Breko: "Telekom will Kundenwechsel teuer machen"

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

Breko: "Telekom will Kundenwechsel teuer machen"

Beitragvon News » 19.06.2008 16:27

PM vom 17.06.2008

Telekom will Kundenwechsel teuer machen
Verband der Netzbetreiber fordert deutliche Senkung der Umschaltengelte


Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) reagierte
mit klarer Kritik auf die Absicht der Deutschen Telekom AG (DTAG) die Einmalentgelte für
die Teilnehmeranschlussleitung zum 01. Juli 2008 erhöhen zu wollen. Der Ex-Monopolist
hat bei der Bundesnetzagentur bis zu 70 Prozent höhere Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung
beantragt. So fordert die DTAG für die Umschaltung auf einen Wettbewerber,
mit Arbeiten beim Endkunden, künftig über € 80,00 anstelle bislang ca. € 50,00.
Wenn der Kunde von der DTAG zu einem Wettbewerber wechselt wird ein Einmalentgelt
für den Teilnehmeranschluss fällig. Die Höhe des Einmalentgelts richtet sich nach den
technischen Erfordernissen. Die Bundesnetzagentur prüft und genehmigt die von der
DTAG erbrachten Leistungen sowie die dafür geforderten Preise. Die zur Zeit geltenden
Einmalentgelte sind von der Regulierungsbehörde 2007 befristet für ein Jahr festgelegt
worden. Die Bundesnetzagentur hat diese Befristung gewählt, um kurzfristig den Verdi-
Tarifabschluss 2007 und seine Auswirkungen bei einer Neufestlegung der Einmalentgelte
berücksichtigen zu können. „Es ist absolut unverständlich, dass die DTAG Entgelte beantragt,
die noch über den bisher festgelegten Entgelten liegen und die Kostensenkungen
aus dem Tarifabschluss 2007 nicht berücksichtigen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Rainer
Lüddemann.
Die zur Entscheidung anstehenden Einmalentgelte sind wesentliche Kostenfaktoren für
Unternehmen, die in den Infrastrukturaufbau investiert haben. Eine Entlastung dieser Unternehmen
ist auch deshalb geboten, um ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sicher zu
stellen. Denn mit der Festlegung eines niedrigen IP-Bitstream-Entgelts hat die BnetzA vor
wenigen Wochen einseitig die Kostensituation derjenigen Unternehmen verbessert, die
keinen Beitrag zu Innovationen und Qualitätssteigerung der Netze leisten. „Von daher ist
es jetzt an der Zeit die Schieflage zu beseitigen, indem die Einmalentgelte eindeutig abgesenkt
werden“, so Rainer Lüddemann.
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