Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschlossen

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Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschlossen

Beitragvon Dino75195 » 14.11.2012 16:24

Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschlossen
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 49581.html
600 Mbit/s Syncron!!! WOW



http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 54559.html
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 18.11.2012 10:29

Dazu passt auch sehr gut die Meldung auf heise.de
"Google und Dish Network sprechen über Mobilfunk-Partnerschaft"
oder auch
"Google startet eigenes virtuelles Mobilfunknetz in Spanien" auf areamobile.de
Einer Trennung von Diensten und Netz läuft diese Sache natürlich entschieden entgegen. Es entsteht viel eher die Gefahr von weiteren, viel größeren Monopolen, welche Netzpolitik nach ihrem Gutdünken gestalten können. Natürlich besteht auch hier eine sehr große Chance auf einen Ausbau im ländlichen Raum, google bringt einiges an Kapital mit und die Chance offene und transparente Standards einzuführen. Nach meiner Meinung ist die Gefahr des Missbrauchs dieser Vormachtstellung durch dieses Unternehmen jedoch zu groß, die Kontrolle wäre zu aufwendig, komplex und zu teuer - daher lieber einen Topf gegründet, Geld rein und ein reiner Infrastrukturbetreiber baut aus am besten gleich Stadt/Kreiswerke oder etwas in dieser Art..
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 18.11.2012 13:05

Die Entwicklung dass Google diese Macht dann später ausnutzt könnte ist schon bedenklich :?

Mich persönlich begeistert aber, dass es ohne weiteres Möglich ist 600 Mbit/s Symetrisch pro Haushalt zur Verfügung zu stellen. Wie weit sind wir den? 200 Mbit/s down und 100 Mbit/s up... :mrgreen:
Und das nur in ganz wenigen Städten.

Warum stellen wir uns so an?
Kann mir gut vorstellen, dass Gigabitanschlüsse für jeden Haushalt wenn man will realisiert bar ist.
Südkorea hat doch auch Gigabit für jeden
http://www.golem.de/1102/81611.html



Gigabit Switch für LWL und dann läuft das :)

Switch 24 Ports
http://geizhals.at/de/657669
600 Euro

LWL Module
http://geizhals.at/de/74499
+ 24x 40 Euro 960 Euro

Summe 1560 Euro

Empfängerseitig:
http://geizhals.at/de/549331
24x 160 Euro = 3840 Euro
+ 24x 40 Euro = 960 Euro

Summe 4800

Gesammtsumme: 6360 Euro

Pro User sind das 265 Euro + LWL Kabellänge ca. 1 Euro pro Meter...

Natürlich müssen erst mal Leerrohre, Verteiler verlegt und aufgebaut werden.
Und wie ihr wisst, ist Profi Equipment teurer...


Das es sogar kostenlos geht, zeigt die Bürgerinitiative Alto Net.
http://www.bi-alto-net.de/moegliche-bauphase-4.html

FTTH bis zum Haus!

http://www.altonetz.de/

242 Anschlüsse, der Internettarif kostet ca. 50 Euro 25 Mbit/s down und 5 Mbit/s Upload

50 Euro x 242 = 12100 Euro / Monat

in 2 Jahren sind das = 290400 Euro
Das Geld wird nicht die Telekom sehen :lol:

Und das Netz ist zukunftssicher, bin mir sicher, man kann dort die Bandbreit in Zukunft noch weiter erhöhen.

Gruß Robert
Zuletzt geändert von Dino75195 am 18.11.2012 13:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 18.11.2012 13:28

Da kommt der BWLer durch oder? ;P

Ja der Upload ist bei uns so eine Sache, die Angebote von an! in Leipzig haben da schon eine sehr große Schere. 15Mbit/s Upload und 500Mbit/s Download. Waren nicht mal 1.000Mbit/s im Download verfügbar? komisch.

Ich hoffe nur, dass wir mit dem Bundesverband unsere Ziele umsetzen können. Natürlich ist dein Beispiel toll und ähnlich gefüllte Räume kenne ich auch, doch darf man nicht vergessen, dass wir hier von absoluten Ausnahmen sprechen und das Land über diesen Weg wohl nie in Richtung der 100 Prozent Versorgung mit FTTH kommt.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 18.11.2012 13:36

Klar schafft man das auch auf dem Land, wenn die Bürgermeister und Gemeinderäte endlich anfangen Leerrohre bis zum Haus zu verlegen, wenn Sie eine Straße neu machen!

Extra aufreisen ist natürlich unbezahlbar, aber das mit zu machen sollte kein Problem sein.
Wie viele Straßen werden die nächsten Jahre saniert?

Ich kenne selbst sehr viele Straßen die saniert wurden, und es wurden zu 100% keine Leerrohre zu den Häusern verlegt.
Das höchste der Gefühle ist, wenn Leerrohre bis zum Telekomverteiler verlegt wurde...

So wird das natürlich nichts!

Gruß Robert
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 18.11.2012 13:56

Dino75195 hat geschrieben:Ich kenne selbst sehr viele Straßen die saniert wurden, und es wurden zu 100% keine Leerrohre zu den Häusern verlegt.
Das höchste der Gefühle ist, wenn Leerrohre bis zum Telekomverteiler verlegt wurde...

und so wird es auch die nächsten Jahre bleiben, ohne eine Ausbauverpflichtung und der damit Verknüpften Anweisung/weiterer Gesetzte zur Umsetzung.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 18.11.2012 18:46

Dino75195 hat geschrieben:Die Entwicklung dass Google diese Macht dann später ausnutzt könnte ist schon bedenklich :?

Mich persönlich begeistert aber, dass es ohne weiteres Möglich ist 600 Mbit/s Symetrisch pro Haushalt zur Verfügung zu stellen. Wie weit sind wir den? 200 Mbit/s down und 100 Mbit/s up... :mrgreen:
Und das nur in ganz wenigen Städten.

Technisch ist Gigabit kein Problem.

Dino75195 hat geschrieben:Gigabit Switch für LWL und dann läuft das :)

Switch 24 Ports
http://geizhals.at/de/657669
600 Euro

Ganz so einfach ist es dann doch nicht, weil die Dinger ja bei Netzbetreibern bissel mehr belastet werden als normal. Zudem muss das Backbone mit entsprechender Technik (die, zumindest momentan, richtig teuer ist) auch noch gebaut werden und irgendwo her muss ja auch die Anbindung ans Telefonnetz kommen.

Dino75195 hat geschrieben:Empfängerseitig:
http://geizhals.at/de/549331
24x 160 Euro = 3840 Euro
+ 24x 40 Euro = 960 Euro

Wo kommt da der Telefonanschluss raus? Und WLAN? :) Ich persönlich würde einen GF-Medienkonverter bevorzugen und hintendran einfach eine FritzBox oder sowas hängen.

Zudem hast du die Verkabelungsseite (Hauseinführung, Abschlusspunkt Linie/APL, evtl. GF-Innenkabel mit Dose) komplett vergessen. So ein Gf-APL für ein Einfamilienhaus kostet auch um die 200 Euro.

Deine Transciever bzw. deren Standard (1000Base-LX) geht auch nur 5km weit. Ich hab mal vor ner Weile nach welchen mit 10km und Diagnosemöglichkeit angefragt, da liegen wir bei 81 Euro + MWst.

Dino75195 hat geschrieben:Pro User sind das 265 Euro + LWL Kabellänge ca. 1 Euro pro Meter...

Ich weiß nicht, die 1 Euro/Meter sind mir immer noch etwas zu niedrig. Und die Arbeitskosten vergisst du dabei auch elegant.

Dino75195 hat geschrieben:Natürlich müssen erst mal Leerrohre, Verteiler verlegt und aufgebaut werden.
Und wie ihr wisst, ist Profi Equipment teurer...

Richtig. Muss es zwar nicht immer sein, aber D-Link würde ich als Netzbetreiber jetzt auch nicht unbedingt einsetzen wollen.

Dino75195 hat geschrieben:in 2 Jahren sind das = 290400 Euro

Angesichts der (auch laufenden) Kosten ist das noch nicht die Menge. :)
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon spokesman » 18.11.2012 18:56

FTTH wird eben erst ab einer bestimmten Größe realisierbar sein oder man bedient sich eben kostengünstig bei schon vorhandenen Leerrohren bzw. hat einen Ort mit seinen Einwohnern zu nahezu 100% hinter sich..

Bei der Darstellung von Dino75195 bleibt ja derzeit offen ob hier nur das Netz gebaut und dann von xyz betrieben werden soll oder ob man es selbst betreiben möchte - also jetzt mal auf das Backbone, Telefonzeugs bezogen..
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 18.11.2012 20:29

Haha

Ich wusste dass das kommt.
Ich bin kein Provider.

Da Fehlen schon ne Menge Kosten.
Wollte bloß zeigen das es nicht unmöglich ist.

VOIP kann man mit der Fritz Box und einem VOIP Anbieter realisiert werden.

Erst mal schnelles stabiles Internet

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 19.11.2012 11:49

Dino75195 hat geschrieben:Da Fehlen schon ne Menge Kosten.
Wollte bloß zeigen das es nicht unmöglich ist.

Unmöglich ist es auch bereits jetzt nicht ;)

Dino75195 hat geschrieben:VOIP kann man mit der Fritz Box und einem VOIP Anbieter realisiert werden.

Auch richtig, nur ist die Einstellerei eines anderen Anbieters sicher nicht jedermans Sache. Zumal man dann 2 Ansprechpartner bei Problemen und auch 2 Rechnungen hat.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 19.11.2012 19:29

Außerdem fehlt noch etwas: mit dieser Ausstattung kann man ziemlich prima die Anschlüsse der anderen stören (eigener DHCP Server oder eigener PPPoe Server, da die Anschlüsse nicht voneinander getrennt sind) und JA das wird irgendjemand machen, einfach um sich toll zu fühlen.

Und solche Hochrechnungen finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben, weil sie eben nicht stimmen und dann damit zu argumentieren, dass ein Ausbau doch möglich sei finde ich unpassend. Bzw. dann mach es doch selbst: du wirst merken, dass da noch haufenweise Stolpersteine im Weg liegen weil der erste hat vielleicht grade seinen Vorgarten neu gemacht, der nächste will kein Kabel über sein Grundstück zu den Nachbarn liegen haben usw.

Zum Thema google: Google SPART durch den Ausbau Geld, da für sie die Peeringverträge preiswerter werden: http://www.heise.de/netze/artikel/Tier-1-bis-3-223802.html
Je mehr Traffic da generiert wird, desto weniger muss google zahlen.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 19.11.2012 21:09

Die Trennung der Anschlüsse braucht man beim normalen DSL auch,
wie Sie beim Glasfaser realsiert werden kann ich auf Anhieb nicht sagen, vielleicht über VLANs.
http://www.heise.de/netze/artikel/Cui-bono-224000.html
Kann mich noch dran erinnern, dass mal ein Softwarefehler gab, wo man in Kombination DSL Modem und Netzwerkübersicht auf andere PCs Zugreifen konnte, die auch nur ein DSL-Modem und Freigaben hatten.
Klar muss das sichergestellt werden, dass User nichts stören können und getrennt voneinander sind.

Hab nachgeschaut, die Geräte unterstützen VLAN, natürlich brauch man noch einen Router und den Backbone.
http://www.dlink.com/uk/en/business-sol ... bit-switch
http://www.dlink.de/cs/Satellite?c=Prod ... 7318656129
Vermute dass die 10 Gigabit oder 1 Gigabit Anbindung ans Internet das teuerste sein wird,
an den monatlichen und einmaligen Kosten ^^ Ich denke eher das ist unbezahlbar.
Ich bin mir sogar sicher, dass es noch sehr viel mehr zu beachten gibt.

Trotzdem ist es unsinnig immer mehr Geld in neue Technik für Kupfer (Vektoring zu investieren)
und beim Sanieren von Straßen keine Leerrohre zu verlegen!

Die Devise heißt, langfristig und nachhaltig planen und bauen.

Warum legt den dann niemand offen, was den so ein Glasfaserausbau wirklich kostet?
Wenn es dazu Unterlagen gibt, nur her damit. Ich hör bloß immer, es ist so teuer, die Tiefbauarbeiten.
Und das sogar beim Ausbau mit Outdoor DLSAMs. Und in Wirklichkeit liegen sogar die Leerrohre schon, und es müssen nur die Glasfaserkabel eingezogen werden und die DSLAM müssen montiert werden (Seit 5 Jahren hätte das schon passieren können). Aber wo will die Landbevölkerung den hin wechseln? Zum LTE? SAT? Kabel gibt es meist nicht...
Die Nachteile von den zwei Technikern brauch ich nicht aufzählen oder?

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 52112.html
Bitte Kommentare lesen!


Mir ist schon klar, dass wir deswegen noch in 10 Jahren kein FFTH auf dem Land haben, da sich Politik, Gemeinden, Firmen und sogar Privatpersonen streuben. Klar sagen 95% ADSL 16 reicht...
Aber wie lange reicht es noch.
Und dann haben wir eben in 10 Jahren immer noch ADSL 16, oder VDSL50
Denke nicht dass es sich hier auf dem Land lohnt Vectoring einzubauen. Kostet ja wieder.

Vielen Dank dafür :evil:


Gruß Robert
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Fehler20 » 19.11.2012 22:59

Also bei uns waren reine AUSBAUkosten für eine Faser 280.000€ für 5km, wovon 1km unter Straße, rest per Pflug und eine Autobahnquerung (grob). Reines kabelziehen.

wie Sie beim Glasfaser realsiert werden kann ich auf Anhieb nicht sagen, vielleicht über VLANs.
ja, Telefon und Fernsehen per VLAN separieren und damit priorisieren stimmt so, aber die Telefon-/Fernsehinfrastruktur in Hintergrund ist schon etwas aufwändiger.

Denke nicht dass es sich hier auf dem Land lohnt Vectoring einzubauen. Kostet ja wieder.

Ja, da wo es noch kein VDSL gibt stimmt das auch, aber da wo es schon VDSL gibt kann man die Reichweite prima erhöhen.

Weil "einfach" neue Hardware einbauen und Geschwindigeit und Reichweite erhöhen ist wirklich schön preiswert. Außerdem gibt es ein Zitat: "VDSL2 mit Vectoring ist der ideale Zwischenschritt, der bis zur Realisierung von FTTH-Netzen sehr hohe Bandbreiten bereitstellen kann." http://www.keymile.com/de/press_events/news_overview/Pressedetailseite_2209.html und von denen kommt z.B. Teile der Technik der Telekom.

Man muss ja auch beachten, dass ein Ausbau Zeit braucht. Wenn du dir den Ausbau bei euch in Erinnerung rufst (incl. Zeitplan), dir dann mal ansiehst wie viel von Köln und München bereits erschlossen ist und wie lange die da schon bauen, dann finde ich die Technik sehr sinnvoll. Weil wie du schon sagst, den meißten reicht DSL16000 noch, also hat man mit 100000 ersteinmal Puffer.

Vermute dass die 10 Gigabit oder 1 Gigabit Anbindung ans Internet das teuerste sein wird

Also eine 100MBit/s Leitung kostet z.B. hier: 2100€ (incl Traffic): http://www.o2online.de/business/mittelstand/dslfestnetz/internet/konditionen/konditionen-sdsl-lightbox-collector
Von der Telekom gabs mal eine Aktion, wo diese Leitung 1000€ gekostet hat. Und da du ab einer gewissen Größe mehrere Anbindungen haben solltest, würde ich mal so behaupten, dass die Kosten für 100MBit so im Durchschnitt liegen dürften. Die oben genannten Leitungen sind nicht (so extrem) überbucht und verkraften daher auch mehrere User :).

Alternativ müsste man Glasfasern zu den einzelnen Peerings mieten/graben und dort dann Verträge abschließen. Da kostet z.B. am DE-CIX in Frankfurt die reine Übertragung für ein Gbit/s zwischen 500 und 750€ (http://www.de-cix.net/products-services/de-cix-frankfurt/globepeer/) und wenn du mal mit 100 Mbit pro Endkunde rechnest kannst du selbst ausrechnen, wie teuer das wird.
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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon rezzler » 20.11.2012 11:51

Dino75195 hat geschrieben:Trotzdem ist es unsinnig immer mehr Geld in neue Technik für Kupfer (Vektoring zu investieren)
und beim Sanieren von Straßen keine Leerrohre zu verlegen!

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Re: Google Fiber: Erste Haushalte in Kansas City angeschloss

Beitragvon Dino75195 » 23.11.2012 13:40

Fehler20 hat geschrieben:
Vermute dass die 10 Gigabit oder 1 Gigabit Anbindung ans Internet das teuerste sein wird

Also eine 100MBit/s Leitung kostet z.B. hier: 2100€ (incl Traffic): http://www.o2online.de/business/mittelstand/dslfestnetz/internet/konditionen/konditionen-sdsl-lightbox-collector
Von der Telekom gabs mal eine Aktion, wo diese Leitung 1000€ gekostet hat. Und da du ab einer gewissen Größe mehrere Anbindungen haben solltest, würde ich mal so behaupten, dass die Kosten für 100MBit so im Durchschnitt liegen dürften. Die oben genannten Leitungen sind nicht (so extrem) überbucht und verkraften daher auch mehrere User :).

Alternativ müsste man Glasfasern zu den einzelnen Peerings mieten/graben und dort dann Verträge abschließen. Da kostet z.B. am DE-CIX in Frankfurt die reine Übertragung für ein Gbit/s zwischen 500 und 750€ (http://www.de-cix.net/products-services/de-cix-frankfurt/globepeer/) und wenn du mal mit 100 Mbit pro Endkunde rechnest kannst du selbst ausrechnen, wie teuer das wird.


Hallo, sorry ich nochmal,

angenommen man baut eine kleinen Ort aus, 200 Haushalte, dann ist Standleitung 1Gbit/s 1000 Euro
(vermutlich teurer, da das ja die De-cix.net Preise sind) Preis pro User 5 Euro


Wenn man aber mehrer Orte vebindet sind es wesentlich mehr Haushalte,
rechen wir einfach mal mit 10000 Haushalten
dann bauch man natürlich auch eine große Leitung 10 Gbit/s 10000 Euro,
dass sind dann 1 Euro pro Haushalt. (Es könne bei 200Mbit/s können 50 Leute gleichzeig mit Fullspeed herunterladen)
Die Leitungen werden ja von jedem Anbieter, ob Mobil oder Festnetz überbucht.
Falls es eng wird, muss man halt noch 10 Gbit/s dazu buchen. Dann ist man bei 2 Euro pro Haushalt...
Je mehr Haushalte es werden, um so billiger wird die Zuleitung!

Trotzdem kann man an dem Beispiel erkennen, dass es wegen der hohen Anbindungkosten nicht möglich ist, Gigabit für jeden Haushalt anzubieten, da einfach die Zuleitung zu überbucht wäre, oder die Kosten zu stark steigen würden.

Das ist nur ein einfaches Rechenbeispiel.
Was ich dir damit sagen will, natürlich ist die Zuleitung für kleine Firmen und Bürgerinitiativen sehr teuer und schwer zu realisieren ist.
Aber ist man ein großer Provider wie z.B. MNET oder Telekom sind die Kosten lang nicht mehr so hoch!
Noch dazu bekommen Provider sicher besser Konditionen je mehr Zuleitungen sie mieten.
Also zählt die Ausrede nicht, dass die Kosten ja wesentlich höher sind.

Warum wird den immer alles als Unmöglich dargestellt, die Anbieter kochen auch nur alle mit Wasser.

Gruß Robert
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