VATM berät Gemeinden beim Breitbandausbau

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

VATM berät Gemeinden beim Breitbandausbau

Beitragvon Alb-Maulwurf » 15.09.2009 17:09

Wie heute auf dsl-magazin zu lesen unterstützt der VATM Kommunen beratend um unter anderem die noch vorhandenen Fördergelder abzurufen.

Angeraten wird für gewöhnlich Funktechnologie von kleinen Unternehmen.

Zwei Sätze die mir ins Auge stachen:
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner sieht zur Anbindung per Glas langfristig auch für die Kommunen auf dem Land keine Alternative.

und
Dabei werde berücksichtigt, dass die Funktechnik Teil eines Migrationsplanes zur Anbindung an eine erst später realisierbare Glasfaserinfrastruktur ist.


In welcher Weise hilft Funk denn dem Glasfaserausbau? Bis auf eine Vertröstung auf "Später" ist das doch nichts.
Was ist denn das für ein Migrationsplan? :?
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Re: VATM berät Gemeinden beim Breitbandausbau

Beitragvon News » 15.09.2009 18:33

Hier die ganze PM des VATM vom 15.09.2009:

Mit Funk zu Glas: Wie das schnelle Internet auf dem Land auf Touren kommt
VATM bietet Fördermittelcheck für Kommunen und lokale Anbieter beim Breitbandausbau

Der schnelle Internetzugang wird für immer mehr Nutzer in bisher unversorgten Gebieten in Deutschland zur Realität. Auf der Basis von bedarfsgerechten Funktechnologien verabschieden sich derzeit immer mehr Gemeinden aus der Breitband-Diaspora und stellen die Weichen für eine Anbindung an langfristig unverzichtbare Glasfaser-Infrastrukturen.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM, erläutert das technisch-ökonomische Erfolgsmodell: „Über 260 kleine und mittelständische Unternehmen sind derzeit bei der Erschließung der weißen Flecken aktiv. Sie installieren in den einzelnen Regionen maßgeschneiderte breitbandige Technologielösungen meist auf der Basis von Funk. Der Vorteil: Durch den Auf- und Ausbau eines kostengünstigen Funknetzes wird das wirtschaftliche Risiko begrenzt, da das Netz flexibel in Gewerbegebieten und Ortschaften entsprechend gestiegener Nachfrage und wachsendem Breitbandbedarf ausgebaut wird.“

Dabei wird schon heute berücksichtigt, dass die Funktechnik Teil eines Migrationsplanes zur Anbindung an eine nur mittel- und langfristig zu realisierenden Glasfaserinfrastruktur ist. Die Funktechnologie fungiert somit als „Zubringer“ zur schnellen Datenautobahn via Glas, die über die nächsten Jahre Zug um Zug speziell zur Versorgung der ländlichen Regionen installiert werden wird. Grützner ist sich daher sicher: „Zur Anbindung per Glas gibt es langfristig auch für die Kommunen auf dem Land keine Alternative. Das Entscheidende sind die örtlich äußerst unterschiedlichen Wege zum Glas. Kaum ein Bürgermeister möchte, dass alle Straßen wieder einmal zu Baustellen werden. In den allermeisten Fällen lohnt es sich heute auch nicht, eine sehr teure Baumaßnahme vorzunehmen, allein um Glasfaser zu verlegen. Schrittweise sind aber Neubau und vor allem die Mitverlegung möglich. Der VDSL-Ausbau bringt das Glas ein deutliches Stück näher zum Kunden. Und wo noch geringe Nachfrage herrscht – wie etwa auf dem Land – funktioniert es am wirtschaftlichsten über den schnellen Zwischenschritt Funk, während gleichzeitig überall dort, wo es möglich ist, Leerrohre für die Zukunft mitverlegt werden.“

Leider warten viele Gemeinden noch immer auf das DSL der Telekom oder scheuen eine Entscheidung zugunsten innovativer Alternativtechnologien und damit einen Schritt nach vorne. In vielen Bundesländern wurden das Geld und die Förderung, die die Kommunen zum Breitbandausbau erhalten haben, immer noch nicht abgerufen. Doch die Zeit drängt. Die Kommunen sollten schnellstens entsprechende Förderanträge stellen, um die in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Beihilfen noch abzurufen, so der VATM-Geschäftsführer.

Der VATM appelliert daher anlässlich der heutigen Veranstaltung der Deutschen Breitbandinitiative „Keine Zukunft ohne Breitband“ an Bürgermeister, Landräte und kommunale Versorger, die Chance zur Umsetzung kooperativer, alternativer Lösungen vor Ort zu ergreifen. Der VATM unterstützt konkret bei der Beantragung von Fördermitteln. „Wir helfen den Beteiligten dabei, das Heft des Handels selbst in die Hand zu nehmen und die Versorgung mit High-Speed-Internet in den Regionen voranzutreiben“, sagt Grützner.

„Wenn eine langfristige optimale Versorgung hergestellt werden soll, ist sie nicht mit einer einfachen Ausschreibung und anschließenden Auswahl des billigsten Angebots zu erreichen. Ein effizientes und zielgerichtetes Vorgehen fängt vielmehr bei einer technologie- und anbieterneutral gefassten Projektausschreibung an, die nicht schon im Vorfeld bestimmte Technologien bevorzugt oder ausschließt. Am Ende steht eine vernünftige Aufteilung von Chancen und Risiken zwischen Kommune und Wirtschaft – mit dem Ziel einer nachhaltigen Sicherung der Standortqualität“, so Grützner.

Informationen zum neuen Beratungsangebot „Fördermittelcheck“ sind bei der Geschäftsstelle des VATM, Telefon: 0221/376 77 19, E-Mail: vatm(at)vatm.de, erhältlich.
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