BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

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BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon News » 06.03.2010 08:53

Pressemitteilung vom 05.03.2010:

Vier Unternehmen zur Frequenzversteigerung zugelassen

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur Versteigerung von Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten sind insgesamt vier Antragsteller zur Versteigerung zugelassen worden. Es handelt sich hierbei um die Unternehmen:

Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (E-Plus)

Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG

T-Mobile Deutschland GmbH

Vodafone D2 GmbH

Eine Antragstellerin hat ihren Antrag auf Zulassung zum Versteigerungsverfahren zurückgezogen. Eine Antragstellerin erfüllte die Voraussetzungen für die Zulassung zum Versteigerungsverfahren nicht, daher war der Antrag abzulehnen.

Der Beginn der Auktion ist für den 12. April 2010, 13:00 Uhr, im Dienstgebäude der Bundesnetzagentur, Canisiusstraße 21, 55122 Mainz vorgesehen.
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon bru62 » 06.03.2010 11:08

Heftige Kritik an der Entscheidung der Bundesnetzagentur übt das Portal der Wirtschaftswoche wiwo.de am 05.03.2010: "Mit der Entscheidung, nur die vier etablierten Mobilfunkbetreiber zuzulassen, wird die im April geplante Mobilfunkauktion zur Farce. Die Aktionäre können sich freuen."

Die Zentralen der Mobilfunkunternehmen müssten in Feierlaune schwelgen. Nicht nur, dass bei der Größe des Frequenzpaketes die Gebote nur unwesentlich über der Mindesthöhe von 110 Millionen liegen dürften. Viel erfreulicher für sie dürfte sein, dass der Markt bis 2025 abgeschottet werde.

Eigentlich müsste Kurth die Auktion jetzt abblasen und stattdessen eine Ausschreibung starten. Denn der Sinn einer Auktion ist ja, knappe Frequenzen unter vielen Bewerbern meistbietend zu veräußern. Das Gegenteil aber sei der Fall. Große Mengen an Frequenzen werden an weniger Bewerber verteilt. Diese würden jedoch gar nicht alle brauchen.

So oder so, die Aktienkurse der bietenden Unternehmen würden nun in die Höhe schießen, vermutet das Portal.

Gruß
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon essig » 06.03.2010 21:33

läuft doch wie geschmiert...

der staat kreiert hier ganz bewusst ein dauerhaftes oligopol mit all den nachteilen die ihm eigentlich bekannt sein dürften. durch die benachtteiligung von o2 und eplus könnten in einigen jahren vielleicht sogar nur noch t-mobile und vodafone übrig bleiben. schlimm nur, dass das alles so wunderbar in die heutige zeit passt.

die viel zu schwach definierten ausbauverpflichtungen runden das ganze ab...
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon Betamax » 07.03.2010 22:18

essig hat geschrieben:läuft doch wie geschmiert...

der staat kreiert hier ganz bewusst ein dauerhaftes oligopol mit all den nachteilen die ihm eigentlich bekannt sein dürften. durch die benachtteiligung von o2 und eplus könnten in einigen jahren vielleicht sogar nur noch t-mobile und vodafone übrig bleiben. schlimm nur, dass das alles so wunderbar in die heutige zeit passt.


Wo werden O2 und E-Plus denn benachteiligt? Man sollte nicht alles glauben was man liest :) Die beiden Betreiber klagen nur, weil sie etwas weniger 900MHz Frequenzen als die beiden großen haben. Es wird aber völlig ausser Acht gelassen, dass die 900MHz Frequenzen nur für GSM genutzt werden dürfen und mit den 800MHz Frequenzen für LTE gar nix zu tun haben! Die Chancen sind daher für alle Bieter gleich.

Ausserdem teile ich die Aussage der WiWo nicht, gerade im Bereich der 800MHz Frequenzen wird es schon einige Gebote geben, immerhin können nur drei der vier Anbieter ein Paket der äußerst begehrten Frequenzen ersteigern.

essig hat geschrieben:die viel zu schwach definierten ausbauverpflichtungen runden das ganze ab...


Es sind die stärksten Ausbauverpflichtungen die es je gegeben hat. Ich weis nicht, ob du sie dir überhaupt durchgelesen hast, aber diese als "viel zu schwach" zu bezeichnen halte ich für völlig daneben. Die Frequenzen der Digitalen Dividende werden für viele Breitbandlose Bürger die Rettung sein, eine Konzentration auf Ballungsräume wie es bei UMTS der Fall ist, wird nicht passieren können! Härter hätte man die Bedingungen kaum machen können. Immer diese elendige Meckerei und der ständige Pessimismus :(
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon essig » 08.03.2010 05:08

Betamax hat geschrieben:Wo werden O2 und E-Plus denn benachteiligt?

zum einen weil das ungleichgewicht aus vorherigen vergaben nicht ausgeglichen wurde und zum anderen weil bei der kommenden auktion im 800 mhz bereich nur drei der vier zum zug kommen werden. für einen der beiden kleineren könnte man schon von einer benachtteiligung sprechen. man kann solche vergaben auch halbwegs fair und wettbewerbsfreudig gestalten das ist hier aber nicht passiert, muss man nun auch nicht schön reden. will aber eplus und o2 keinesfalls in schutz nehmen denn deren E-GSM zuteilung 2006 war ja auch alles andere als fair und transparent. aber wegen mit werden sie auch nicht benachteiligt, macht die auktion auch nicht besser.

Betamax hat geschrieben:Es sind die stärksten Ausbauverpflichtungen die es je gegeben hat. Ich weis nicht, ob du sie dir überhaupt durchgelesen hast, aber diese als "viel zu schwach" zu bezeichnen halte ich für völlig daneben.

auch wenn es "die stärksten Ausbauverpflichtungen die es je gegeben hat" sind heißt das nicht, dass sie nicht trotzdem viel zu schwach sein werden wenn du verstehst. selbst wenn man die ausbauverpflichtungen auf 100% gesetzt hätte wäre dies unbedeutend da momentan nichts danach aussieht als könnte sich mobilfunk zu einer echten breitbandalternative entwickeln (siehe reduzierung volumen). ich glaube auch nicht daran, dass es irgendwelche konsequenzen hätte wenn man die ausbauverpflichtungen nicht einhält und das meine ich auch mit zu schwach (sie wimax: ausbauverpflichtungen 2009 nicht erreicht -> keine konsequenzen). denkst du die nehmen vodafone die frequenzen ab wenn sie ihrer verpflichtung nicht nachkommen? du wirst sehen, weder in versorgung noch bei den tarifen wird die vergabe den erhofften effekt auf den ländlichen raum haben. spätestens wenn die propagandamaschine wieder aus ist wird sich das durch zurück rudern und relativieren zeigen.

Betamax hat geschrieben:Die Frequenzen der Digitalen Dividende werden für viele Breitbandlose Bürger die Rettung sein, eine Konzentration auf Ballungsräume wie es bei UMTS der Fall ist, wird nicht passieren können!

sie werden dort wo bereits mobilfunkanlagen in erreichbarer nähe sind vielleicht eine übergangslösung darstellen, mehr nicht. wer bei mobilfunk von einer rettung spricht hat irgendwas verpasst denn wie schon geschrieben, selbst wenn man 100 % flächendeckung erreichen würde (was man nicht wird) würden die momentanen tarife mit ihren einschränkungen dem wort breitbandversorgung nicht gerecht. mobilfunk ist mobilfunk und nicht mit festnetzanschlüssen vergleichbar. war es nie und wird es nie sein und vor allem ist das selbst von den großen vier überhaupt nicht gewollt. das ist als wolltest du mit akkus für unterwegs die heimische stromversorgung sicher stellen.

die propaganda der netzbetreiber in den letzten monaten hat politik aber auch die medien und scheinbar einige andere so vernebelt, dass diese glauben es ginge tatsächlich um die ländlichen räume. dabei war dieser immer nur teil der argumentation der netzbetreiber da man mit diesem thema momentan so viel erreichen kann. warten wir einfach die nächsten 2 jahre ab und schauen wo was gemacht wurde und ob man das volumen von 3/5 gb auf 10/20 erhöht hat. es reicht nicht eine basisstation als versorgt zu melden man muss auch die passenden tarife anbieten und mit 3 gb braucht man nicht von einer breitbandversorgung (schon gar nicht rettung) sprechen. 3 gb in zeiten wo jeder schon mehr in seiner digitalkamera hat.

Betamax hat geschrieben:Ausserdem teile ich die Aussage der WiWo nicht, gerade im Bereich der 800MHz Frequenzen wird es schon einige Gebote geben, immerhin können nur drei der vier Anbieter ein Paket der äußerst begehrten Frequenzen ersteigern.

da stimme ich zu. denke auch, dass man einen unteren einstelligen milliardenbetrag erreichen wird wobei ich mir nicht sicher bin ob das dem knappen gut angemessen ist. wenn einer der vier leer ausgeht dann wird er solange mitbieten allein schon um es den anderen marktteilnehmern nicht zu einfach zu machen und noch eine hypothek mitzugeben. helfen wird ihm das aber auch nicht da ich denke dass sich dieser betreiber über kurz oder lang zurückziehen oder fusionieren wird. warten wir ab.

Betamax hat geschrieben:Immer diese elendige Meckerei und der ständige Pessimismus

was soll das den? ich bewerte deine meinung doch auch nicht als elendig naiv und marktgläubig. man kann ja unterschiedlicher meinung sein aber stell nicht alle, die nicht so wie du an die digitale dividende als rettung glauben, als elendige meckerer hin.
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon Betamax » 08.03.2010 10:33

Ich habe ja auch nie geschrieben, dass LTE oder Mobilfunk im generellen ein gleichwertiger Ersatz für Kabel/GF sein kann. Wir wissen alle, dass dies allein schon deswegen nicht funktioniert, weil Mobilfunk ein Shared Medium ist. Trotzdem kann man Mobilfunk sehr gut als DSL-Ersatz benutzen, ich mache dies täglich seit rund einem Jahr und muss dazu 2 Verträge mit je 5GB nutzen. Wenn man sich etwas zügelt und nicht jeden Mist runterlädt, geht das hervorragend - man muss nur wollen ;)

Die Frequenzen aus der Digitalen Dividende werden einen deutlichen Flächenausbau mit sich bringen, denn die Betreiber sind dazu verpflichtet und die Frequenzen sind nahezu ideal für eine (beinahe) Vollversorgung. Natürlich kann nicht jedes Haus in jeder Schlucht versorgt werden, aber dass wird auch mit keiner Technik der Welt ausser SAT jemals möglich werden - so viel muss man zugeben! Und wie gesagt, mit WiMax oder UMTS sollte man die Digitale Dividende nicht vergleichen, da steht schon etwas mehr dahinter, 4G ist die Zukunft des Mobilfunks.

Und ich habe noch nirgends etwas von "Propaganda" seitens der Betreiber gelesen. Um zu meiner Erkenntnis zu kommen, braucht man sich lediglich die Vorgaben der Bundesnetzagentur und die Aussagen der Provider ansehen und 1+1 zusammenrechnen. Und ich bleibe dabei: man muss nicht durchweg allem pessimistisch gegenüber stehen, was nicht Universaldienst und "GF für jeden Haushalt" heißt. Ich habe selbst noch nie DSL gehabt und mich immer irgendwie durchschlagen müssen bis heute, aber trotzdem ist es schwachsinnig den Unternehmen da Fehler vor zu werfen.
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon ow42 » 08.03.2010 10:42

Ich stell mir das so vor:
Nicht versorgten Gemeinden mit 2500-5000 Einwohner bekommen eine Antenne [1] hingestellt, damit die 90% Marke für Stufe 1 schnellstmöglich erreicht wird. Dazu kommen dann noch Ortsteilen und Gemeinden die eigentlich schon versorgt sind (UMTS, EDGE, GPRS, vonwegen mindest Bandbreite konnte ich nichts finden ...).

Jetzt wär so klären wieviel dann pro Einwohner / Haushalt am Bandbreite übrig bleibt wenn die ganze Gemeinde zwischen 18:00 und 21:00 Online geht um zu surfen, mailen, you-tube'n, .....





[1] die Genehmigungs- und Einspruchsverfahren werden die Gerichte sicherlich auch noch viel Spaß besorgen ...)
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon ow42 » 08.03.2010 10:47

Betamax hat geschrieben:Trotzdem kann man Mobilfunk sehr gut als DSL-Ersatz benutzen

Hast Du das auch schon mal gemacht wenn die Funkzelle 100-1000 Benutzer hat?


Betamax hat geschrieben:Ich habe selbst noch nie DSL gehabt und mich immer irgendwie durchschlagen müssen bis heute, aber trotzdem ist es schwachsinnig den Unternehmen da Fehler vor zu werfen.

Wenn Unternehmen fehler machen dann kümmern sich die Aktionäre. Das Gemeinde XYZ nicht versorgt ist, kann man ein Unternehmen nicht vorwerfen (wird hier im Forum auch bestimmt nicht gemacht).
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon essig » 08.03.2010 13:06

Betamax hat geschrieben:Ich habe ja auch nie geschrieben, dass LTE oder Mobilfunk im generellen ein gleichwertiger Ersatz für Kabel/GF sein kann.

du hast aber geschrieben "Die Frequenzen der Digitalen Dividende werden für viele Breitbandlose Bürger die Rettung sein" und das ist in meinen augen quatsch, unsinn und augenwischerei. als not- oder übergangslösung okay, wer aber mobilfunk als eine art lösung des breitbandproblems ansieht scheint selbst nicht betroffenen zu sein. selbst wenn mit LTE technisch einiges möglich ist heißt das doch nicht, dass die 3 oder 4 oligopolisten dies auch zum wohle aller ausnutzen. schon gar nicht im ländlichen raum.

Betamax hat geschrieben:Trotzdem kann man Mobilfunk sehr gut als DSL-Ersatz benutzen, ich mache dies täglich seit rund einem Jahr und muss dazu 2 Verträge mit je 5GB nutzen.

ist bestimmt ganz im sinne der unternehmen wenn jeder 2 (bald 3) verträge braucht um halbwegs über die runden zu kommen.

Betamax hat geschrieben:Die Frequenzen aus der Digitalen Dividende werden einen deutlichen Flächenausbau mit sich bringen, denn die Betreiber sind dazu verpflichtet und die Frequenzen sind nahezu ideal für eine (beinahe) Vollversorgung.

ow42 hat geschrieben:Nicht versorgten Gemeinden mit 2500-5000 Einwohner bekommen eine Antenne [1] hingestellt, damit die 90% Marke für Stufe 1 schnellstmöglich erreicht wird.

selbst das wird nur vereinzelt passieren. ich denke man setzt voll und ganz auf die höhere reichweite und wird im ländlichen raum kaum neue standorte bauen. höhere reichweite = mehr nutzer in der zelle die man wohl nur mit volumenbegrenzungen in schach halten kann.

Betamax hat geschrieben:Und wie gesagt, mit WiMax oder UMTS sollte man die Digitale Dividende nicht vergleichen, da steht schon etwas mehr dahinter, 4G ist die Zukunft des Mobilfunks.

da besteht doch auch überhaupt kein zweifel. natürlich sind die zu vergebenen frequenzen aber auch lte als technik sehr leistungsstark und werden die zukunft im mobilfunk einige zeit bestimmen aber die erfahrungen lassen einen zumindest skeptisch sein ob der ländliche raum tatsächlich in dem maße davon profitieren wird wie es seit monaten von allen beteiligten angekündigt wird. ich bleib da skeptisch und wegen mir auch pessimistisch da sich ja wie gesagt auch was an den tarifen ändern müsste (10 / 20 gb volumen oder echte flat).

Betamax hat geschrieben:Und ich habe noch nirgends etwas von "Propaganda" seitens der Betreiber gelesen. Um zu meiner Erkenntnis zu kommen, braucht man sich lediglich die Vorgaben der Bundesnetzagentur und die Aussagen der Provider ansehen und 1+1 zusammenrechnen.

wie unterscheidest du "Propaganda seitens der Betreiber" und "Aussagen der Provider"? im letzten jahr gab es kaum eine berichterstattung zum thema digitale dividende in der man nicht die rettung des ländlichen raums propagiert hätte, dabei geht es darum nur am rande und das weist du auch. es geht um die nächste generation, 4G oder wie man es nennen will und wie man dies möglichst schnell, möglichst günstig, möglichst vielen anbieten kann. die ländlichen räume werden hier nur eine untergeordnete rolle spielen. warten wir es doch einfach ab.

Betamax hat geschrieben:Ich habe selbst noch nie DSL gehabt und mich immer irgendwie durchschlagen müssen bis heute, aber trotzdem ist es schwachsinnig den Unternehmen da Fehler vor zu werfen.

deshalb passiert es ja kaum. die meiste kritik landet bei bnetza, bmwi, regierung und so weiter. die unternehmen egal ob telekom, vodafone & co kommen hier noch richtig gut weg auch wenn deren einfluß auf die politik nicht unterschätzt werden sollte. direkt kritisieren kann man die mobilfunkbtreiber und die verbände (bitkom, vatm & co) aber wohl dafür, dass sie bezüglich digitale dividende und ländlichen raum ein völlig falsches bild gezeichnet haben und auf allen ebenen hoffnungen geweckt haben die so nicht einzuhalten sind. ich versichere dir, dass nach der vergabe der frequenzen das zurückrudern beginnen wird.
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon bru62 » 08.03.2010 17:25

Im Übrigen steht nirgendwo, dass auf den 800 MHz-Frequenzen LTE genutzt werden muss. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man damit zunächst HSPA ausstrahlen wird und LTE zunächst auf den anderen Frequenzen in den Ballungsräumen anbietet.

Gruß
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon M0rGu3 » 09.03.2010 01:45

bru62 hat geschrieben:Im Übrigen steht nirgendwo, dass auf den 800 MHz-Frequenzen LTE genutzt werden muss. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man damit zunächst HSPA ausstrahlen wird und LTE zunächst auf den anderen Frequenzen in den Ballungsräumen anbietet.

Gibt es denn aktuell UMTS/HSPA-Geräte, die diesen Frequenzbereich nutzen können? Dann halte ich das auch für sehr wahrscheinlich.
Eure Mitarbeit ist gefragt!
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Re: BNetzA: 4 Unternehmen zur Auktion zugelassen

Beitragvon ow42 » 09.03.2010 07:44

bru62 hat geschrieben:Im Übrigen steht nirgendwo, dass auf den 800 MHz-Frequenzen LTE genutzt werden muss. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass man damit zunächst HSPA ausstrahlen wird und LTE zunächst auf den anderen Frequenzen in den Ballungsräumen anbietet.

Wenn ich richtig gelesen [1] habe, wird nur darauf hingewiesen das in der Breitbandstrategie der Bundesregierung 1 MBit/s geschrieben ist.
Eine Mindestübertragungsrate kann aber nicht festgelegt werden.

Auch habe ich nicht gefunden das UMTS 'pflicht' ist, es wird darauf hingewiesen was alles nicht gestört werden darf (umliegende Frequenzen, usw.), wenn ich das aber richtig interpretiert habe spricht nichts dagegen GPRS auf die neue Frequenzen zu benutzen.

Man möge mich korrigieren wenn ich etwas übersehen habe ...


[1] Präsidentenkammerentscheidung - Vergabeverfahren Drahtloser Netzzugang (881 KByte)
DSL vorhanden: 768 kBit/s
Breitband vorhanden: Nein
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