Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon News » 04.03.2009 09:16

PM vom 03.03.2009

Kurth: "Wichtiger Beitrag zur Versorgung ländlicher Regionen mit schnellen Breitbandanschlüssen"

Die Bundesnetzagentur hat heute eine Entscheidung bekannt gegeben, die Wettbewerbern der Deutschen Telekom AG (DT AG) eine einfachere Erschließung und Versorgung bisher nicht oder nur unzureichend versorgter ländlicher Gebiete, sog. "weißer Flecken", mit schnellen Internetanschlüssen ermöglicht. Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. "letzte Meile", künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren. Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.

Mit der Zugangsmöglichkeit zur TAL an einem Schaltverteiler verkürzt sich die Länge der Leitungen zwischen der aktiven Technik des Anbieters und dem Endkunden, wodurch eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite erst möglich wird. Darüber hinaus wird durch die Bündelung der erforderlichen DSL-Technik an nur einem zentralen Punkt die Erschließung ländlicher Gebiete einfacher. Insbesondere entfallen die ansonsten notwendige Anbindung jedes einzelnen Kabelverzweigers und die dafür erforderlichen, aufwändigen Tiefbauarbeiten.

"Die Bundesnetzagentur zeigt mit der heute ergangenen Entscheidung, dass sie das Problem der "weißen Flecken" aktiv angeht und die nötigen regulatorischen Voraussetzungen dafür schafft, dass auch in ländlichen Gebieten künftig jeder einen schnellen Internet-Anschluss bekommen kann. Insofern trägt die heutige Entscheidung bereits der erst vor Kurzem von der Bundesregierung beschlossenen Breitbandstrategie Rechnung. Ich appelliere jetzt an die Wettbewerber, von der neuen Zugangsmöglichkeit regen Gebrauch zu machen, um auf diese Weise den Breitbandausbau in der Fläche voranzutreiben", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung.

Die Entgelte, die von den Wettbewerbern an die DT AG für diese neue Zugangsmöglichkeit zu ihrem Netz zu zahlen sind, werden im Anschluss an die heutige Entscheidung in einem gesonderten Genehmigungsverfahren von der Bundesnetzagentur festgelegt.
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon essig » 04.03.2009 09:37

Bundesnetzagentur hat geschrieben:Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. "letzte Meile", künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren.

was ist ein schaltverteiler? ein outdoor-dslam?

News hat geschrieben:Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.

man will die breitbandlücken schließen indem man die wettbewerber dort an die outdoor-dslam lässt wo sie die telekom zuvor aufgestellt hat? damit können die bereits versorgten gemeinden vielleicht zwischen mehreren anbietern wählen aber was nutzt dieser "Wichtiger Beitrag" den bis heute unversorgten gemeinden? sind die anreize für die telekom nun nicht noch kleiner wenn sie teilen müssen?

kann das mal jemand aufklären?
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon bru62 » 04.03.2009 10:02

essig hat geschrieben:was ist ein schaltverteiler? ein outdoor-dslam?


Das glaube ich nicht. Es wird sich um einen Verteiler handeln, der nicht an den Backbone (sprich VSt.) angeschlossen ist. Der kann dann auf unterschiedliche Art, z.B. mit Richtfunk an den Backbone des Mitbewerbers angeschlossen werden. Oder über eine alternative Leitungsführung zu einem näher gelegenen HVt. Das ist ja nicht so selten, dass die Telekom sich strikt an OKZ-Grenzen hält, obwohl der nächste HVt in einem anderen OKZ viel näher läge.

essig hat geschrieben:man will die breitbandlücken schließen indem man die wettbewerber dort an die outdoor-dslam lässt wo sie die telekom zuvor aufgestellt hat?


Davon ist m.E. nicht die Rede. Es geht um Schaltverteiler, nicht um aktive Komponenten.

Aber wir können auch gern an die Pressestelle der BNetzA schreiben und fragen, wie es denn gemeint ist. Macht das jemand?

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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon essig » 04.03.2009 10:15

ich habe noch einen freundlichen hinweis bekommen.

eifel-net hat geschrieben:eifel-net schafft Voraussetzung zum günstigeren DSL-Ausbau auf dem Land

eifel-net erringt einen weiteren Etappensieg im Verfahren gegen die Deutsche Telekom AG (DTAG) gemäß § 25 TKG zum Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL).

Die Bundesnetzagentur hat heute eine Entscheidung bekannt gegeben (http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/15648.pdf ), in der sie dem Antrag der eifel-net vom 10.11.2008 stattgibt. Darin wird durch eifel-net eine vereinfachte und damit günstigere Erschließung und Versorgung bisher nicht oder nur unzureichend versorgter ländlicher Gebiete, sogenannter "weißer bzw grauer Flecken", mit schnellen Internetanschlüssen gefordert.

Gemäß der Entscheidung muss die DTAG eifel-net den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung, die sogenannte "letzte Meile", zukünftig auch an Schaltverteilern gewähren. Diese muss die DTAG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort aufbauen.

Durch diesen Schaltverteiler verkürzen sich die Längen der Leitungen zwischen der aktiven Technik von eifel-net und den angeschlossenen Endkunden, wodurch eine DSL-Internetversorgung mit hoher Bandbreite erst ermöglicht wird. Durch die Konzentration der DSL-Technik an nur einem zentralen Punkt verbilligt sich durch die Reduzierung von Tiefbauarbeiten die Erschließung ländlicher Regionen, denn es entfallen die ansonsten notwendigen Kabelverlegungen zur Anbindung jedes einzelnen Kabelverzweigers.

Eine abschliessende Bewertung der Entscheidung kann zur Zeit nur eingeschränkt erfolgen, da die Entgelte, die von den eifel-net an die DTAG für diese neue Zugangsmöglichkeit über Schaltverteiler zu zahlen sind, erst im Anschluss an die heutige Entscheidung in einem gesonderten Genehmigungsverfahren von der Bundesnetzagentur festgelegt werden.

so ganz schlau werde ich aus dem ganzen immer noch nicht. wo ist der "Wichtige Beitrag zur Versorgung ländlicher Regionen mit schnellen Breitbandanschlüssen" versteckt? okay dort wo diese schaltverteiler bereits stehen dürfen nun die wettbewerber mit dran aber welchen wichtigen beitrag liefert dies dort wo erst gar keine schaltverteiler stehen? wieso sollte das nun vorgeschriebene "teilen müssen" die erschließung vorantreiben?

Bundesnetzagentur, eifel-net hat geschrieben:Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.

muss, müsste, könnte?

im heise forum herrscht auch unklarheit was es mit diesen schaltverteilern auf sich hat.
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon satzing » 04.03.2009 10:20

Die Bundesnetzagentur hat heute eine Entscheidung bekannt gegeben, die Wettbewerbern der Deutschen Telekom AG (DT AG) eine einfachere Erschließung und Versorgung bisher nicht oder nur unzureichend versorgter ländlicher Gebiete, sog. "weißer Flecken", mit schnellen Internetanschlüssen ermöglicht. Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. "letzte Meile", künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren. Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.


Ich verstehe dieses Geschwafel nicht im geringsten. Ich münze es nur mal für mich auf das HYTAS um.
Bedeutet dies jetzt:
- der Wettbewerb gräbt ab dem ONT zum Haus den halben Ort um und verlegt GF???
- der Wettbewerb gräbt den anderen halben Ort um und baut einen OutdoorDSLAM auf und verlegt einen Teil Kupfer vom ONT zum DSLAM???
- der Wettbewerb gräbt von einem sich zu wünschenden Punkt Irgendetwas um, um irgendwelche Kabel nach irgendwo zu verlegen???
Es wurde im "nichtlohnenden Raum" bisher nicht viel durch den Wettbewerb investiert, und ich denke mal ohne Zwang wird dies auch weiterhin so bleiben.
Ich denke eher, man will den Wettbewerbern etwas Kosten ersparen, dann fällt der Gewinn höher aus.

Falls es einer besser versteht, klärt mich bitte auf.

Glück Auf


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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon wain » 04.03.2009 11:21

satzing hat geschrieben:
Die Bundesnetzagentur hat heute eine Entscheidung bekannt gegeben, die Wettbewerbern der Deutschen Telekom AG (DT AG) eine einfachere Erschließung und Versorgung bisher nicht oder nur unzureichend versorgter ländlicher Gebiete, sog. "weißer Flecken", mit schnellen Internetanschlüssen ermöglicht. Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. "letzte Meile", künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren. Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.

Ich verstehe dieses Geschwafel nicht im geringsten. Ich münze es nur mal für mich auf das HYTAS um.
Bedeutet dies jetzt:
- der Wettbewerb gräbt ab dem ONT zum Haus den halben Ort um und verlegt GF???


Ich habe mich auch gefragt wie dies konkret bei uns aussehen soll (HYTAS). Wenn die Telekom an einem sagen wir mal zentralen Punkt einen Schaltverteiler aufstellen muss, dann können sie auch selbst weiter erschließen oder?
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon satzing » 04.03.2009 11:52

wain hat geschrieben:Ich habe mich auch gefragt wie dies konkret bei uns aussehen soll (HYTAS). Wenn die Telekom an einem sagen wir mal zentralen Punkt einen Schaltverteiler aufstellen muss, dann können sie auch selbst weiter erschließen oder?


Ich glaube in unseren Fällen wird vorangig eine Erschließung von den Ortsnetzen Breitenbach (Potůčky) bzw. Sankt Sebastiansberg (Hora Svatého Šebestiána) erfolgen, wenn die tschechische Regierung ihr Konjunkturpaket beschließen sollte und die freiwerdenen Frequenzen als Dig**** Div**** (ich will es weder aussprechen noch schreiben) zu Verfügung stellt. (der Tschechische Mobilfunk geht eh in Deutschland besser wie der Deutsche). :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Ach so, in Gottesgab (Boží Dar) gibt es vielleicht auch noch freie DSL Ports. :D

Humor ist, wenn man trotzdem Lacht!


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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon Nenunikat » 04.03.2009 13:15

essig hat geschrieben:
Bundesnetzagentur hat geschrieben:Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. "letzte Meile", künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren.

was ist ein schaltverteiler? ein outdoor-dslam?
News hat geschrieben:Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.

man will die breitbandlücken schließen indem man die wettbewerber dort an die outdoor-dslam lässt wo sie die telekom zuvor aufgestellt hat? damit können die bereits versorgten gemeinden vielleicht zwischen mehreren anbietern wählen aber was nutzt dieser "Wichtiger Beitrag" den bis heute unversorgten gemeinden? sind die anreize für die telekom nun nicht noch kleiner wenn sie teilen müssen?
kann das mal jemand aufklären?

Nein, ein Schaltverteiler ist kein Outdoor-DSLAM.
Wenn in dem betreffenden Ort schon ein DSLAM wäre, bräuchte ja zumindest an die konkrete Stelle keine zusätzliche Breitbandtechnik hin.
Zumal in ländlichen Gebieten wohl kaum die Anbieter mit ihren Lösungen parallel Schlange stehen werden.
Für mich gab es, als ich die Meldung das erste Mal gelesen habe, nur eine Unklarheit: Ist ein Schaltverteiler jeder normale KVZ oder ist er etwas anders.
Aus den verschiedenen Quellen und Meldungen ergibt sich, dass dies der erste Kasten (egal ob KVZ, MGF, ...) ist, der an der Stelle sitzen muss, wo das (meist kilometerlange) Hauptkabel von der (nächst höheren) Hauptvermittlerstelle kommt - bevor die Kabel/TALs zu weiteren Verteilern (KVZ, MFG, ...) bzw. Kunden verzweigen. In bestimmten Ortschaften wird es diesen Schaltverteiler vermutlich schon geben, in anderen, wo sich das Hauptkabel ggf. per Muffen usw. zu den verschiedenen Zielen verzweigt, müsste er spätestens an die Stelle vor den Verzweigungen.
Wer hier was bezahlt, welche Kosten überhaupt anfallen und ob noch freier Platz im Schaltverteiler von Telekom Konkurrenten genutzt werden darf/kann (oder ob sie grundsätzlich einen eigenen Kasten neben den Schaltverteiler setzen müssen), ist nicht so richtig klar. Konkrete Festlegungen dazu kommen noch von der Bundesnetzagentur. Steht in verschiedenen Meldungen so drin.
Ich bin kein Telekom-Techniker, aber mir stellt sich die Sache so dar, wie geschildert.
Was ergibt sich aus dem Ganzen:
- Die Konkurrenten der Telekom müssen nun nicht an jeden einzelnen KVZ/MFG in den Ortschaften gehen, sondern können sich günstiger an den Schaltverteiler anbinden. Dies entspricht in gewisser Weise einer Kollokation in der Vermittlungsstelle für Orte, welche solch eine Vermittlungsstelle haben.
- Für Konkurrenten der Telekom wird ein Breitband-Überbau dadurch preiswerter machbar.
- Für die Telekom ergibt sich ggf. nur der Zusatzaufwand, einen Schaltverteiler an entsprechender Stelle einzurichten, wenn es den noch nicht gibt.
Um so einen Schritt wäre die Telekom - in abgewandelter Form - bei einer eigenen Erschließung dieser Ortschaft auch nicht herumgekommen.
- Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass bei Breitband-Ausbauten mit Unterstützung durch die Gemeinden usw. nicht mehr fast ausschließlich die Telekom zum Zuge kommt, sondern ggf. etwas öfters auch mal ein Wettbewerber (auch mittelständig).
- Die Meldung ist für Glasfaser-Ortsnetze völlig ohne Belang. Denn dort gibt es kein Kupfer-Hauptkabel von der nächst höheren Hauptverteilerstelle, sondern dort ist die Backbone-Anbindung ja über Glasfaser realisiert. Für die HYTAS-Ortsnetze ändert sich hiermit sozusagen nichts. Erst noch Kupferkabel von allen KVZ zu einer zentralen Stelle legen zu müssen, nur um dort einen Schaltverteiler zu haben, dies wird wohl kaum passieren. Dies ist und war sicherlich auch nicht das Ziel der Bestimmung.
- Mit dieser Festlegung wird das Bandbreitenbroblem natürlich auch nicht im Ganzen gelöst. Es hilft für lokale Lösungen in einer noch unklaren Anzahl von Ortschaften. Ein Baustein zum Breitband-Ausbau ist das Ganze. Nicht mehr und nicht weniger.
...
Wenn jemand bessere Kenntnisse zum Thema hat, bitte ich um entsprechende Korrekturen ...
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon essig » 04.03.2009 13:54

okay, es wird klarer ;)

warten wir mal ab welcher praxisbezug sich daraus entwickelt.
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon bru62 » 04.03.2009 14:05

Noch mehr Klarheit bringt dieser Beitrag von teltarif.

Fazit:

Ob der Schaltverteiler aber wirklich zum Heilsbringer für die flächendeckende Breitband-Versorgung des ländlichen Raums wird - was die BNetzA in ihrer gestrigen Pressemitteilung mehr oder minder erklärt hat -, bleibt abzuwarten. Auch mit der Bündelung der eigenen Infrastruktur in einem zentralen Verteiler und dem Zugang zur TAL an dieser Stelle bleiben noch immer hohe Investitionskosten, die die Telekom-Konkurrenten für die Anbindung des Schaltverteilers in die Hand nehmen müssen. Hier werden die Wettbewerber vorerst wohl nur Schaltverteiler an denjenigen Orten beantragen, an denen es sich für sie auf jeden Fall lohnen wird.


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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon Viro » 04.03.2009 14:54

Ich hatte gestern ein Interessantes Gespräch mit jemandem der auf der Cebit die BB-Konferenz verfolgt hat (er war dort anwesend). Leider müssen Name ect. geheim bleiben.
Schaltverteiler werden nur dort gebaut wo es sich lohnt. Eigentlich stehen die ganzen Anbieter im Moment nur mit offener Hand vorm Bund und scheuen neue Ausgaben.
Langfristig wird zwar versucht, gemeinsam zu Investieren (siehe Mobilfunk) aber bis da die voraussetzung geschaffen sind, vergehen noch 5 Jahre.
Bei Mobilfunk ist es so, dass sich die Netzchefs regelmäßig treffen und absprechen wer wo welchen Mast hinstellt und wann die anderen Aufschalten können. Die Voraussetzung für eine Übertragung dieser Methode Soll der Schaltverteiler sein.
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon just4fun » 02.04.2009 11:36

Dieser zentrale Zugriffspunkt auf alle TAL eines Ortes ist auf jeden Fall von Vorteil.

Beispiel Ballstädt:
Dort hat die ARCOR vom eigenen bahnbegleitenden Glasfasernetz ca. 2x 600m zu den beiden KVz im Ort überbrücken müssen (Tiefbau) um alle TAL anbinden zu können. Hätte es diese Auflage bereits gegeben, hätte sich die ARCOR die Strecke von 1x 600m Tiefbau (+Leitung) schenken können.

Bei ca. 50€/lfdm Tiefbau sind das 30.000 €. Das kann genau der Betrag sein, der zwischen wirtschaftlicher und unwirtschaftlicher Maßnahme entscheidet.

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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon spokesman » 02.04.2009 17:42

teletarif hat geschrieben:Gefahr sieht die Telekom indes für den Fall, dass ein Wettbewerber einen Schaltverteiler beantragt, diesen aber bereits nach kurzer Zeit nicht mehr nutzt. In diesem Falle bliebe die Telekom unter Umständen - zumindest teilweise - auf den Investitionskosten sitzen. Blank: "Der Wettbewerber muss den Schaltverteiler dann auch nutzen." Die Bundesnetzagentur müsse solche Fälle bei der Ausgestaltung der Details zur Schaltverteiler-Miete berücksichtigen.

Das Fettgedruckte ist passend formuliert, wenn die DTAG etwas macht, dann sicher kein Risiko für geringe Renditen einzugehen.
Die sollten sich langesam mal eine Strategie ausdenken, wie man die weißen Flecken mit 1-6Mbit/s weg bekommen will.
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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon just4fun » 03.04.2009 06:32

Das ist prophylaktisches Jammern auf hohem Niveau, um die Preise dafür, die die BNetzA ja noch festsetzen muß, möglichst hochzuhalten.
Die TK-Betreiber (allen voran die TELEKOM) rüsten ihre Netze bereits seit geraumer Zeit um auf NGN/NGA (Next Generation Network/Next Generation Access). Da benötigen sie selbst genau solche Punkte, weil perspektivisch die Masse der Hauptverteiler verschrottet wird. Ohne einen solchen Schaltverteiler käme sie dann selbst nicht mehr an ihre eigene TAL. Ist also eigentlich alles fast schon durch die Abschreibung der alten Technik finanziert und stellt ggf nur einen vorgezogenen Rollout dar.

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Re: Bundesnetzagentur fördert die Erschließung "weißer Flecken"

Beitragvon steinplatz » 04.04.2009 20:50

Prinzipiell sind die notwendigen Standorte für die "TAL"- Schaltverteiler und "NGN/NGA"-Schaltverteiler der Telekom wahrscheinlich gleich. Nur die Telekom wäre ja blöd, ihren Verteiler mit der Technik des TAl-Anmieters vollbauen zu lassen. Den Platz wird sie selber gut brauchen können. Es muss also ein neuer Verteiler gesetzt und eine zusätzliche Kabel+ EVU-anbindung gebaut werden. Und diesen Aufwand will sich die Telekom 100%ig bezahlen lassen. Und das muss geregelt werden. Also nix mit vorzeitiger Abschreibung :)
Die jüngste TAL-Höhe-Entscheidung der BNetzA zeigt ja, dass diese Denkweise bei den "Beamten des ehemaligen Postministeriums" auch nicht selbstverständlich ist. :P

Gruß steinplatz
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