG - und das ist hier das maßgebliche Gesetz - wäre eine Abdeckung wie folgt völlig konform:

- Festnetzsprachübermittlung: Cu-2-Drahtleitung (Universaldienst)
- Mobile Sprachübermittliung - nicht verpflichtend (kein Universaldienst)
- TV-Empfangsmöglichkeit: DVB-S, DVB-C, DVB-T. Damit bereits mindestens 1x flächendeckend (DVB-S) mehrheitlich Mehrfachversorgung.
- Datenübertragung: muß funktionell möglich sein (auf diesem Level Universaldienst) , keine Technologie vorgeschrieben.

Damit kann an einen Internetzugang nur eine Anforderung auf der Basis fehlender Funktionalität(=Datenübertragung nicht möglich, gestellt werden.

Die Anforderung eine der anderen bereits verfügbaren Leistungen substituieren zu müssen, kann nicht gestellt werden.

Soviel zur aktuellen Rechtslage :-(
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon Dino75195 » 22.03.2011 20:43

Schaut auch mal die
Richtlinie 2002/22/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten (Universaldienstrichtlinie) an

Universaldienstverpflichtungen

Die Richtlinie definiert den Universaldienst als ein „Mindestangebot an Diensten mit definierter Qualität, zu denen alle Endnutzer unter Berücksichtigung der spezifischen nationalen Gegebenheiten zu einem erschwinglichen Preis und unter Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen Zugang haben.“



Durch diese Richtlinie und viele andere Argumente kann man ableiten:


Ausweitung des Universaldienstes um Breitband in Deutschland ist sinnvoll

Wichtig ist nicht nur die Betrachtung der Geschwindigkeit sondern auch
Netzneutralität (kein Einschränken der Dienste)
keine Beschränkungen der Datenmenge (Volumenbegrenzung)
Qualität der Verbindung (Antwortzeiten, dauerhafte, tageszeitunabhängige Geschwindigkeit)
Nachhaltiger Ausbau der Glasfaserverbindungen (FTTH)

Man muß halt mal die Qualität in der EU und Deutschland definieren!
Schaut auch ändere Länder an, die Milliarden in den Glasfaserausbau stecken.

Um den Wirtschaftsstandort Deutschland weiterhin attraktiv zu gestalten, ist im Zuge der Infrastrukturausbaus auch die Breitbandversorgung zu berücksichtigen.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr Gründe für den Universaldienst, wer möchte dem kann ich gerne einen Vortrag darüber halten. Gerne mal wieder in Berlin.
Hab bei meinem Kolloquium ein wenig Aufklärungsarbeit zu unserem Thema geleistet.
Und was für ein Wunder, 3/4 der Leute in München hatte über 6 Mbit/s
Nur einer kannte das Problem, da er vom Land kommt.

Vielleicht liest ja auch dann ein Politiker die Studienarbeit.

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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bkt » 22.03.2011 20:53

Dino75195 hat geschrieben:Schaut auch mal die
Richtlinie 2002/22/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. März 2002 über den Universaldienst und Nutzerrechte bei elektronischen Kommunikationsnetzen und -diensten (Universaldienstrichtlinie) an
Universaldienstverpflichtungen
Die Richtlinie definiert den Universaldienst als ein „Mindestangebot an Diensten mit definierter Qualität, zu denen alle Endnutzer unter Berücksichtigung der spezifischen nationalen Gegebenheiten zu einem erschwinglichen Preis und unter Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen Zugang haben.“


Wird vom TKG alles eingehalten :-(
Definierte Qualität = mindestens langsam für alle.
erschwinglichen Preis - ist eine reine Definitionsfrage, um die sich auch immer wieder herumgedrückt wird.
Wieviel Euro sind noch "erschwinglich".
Das ist ja für jedes Produkt anders zu definieren.
Bei Immobilien z.B. gelten diese als erschwinglich, wenn die Raten nicht mehr als 1/3 des monatlichen Einkommens verschlingen.
Zuletzt geändert von bkt am 22.03.2011 21:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon Dino75195 » 22.03.2011 21:02

ja darum muß das TKG auch angepasst werden

Universaldienst wird kommen. Auch wenn es noch ein wenig dauernd wird.
Und wie gesagt, wichtig ist das man die Geschwindigkeit und Qualität genau definiert!

Da die Bundesregierung die 50 Mit/s bis 2014 nicht schafft, wird sie nicht an einem Universaldienst vorbei kommen.
50 Mbit/s ist mit VDSL nicht zu schaffen, da die kosten auch hier schon enorm sind.
Da können die gleich FTTH (Fiber to the Home) nehmen!
Darum sollten wir auch Aufklärungsarbeit leisten, und die Gründe für die Ausweitung des Universaldienstes um Breitband veröffentlichen.

Gruß Robert
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bkt » 22.03.2011 21:21

Dino75195 hat geschrieben:Da die Bundesregierung die 50 Mit/s bis 2014 nicht schafft, wird sie nicht an einem Universaldienst vorbei kommen.

Das klingt ja so, als sollte 50MBit/s die Schwelle für den Universaldienst sein :D
Da glaube ich aber eher an den Klapperstorch, als daran, dass so ein Universaldienst kommt.
Dazu müßte nämlich zuerst mal die EU den Schwellwert deutlich anheben (so um den Faktor 50 ;-)) .
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon spokesman » 22.03.2011 22:44

bkt hat geschrieben:- Festnetzsprachübermittlung: Cu-2-Drahtleitung (Universaldienst)
- Mobile Sprachübermittliung - nicht verpflichtend (kein Universaldienst)
- TV-Empfangsmöglichkeit: DVB-S, DVB-C, DVB-T. Damit bereits mindestens 1x flächendeckend (DVB-S) mehrheitlich Mehrfachversorgung.
- Datenübertragung: muß funktionell möglich sein (auf diesem Level Universaldienst) , keine Technologie vorgeschrieben.

Damit kann an einen Internetzugang nur eine Anforderung auf der Basis fehlender Funktionalität(=Datenübertragung nicht möglich, gestellt werden.

Ja klar, durch das aktuelle TKG ist eine Grundversorgung bereits gegeben, SAT spielt hier keine Rolle.
Weiter könnte SAT als Anbindung den Festnetzanschluss nicht ersetzen, da die Festnetzsprachübermittlung nicht abgesichert werden kann.

TKG hat geschrieben:der Anschluss an ein öffentliches Telefonnetz an einem festen Standort und der
Zugang zu öffentlichen Telefondiensten an einem festen Standort mit - soweit
technisch möglich - den Dienstemerkmalen Anklopfen, Anrufweiterschaltung und
Rückfrage/Makeln,
Müsste dann für alles weitere doch aussagen, dass über diesen einen Anschluss alle Anforderungen bereitgestellt werden müssen. Die derzeitigen Leistungsmerkmal können in betracht der Forderungen nur per Festnetz Modem/ISDN sichergestellt werden, SAT fällt wegen oben genannten raus, dies wird auch künftig so sein.

Wenn man hier eine Anpassung vornehmen möchte, kann nur eine Technologie zum Einsatz kommen, welche alle geforderten Leistung erbringt. Wenn man alles abwägt kann nur eine Kabelgebundene Lösung etwa FTTX oder Koax zum tragen kommen.

Ich kann aber auch falsch liegen ;)
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bkt » 22.03.2011 23:26

spokesman hat geschrieben:
TKG hat geschrieben:der Anschluss an ein öffentliches Telefonnetz an einem festen Standort und der
Zugang zu öffentlichen Telefondiensten an einem festen Standort mit - soweit
technisch möglich - den Dienstemerkmalen Anklopfen, Anrufweiterschaltung und
Rückfrage/Makeln,
Müsste dann für alles weitere doch aussagen, dass über diesen einen Anschluss alle Anforderungen bereitgestellt werden müssen.

Das ist leider nicht so. Es ist nicht vorgeschrieben, dass die einzelnen Universaldienstleistungen
a) von einem einzigen Anbieter alleine
b) in nur einer Technologie
c) mit einem Bündelangebot bereitgestellt werden müssen.

Es müssen alle Anforderungen "nur" erhältlich sein.
Dies kann auch aufgeteilt, über verschiedene Anbieter und verschiedene Technologien geschehen.

z.B. bedeutet "an einem festen Standort" nur, dass "zu Hause" Telefonie möglich sein muß. Es ist nicht vorgeschrieben über welche Technologie. Die "Mobilfunk-Homezone" erfüllt diese Anforderungen ebenfalls.
z.B. bedeutet Verfügbarkeit eines funktionellen Internetzugang nicht, dass dieser Zugang in der selben Technologie und vom selben Anbieter kommen muß, wie das Sprachtelefonieangebot.
Und zu TV macht das TKG garkeine Aussage, da es nicht zum Universaldienst gehört und ohnehin flächendeckend (SAT) verfügbar ist.
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon Dino75195 » 23.03.2011 00:01

wenn wir grad so schön am Reden sind,
erklärt mir bitte einer das TKG

Passt zwar nimma ganz zum Thema


Telekommunikations-Sicherstellungs-Verordnung TKSiV 26.11.1997

§ 2 Mindestangebot

Die Deutsche Telekom AG und Unternehmen, die auf Grund einer Verleihung
nach § 2 des Gesetzes über Fernmeldeanlagen oder einer Lizenz nach § 6
des Telekommunikationsgesetzes eine Telekommunikationsanlage betreiben,
um Telekommunikationsdienstleistungen für die Öffentlichkeit anzubieten,
haben in den in § 1 Nr. 1 bis 5 aufgeführten Fällen mindestens folgende
Telekommunikationsdienstleistungen sicherzustellen:
1. Wählverbindungen im Telefondienst einschließlich Funktelefondienst,
2. Wählverbindungen im Dienste integrierenden Digitalen Telekommunikationsnetz (ISDN),
3. Einrichtung von Telefonanschlüssen einschließlich Funktelefonanschlüssen,
4. Einrichtung von Basisanschlüssen im ISDN,
5. Einrichtung von Festverbindungen (analog, 64kbit/s, 2Mbit/s),
6. Einrichtung von Übertragungswegen zur Übermittlung von Ton- und Fernsehsignalen und
7. Entstörung der unter den Nummern 3 bis 6 genannten
Telekommunikationsdienstleistungen.
Die Leistungen nach Satz 1 müssen nur dann erbracht werden, wenn sie
vor Erlass einer Anwendungsverordnung nach § 3 Abs. 4 des Post- und
Telekommunikationssicherstellungsgesetzes angeboten wurden.




Wenn ich 5. richtig lese, haben wir ja heute schon Anspruchauf 2 Mbit/s???
Oder meinen die da die treueren SDSL Anschlüsse?
2 Mbit für 150 Euro?


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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon bru62 » 23.03.2011 06:23

Dino75195 hat geschrieben:Wenn ich 5. richtig lese, haben wir ja heute schon Anspruchauf 2 Mbit/s???

Hier geht es um Standardfestverbindungen, also "Standleitungen". Die kannst du dir überall hinlegen lassen. Gegen entsprechende Gebühr, versteht sich.

Gruß
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Diskriminierungsfreies "Breitband für alle" wird es nur geben, wenn Menschen sich dafür engagieren.
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Re: VATM: Neue Sat-Technik bringt Breitband überall hin

Beitragvon spokesman » 23.03.2011 06:41

Mit der Verpflichtung läuft es dann ja doch auf ein Unternehmen heraus und wenn man hier 1+1 zusammen zählt ist hier auch nur eine Leitung für den Endkunden gemeint, Grundlage ist dann ISDN..
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