EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Allgemeine Initiativen und Breitband Themen

EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon Dino75195 » 18.09.2013 13:03

Hallo zusammen,

was soll man dazu sagen?
Die EU möchte den direkte Zugang zur TAL abschaffen.
In Zukunft soll der Zugriff über über einen Layer 2 Zugang ermöglicht werden.

Nachlesen kann man das hier:
EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen
http://www.golem.de/news/festnetz-eu-wi ... 01664.html

Warum man auf eine Anhörung der Marktteilnehmer verzichtet
ist mir ein Rätsel. Ob das alles mit rechten Dingen zu geht? :roll:

Gruß Robert
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon KorbanDallas » 18.09.2013 16:57

Das wäre doch mal eine super Sache. Dann wäre ein gleichberechtigter Zugang aller Anbieter unter allen Netzen möglich.
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon News » 18.09.2013 19:08

Das sieht der BREKO erwartungsgemäß anders, wie folgende Pressemitteilung vom 18.09.2013 zeigt:

Breitband-Pläne der EU: Keine Gleichmacherei zu Lasten des Wettbewerbs
BREKO fordert Beibehaltung der physikalischen Entbündelung

Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) kritisiert die von der EU geplanten Regelungen zum europaweit einheitlichen Breitband-Vorleistungsprodukt auf Basis von Ethernet-Bitstrom (Layer-2-Zugang). Nach dem Willen der EU-Kommission soll es künftig in allen EU-Staaten ein einheitliches, „virtuelles Breitbandzugangsprodukt“ geben, das alle anderen Zugangsarten perspektivisch ersetzen könnte.

Der bisher in Deutschland von den Wettbewerbern der Deutschen Telekom vielfach gebuchte, direkte Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Hauptverteiler (HVt) oder Kabelverzweiger (KVz) könnte dann auf dem Prüfstand stehen. Die Bundesnetzagentur soll nach den Plänen der EU sogar bestehende Regulierungsverfügungen daraufhin überprüfen, ob die physikalische Entbündelung zugunsten eines Bitstrom-Zugangs ersetzt werden kann.

Hintergrund: Die EU will einen europaweit einheitlichen Telekommunikations-Markt schaffen und hat hierzu ein umfangreiches Paket zur Neugestaltung des EU-Rechtsrahmens für elektronische Kommunikationsnetze und Dienste vorgestellt – besser bekannt unter dem Namen „EU single market package“. Nach dem Willen von EU-Kommissions-Vizepräsidentin Neelie Kroes soll der Verordnungs-Vorschlag noch vor der Neuwahl des EU-Parlaments (Ende Mai 2014) verabschiedet werden.

Der BREKO wehrt sich dabei nicht gegen die Einführung eines einheitlichen europäischen Bitstromprodukts. Eine solche Vorleistung kann für ein länderübergreifendes Privat- und Geschäftskundenangebot durchaus sinnvoll sein. Allerdings kann ein Bitstromzugang die physische Entbündelung keinesfalls ersetzen, sondern vielmehr als weitere Vorleistung ergänzen.

Entfiele die Möglichkeit des direkten Zugangs zur „nackten“ Leitung am HVt oder KVz für die alternativen Breitband-Anbieter, würde der Wettbewerb massiv eingeschränkt. Denn dann bestünde für die einzelnen Unternehmen kaum noch die Möglichkeit, sich über bessere Qualität, verschiedene Optionen und letztlich auch den (Endkunden-) Preis zu differenzieren. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass nach den Plänen der EU allen Anbietern nur noch ein einheitliches Zugangsprodukt auf Bitstrom-Basis zur Verfügung steht, das auf Leitungen und Technik der Deutschen Telekom basiert. Beim direkten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung können die Carrier hingegen eigene (aktive) Technik einsetzen und so Produktqualität und Dienste selbst bestimmen.

„Wir wollen keine Gleichmacherei, sondern Vielfalt auf dem Breitband-Markt mit vielen unterschiedlichen Angeboten“, sagt BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. „Für uns gilt: Die physikalische Entbündelung muss unbedingt erhalten bleiben. Frau Kroes will die Marktteilnehmer zu ihren Vorschlägen aus Zeitgründen nicht einmal anhören – ein Affront gegen die zahlreichen Breitband-Carrier hierzulande.“

Daneben steht bislang noch nicht fest, wo der Zugangspunkt für das EU-weit einheitliche Bitstrom-Produkt überhaupt liegen soll. Würde der Bitstrom direkt in der Vermittlungsstelle (am HVt) bereitgestellt, wären die Investitionen von Telekom-Wettbewerbern für Glasfaserleitungen und aktive Technik auf der Strecke vom Hauptverteiler bis zum Kabelverzweiger ab diesem Zeitpunkt wertlos.

Der BREKO setzt nun auf Korrekturen des Kommissionsvorschlags, dem sowohl das Europäische Parlament als auch der Ministerrat zustimmen müssen. „Wir gehen davon aus, dass das Bundeswirtschaftsministerium die große Bedeutung der physischen Entbündelung für den deutschen Telekommunikationsmarkt kennt und sich im Ministerrat entsprechend dafür einsetzen wird“, zeigt sich Albers zuversichtlich.
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon Dino75195 » 19.09.2013 12:04

KorbanDallas hat geschrieben:Das wäre doch mal eine super Sache. Dann wäre ein gleichberechtigter Zugang aller Anbieter unter allen Netzen möglich.



Das wäre ein super Sache, wenn die Telekom nicht das Kupfer Netz und auch viele Leerrohre und Glasfaser haben würde... wenn auch die Telekom das Netz gleichberechtigt wie die Anderen Anbieter mieten müsste, wäre das in Ordnung.

Das Netz muss also in eine eigene Firma und darf nicht in der Hand der Telekom bleiben, oder man zieht einfach ein neues Glasfasernetz hoch, wo alle Anbieter den gleichberechtigt Zugang bekommen. ;)

Ohne direkten Zugang zur TAL sind die anderen Anbieter nicht mehr in der Lage eigene DSLAMs aufzustellen, oder?
Und wenn die Telekom beim Bitstream die Drosselung durch entsprechende Tarife vorschreibt, müssen andere Anbieter die Bitstream nutzen auch Drosseln.

Mir fallen da schon mehre Beispiele ein:
Andere Anbieter schalten 2 Mbit/s (RAM), die Telekom aufgrund der Dämpfungsberechnung lieber nur 0,384 Mbit/s (und das mehr als 5 Jahre), weil es ja anders nicht geht...

Bei VDSL ohne Vectoring geht bei der Telekom nur genau 50 Mbit/s, andere Anbieter schalten da einfach ein anders Profil, da geht dann mal einfach so (je nach Leitungslänge) 100 Mbit/s :shock:


Du hast den Artikel von Golem gelesen?
Golem schreibt:
Entfiele die Möglichkeit des direkten Zugangs zur 'nackten' Leitung am HVt oder KVz für die Anbieter, würde der Wettbewerb massiv eingeschränkt. Unternehmen könnten sich kaum noch über verschiedene Optionen und den Endkundenpreis differenzieren, wenn allen Anbietern nur noch ein einheitliches Zugangsprodukt auf Bitstrom-Basis zur Verfügung steht, das auf Leitungen und Technik der Telekom basiert. Beim direkten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung könnten die Netzbetreiber dagegen eigene aktive Technik einsetzen und so Produktqualität und Dienste selbst bestimmen.
Quelle: http://www.golem.de/news/festnetz-eu-wi ... 01664.html


Was sagst du dazu?
Richtig so das man sich auf die Telekom verlässt, oder wie.... :roll:

In vielen Fällen wird es die nächsten Jahre eh keinen Zugriff mehr auf die TAL geben, wegen Vectoring ;)
Zurück zum Monopol stand in einigen Stellungnahmen...

Gruß Robert
Zuletzt geändert von Dino75195 am 19.09.2013 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon KorbanDallas » 19.09.2013 16:09

Da in deinem Beitrag nur deine reine subjektive Meinung wider gespiegelt wird, kann man darauf nichts sagen und nur mit dem Kopf schütteln.
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon governet » 19.09.2013 18:25

Dino75195 hat geschrieben:Du hast den Artikel von Golem gelesen?

Und da hast die Pressemitteilung über dir gelesen? Dann wäre dir vielleicht etwas aufgefallen.
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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon Dino75195 » 20.09.2013 11:34

Sorry, hab ich nicht gelesen.

Was hätte mir da auffallen sollen?
Das Zitat von mir war nicht nötig... oder?

Viel spannender ist doch, wie ist den deine Meinung zum Thema?

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Re: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Beitragvon governet » 20.09.2013 18:21

Dino75195 hat geschrieben:Das Zitat von mir war nicht nötig... oder?

Richtig.

Dino75195 hat geschrieben:Viel spannender ist doch, wie ist den deine Meinung zum Thema?

Ich zitiere dich mal:

Dino75195 hat geschrieben:Das Netz muss also in eine eigene Firma und darf nicht in der Hand der Telekom bleiben

Ansonsten glaube ich nicht, dass das wiedergewonnene Geld in den Netzausbau investiert wird.

KorbanDallas hat geschrieben:Das wäre doch mal eine super Sache. Dann wäre ein gleichberechtigter Zugang aller Anbieter unter allen Netzen möglich.

Du meinst sicherlich: Auf die Netze der marktbeherrschenden Netzbetreiber, denn nur diese werden reguliert.
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