Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschlossen

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 09.12.2012 22:35

Z.B. Miete für vorhandene Lehrrohre: http://www.golem.de/1003/74146.html (0,12 ct pro laufenden Meter auf die Schnelle). Und die Kosten für die MFGs (Miete pro Monat).

Dann etwas aus Kuperzeiten, was es bei Glasfaser möglicherweise ebenfalls gibt: die Hauptkabel wurden mittels Druckluft auf Überdruck gehalten, damit kein Wasser eindringen konnte. Ggf. muss man soetwas auch für Glasfaser tun.

Wenn doch mal was angebaggert wird, zahlt ja derjenige der das angebaggert hat...

Und wenn Sturm ist und ein Baum entwurzelt wird und das Lehrrohr mitnimmt? Oder Vandalismus am Verteiler (kommt leider vor). Außerdem dürfte ein Neuanschluss deutlich teurer sein als z.B. 350€, die die TCom nimmt und selbst über diesen Preis regen sich viele auf.

Dann muss dem/den Netzbetreibern Zugang ermöglicht werden.

Sollte man vorhaben ein OpenAccess Modell anzubieten kann man entweder nur die Fasern bis in die Vermittlungsstelle legen (teuer) und jeder Netzbetreiber kann dann selbst seine Technik reinstellen, oder man muss selbst einen aktiven Teil beisteuern und dann an die Carrier übergeben (BitStream Zugang oder so ähnlich). Der Betrieb kostet auch, dürfte aber die erfolgversprechendere Variante sein. Beispiel: Die Gemeinde buddelt das Netz, vermietet dieses als ganzes an QSC (haben das so in Berlin als Pilot gemacht) und QSC bietet dann z.B. 1und1 Netzzugang an (von der Idee her) http://blog.qsc.de/2012/08/glasfaser-fur-berlin-qsc-unterstutzt-pilotprojekt-in-gropiusstadt/. Wobei man dann schon kritisieren kann, warum man dann nicht sofort ehrlich ist und den Provider exklusiv vermarkten lässt :). Und in der Vermarktung bietet das noch keiner an.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Nenunikat » 10.12.2012 11:10

Fehler20 hat geschrieben:...
Dann etwas aus Kuperzeiten, was es bei Glasfaser möglicherweise ebenfalls gibt: die Hauptkabel wurden mittels Druckluft auf Überdruck gehalten, damit kein Wasser eindringen konnte. Ggf. muss man soetwas auch für Glasfaser tun.
...

Da Glasfaser nicht korrodieren kann, dürfte das Problem mit dem Wasser sich bei dem Wechsel von Kupfer zu Glasfaser erledigt haben.

Zu der Nebenkosten-Diskussion:
Die laufenden (Neben-) Kosten sollten nicht unterschätzt werden, auch wenn manche dieser Kosten ggf. nur von Fall zu Fall auftreten.
... - erleben was verhindert.
"Grenzen gabs gestern" - heute gibts Verhinderungen.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 01.01.2013 17:48

http://www.derwesten.de/nrz/staedte/ess ... 77265.html

Hier werden Preise für den laufenden Meter genannt: 122€
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 01.01.2013 17:56

Fehler20 hat geschrieben:http://www.derwesten.de/nrz/staedte/essen/glasfaser-projekt-essen-net-geraet-ins-stocken-id6277265.html

Hier werden Preise für den laufenden Meter genannt: 122€

Der Vollständigkeit halber: 122 Euro/Meter für den Tiefbau. Ob da jetzt das Kabel + Montage noch dazukommt?

Dennoch finde ich 122 Euro/Meter trotzdem ordentlich derb. Gerade im Stadtgebiet sollte es doch ohne allzugroße Tiefbaumaßnahmen gehen. Wenn man das hochrechnet wären wir ja bei 122.000 Euro pro km. Vielleicht wäre da die Telekom billiger gewesen... :? :cry:

Das nebenbei statt 55 km nun 79,4 km gebaut werden müssen ist mMn aber ein Zeichen von schlechter Planung. Oder schlechter Kalkulation, je nachdem ;)
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon grapevine » 02.01.2013 10:14

Ein frohes neues Jahr wünsche ich,

und möchte gleich etwas anmerken: Ich sehe kaum Gründe dafür, dass Tiefbau ausgerechnet in einer Stadtlage günstiger sein sollte.

Dichtere Besiedelung geht dagegen einher mit mehr versiegelten Bodenflächen und mehr Infrastruktur verschiedener Art (Strom, Gas, Wasser, Abwasser, kanalisierte Gewässer, Straßen+zugehörige Anlagen, Eisenbahn, Bodendenkmale). Alles muss berücksichtigt werden.

Das betrifft die die Tiefbaukosten pro Meter. Bei der Kalkulation pro Haushalt kann das natürlich anders aussehen. Die Bevölkerungsdichte in Aachen ist mit 1619 Einwohnern/km² fast dreimal so hoch wie die von Kansas City (566), wenn man Wikipedia glauben kann.

Und wir reden von Glasfaser in jedes Gebäude. Dass dort schon Leerrohre verfügbar sind, wird die Ausnahme sein.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 02.01.2013 19:28

grapevine hat geschrieben:und möchte gleich etwas anmerken: Ich sehe kaum Gründe dafür, dass Tiefbau ausgerechnet in einer Stadtlage günstiger sein sollte.

Wenn Tiefbau nötig sein sollte ist es schon wahrscheinlich, das er in der Stadt, mitsamt herstellen versiegelter Flächen, teurer ist, als wenn man nur wieder mit der vorhanden Erde auffüllen muss.

Mich irritiert aber, das überhaupt so derb viel Tiefbau nötig ist. Das es im Hausanschlussbereich/Verzweigerkabel sicher viel davon zu tun gibt ist klar, aber das Problem hatte die Telekom ja auch...
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 02.01.2013 23:31

Bei den vorher diskutierten Angeboten der Telekom hat man ja auch niedrigere Preise gesehen. Und man muss hier dabei sagen, dass die Kabel eigentlich parallel zu Straßenausbesserungsarbeiten gelegt werden sollen (so wie es eigentlich sein sollte).
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 08.01.2013 09:46

Im Moment wird immer behauptet FTTH ist zu teuer, da man die ganzen Straßen aufreisen muss.

Hätte man vor 10 Jahren angefangen Leerrohre bis zum Haus zu verlegen, hätten wir das Problem heute gar nicht.
Und selbst jetzt werden bei Baurbeiten keine Leerorhre bis zum Haus verlegt.
Und jetzt (und in ein paar Jahren) heißt es natürlich auch wieder, FTTH ist zu teuer.

Da kann ich nur sagen, selber schuld, dann muss man die Kosten als Gemeinde tragen, wenn man nicht nachhaltig und vorausschauend planen kann.



nochmal zum Posting vom 19.11.2012 22:59
Fehler20 hat geschrieben:
Vermute dass die 10 Gigabit oder 1 Gigabit Anbindung ans Internet das teuerste sein wird

Also eine 100MBit/s Leitung kostet z.B. hier: 2100€ (incl Traffic): http://www.o2online.de/business/mittelstand/dslfestnetz/internet/konditionen/konditionen-sdsl-lightbox-collector
Von der Telekom gabs mal eine Aktion, wo diese Leitung 1000€ gekostet hat. Und da du ab einer gewissen Größe mehrere Anbindungen haben solltest, würde ich mal so behaupten, dass die Kosten für 100MBit so im Durchschnitt liegen dürften. Die oben genannten Leitungen sind nicht (so extrem) überbucht und verkraften daher auch mehrere User :).

Alternativ müsste man Glasfasern zu den einzelnen Peerings mieten/graben und dort dann Verträge abschließen. Da kostet z.B. am DE-CIX in Frankfurt die reine Übertragung für ein Gbit/s zwischen 500 und 750€ (http://www.de-cix.net/products-services/de-cix-frankfurt/globepeer/) und wenn du mal mit 100 Mbit pro Endkunde rechnest kannst du selbst ausrechnen, wie teuer das wird.



Monatliche Gebühren für klassische und Ethernet Mietleitungen

http://www.bundesnetzagentur.de/DE/DieB ... cationFile

Guckt mal bitte auf Seite 83

Die Preise sind von der Bundesnetzagentur reguliert, soweit ich das im Internet raus gelesen hab.
Man müsste bloß mal genau nachlesen, inwieweit die Preise reguliert sind.

Gigabit Port 1 Gbit/s kostet laut Bundesnetzagentur ca. 2000 Euro
(Ein Anbieter liegt bei ca. 3000 Euro vermtl. Telekom)

2,5 Gbit/s gibt es bei einem Anbieter auch schon für ca. 2000 Euro.

Leider ist die Grafik relativ unscharf, hab mal eine scharfe Grafik bei der Bundesnetzagentur angefordert.
Wie kann man nur so etwas in der schlechten Qualität zur Verfügung stellen.


Wichtig ist die Anbindung natürlich für die Anbindung von Glasfasernetzen, bzw. Outdoor DSLAMs an das Internet.
Außerdem brauch ich die Infos, um zu zeigen, dass Große Firmen nie ein Problem haben, entsprechende Bandbreiten gemietet zu bekommen, egal wo in Deutschland.


Und das zeigt mir wieder, so unmöglich wie es die Anbieter zeigen ist es nicht, gute Glasfasernetze, bzw. Outdoor DSLAMs zu bauen und zu betreiben.

Große Anbieter haben es natürlich leichter, die bekommen die Anschlüsse natürlich noch wesentlich günstiger.


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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 08.01.2013 19:49

Dino75195 hat geschrieben:Da kann ich nur sagen, selber schuld, dann muss man die Kosten als Gemeinde tragen, wenn man nicht nachhaltig und vorausschauend planen kann.

Glückwunsch, wenn die Gemeinde kurz vor der Pleite/Zwangsverwaltung steht bzw. dort schon ist. Freiwillige Leistung und so.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 08.01.2013 19:56

ja darum muss ja eigentlich ein Gesetz her... aber da wird nichts passieren...
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 08.01.2013 20:40

Außerdem brauch ich die Infos, um zu zeigen, dass Große Firmen nie ein Problem haben, entsprechende Bandbreiten gemietet zu bekommen, egal wo in Deutschland.


Dem ist leider nicht so. Ich habe mal versucht eine Standleitung mit 20MBit von mehreren Carriern zu bekommen. Gemeldet hatte ich mich bei: Telekom, o2, Vodafone, Colt, Versatel, iQom, marcois, KPN, BT

zurückgemeldet haben sich: Versatel mit 2M über Telekom/Telefonica, Telekom mit der Aussage zu teuer (bei Preisen um die 2000€ im Monat) und iQom. iQom hat dann auch ein Angebot geschickt, welches wir angenommen haben. Danach passierte nix und nach ca. 2-3 Monaten wurde der Vertrag storniert, weil zu teuer (270T€ Ausbaukosten würden sich nicht rechnen, nur mit erheblicher Beteiligung unsererseits). Wohlgemerkt alles Anfragen für GF-Standleitungen für um 1000-2000€ monatlich plus Einrichtungsentgeld.

Was man glaube ich sagen kann, ist das 10 MBit für Unternehmen nicht da Problem darstellen, weil es die eben auch über Kupfer gibt. Sobald aber Glas ins Spiel kommt muss man auch hier entweder ausgebaut sein oder möglichst nah irgendwo dranwohnen.

Gigabit Port 1 Gbit/s kostet laut Bundesnetzagentur ca. 2000 Euro

aber ohne Kabel^^. Im Ernst da teilweise 100Mbit schon deutlich mehr kosten glaube ich das nicht!

Die Preise sind von der Bundesnetzagentur reguliert, soweit ich das im Internet raus gelesen hab.

Meinst du eventuell die Preise, die für die Provider untereinander gelten, wenn ein Netz z.B. eines lokalen Providers an das der Telekom angebunden werden soll?
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 08.01.2013 21:01

Also das die Glasfaserleitung einmal was kostet war mir schon klar.
Sorry das ich das nicht gleich erwähnt habe.

Ich geh inzwischen einfach davon aus, dass da wo eine größere Firma hinzieht auch die Infrastruktur, incl. Glasfaser zumindest in der nähe ist. Bei uns in der Gegend ist das eigentlich schon so, max. 2-3 km bis zur Glasfaserleitung sind. Inzwischen ist das Glasfaser durch den Outdoor DSLAM Ausbau sogar schon in den meisten Ortschaften vorhanden.

Eine Große Firma (100 Mitarbeiter aufwärts) könnte sich im Übrigen auch die 270.000 Euro leisten.
Was meinst du was ein neues Firmengebäude kostet.

Probleme haben die kleinen Firmen, die keine 1000-2000 Euro monatlich aufbringen können.

Das mit der Regulierung muss ich noch mal genau nachlesen, ob man dazu auch offizielle Informationen findet.
Hast du dir das Dokument von der Regulierungsbehörde mal durchgelesen?

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 09.01.2013 14:45

Eine Große Firma (100 Mitarbeiter aufwärts) könnte sich im Übrigen auch die 270.000 Euro leisten.
Was meinst du was ein neues Firmengebäude kostet.


Das glaube ich nicht, weil ab 100 MA aufwärts würde ich nicht als große Firma bezeichnen, sondern als Mittelstand. Und die werden Sonderaufwand in Höhe von 270T€ nicht tolerieren. Es gibt in diesem Bereich genug Fälle, wo man selbst bei Glasfaserausbau für eine Standleitung kämpfen muss, weil VDSL auf dem Papier ja ähnliche Leistung bietet (wenn es denn verfügbar wäre) und warum das denn so teuer sein muss.

Andersrum gerechnet: 100MA 1000€ Kosten für einen PC (normaler BüroPC) incl. Software = 1000000€
jetzt willst du das 2,7 fache für eine Anbindung ausgeben. Nicht wirklich argumentierbar, oder?

Mich hat die Aussage gestört, das große Firmen theoretisch immer eine INetverbindung haben können. Das ist definitiv nicht so!
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 09.01.2013 15:18

OK. Aber es wird von vielen Seiten immer behauptet, dass es so ist.

Darum disktutieren wir hier.
Ab wann ist es den kein Mittestand sondern eine große Firma? Ab 500 laut Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Funternehmen

Hängt natürlich auch von der Bilanzsumme und dem Jahresumsatz ab.
Bei 50 Mio Euro Umsatz spielen die 270.000 Euro einmalig keine Rolle.



Eigendlich sollten die Preise für Ethernet Mietleitungen besser reguliert werden,
dann wäre es für Firmen und Privatpersonen (mit kleinen Firmen) leichter, ein eigenes Netz aufzubauen,
was wiederum zu mehr Wettbewerb führt.

Was meint du/ihr dazu?
Würd da ja gerne eine Anfrage an die Bundesnetzagentur starten zu dem Thema,
bezugnehmend auf die Festlegung BK2-12-001R

100 Mbit/s sollte eigendlich für 200 Euro pro Monat zu haben sein
(ohne Grabungsarbeiten, direkt an einer Glafaserstrecke)
Im Moment liegeen die Kosten bei ca. 1000 Euro, bin mir aber nicht sicher, ob der Traffic dabei ist.

Die Glasfaseratarife der Telekom kosten für 200 Mbit/s im Download und 100 Mbit/s im Upload auch nur ca. 60 Euro,
haben aber eine Drosselung ab 400 GB

Hab hier noch einen kleine Artikel gefunden, ist aber schon ein wenig älter
http://www.golem.de/0907/68322.html

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 09.01.2013 16:00

100 Mbit/s sollte eigendlich für 200 Euro pro Monat zu haben sein

Ist es am DE-CIX :) (ok, sind 200MBit). nur wenn - platt gesagt - die Telekom schon im Einkauf 200€ für 200MBit hinlegen muss, wird die das mit Sicherheit nicht für den gleichen Preis überbuchungsfrei weiterverlaufen. Die Technik der Telekom kostet schließlich auch Geld

Und das ist es auch was die meißten (/alle) privaten eben nicht brauchen. Selbst wer 200-300GB pro Monat an Traffic bei einer VDSL Anbindung generiert lässt die Leitung die meißte Zeit im Ruhezustand. Große Firmen hingegen (ich nehm jetzt mal die 1000+ MA) generieren durchgehend viel Traffic. Da kann man nix überbuchen, weil sonst der Firmenadmin sofort angerannt kommt. Und genau das kostet halt.

Wenn du hier Regulierung forderst wage ich zu behaupten, dass sich die Anbieter entweder um die zugesicherte Bandbreite rumdrücken (weil geht nicht, auch wenn physikalisch durchgängig möglich weil überbucht) oder der Markt leert sich.

OK. Aber es wird von vielen Seiten immer behauptet, dass es so ist.

Es ist genau die gleiche Situation wie für Gemeinden: wer zahlt bekommt die Kabel auch gelegt. Wer nicht hat Pech.

Hängt natürlich auch von der Bilanzsumme und dem Jahresumsatz ab.
Bei 50 Mio Euro Umsatz spielen die 270.000 Euro einmalig keine Rolle.


NEIN! Ein guter Mittelständler hat eine EBIT-Marge von ca. 4-5% vom Umsatz, d.H. er macht 2-2,5 Mio Gewinn ohne Störeinflüsse wie Bauvorhaben usw., um in deinem Beispiel zu bleiben. D.h. er würde 10% des Gewinns aus dem Fenster hauen, nur um eine Anbindung zu bekommen. Das wird er nicht tun. Nicht Umsatz und Gewinn vertauschen!
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