BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpickerei

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpickerei

Beitragvon Dino75195 » 26.11.2013 13:04

Hallo zusammen,

von der BREKO kann ja jeder halten was er möchte,
aber in folgendem Fall kann ich nur zustimmen.

BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als "Rosinenpickerei"
http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... enpickerei


Es kann doch nicht angehen die Telekom Rosinenpickerei betreibt und nur 5 Kabelverzweiger mit VDSL ausbaut, und dem anderen Anbieter der 20 Kabelverzweiger des Orts versorgt fehlen die Einnahmen des lukrativen Gebiets dann...

Da zeigt sich einmal mehr, dass der Wettbewerb beim Breitband nicht funktioniert.
Ich hab dazu selber genug Bespiele in der näheren Umgebung.

Andersrum gilt das natürlich auch, wenn ein anderer Anbieter nur bestimmte lukrative Gebiete ausbaut und der Rest schauen kann wo er bleibt (auch das ist nicht in Ordnung).

Das Thema ist natürlich nicht einfach zu lösen, gerade hier wurde in der Vergangenheit die falschen Weichen gestellt.
Warum wurde das Netz nicht an die Gemeinden übertragen und die können das dann entsprechend (für eine gewisse Zeit) an Anbieter vermieten die flächendeckend die Gemeinde versorgen?

Auf jedenfall muss die "Rosinenpickerei" aufhören! :!:
Egal ob Telekom oder Wettbewerber!

So wird das nichts mit dem flächendeckendem Breitbandausbau.

Gruß Robert


Weitere Quellen:
Breko-Verband kreidet der Telekom Behinderung beim VDSL-Ausbau an
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 53886.html

Telekom soll Breitband-Ausbau gezielt blockieren
http://winfuture.de/news,79035.html
Zuletzt geändert von Dino75195 am 27.11.2013 08:18, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als "Rosinenpic

Beitragvon Nenunikat » 26.11.2013 13:28

Die Rosinenpickerei ist doch nichts Neues.
Das hat die Telekom auch schon früher gemacht.
Manche anderen TK-Unternehmen sind da auch nicht besser...
... - erleben was verhindert.
"Grenzen gabs gestern" - heute gibts Verhinderungen.
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon Dino75195 » 27.11.2013 08:17

Die Antwort der Telekom lässt nicht lange auf sich warten:

Wettbewerbsbehinderung: Telekom widerspricht den Vorwürfen des Breko
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 54425.html

Laut Telekom ist die Anschuldigungen nicht berechtigt.... :roll:

Meine Meinung:
Wenn man rein wirtschaftlich denkt ist das "Rosinenpickerei" :!:


Update 27.11.2013 15:55
Auch der Breko Verband reagiert nochmal auf die Telekom

Wettbewerbsbehinderung: Breko-Verband legt gegen Telekom nach
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 55061.html


Gruß Robert
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon News » 01.12.2013 11:49

Hier noch die Original-Pressemitteilung des BREKO vom 26.11.2013:

BREKO setzt auf konzertierten Breitband-Ausbau
Deutsche Telekom betreibt zunehmend taktisch motivierte Rosinenpickerei


Der Bundesverband Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) setzt auf effizienten Breitbandausbau in kooperativen Geschäftsmodellen mit Kommunen, Stadtwerken und regionalen Netzbetreibern. Auf dieser Basis können die hohen Investitionskosten für den Netzausbau gesenkt und unterversorgte Gebiete mit Glasfaser erschlossen werden.

Der Verband kritisiert hingegen die Vorgehensweise der Deutsche Telekom, die den Netzausbau zunehmend taktisch motiviert betreibt und dabei den Wettbewerb gezielt behindert. Der BREKO ruft den Bonner Konzern daher dazu auf, den Breitband-Ausbau in Deutschland bedarfsgerecht zu gestalten – und nicht als strategisches Instrument zur Verhinderung von Wettbewerb.

Hintergrund: Die im BREKO zusammengeschlossenen Festnetz-Wettbewerber des Ex-Monopolisten melden derzeit immer häufiger Konfliktfälle beim VDSL-(Vectoring-)Ausbau. In immer mehr Fällen gibt die Deutsche Telekom ausgerechnet dann den Ausbau bestimmter Gebiete bekannt, wenn dort bereits ein Wettbewerber aktiv ist beziehungsweise selbst einen Ausbau angemeldet hat. Zwar ist der parallele Einsatz von VDSL an einem Kabelverzweiger (KVz) durchaus möglich – wenn auch bislang die absolute Ausnahme –, rechnet sich für zwei Anbieter aber in der Regel nicht. Zudem ist der Konflikt mit dem Start von VDSL Vectoring absehbar, denn die Vectoring-Technik kann bekanntermaßen nur von einem Carrier betrieben werden.

Die Deutsche Telekom erklärt sich zudem in vielen Fällen nicht dazu bereit, eine ganze Gemeinde oder Region mit VDSL zu versorgen, sondern sucht sich vielmehr nur die besonders lukrativen Kabelverzweiger – in deren Einzugsgebiet viele Menschen wohnen – heraus. Der (unlukrative) Rest der Gemeinde schaut dann in puncto Breitband einerseits in die Röhre. Andererseits lohnt es sich für alternative Carrier ohne Einbezug auch der „attraktiven“ KVz nicht mehr, das gesamte Gebiet zu erschließen. „Das Rosinenpicken der Telekom boykottiert den Breitband-Ausbau in ländlichen und unterversorgten Gebieten“, kritisiert BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers. „Statt eines taktischen Ausbaus sollte der Konzern bedarfsgerecht – und damit für die Menschen – ausbauen!“

So hatte sich das BREKO-Mitgliedsunternehmen RhönEnergie aus dem hessischen Fulda dazu entschlossen, den Ort Hosenfeld mit 20 Kabelverzweigern mit VDSL zu versorgen und stellte entsprechende Ausbau-Anträge bei der Deutschen Telekom. Kurz darauf meldete sich das Bonner Unternehmen jedoch bei der Gemeinde und teilte mit, es werde insgesamt 5 Kabelverzweiger bis Mitte 2014 selbst mit VDSL erschließen.

Immerhin: In diesem Fall wird das BREKO-Unternehmen sich durch diese taktische Maßnahme der Telekom nicht abschrecken lassen, sondern dennoch alle 20 Kabelverzweiger in Hosenfeld sowie rund 200 weitere in der Region mit Glasfaser anbinden und den Menschen in den betreffenden Gemeinden Highspeed-Breitband-Anschlüsse zur Verfügung stellen. Jens Schilling, bei RhönEnergie verantwortlich für das Thema Breitband-Ausbau, kommentiert: „Die Telekom sollte lieber ihren selbst gesetzten Zeitplan in der Stadt Fulda halten und den dort geplanten VDSL-Ausbau abschließen, als den Ausbau der RhönEnergie in deren Ausgebieten gezielt zu torpedieren.“
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon rezzler » 01.12.2013 18:14

Dino75195 hat geschrieben:Meine Meinung:
Wenn man rein wirtschaftlich denkt ist das "Rosinenpickerei" :!:

Moralisch sicher nicht schön, ganz sicher nicht in unserem Sinn, aber eben nicht verboten.

Dino75195 hat geschrieben:Wettbewerbsbehinderung: Breko-Verband legt gegen Telekom nach
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 55061.html

Tipp: Heise-Links kannst du verkürzen, in dem Beispiel wäre bspw.
http://heise.de/-2055061 der Shortlink :)
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon KorbanDallas » 01.12.2013 18:42

Warum die BREKO seit Jahren nicht die Rosinen ausgebaut hat, würde mich mehr interessieren als solche typischen BREKO Erklärungen.
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon rezzler » 01.12.2013 19:12

KorbanDallas hat geschrieben:Warum die BREKO seit Jahren nicht die Rosinen ausgebaut hat, würde mich mehr interessieren als solche typischen BREKO Erklärungen.

Der BREKO will ja eben grad in den bestimmten Gebieten ausbauen, nur wird dann "plötzlich" auch die Telekom aktiv...
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon KorbanDallas » 02.12.2013 20:47

rein zufällig natürlich...

ich have bisher noch keinen einzigen beitrag gelesen, bei dem ich nicht soviet gedacht habe, mensch gehts denen schlecht und schenk denen doch endlich mal jemand ein paar euro.
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon bru62 » 02.12.2013 20:50

rezzler hat geschrieben:Der BREKO will ja eben grad in den bestimmten Gebieten ausbauen, nur wird dann "plötzlich" auch die Telekom aktiv...
1. ist das ein normales marktkonformes Vorgehen. Nicht schön. Ganz und gar nicht. Aber unter den realen Rahmenbedingungen eben einfach üblich. Jeder will die Rosinen picken und keiner die Mühen der Ebene gehen. Deshalb braucht es eine andere Regulierung. Begreift aber offenbar niemand. Leider. 2. gehen mir die Lamentos des BREKO genauso auf den Keks wie die vom VATM. Und die des BITKOM, m. E. ein verlängerter Arm der Telekom. Alle Lobbyisten wollen angeblich nur eines: Das Netz im ländlichen Raum ausbauen. Aber ohne staatliche Förderung, sprich vergesellschaftete Verluste bei anschließendem privaten Genuss der Gewinne, tut es niemand. Deshalb braucht es eine andere Regulierung. Ach, hatten wir ja schon ... :)

Gruß
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon rezzler » 02.12.2013 20:56

KorbanDallas hat geschrieben:rein zufällig natürlich...

Man könnte jetzt ja munkeln, das die Telekom aufgrund ihrer Insider-Infos da einen gewissen Vorsprung hat.

KorbanDallas hat geschrieben:ich have bisher noch keinen einzigen beitrag gelesen, bei dem ich nicht soviet gedacht habe, mensch gehts denen schlecht und schenk denen doch endlich mal jemand ein paar euro.

Wenn du als Firma mit Gebiet/Einnahmen x kalkuliert hast und dir plötzlich ein Teil davon fehlt ist das schon nicht gerade erbauend.
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon Dino75195 » 11.02.2015 09:09

Hallo zusammen,

folgende Meldung ist vom 10.2.2015

Bundesnetzagentur kritisiert "Rosinenpickerei" beim Breitbandausbau
http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... bandausbau

Zitat onlinekosten.de:
Bei der Bundesnetzagentur gingen etwa Berichte von Bundestagsabgeordneten und Landräten ein, laut denen große Anbieter in ländlichen Regionen zunächst kein Interesse an einem dortige Breitbandausbau gezeigt hätten. Das Verhalten von Telekom & Co ändere sich aber schlagartig, sobald alternative Anbieter wie beispielsweise regionale Initiativen ihrerseits in den Ausbau investieren. Dann würden auch die finanzstarken Netzbetreiber urplötzlich doch vor Ort ausbauen wollen.
Quelle: http://www.onlinekosten.de/news/artikel ... bandausbau


Genau das Problem sehe ich auch seit vielen Jahren!

Na dann schauen wir mal was genau gegen die Rosinenpickerei von der Bundesnetzagentur unternommen wird... :shock:

Gruß Robert
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon bru62 » 15.02.2015 14:20

Die Telekom ist da natürlich anderer Meinung. "Der Vorwurf des Rosinenpickens ist absurd. Die Telekom hat zugesagt, bis 2016 65 Prozent der Haushalte mit superschnellen Internetanschlüssen zu versorgen", wird Telekom-Sprecher Philipp Blank von golem.de zitiert. Falls es zu Überschneidungen komme, sei dies ein Zeichen von Wettbewerb. Kein anderes Unternehmen engagiere sich so sehr für den Breitbandausbau auf dem Land, wie der Magenta-Konzern. Nun ja, solange die öffentliche Hand in der Regel (es wird ja explizit auf die Kooperation mit Kommunen hingewiesen) das unternehmerische Risiko trägt, ist das vermutlich so. Eine selbstlose Wohltat, wie es dargestellt wird, ist es aber sicherlich nicht.

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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon bru62 » 19.02.2015 18:32

Inzwischen beschweren sich auch die Stadtwerke darüber, dass die Telekom oft dann auftaucht, wenn die Kommunen selbst Glasfasern verlegen will. Das berichtet am 17.02.2015 golem.de. Zitiert wird der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) Hans-Joachim Reck: "Wir sehen das Problem des Doppelausbaus." Zunächst hätte der Konzern kein Interesse, weil die Kosten zu hoch seien. Startet eine Kommune (beispielhaft wird Bamberg genannt), "will die Telekom plötzlich doch ausbauen".

Im Beitrag kommt auch Telekomsprecher Philipp Blank zu Wort, der die Vorwürfe "absurd" findet.

Gruß
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Re: BREKO bezeichnet VDSL-Ausbau der Telekom als Rosinenpick

Beitragvon News » 22.02.2015 12:41

Und auch der VATM schlägt in die Kerbe, wie eine Pressemitteilung vom 20.02.2015 zeigt:

Telekom behindert Breitbandausbau: 
VATM fordert klare gesetzliche Regelungen gegen verspäteten Telekom-Netz-Ausbau:

Der Breitbandausbau in ländlichen Regionen ist in den vergangenen Monaten auch dank des vielfachen Engagements von Bürgermeistern, Landräten und regionaler TK-Unternehmen ins Laufen gekommen. Diese Erfolge drohen allerdings aktuell an der Nachbaupolitik der Deutschen Telekom zu scheitern.

„Was die Wettbewerber schon seit längerem erleben, widerfährt zurzeit auch Kommunen
und Stadtwerken“, erläutert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. „Die Deutsche Telekom hat vielerorts und jahrelang den Ausbau verweigert. Aber just in dem Moment, wenn Wettbewerber oder kommunale Unternehmen auf den Plan treten, wird die Telekom aktiv.“

Überflüssige Planungskosten oder gar Fehlplanungen bei Kommunen und Anbietern seien das Ergebnis dieses Vorgehens. Letztlich bedeuteten verspätete Angebote der Telekom sogar das Aus für die meisten Businesscases von Unternehmen oder Kommunen, die in den Ausbau investieren wollten. Schließlich seien die Kunden vor Ort in der Regel bereits Telekom-Kunden, während für einen neuen Anbieter das Gewinnen von Kunden zu einer der schwierigsten Phase des Ausbauprozesses gehöre.

Die Forderung des VATM ist klar: „Die Telekom muss sich bei der Abfrage einer Kommune zu eventuell bestehenden, örtlichen Ausbauplanungen für die nächsten Jahre fairerweise beteiligen“, so Grützner. „Dass die Telekom wartet und sich dann erst meldet, wenn Wettbewerb droht, oder gar mit Steuergeldern geförderte Netze überbaut, muss in der Zukunft verhindert werden.“ Melde die Telekom einen Ausbau nicht an, müsse für den von der Kommune abgefragten Planungszeitraum Planungs- und Investitionssicherheit für Wettbewerber bestehen.

„Innovativen, kreativen und schnellen Unternehmen, die im Wettbewerb zur Telekom stehen, werden ansonsten ihr Engagement in solchen ländlichen Regionen letztlich sogar zurückfahren müssen. Viele Bürger werden so auf den veralteten, leistungsschwachen Netzen des ehemaligen Staatskonzerns sitzen bleiben. Oder die neugebauten, hochwertigen Netze bleiben unausgelastet und können nicht wirtschaftlich betrieben werden“, warnt Grützner.

Letztlich werde der Glasfaserausbau bis ins Haus so immer weiter erschwert und der Investitionswettbewerb ausgehebelt, befürchtet der Geschäftsführer. Hier sieht Grützner die Bundesregierung in der Pflicht: „Es ist jetzt die zentrale politische Aufgabe, bei der Festlegung von Ausschreibung und Fördermöglichkeiten einen solchen Parallel- oder sogar Überbau zu verhindern.“ Niemand wolle dabei die Telekom von der Ausschreibung ausschließen. Es müsse allerdings sichergestellt werden, dass bei Auftragsvergabe für den in der Ausschreibung vorgesehenen Planungszeitraum mit offenen Karten gespielt und schneller strategischer Überbau verhindert werde, damit die knappen Steuergelder der Bürger auch wirklich effizient eingesetzt werden könnten.
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