VATM Jahrbuch 2011/2012 veröffentlicht

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

VATM Jahrbuch 2011/2012 veröffentlicht

Beitragvon News » 14.02.2012 17:33

Der VATM hat heute sein diesjähriges Jahrbuch veröffentlicht und dazu folgende Pressemitteilung heraus gegeben:

ATM-Jahrbuch 2011/2012 veröffentlicht
Mehr als 60 Beiträge aus Politik, Regulierung, Wissenschaft und Wirtschaft – Blick auf TK-Gesetzgebung im Doppelinterview mit Bundesjustizministerin und VATM-Präsidiumsmitglied – VATM-Präsident Eickers: „Realitätssinn statt Populismus beim Glasfaserausbau“

Der VATM hat am 13.02.2012 das Jahrbuch „Telekommunikation und Mehrwertdienste in Deutschland 2011/2012“ veröffentlicht und damit zum elften Mal einen umfassenden Überblick über wirtschaftliche, technologische und politisch-regulatorische Geschehnisse auf dem deutschen TK-Markt vorgelegt.

Die Rückblicke auf die Entwicklungen in der Branche in 2011 sowie Ausblicke auf dieses Jahr in Statements der Präsidiumsmitglieder und zahlreicher Mitgliedsunternehmen sowie die hochkarätigen Gastbeiträge aus Politik, Regulierung und Wissenschaft bieten einen außergewöhnlicher Spiegel der aktuellen Lage – ob Festnetz, Mobilfunk oder Auskunfts- und Mehrwertdienste. Schwerpunktthemen sind in dem neuen Kompendium vor allem die Auswirkungen der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG), der Breitbandausbau und der Aufbau eines Glasfasernetzes, Netzneutralität und Cloud Computing.

Welche Rolle gesetzliche Änderungen für die Branche 2011 und 2012 spielen, beantworten Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und VATM-Präsidiumsmitglied Dr. Christian Kühl, Sprecher der Geschäftsführung der dtms GmbH, in einem Doppelinterview. So geht die Bundesjustizministerin unter dem Titel „Verbraucherschutz und Investitionsförderung – das sind zwei Seiten derselben Medaille“ auf das Beispiel der so genannten Buttonlösung ein. Zurzeit sei zudem unter anderem „ein ganzes Maßnahmenbündel gegen missbräuchliches Geschäftsgebaren im Internet“ in Vorbereitung. Zur EU-Datenschutznovelle sagte Leutheusser-Schnarrenberger: „Insbesondere im Bereich des Internets brauchen wir effektive internationale Regelungen für angemessene Datenschutzstandards. Entwicklungen wie das `Cloud-Computing´ bedürfen datenschutzrechtlicher Antworten.“

Zum Thema Stand Breitbandausbau nehmen Stefan Kapferer, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, und Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur Stellung. So schreibt Kapferer unter anderem: „Eine staatliche Fokussierung aber auf einen zeitnahen flächendeckenden Glasfaserausbau bis ins Haus ist angesichts der Kosten von 70 bis 80 Milliarden Euro und der dem gegenüberstehenden Zahlungsbereitschaft der Haushalte nicht zielführend. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung verfolgt daher seit Beginn einen wettbewerbs- und technologieoffenen Ansatz.“

Position zum heiß diskutierten Thema Netzneutralität beziehen die Experten der Bundestagsfraktionen, VATM-Präsidiumsmitglied Harald Stöber, Mitglied des Aufsichtsrates der Vodafone D2 GmbH und Leiter der Sonderprojektgruppe im IT-Gipfel, sowie Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Goldmedia GmbH Strategy Consulting. Einem anderen wichtigen Thema widmen sich Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor des Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) und Vorsitzender der Monopolkommission, sowie Dr. Klaus Holthoff-Frank, Senior Economist Regulierung der Monopolkommission unter der Überschrift „Open Access bei Kabelnetzen“. „Auf kurze und mittlere Sicht ist der intramodale Wettbewerb verschiedener Diensteanbieter auf der vorhandenen Kabelnetzinfrastruktur in weiten Bereichen eine realistischere Perspektive als die eines intermodalen Wettbewerbs zwischen Kabelnetz- und Glasfasernetzbetreibern.“

Die wachsende Konvergenz steht im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Dr. Andreas Breuer, Leiter Neue Technologien/Projekte der RWE Deutschland AG. „Wir unterstützen den „Open-Access-Ansatz und arbeiten daran aktiv mit“, so Dr. Breuer. Und mit Blick auf „Smart Grid“: „Erforderlich ist dazu ein Zusammenwachsen der Energietechnik mit neuester Informations- und Kommunikationstechnologie, also die Schaffung eines Smart Grid oder intelligenten Netzes.“ In einem weiteren Gastbeitrag gibt Dieter Elixmann, Senior Consultant, NGN & Internet economics, der WIK-Consult GmbH, einen Ausblick, was den Markt treiben und die Marktteilnehmer bis 2015 erwarten wird.

„Auch 2012 wird der Ausbau von schnellen Internetverbindungen in Deutschland im Fokus stehen“, so VATM-Präsident Gerd Eickers mit Blick auf das laufende Jahr: „Beim Rollout des Glasfasernetzes muss jedoch Realitätssinn vorherrschen und nicht Wunschdenken und Populismus.“ Die Nachfrage und Zahlungsbereitschaft der Kunden für mehr Leistung müsse der Maßstab sein für einen nachhaltigen, preisbewussten und gut geplanten Ausbau. Jürgen Grützner, VATM-Geschäftsführer, geht in seinem Beitrag unter anderem auf die Rahmenbedingungen für einen solchen Ausbau ein. Zu den neuen Themen, denen sich der Verband annimmt, gehört eine Ausbildungsinitiative für Fachkräfte im Glasfaserausbau.

Einen außergewöhnlichen Blick ins „Innenleben der Branche“ vermitteln die zahlreichen detaillierten und aufschlussreichen Analysen aus den Reihen der heute mehr als 100 Mitgliedsunternehmen des Verbandes. Diese Beiträge zu künftigen Marktperspektiven, Wachstumsmöglichkeiten und neuen Geschäftsmodell sind in dieser facettenreichen Zusammenstellung branchenweit einmalig.


Wer sich das ganze Jahrbuch herunterladen und lesen möchte, findet hier den Download.
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Re: VATM Jahrbuch 2011/2012 veröffentlicht

Beitragvon spokesman » 14.02.2012 23:05

„Realitätssinn statt Populismus beim Glasfaserausbau“

man könnte auch schreiben:
"Dividenden statt Grundrechte beim Glasfaserausbau"

Schwerpunktthemen sind in dem neuen Kompendium vor allem die Auswirkungen der Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG), der Breitbandausbau und der Aufbau eines Glasfasernetzes, Netzneutralität und Cloud Computing.

das gerade Beschlossene TKG im Rückblick enthalten und dann noch wie es sich ausgewirkt hat? ich hoffe ich verstehe diesen Absatz falsch, sonst hätten wir den Realitätssinn von Herrn Eickers wohl eher als Populismus gelten lassen können.

So schreibt Kapferer unter anderem: „Eine staatliche Fokussierung aber auf einen zeitnahen flächendeckenden Glasfaserausbau bis ins Haus ist angesichts der Kosten von 70 bis 80 Milliarden Euro und der dem gegenüberstehenden Zahlungsbereitschaft der Haushalte nicht zielführend.

ok, wann wurden die Bürger hierzu befragt oder geht diese Erkenntnis aus einen der eigenen Studien hervor, muss man dies wirklich immer erst unterstellen?

ich traue mich bei diesem Einstieg gar nicht mehr auf Download zu klicken, was mich erwartet wird meine Nachtruhe wohl mit Albträumen fluten..
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