bund verkauft weitere anteile der telekom

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bund verkauft weitere anteile der telekom

Beitragvon essig » 11.11.2005 18:05

habe gerade gelesen, dass der bund telekom anteile an die KfW verkauft hat. somit hält der bund nun 15,4% der telekom und die KfW 22,1%. da die KfW eine staatseigene bankengruppe ist ergibt dies einen gemeinsamen anteil an der telekom von 37,5%. würden mir mehr als ein drittel eines unternehmens gehören würde ich dieses natürlich entsprechend schonen und schützen ; )

da die KfW ihre 22,1% zum verkauf anbieten wird (termin steht noch nicht fest) und der bund vermutlich bis 2006 seine restlichen 15,4% verkaufen will ergibt sich ein völlig neues bild:

die privatisierung der telekom ist abgeschlossen

was meint ihr wird dies für uns "betroffene" bedeuten? wird es uns zum vorteil oder nachteil oder hat es keinerlei auswirkung?
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Beitragvon Danny » 11.11.2005 22:47

Na, ich hoffe, dass sich die Regierung jetzt leichter und öfter auf unsere Seite schlagen wird, auch wenn ich es nicht glaube. :( Ich befürchte, dass sich auch jetzt, wo die Regierung nich mehr mit der T-Com unter einer Decke steckt, nicht viel an ihrer Haltung ändern wird. Aber die hoffnung stirb zuletzt. :wink:
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Beitragvon barty » 12.11.2005 11:41

Nun, so gerne es mir leidtut.....aber ich fürchte alles bleibt schlimmer :cry:

Nein, ganz im Ernst. Wer die Bilanzmeldungen und Personalentscheidungen der T-Com verfolgt kann an einer Hand abzählen, was uns die weitere Privatisierung bringen wird:

Gewinnmaximierung bei geringstem Kapitaleinsatz

Will heißen: Konzentration auf die Kerngeschäfte und profitabelsten Zielgruppen und damit noch mehr Verdrängungswettbewerb in den ohnehin übersättigten Ballungsgebieten und Abkehr von den unwirtschaftlichen Geschäftsfeldern, wie etwa DSL-Versorgung der Landbevölkerung. Tja, das sind die Früchte der freien Marktwirtschaft.

Mag sein das die staatl. Beteilungung Politiker bisher daran hinderte, sich schärfer für eine wirkliche Chancengleichheit im Breitbandnetz einzusetzen, andererseits verdanken wir der damaligen Deutschen Bundespost unsere Telefonleitungen. Womöglich müssten wir "Landeier" wohl heute noch mit Buschtrommeln kommunizieren, wenn das Telefongeschäft seinerzeit in Privathand gelegen hätte. :lol:

Macht Euch keine falschen Hoffnungen, ohne eine gesetzliche Grundlage friert eher die Hölle zu, als dass die T-Com (und zugegebenermaßen deren wenige Wettbewerber) freiwillig einen einzigen Cent in die Breitbandversorgung der verbleibenden Landbevölkerung investiert. :?
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