Netzneutralität als wichtiges Thema

Themen zur Netzneutralität

Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 07.05.2013 09:51

Beckedahl auf heise.de hat geschrieben:Die Politik müsse ihre Versprechen wahrmachen und "verhindern, dass ein Internet zweiter Klasse eingeführt wird"
was von Versprechen zu halten ist hab ich gestern versucht zu skizzieren. Da der öffentliche Druck wohl stärker kaum sein kann sollte muss die Politik jedoch handeln, es stehen immerhin Wahlen vor der Tür.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon Dino75195 » 08.05.2013 08:32

re:publica sucht Ausweg aus der Endlosdebatte um die Netzneutralität
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 58453.html

Zitat heise.de:
Ben Scott vom Open Technology Institute der New America Foundation in Washington hat auf der re:publica dafür plädiert, das Internet stärker als öffentliches Gut zu verstehen und so dessen Offenheit endgültig als damit verknüpftes Grundprinzip zu verankern.


Es freut mich das zu lesen!
Bitte den Artikel lesen, lohnt sich.


Ganz am Ende steht noch
"Die Politik dürfe hier nicht immer nur den Ball an die Wirtschaft zurücksetzen und allein auf Wettbewerb setzen."

:idea: :idea: :idea: Hoffentlich wird die Politik handeln!

Gruß Robert
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon Dino75195 » 08.05.2013 09:03

EU: Netzneutralität ja, aber nicht unbedingt schnell
http://winfuture.de/news,75945.html

Laut dem Bericht möchte die EU eine Handlungsempfehlung an die Mitgliedsstaaten zum Thema Netzneutralität heraus geben. Kann aber noch ein wenig dauern.
Es wird aber keine Verpflichtung geben, eine Flatrate anzubieten.

Gruß Robert
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 08.05.2013 12:29

Dino hat geschrieben:Bitte den Artikel lesen, lohnt sich.

dem kann ich nur zustimmen.

heise.de hat geschrieben:Washington werde jedenfalls nicht mit einem Gesetz zur Netzneutralität vorpreschen, sondern beobachte Brüssel. Die EU-Kommission wiederum schaue auf Berlin und "die Regierung auf Euch", wandte sich Scott an die versammelte Netzgemeinde.
Für mich ist das der wichtigste Punkt, bleibt nun nur zu hoffen das sich auch etwas bewegt. Nach meiner Auffassung sollte die derzeitige Protestwelle schon ausreichend sein um auf Seiten der Politik eine Handlungsaufgabe ableiten zu können, tja sollte..

zu dem anderen Artikel
winfutur // Ryan Heath, Sprecher der Vizepräsidentin Neelie Kroes hat geschrieben:Zwar sei man dagegen, zu stark regulierend in das Internet als Infrastruktur einzugreifen, der Einzelne dürfe aber nicht ohne Rechte dastehen.
Niemand ohne Rechte stehen lassen impliziert ja, dass zunächst mal Recht geschaffen werden muss, soll heißen ohne entsprechendes Gesetz kann ich mich auf nichts beziehen - also worauf wartet ihr in Brüssel - auf Deutschland/uns wie oben beschrieben?

winfutur // Ryan Heath, Sprecher der Vizepräsidentin Neelie Kroes hat geschrieben:Außerdem dürfe man Informationen nicht dem freien Markt überlassen
tztzz ich hoffe das merkt sich jeder wenn er das nächste mal bei facebook.com auf anmelden/login/verschenke persönliche Daten oder was auch immer klickt.. -> ich meine damit auch hier sind Rahmenbedingungen vllt. nicht ganz unangebracht..
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon Dino75195 » 10.05.2013 10:22

Telekom vs. Internet: Wieso die DSL-Drosselung uns Freiheit nimmt und wir gemeinsam dagegen kämpfen müssen.

http://www.basicthinking.de/blog/2013/0 ... en-mussen/



Das Fazit von basicthinking.de
"Netzneutralität ist das höchste Gut der digitalen Gesellschaft. Setzen wir diese aufs Spiel, gefährden wir Datenschutz, Innovation und Wachstum."

Kann ich nur zustimmen.

Gruß Robert
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon grapevine » 10.05.2013 11:03

Dino75195 hat geschrieben:Das Fazit von basicthinking.de
"Netzneutralität ist das höchste Gut der digitalen Gesellschaft. Setzen wir diese aufs Spiel, gefährden wir Datenschutz, Innovation und Wachstum."

Kann ich nur zustimmen.


Ich kann nur immer wieder sagen: god term. Geht auch mit anderen Begriffen.

"Freiheit ist das höchste Gut der demokratischen Gesellschaft. Setzen wir diese aufs Spiel, gefährden wir Menschenwürde, Innovation und Wachstum."



Michael Müller / basicthinking.de hat geschrieben:Keine Schranken. Keine Unterscheidung. Kein Filtern. Die Internetanbieter und Netzbetreiber sind dabei für den Transport dieser Daten zuständig. Für sonst nichts! Es verhält sich ähnlich wie bei der Post: Man gibt ein Paket auf und kann dank Sendungsverfolgung sicher sein, dass es ankommt. Dabei regelt das Briefgeheimnis, dass es den Dienstleister nicht zu interessieren hat, was er letztlich transportiert.


Der Kollege von basicthinking faselt etwas von Netzneutralität, ist sich aber nicht zu schade, Vergleiche anzubringen, die das Gegenteil davon belegen, was er für bedenklich hält:

(1) Die Post hat ganz klare Beförderungsbedingungen und befördert bei weitem nicht alles.
(2) Die Post unterscheidet seit langer Zeit verschiedene Dienstklassen. Eilbrief, Luftpost, Einschreiben und Infopost dürften den meisten bekannt sein.
(3) Die Post behandelt Großkunden deutlich anders, als kleine.
(4) Die Dienstmerkmale, die für das Internet typisch sind, nämlich "best effort" sind gerade nicht mit "Sendungsverfolgung" und "sicher sein, dass es ankommt" vergleichbar. Eben genau, weil es solche Dienste im Internet nicht gibt, sind die landläufig als "Managed Services" genannten Dienste doch erst entstanden.

Ich bin bestürzt über das Niveau, auch der Kommentare unter diesem Artikel. Solange sich aus den Reihen der Streiter für eine "digitale Gesellschaft" niemand konkrete Gedanken um die Ausgestaltung macht, werden eben andere vorpreschen und die Zukunft in ihrem Sinne gestalten.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon Nenunikat » 10.05.2013 12:36

grapevine hat geschrieben:
Dino75195 hat geschrieben:Das Fazit von basicthinking.de
"Netzneutralität ist das höchste Gut der digitalen Gesellschaft. Setzen wir diese aufs Spiel, gefährden wir Datenschutz, Innovation und Wachstum."
Kann ich nur zustimmen.

Ich kann nur immer wieder sagen: god term. Geht auch mit anderen Begriffen.
"Freiheit ist das höchste Gut der demokratischen Gesellschaft. Setzen wir diese aufs Spiel, gefährden wir Menschenwürde, Innovation und Wachstum."
...

Auch wenn man solche Ziele wie Netzneutralität, Freiheit usw. nicht ganz umgesetzt bekommt:
Es ist trotzdem grundfalsch, deswegen diese Ziele aus den Augen zu verlieren und sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, wie weit sie sich eben erreichen lassen, ohne dabei nicht akzeptable Nebenwirkungen zu bekommen.
Somit muss man sich mit der Netzneutralität schon etwas konkreter befassen, um zu einer praktikalen Definition (Festlegung) zu kommen.

Mit anzustrebender Netzneutralität hat es jedenfalls nichts zu tun, wenn der Anbieter der Netz-Infrastruktur nach ausschließlich eigenem Interesse festlegt, wann welche Daten ungehindert transportiert werden.
... - erleben was verhindert.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon grapevine » 10.05.2013 13:18

Nenunikat hat geschrieben:Auch wenn man solche Ziele wie Netzneutralität, Freiheit usw. nicht ganz umgesetzt bekommt:
Es ist trotzdem grundfalsch, deswegen diese Ziele aus den Augen zu verlieren und sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, wie weit sie sich eben erreichen lassen, ohne dabei nicht akzeptable Nebenwirkungen zu bekommen.
Somit muss man sich mit der Netzneutralität schon etwas konkreter befassen, um zu einer praktikalen Definition (Festlegung) zu kommen.

Mit anzustrebender Netzneutralität hat es jedenfalls nichts zu tun, wenn der Anbieter der Netz-Infrastruktur nach ausschließlich eigenem Interesse festlegt, wann welche Daten ungehindert transportiert werden.


Die Anbieter, oder zumindest einige davon sehen ihre Probleme jetzt, und deshalb lösen sie sie auch jetzt. Die Verbraucher finden das blöd, tragen aber bisher nicht mehr zur Debatte bei, als eben dies lautstark zu wiederholen. Auch wenn mache von ihnen anscheinend nicht einmal das Problem verstanden haben.

Wie wärs, ihr macht einen Workshop, um aus eurer Sicht zu definieren, was Netzneutralität bedeutet, was das Ideal wäre, welche Maßnahmen akzeptabel sein könnten und welche Einschränkungen absolute No-Gos sind?
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 10.05.2013 20:00

Dino hat geschrieben:(1) Die Post..
(2) Die Post..
(3) Die Post..
(4) Die Post..
DIE Post gibt es doch gar nicht mehr, bei uns in der Straße fahren am Tag teilw. 5 verschiedene Zustelldienste vorbei, ich nenne man könnte von Parallelstrukturen sprechen..

grapevine hat geschrieben:Wie wärs, ihr macht einen Workshop, um aus eurer Sicht zu definieren, was Netzneutralität bedeutet, was das Ideal wäre, welche Maßnahmen akzeptabel sein könnten und welche Einschränkungen absolute No-Gos sind?
siehe Drosseldemo - Redebeiträge und zumindest zum Ausbauthema haben wir schon einige Vorschläge gemacht und diese bereits entsprechend publiziert/vorgestellt.. STELLUNGNAHMEN, POSITIONSPAPIERE etc. ab und an legen einige Leute ihre Lösungsvorschläge auch im Forum dar..
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon grapevine » 13.05.2013 09:48

spokesman hat geschrieben:
grapevine hat geschrieben:Wie wärs, ihr macht einen Workshop, um aus eurer Sicht zu definieren, was Netzneutralität bedeutet, was das Ideal wäre, welche Maßnahmen akzeptabel sein könnten und welche Einschränkungen absolute No-Gos sind?
siehe Drosseldemo - Redebeiträge und zumindest zum Ausbauthema haben wir schon einige Vorschläge gemacht und diese bereits entsprechend publiziert/vorgestellt.. STELLUNGNAHMEN, POSITIONSPAPIERE etc. ab und an legen einige Leute ihre Lösungsvorschläge auch im Forum dar..


Was ich dort über Netzneutralität lese, sind leider nur die üblichen Gemeinplätze: "Netzneutralität muss gesetzlich festgeschrieben werden." "x und y verstößt gegen die Netzneutralität."

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Was die Telekom tun möchte, verstößt überwiegend nicht einmal in den Ländern gegen die Netzneutralitätsregeln, in denen es überhaupt Regeln gibt. Es wird also eine mittelgroße Demonstration geben, bei der alle sich darüber einig sind, dass Netzneutralität etwas ganz arg tolles ist. Aber kaum jemand hat den Hauch einer Idee, wie sie ausgestaltet werden könnte.

Deshalb sage ich: Macht zusammen mit den anderen Gruppierungen eine eigene Version für ein solches Regelwerk. Dann wäre wenigstens mal eine handfeste Diskussionsgrundlage da, und ihr habt Material, wenn die mächtigen Verbände den Abgeordneten ihre ausformulierten Vorstellungen ins Notizbuch diktieren.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 13.05.2013 16:08

grapevine hat geschrieben:Deshalb sage ich: Macht zusammen mit den anderen Gruppierungen eine eigene Version für ein solches Regelwerk. Dann wäre wenigstens mal eine handfeste Diskussionsgrundlage da, und ihr habt Material, wenn die mächtigen Verbände den Abgeordneten ihre ausformulierten Vorstellungen ins Notizbuch diktieren.
hehe, die Situation treffend beschrieben wie ich finde ;)

ich denke wir haben unsere Vorstellung über einen Zugang zum Breitbandinternet über das Instrument Universaldienst sehr gut vorgeschlagen, würde man hier man einen Juristen drüber schauen lassen, damit unsere Intention geprüft sind wir schon ein gutes Stück weiter. Nach meinem Empfinden könnte es somit schon mal keine Drosselung geben zumindest nicht für 95% der Zeit. Sollte die Telekom keine ungedrosselten Tarife anbieten müsste sie oder ein anderer Anbieter dazu verpflichtet werden. Jedoch haben wir auch in unserer Stellungnahme folgenden Passus:
Stellungnahme TKG hat geschrieben:Datenmengenbegrenzungen sind nur zulässig, wenn ein Anschluss mit einer höheren als der vorgeschriebenen Mindestdatenrate bereitgestellt wird und dadurch die Datenmenge den Umfang übersteigen würde, der durch eine dauerhafte Nutzung im Rahmen der Mindestdatenrate erreicht würde.
hast du sicher schon gelesen, ich bitte auch den Rest zu lesen ;)
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon grapevine » 13.05.2013 19:39

spokesman hat geschrieben:ich denke wir haben unsere Vorstellung über einen Zugang zum Breitbandinternet über das Instrument Universaldienst sehr gut vorgeschlagen, würde man hier man einen Juristen drüber schauen lassen, damit unsere Intention geprüft sind wir schon ein gutes Stück weiter. Nach meinem Empfinden könnte es somit schon mal keine Drosselung geben zumindest nicht für 95% der Zeit. Sollte die Telekom keine ungedrosselten Tarife anbieten müsste sie oder ein anderer Anbieter dazu verpflichtet werden. Jedoch haben wir auch in unserer Stellungnahme folgenden Passus:
Stellungnahme TKG hat geschrieben:Datenmengenbegrenzungen sind nur zulässig, wenn ein Anschluss mit einer höheren als der vorgeschriebenen Mindestdatenrate bereitgestellt wird und dadurch die Datenmenge den Umfang übersteigen würde, der durch eine dauerhafte Nutzung im Rahmen der Mindestdatenrate erreicht würde.
hast du sicher schon gelesen, ich bitte auch den Rest zu lesen ;)


Wie schon gesagt: Ich sehe fast keinen Bezug zwischen Drosselung und Netzneutralität. Ich halte Netzneutralität für ein sehr wichtiges Thema, aber Volumentarife für irrelevant.

Ich sehe weiterhin in einer Universaldienstverpflichtung absolut kein Instrument, mit dem man irgendeinem Anbieter eine Verpflichtung auferlegen könnte, eine "unbegrenzte" Leistung zum Pauschalpreis anzubieten, wenn der Umfang dieser Leistung das typische Nutzungsverhalten eines typischen Verbrauchers sehr weit übersteigt. Das hätte nämlich mit Grundversorgung nichts zu tun. Bevor das kommt, sehe ich eher noch einen Rechtsanspruch auf einen MIttelklassewagen im Rahmen von ALG II. Mobilität gehört schließlich zur Daseinsvorsorge.

Ich kann aber selbstverständlich damit leben, dass nicht alle auf der Welt meine Meinung teilen.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 13.05.2013 20:03

ja das geht schon in die Richtung ich würde als Vergleich jedoch eher Wasser oder Strom heranziehen..

und jetzt kommt gleich wieder das Argument "naja wir bezahlen auch niemand das Wassergeld damit er dem Flatrate-Modell nach eine Talsperre im Monat leer süffelt.." ja das stimmt das machen wir natürlich nicht..

Heute besteht ja nicht mal eine Grundversorgung, was ist eigentlich eine Grundversorgung? Wenn nach deiner Auffassung sich niemand auf ein Mindestmaß berufen können soll ok, deine Meinung - meine ist es nicht und wird es wohl auch nicht werden. Wenn du mit der Art der Telekom bezogen auf die Einführung der Drosselung einverstanden bist, du findest die Marketingabteilung macht einen guten Job, ok. In unserer Welt darf die Telekom dies natürlich umsetzen, wie ich schon gesagt habe wird die BNetzA es schwierig haben etwas dagegen zu unternehmen, die Frage ist halt ob man sich das gefallen lässt und bestimmte Leistungsparameter von einer (öffentlichen) Infrastruktur erwartet oder eben nicht..

grapevine hat geschrieben:Ich kann aber selbstverständlich damit leben, dass nicht alle auf der Welt meine Meinung teilen.

ich strenge mich ja schon an doch es will mir nicht gelingen, nicht in diesem Fall ;)
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon governet » 13.05.2013 20:36

grapevine hat geschrieben:Wie schon gesagt: Ich sehe fast keinen Bezug zwischen Drosselung und Netzneutralität. Ich halte Netzneutralität für ein sehr wichtiges Thema, aber Volumentarife für irrelevant.

Bisher war es so: Die Provider sperrten bestimmte Dienste aus oder Drosselten diese (Blacklisting)
Jetzt: Drosselung ab bestimmten Datenvolumen, bestimmte Dienste fallen nicht in sie hinein (Whitelisting).

Im Endeffekt ist die Drosselung ein Mittel zum Zweck.
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Re: Netzneutralität als wichtiges Thema

Beitragvon spokesman » 13.05.2013 20:40

ja so kann man das sehen, jedoch gibt es heute noch solche und solche oder beides wie im Mobilfunk.
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