neue Studie zum Glasfaserausbau in Europa

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neue Studie zum Glasfaserausbau in Europa

Beitragvon bru62 » 06.06.2013 17:26

Die Unternehmensberatung Arthur D Little hat eine neue Studie zum Glasfaserausbau in Deutschland und Europa veröffentlicht. Auszüge daraus sind in einer auf portel.de am 06.06.2013 veröffentlichten Pressemitteilung zu lesen.

Demnach resultieren aus einer verbesserten Breitbandinfrastruktur deutliche wirtschaftliche Wachstumsimpulse. Dies erfordert jedoch die Ablösung der Kupfernetze, die an ihre Grenzen stoßen. Dagegen stehen die gigantischen Kosten, die sich in Europa auf hunderte Milliarden Euro summieren würden. Beklagt wird der unzureichende Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland: "Deutschland gehört mit unter 1 Mio. (ca. 4%) an Glasfaser angeschlossener Haushalte zu den Ländern mit der geringsten Penetrationsrate Europas. Gleichzeitig ist die Abdeckung mit superschnellem Breitband durch die Kabelnetzbetreiber hoch. Um den infrastrukturbasierten Wettbewerb wieder anzukurbeln, muss sich der Regulator Modelle zur Stimulierung des Glasfasernetzausbaus suchen.", wird Dr. Michael Opitz, Head der TIME Practice in Zentraleuropa zitiert.

Identifiziert werden fünf Modelle, in denen die Mischung aus öffentlicher Investition und regulatorischen Anreizen variiert. Als erfolgversprechend findet man "eine Kombination aus freiem Wettbewerb, Koordinierung durch die Regierung/Regulierungsinstitutionen und der Vergabe öffentlicher Investitionsmittel zur Stimulierung des Ausbaus in einzelnen Regionen.", wie es in der Meldung heißt.

Zusammenfassend wird Dr. Karim Taga, Managing Partner und weltweiter Practice Leader von Arthur D. Littles TIME Practice mit den Worten zitiert: "Regierungen müssen ihre Glasfaser-Infrastrukturstrategien überdenken, um mit weltweiten Best Practice Beispielen aufholen zu können. Superschnelles Breitband ist wesentlich für nationale Wettbewerbsfähigkeit und die öffentliche Hand muss investitionsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen, damit Glasfaser landesweit ausgebaut werden kann."

Gruß
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bru62
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