Breko: Forcierung des Glasfaserausbaus durch Open Access

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Breko: Forcierung des Glasfaserausbaus durch Open Access

Beitragvon News » 04.05.2010 17:13

Pressemitteilung vom 04.05.2010:

Forcierung des Glasfaserausbaus in Deutschland durch Open Access Geschäftsmodelle
Kooperationen ermöglichen Breitbandausbau auch in ländlichen Regionen


Bonn, 04. Mai 2010 – Die Diskussion über den Auf- und Ausbau von Glasfasernetzen in Deutschland ist derzeit in vollem Gange. Investitionen in die nächste Generation der Breitbandnetze, insbesondere auch in den ländlichen Raum, sind wichtig, um die Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung bis 2014 erreichen zu können. Mit Open Access-Geschäftsmodellen kann es gelingen, den Auf- und Ausbau moderner Breitbandnetze (FTTB/H) wirtschaftlich, nachfragegerecht und ohne staatliche Förderung auch in Regionen zu realisieren, in denen es bisher keine Breitbandversorgung gibt. Die Frage ist, wie Open Access Geschäftsmodelle aussehen müssen, um die Investitionsbereitschaft von Netzbetreibern zu stimulieren und gleichzeitig die Interessen der Diensteanbieter zu berücksichtigen.

Infrastrukturwettbewerb durch Open Access
Die vom BREKO vertretenen Netzbetreiber haben aktuell FTTB/H-Projekte in Höhe von ca. 250 Mio. Euro initiiert und auch bereits in der Vergangenheit einen hohen Beitrag zum Infrastrukturwettbewerb geleistet. Den Projekten ist gemein, dass Sie ein hohes Investitionsrisiko in sich bergen. Investitionen für einen Hausanschluss liegen im Durchschnitt bei rund 2.000 Euro, in ländlichen Regionen teilweise sogar deutlich darüber. Daher haben die investierenden Unternehmen gerade bei Ausbauprojekten im ländlichen Raum ein sehr großes Interesse daran, durch Kooperationen und Netzzugang für Dritte, die Auslastung der Netze zu erhöhen, um den Return on Invest zu beschleunigen.
"Open Access-Geschäftsmodelle funktionieren umso besser, je einfacher sie ausgestaltet sind", sagt Dr. Stephan Albers, Geschäftsführer des BREKO. "Den investierenden Unternehmen, die nicht marktbeherrschend sind, muss die unternehmerische Freiheit in der Zugangsgestaltung und Preisgestaltung überlassen werden" betont auch Erna-Maria Trixl, Präsidentin des BREKO und Geschäftsführerin der LEW TelNet.

Diskriminierungsfreie Bereitstellung von Netzzugang
Wenn der Zugang zu Open Access-Netzen diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt wird, werden die Interessen von Anbietern und Nachfragern in Einklang gebracht. Der BREKO bringt Open Access-Geschäftsmodelle daher auf eine einfache Formel:
Open Access beinhaltet Geschäftsmodelle zur Forcierung des Glasfaserausbaus unter diskriminierungsfreier Bereitstellung von Netzzugang für Dritte.

"Ein diskriminierungsfreier Zugang zeichnet sich vor allem durch zwei Aspekte aus: Einerseits eine angemessene Preissetzung, also gleiche Vorleistungsprodukte zu gleichen Preisen unter Berücksichtigung von Skaleneffekten, und andererseits die zeitnahe Bereitstellung der jeweiligen Vorleistungsprodukte für die Abnehmer", erläutert Trixl. Dabei bleibt die unternehmerische Selbstbestimmung von Anbietern und Abnehmern beim Open Access-Geschäftsmodell oberstes Gebot.


Eine ähnliche (aber gleich betitelte) PM gab es kürzlich schon: http://www.geteilt.de/forum/viewtopic.php?f=22&t=8562
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