Breko: "Open Access-Geschäftsmodelle Schlüssel für Zukunft"

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Breko: "Open Access-Geschäftsmodelle Schlüssel für Zukunft"

Beitragvon News » 13.06.2010 17:20

Pressemitteilung vom 11.06.2010:

"Open Access für den Zugang zu neuen Glasfaser-Hochgeschwindigkeits-Netzen sind der Schlüssel zum Erfolg für eine flächendeckenden Breitbandversorgung in Deutschland", sagt Erna-Maria Trixl, Präsidentin des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) und Geschäftsführerin der LEW TelNet beim Experten-Talk auf dem Sommerfest des BREKO. Für die Ausgestaltung von Open Access-Geschäftsmodellen sollten Gestaltungsspielräume bestehen. Darüber erzielte die Talkrunde am frühen Abend des BREKO Sommerfestes Einigkeit.
Rund 180 Teilnehmer waren zum Sommerfest des BREKO ins ewerk nach Berlin gekommen, in dessen Rahmen eine Experten-Talkrunde zum Thema Open Access stattfand.

Neben Frau Trixl (Präsidentin des BREKO und Geschäftsführerin der LEW TelNet) diskutierten Herr Dr. Wolfgang Spahn (CTO, KEYMILE GmbH) und Prof. Dr. Hartwig Tauber (Director General, FTTH Council Europe) moderiert von Herrn Dr. Karl-Heinz Neumann (Geschäftsführer und Direktor des WIK) über das Thema Open Access.

Übereinstimmend bestätigten die Podiumsteilnehmer, dass für einen flächendeckenden, schnellen Auf- und Ausbau von hochbitratigen Breitbandnetzen in Deutschland ein Engagement einer Vielzahl von Investoren erforderlich ist. Grundvoraussetzung für eine Investitionsbereitschaft von Unternehmen ist dabei die unternehmerische Freiheit in Bezug auf die Vermarktung, beziehungsweise die Gestaltung des Zugangs zu den Breitbandanschlüssen. Anderenfalls sind Investoren nicht bereit, das sehr hohe Investitionsrisiko für einen Glasfaserausbau bis zum Hausanschluss (FTTB/H) zu tragen. Die Modalitäten eines Netzzugangs sind also zwischen den Marktteilnehmern auszuhandeln. "Für Privatkunden und Unternehmen bedeute ein so gestalteter Open Access ein Maximum an Wettbewerb, Innovation und Dienstleistungsgüte" betont Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO. Dies schließt das Interesse der investierenden Unternehmen, Dritten Zugang zu Ihrem Netz zu geben, um die Auslastung der Netze zu erhöhen und damit den Return on Investment zu beschleunigen, mit ein. Der BREKO bringt Open Access Geschäftsmodelle auf eine ganz einfache Formel:

"Open Access beinhaltet Geschäftsmodelle zur Forcierung des Glasfaserausbaus unter diskriminierungsfreier Bereitstellung von Netzzugang für Dritte".

Die Herausforderung ist es, Open Access-Geschäftsmodelle gleichermaßen attraktiv für Anbieter und Nachfrager zu machen. Integraler Bestandteil attraktiver Open Access-Geschäftsmodelle ist daher ein diskriminierungsfreier Zugang, der den Gestaltungsspielraum für Anbieter und Nachfrager fair ausgestaltet. Leitlinie ist der gleichberechtigte Zugang für die nachfragenden Unternehmen, ohne Vorrechte für einzelne Marktteilnehmer. Kriterien des diskriminierungsfreien Zugangs für Dritte sind ein angemessener, marktgerechter Preis sowie die zeitnahe Bereitstellung der Vorleistungsprodukte. Wobei die Freiwilligkeit der Einräumung von Netzzugang sowie eine zeitnahe Bereitstellung der jeweiligen Vorleistungsprodukte oberstes Gebot bleibt.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Feststellung, dass mit Open Access nicht die bestehende Netzinfrastruktur der Telekom Deutschland gemeint ist. Dieses zum Großteil zu Monopolzeiten errichtete, aus öffentlichen Mitteln finanzierte Netz ist bereits vollständig abgeschrieben. Die ex-ante Regulierung der Vorleistungsprodukte des Exmonopolisten ist daher zur Sicherstellung fairer Wettbewerbsbedingungen auch zukünftig geboten.

Zum Abschluss der Diskussion betonten die Podiumsteilnehmer, dass neben der inhaltlichen Ausgestaltung der Open Access-Geschäftsmodelle eine wesentliche Herausforderung in der Erarbeitung einheitlichen technischer Standards liegt. "Hier werden die Hersteller einen wichtigen Beitrag leisten" erklärte Dr. Wolfgang Spahn, CTO KEYMILE GmbH. Denn nur mit einheitlichen technischen Standards können Anbieter und Nachfrager Open Access-Geschäftsmodelle praktikabel und erfolgreich umsetzen.
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