Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschlossen

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 23.11.2012 22:09

Aber ist man ein großer Provider wie z.B. MNET oder Telekom sind die Kosten lang nicht mehr so hoch!
Noch dazu bekommen Provider sicher besser Konditionen je mehr Zuleitungen sie mieten.
Also zählt die Ausrede nicht, dass die Kosten ja wesentlich höher sind.


Nuja, die Preise, die ich oben genannt habe für kleine Provider ist halt auch so das ZEHNfache :). Da hat eine 100 MBit Leitung schon durchschnittlich 1500€ Kosten.
Du musst bedenken, dass der Kabelweg von z.B. München nach Frankfurt nicht gerade kurz ist und mit Sicherheit der größere Kostenpunkt auf der Rechnung ist.

Und woher nimmst du die Feststellung, dass die Kosten für große Provider wieder extrem sinken?

Es ist dort nicht wie bei Endkundentarifen, wo man einen willkürlichen Preis festlegt, nach dem Motto, das sind die Leute bereit zu bezahlen, sondern hier gehts wirklich nach Aufwand + meinetwegen 10%-30% Gewinnzuschlag (wenn ich mir so die Kalkulationsprozente bei der Telekom mal ansehe, ist geschätzt).

Des weiteren, selbst wenn der reine Traffic 5€/Mon kostet.
Du musst im schlimmsten Fall ein Modem subventionieren (100€/24Mon, wenns keine FritzBox sein muss = 4€)
Wenn du eine Hotline betreibst musst du da Mitarbeiter beschäftigen. (Faustformel: Lohn*2=20€/Stunde, und das ist jetzt nicht viel, Techniker wird teurer sein),
VoIP Peering: ich nehm einfach mal die Flat von SipGate: 6,90€,
Unter der Annahme, dass du deinen Firmenma. eine Stunde pro Monat beanspruchst (incl Schaltung, Rechnung, Mahnung usw., keine Leerlaufzeit)
bist du jetzt also bei: 35,9€ (ist in der Liga wie Telekom Call & Surf Comfort wenn ich mich nicht irre)
zzgl. Stromkosten, Firmengebäude, NETZAUSBAU, Ausfall wegen Nichtzahlung, Anwaltskosten (Nichteinhaltung von SLAs bei Gewerbekunden), Dienstwagen (nein nicht der vom Chef, sondern der vom Techniker), Werbung usw.
Da ist nicht viel Platz.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 24.11.2012 17:48

Hab grade hier ne Angabe zu Ausbaukosten/KM gefunden die mal nicht von den großen Playern stammt: viewtopic.php?f=137&t=9800
30T € pro KM.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 24.11.2012 23:08

Dino75195 hat geschrieben:Hallo, sorry ich nochmal,

du musst dich doch nicht entschuldigen ;)
Für derartige Sachen ist das Forum doch da und ich kann dich sehr gut verstehen, zu den Preisen kann ich leider nicht viel sagen. Ich hab zwar von der einen oder anderen Firma ein Rechnungsbeispiel als PDF vorliegen, jedoch durfte ich das nur in bestimmten Besprechungen nutzen.

Dino75195 hat geschrieben:Die Devise heißt, langfristig und nachhaltig planen und bauen.

tja aber genau damit lässt sich nicht das meiste Geld verdienen. Schau dir unsere hochgelobte Automobilbranche, die Bahn, die Fluggesellschaft und Co. an, Ziel ist es eigentlich Leute von A nach B zu befördern und das möglichst effizient und mit einem sich dadurch ergebenden minimalen Ressourceneinsatz.

Bis heute ist kein Politiker auf die Idee gekommen den "Leerrohr bis zum Haus Ausbau" mit einem Gesetzt oder einer Gesetzespassage zur Pflicht zu machen und damit wirklich den Breitbandausbau zu befeuern. Da ist die Frage mehr als berechtigt warum wir jeden Früh aufstehen unseren Körper und Geist in den sogenannten Dienst der Gesellschaft stellen und Abends oder Nachts noch deren Arbeit machen zu müssen.

ich denke wir sind hier schon viel zu tief in der Diskussion um Kosten, Hardware usw.. Sicher hat google nicht begonnen im 3 oder 4 Punkt des Meinungsaustausches über Kosten für Switche oder VOIP Hardware zu diskutieren, ich denke google hat ein Ziel formuliert. Ich befürchte jedoch, dass dieses Ziel nicht ist möglichst viele Menschen an das größte freie Informationsnetz der Welt anzubinden, sie wollen sie eher an google binden - ob es ab diesem Punkt mit Freiheit weiter geht?

Ich denke wir können froh sein, dass google in Deutschland derartige Netze noch nicht angekündigt hat - zumindest nicht in dieser Form. Vllt. sollten wir zunächst klarstellen was das Ziel definitiv ist, also nach aktuellem Stand und wie man es erreichen kann.. Wir haben bereits die Universaldienstverpflichtung vorgeschlagen, welche meiner Meinung nach eine der besten und in der Fläche effektivsten Maßnahmen ist. Die im Gesetzt bereits beschriebenen Maßnahmen bzgl. der Finanzierung über einen Geldtopf sind ebenfalls sehr ansprechend, die Goldlösung wäre meiner Meinung nach hier eine unabhängige Infrastrukturgesellschaft. Diese Gesellschaft könnte beim Ausbau für eine Standardisierung mit offenen Schnittstellen sorgen, jeder Provider hat anschließend gleiche Voraussetzungen und wir könnten uns ein oder zwei Dienstposten in der BNetzA sparen. Diskussion wie über das Vectoring wären ebenfalls hinfällig.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 25.11.2012 15:05

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 25.11.2012 15:33

das wäre die erste Stimme für.. sagen wir eine Petition? Da müssten wir schon einiges an Arbeit hineinstecken und dazu fehlt uns wohl zumindest heute die Manpower..
Die Idee einer Gesellschaft ist nicht neu, die SPD hatte bereits einen ähnlichen Vorschlag unterbreitet und sofort Hohn, Spott und einen quasi Lobbystorm geerntet. Ich denke man müsste einen solchen Vorstoß zum aufbrechen des Status Quo angehen und zugleich deutlich machen, dass man keinen Schritt zurück sondern zwei Schritte nach vorn gehen möchte - Universaldienst+Infrastrukturgesellschaft, welche für die Umsetzung des UD´s verantwortlich ist und dann auch den ach so tollen Wettbewerb ermöglicht - mit fairen Bedingungen und ohne BNetzA in der heutigen Form, auch Gerichtskosten bzgl. der Regulierungsanpassungen und vielen mehr könnten gespart werden.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 07.12.2012 09:37

Hallo zusammen :D

Bezugnehmen auf folgende Informationen möchte ich euch mal eine kleien Rechnung präsentieren.
http://www.merkur-online.de/lokales/mar ... 43102.html

Zitat:
Es ist derzeit die beste Technik, die es auf dem Markt gibt (siehe Interview unten). Es ist die nachhaltigste. Es ist die teuerste. Deshalb will jeder Planungsschritt gut überlegt sein. Denn das Indersdorfer Glasfasernetz wird die Gemeinde an die sechs Millionen Euro kosten, vermutet Klaus Mayershofer. Er ist Breitbandpate und Geschäftsleiter der Gemeinde.


Laut Wiki sind es in der Gemeinde 9428 Einwohner
http://de.wikipedia.org/wiki/Markt_Indersdorf

Ich Rechne mal mit 3000 Haushalten.
Da muss ich noch genauere informationen suchen.

Die TAL (Teilnehmeranschlussleitung) Miete bei der Telekom kostet ca. 10 Euro
http://www.computerwoche.de/netzwerke/tk-netze/2368884/

Wenn ich also Rechnern darf...

3000 Haushalte * 10 Euro *12 Monate * 20 Jahre = 7 200 000

Das heißt das Netz ist in 20 Jahren abbezahlt.
Vermietet wird in dem Fall die Glasfaserleitung. Technik kommt von den Anbietern.
Eigenlich ist das Netz ja hochwertiger und so könnte man nicht nur mit 10 Euro Miete sondern mit 15 Euro Miete pro Anschluss rechnen. Die Telekom möchte ja für Vectoring sogar auf 20 Euro anheben (für eine Bastellösung wo sie nur alleine versorgen dürfen!)


Warum wird den der Glasfaserausbau nicht durchgeführt?
Nur weil es sich nicht in 2-3 Jahren rechnet?
So ein Glasfasernetz rechnet sich halt erst nach 20 Jahren.

Natürlich muss sich erst mal zeigen, ob ein Ausbau mit 6 Millionen durchführbar ist, also ob das Geld ausreicht. :roll:
Ich muss natürlich zugeben, dass 6 Millionen schon sehr viel sind für eine Gemeinde...
Aber es geht hier um langfristige Infrastruktur!

Natürlich müsste der Staat aktiv werden, um Deutschlandweit was zu erreichen.

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 07.12.2012 11:24

Wobei du jetzt optimistisch von einer 100% der Haushalte, die das Produkt auch nutzen, ausgegangen bist. Ich wäre da nicht ganz so optimistisch. Aber obs nun 20 Jahre oder 30 Jahre werden ist ja auch egal.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 07.12.2012 11:27

Du vernachlässigst die Wartung und gehst von einer Vollauslastung aus.
Wenn man so quer liest und die Vorbehalte gegen VoIP (Bereich Cash-Terminals, Fax, Hausnotruf, Verfügbarkeit etc. liest, wobei meiner Meinung nach unbegründet aber egal) und beachtet, dass ein fehlerfreier Betrieb in 20 Jahren sehr optimistisch ist (und selbst dann hast du noch Verwaltungskosten etc.). Mit 20€ dürfte das schon eher hinhauen, aber dann gibt es Probleme, weil die Kabelnetzbetreiber ja teilweise schon die 50000er Leitungen für 20-25€ an die Kunden verkaufen. Wenn also die reine Faser schon 20€ kostet, wird das nichts. Und das Telekom-Beispiel beinhaltet ja schon die Technik am Verteilter und dementsprechend auch teilweise den Backbone Betrieb.

Vielleicht noch grundsätzlich: Ich halte viel von FTTH und nicht ganz so viel von Vectoring. Warum Neubaugebiete, wo ja sowieso gebuddelt werden muss, nicht sofort mit Glas erschlossen werden und bei großen Straßenbauarbeiten nicht mitverlegt wird, verstehe ich nicht. Aber andersherum macht es mM. ebenfalls keinen Sinn, sinnlos FTTH dort auszubauen, wo schon 50-100 Mbit liegen, weil dort schlicht kaum Bedarf ist bzw. Glas im Bezug zu den monatlichen Mehrkosten kaum Vorteile bietet.

Das oben genannte Beispiel ist z.B. ein Gutes, wo FTTH Sinn macht, weil weite Strecken und kaum Erschließung. Wenn also Ausbau, dann nachhaltig, sodass man nicht in 5-10 Jahren vor dem gleichen Problem steht.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 07.12.2012 11:40

Fehler20 hat geschrieben:Aber andersherum macht es mM. ebenfalls keinen Sinn, sinnlos FTTH dort auszubauen, wo schon 50-100 Mbit liegen, weil dort schlicht kaum Bedarf ist bzw. Glas im Bezug zu den monatlichen Mehrkosten kaum Vorteile bietet.

Das werden dann aber die Breitbandopfer von morgen. Und wenn schonmal gebuddelt wird kann man ja wenigstens die Leerrohre mit reinschmeißen. Kabel einziehen/einblasen geht dann flott. Ein bloßes "mehr Bandbreite" wird in diesen Gebieten in der Tat nicht unbedingt zum Wechseln animieren.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon grapevine » 07.12.2012 12:38

Ich möchte die Kalkulation von Dino75195 mal kommentieren:

Die Haushaltsanzahl ist zu optimistisch kalkuliert. Man kann von einer Onliner-Quote von maximal 75% ausgehen; vorsichtig kalkuliert etwas weniger, denn der Zusammenhang zwischen Einwohnern, Haushalten, "Onlinern" und potenziellen Kunden ist in den verfügbaren Zahlenwerken nicht sauber errechnet.

Das haben andere schon angemerkt.


Weiterhin muss man davon ausgehen, dass es in der diskutierten Ortslage auch Straßenzüge gibt, die nach heutigem Stand gut versorgt sind. Die muss man also erst woanders abwerben, wenn man sie für das Glasfasernetz als Kunde gewinnen möchte.

Zudem müssen die Hausbesitzer überzeugt sein, sich überhaupt Glas ins Haus legen zu lassen. In unversorgten Neubaugebieten ist das machbar, aber im Bestand wird die Bereitschaft dazu wird von uns Breitbandfreunden gemeinhin überschätzt. Glas in jeden Haushalt bedeutet Klinkenputzen an jeder Haustür. Nennenswert Geld dafür in die Hand nehmen möchten die wenigsten. Und der neue Internetanschluss soll selbstverständlich nicht mehr kosten als bisher.

Ich halte daher auch eine TAL-Miete von 15 Euro für verfehlt. Ich halte es für unrealistisch, dass jemand diesen Preis zahlt.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 07.12.2012 13:21

Selbst mit 75% sieht es noch gut aus

2250 Haushalte * 10 Euro *12 Monate * 20 Jahre = 7 200 000 = 5.400.000
500.000 gibt es Förderung vom Freitstaat Bayern.

Das mit den 3000 Haushalten war nur geschätzt, ich muss noch genaue Zahlen raussuchen :roll:
Hab ich aber ganz oben schon geschrieben.
Es ist erst mal eine Grobkalkulation, für eine genaue Berechung hat die Gemeinde sicher ein Berater-Firma,
die da wesentlich genauer Rechner können.

Die Nachbargemeine Altomünster baut Glasfaser nur aus, wenn 70-75% vorab unterschreiben.
Und das ohne das Geld fließt, dafür sind die Tarife aber um 10-20 Euro im Monat teurer.
Ich kann ja gern mal ausrechnen, was da so verdient ist in 20 Jahren :D

Bauphase 1 259 von 333 Haushalten wurden angeschlossen
Bauphase 2 484 von 560 Haushalten wurden angeschlossen
Bauphase 3 274 von 320 Haushalten wurden angeschlossen
Bauphase 4 450 von 480 Haushalten wurden angeschlossen

Summe 1467 von 1693 Haushalten wurden angeschlossen.

http://www.bi-alto-net.de/bauphase-1-pilot.html
Preise unter http://www.mygate.de/

1467 Haushalte * 10 Euro (Mehrkosten zu andern Anbietern) * 12 Monate * 20 Jahre = 3.5208.600

Mehrkosten
G-Dual-Play50 kostet ca. 55 Euro
VDSL kostet bei der Telekom ca. 45 Euro


Eventuell sinkt natürlich der Preis nach einigen Jahren.
Trotzdem sollte das zeigen, dass es geht, einen Ort mit Glasfaser auszubauen.
Nur wird es in Altomünster durch höhere Monatliche Kosten finanziert, in
Markt Indersdorf wird die Gemeinde die meisten Kosten tragen, wird aber nach 20 Jahren auch weiterhin den Gewinn einfahren....


Eventuell sollte man auch in Indersdorf die 75% Mindestquote einführen. Mit entsprechender Werbung und günsten Monatlichen Preisen geht das.

Bei der Werbung würde ich darauf hinweisen, dass das Geld in der Gemeinde bleibt, und nicht durch die Telekom für andere Zwecke verwendet wird.

Ich bin mir sicher: man kann, wenn man will, eine Lösung finden.

Kabelanbieter gibt es soweit ich weiß keinen.
Es ist sogar nur ADSL im Hauptort verfügbar, soweit ich weiß kein VDSL.

Warum sollten die Unternehmen für die Glaserleitung keine 15 Euro bezahlen?
Die Kupferleitung ist doch wesentlich schlechter...

Bevor die 20 Euro an die Telekom für Vectoring zahlen, nehmen die doch lieber Glas für 15
(Wobei ja nicht feststeht ob die Telekom den Preis bekommt)

Mal anders gerechnet, was verliert die Telkom an Geld, wenn 75% der Haushalte also
2250 nicht mehr bei der Telekom sind. 20 Jahre lang.
Sagen wir 40 Euro pro Vertrag

2250 Kunden * 40 Euro *12 Monate * 20 Jahre = 21.600.000

Fast 22 Millionen... Und dazu kommt das noch einige auf den Telefonanlagen hängen, die dann immer noch Gewartet werden müssen, Raummiete, Strom usw...

Das tut richtig weh!

Gruß Robert


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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 08.12.2012 15:59

Das werden dann aber die Breitbandopfer von morgen. Und wenn schonmal gebuddelt wird kann man ja wenigstens die Leerrohre mit reinschmeißen. Kabel einziehen/einblasen geht dann flott. Ein bloßes "mehr Bandbreite" wird in diesen Gebieten in der Tat nicht unbedingt zum Wechseln animieren.


War genau so gemeint :).

@Dino bzw. Robert:

du vergisst schon wieder die Wartung und dass die Telekom mit Sicherheit noch nen haufen analoger Anschlüsse parallel schalten wird aus den oben genannten Gründen. Und sobald die Leute was von 10€-20€ Mehrkosten lesen klappt das Geschäft einfach nicht mehr, weil die alte 6000er reicht doch (ja das ist bei vielen wirklich so)! Und wenn das diese Fraktion zu LTE abwandert, weil man DSL30000 nicht von DSL 300 unterscheiden kann, weil noch billiger bei gleichen Versprechungen (Drossel, was ist das...) gibts schnell ein Problem. Kann man prima an Vodafone sehen: die verkaufen ihre LTE Sticks auch im schönsten VDSL50k Gebiet, weil billiger und es steht auch 50000 drauf.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 08.12.2012 16:13

Hallo, du hast schon gelesen, dass es in Altomünster schon läuft? :D

Mit 10 Euro Mehrkosten... das Sind Fakten und keine Vermutungen.

Und warum sollte das in Mark Indersdorf nicht genau so gemacht werden können, nur ohne die 10 Euro Mehrkosten.
Wenn man den Leuten den Unterschied erklärt, wechsel die nicht zu LTE und sparen auch nicht um 10 Euro.

Ich hatte schon mit vielen Kunden zu tun.
Aufklärung ist alles...

Gruß Robert
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 08.12.2012 16:31

Und das der Grund warum ich trotzdem skeptisch bin: viewtopic.php?f=22&t=11456

Ausbauen geht prima, hat man auch in der DSL Anfangszeit gesehen, genauso wie als WIMAX grade neu war. Ob diese Firmen auch langfristig überleben steht ganz wo anders. Und nochmal BITTE RECHNE DIE LAUFENDEN KOSTEN EIN. Das ist viel!

Laut http://www.merkur-online.de/lokales/alt ... 61780.html hat die erste Ausbaustufe ca. 600k € gekostet, davon kamen knapp 200k von der Gemeinde, was eine Deckungslücke von ca. einem drittel bedeutet.

Das ist für mich kein Argument zu sagen, dass der FTTH Ausbau flächendeckend rein von Privat läuft eher das Gegenteil.

Die FTTH Ausbauten der Telekom brauchen nur 10% Vorab-Zusagen und selbst das hat nicht immer funktioniert!
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 09.12.2012 09:55

o danke für den Link,

in Indersdorf ist es ja keine Aktive Technik, nur Passive Technik
also LWL Kabel und Leerrohre... Wo gibts da Wartung?
Wenn das sauber verbaut wird läuft das.

Wenn doch mal was angebaggert wird, zahlt ja derjenige der das angebaggert hat...

Wenn noch ein neues Haus dazu kommt, muss derjenige die Anschlusskosten tragen.

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