Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Phase

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Phase

Beitragvon governet » 04.10.2011 21:01

Der von der Bundesnetzagentur betriebene bundesweite Infrastrukturatlas startet heute in die zweite Phase. Die Abfrageberechtigten können nun mehr Informationen, z. B. über die genaue geografische Lage von Infrastrukturen, erhalten. Gleichzeitig werden die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der von den teilnehmenden Infrastrukturinhabern gelieferten Daten erhöht.

"Die Bundesnetzagentur leistet mit dem Infrastrukturatlas einen wichtigen Beitrag beim Breitbandausbau. Die Unternehmen haben dies erkannt und beteiligen sich mittlerweile deutlich besser als noch bei der Inbetriebnahme des Infrastrukturatlas vor zwei Jahren", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der Infrastrukturatlas setzt eine zentrale Maßnahme der Breitbandstrategie der Bundesregierung um. Er enthält Geodaten über in Deutschland vorhandene Infrastrukturen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen grundsätzlich mitgenutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise vorhandene Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funktürme, Masten und Funkstationen. Der Infrastrukturatlas soll die Nutzung von Synergien beim Breitbandausbau vorantreiben.

Die Daten stammen zurzeit von etwa 160 Unternehmen unterschiedlicher Branchen, die sich freiwillig am Aufbau des Infrastrukturatlas beteiligen. Die Nutzung des Infrastrukturatlas ist lediglich für Gebietskörperschaften und Unternehmen im Rahmen von Breitbandausbauprojekten möglich. Die jetzige Weiterentwicklung erfolgte gemeinsam mit den Inhabern der Infrastrukturen sowie den Nutzern. Es ist beabsichtigt, dass die Abfrageberechtigten die Daten zukünftig auch online abfragen können.

Unter der Rufnummer (0)800 8111777 hat die Bundesnetzagentur eine gebührenfreie Hotline für Fragen rund um den Infrastrukturatlas eingerichtet. Zudem sind unter http://www.bundesnetzagentur.de umfangreiche Informationen zu finden.

Quelle: Bundesnetzagentur
Gruß Governet
KEIN DSL - WAS NUN?
Ratgeber für DSL Initiativen
Breitband-Alternativen
Regionale Foren für mit DSL Unterversorgte Orte
Du möchtest geteilt.de verlinken? Hier gehts lang: Links zu geteilt.de
kein-dsl.de "Breitband für alle" ist kommerziell und vertritt keine Interessen, sondern nur den Mammon
Benutzeravatar
governet
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 4256
Registriert: 01.03.2006 19:14
Wohnort: ???

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon spokesman » 05.10.2011 18:29

BNetzA hat geschrieben:"Die Bundesnetzagentur leistet mit dem Infrastrukturatlas einen wichtigen Beitrag beim Breitbandausbau. Die Unternehmen haben dies erkannt und beteiligen sich mittlerweile deutlich besser als noch bei der Inbetriebnahme des Infrastrukturatlas vor zwei Jahren", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur.
mich würde Interessieren welchen Marktanteil die beteiligten Unternehmen inne haben. Interessant wäre auch die Anzahl an Kilometern der verschiedenen Netze zu wissen, erst dann wird ersichtlich welcher Erfolg sich hinter den hohen Tönen verbirgt.

hatte von euch jemand die Chance da mal rein zu schauen?

BNetzA hat geschrieben:dass die Abfrageberechtigten die Daten zukünftig auch online abfragen können.

und das im Jahr 2011 - alle Achtung. Dieser Umstand lässt nicht auch hohe Effizienz schließen.
______________
spokesman
ehemals 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e.V.
aktuell Liquidator des „geteilt.de e.V.“
Benutzeravatar
spokesman
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 5771
Registriert: 17.11.2007 01:48
Wohnort: 07422 Saalfelder Höhe

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon bkt » 05.10.2011 20:53

Da der Gesetzgeber, "keinen Arsch in der Hose hat", auch mal was festzulegen, was der Industrie nicht schmeckt, ist natürlich auch jeder Beitrag zum Infrastrukturatlas "freiwillig".
Daher macht die TELEKOM erwartungsgemäß auch erstmal nicht mit und stellt ihre Daten im Gegensatz zu den über 100 anderen Unternehmen nicht zur Verfügung.

Die läßt es darauf ankommen, ob der "Verpflichtungsparagraph" es ins TKG schafft. Und wie man schon am Thema UD sieht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie auch hier ungeschoren davon kommt. :twisted:
Das Denkbare diskutieren, das Machbare realisieren.
Mitarbeit im Bundesverband "Initiative gegen digitale Spaltung - geteilt.de e.V." ist machbar, seit dem 12. März 2011
-----
Alle Beiträge geben ausschliesslich die persönliche Meinung des Verfassers wieder (GG Art. 5) und sind Dritten nicht zuzurechnen
Benutzeravatar
bkt
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 2065
Registriert: 13.03.2010 21:19
Wohnort: Thüringen

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon spokesman » 05.10.2011 21:44

bkt hat geschrieben:Daher macht die TELEKOM erwartungsgemäß auch erstmal nicht mit und stellt ihre Daten im Gegensatz zu den über 100 anderen Unternehmen nicht zur Verfügung.
also besteht der Atlas aus x,x % der möglichen Infrastrukturdaten, mich wundert nichts mehr..
______________
spokesman
ehemals 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e.V.
aktuell Liquidator des „geteilt.de e.V.“
Benutzeravatar
spokesman
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 5771
Registriert: 17.11.2007 01:48
Wohnort: 07422 Saalfelder Höhe

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon News » 23.12.2012 17:15

Der Infrastrukturatlas der BNetzA soll jetzt auch online abrufbar sein, wie aus der Pressemitteilung vom 18.12.2012 hervorgeht:

Bundesweiter Infrastrukturatlas jetzt online verfügbar
Homann: "Datenabfrage wurde deutlich verbessert"


Der von der Bundesnetzagentur betriebene bundesweite Infrastrukturatlas ist jetzt online verfügbar. Informationen zu Infrastrukturen, die beim Breitbandausbau mitgenutzt werden können, sind für die berechtigten Nutzer nun über eine interaktive Karte abrufbar.

"Mit dem Infrastrukturatlas leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Breitbandausbau. Wir haben die Abfragemöglichkeiten noch einmal deutlich verbessert. Damit tragen wir den Interessen der Nutzer umfassend Rechnung", erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Der Infrastrukturatlas enthält Geodaten über in Deutschland vorhandene Infrastrukturen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen grundsätzlich mitgenutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise vorhandene Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funktürme, Masten und Funkstationen. Die Daten stammen von Infrastrukturinhabern unterschiedlicher Branchen und Bereiche, wie beispielsweise Energienetzbetreibern aber auch öffentlichen Einrichtungen.

Der Infrastrukturatlas soll die Nutzung von Synergien beim Breitbandausbau vorantreiben. Er setzt damit eine zentrale Maßnahme der Breitbandstrategie der Bundesregierung um. Die Nutzung des Infrastrukturatlas ist lediglich für Gebietskörperschaften und Unternehmen im Rahmen von Breitbandausbauprojekten möglich.

Weitere Informationen sind unter www.bundesnetzagentur.de zu finden. Unter der Rufnummer (0)800 8111777 hat die Bundesnetzagentur zudem eine gebührenfreie Hotline für Fragen rund um den Infrastrukturatlas eingerichtet.
Benutzeravatar
News
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 457
Registriert: 07.05.2007 23:18
Wohnort: geteilt.de

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon News » 01.12.2013 12:17

Nun hat die BNetzA nach drei Jahren (!) endlich auch die Daten der Deutschen Telekom in den Infrastruktur-Atlas eingepflegt, wie aus dieser Pressemitteilung vom 27.11.2013 hervorgeht:

Bundesnetzagentur stellt Daten der Deutschen Telekom AG in den Infrastrukturatlas ein
Homann: "Erheblich verbesserte Qualität des Infrastrukturatlasses erreicht"

Der von der Bundesnetzagentur betriebene Infrastrukturatlas enthält seit heute auch Daten der Deutsche Telekom AG. Im Infrastrukturatlas sind Informationen über Einrichtungen, die für den Breitbandausbau relevant sind, wie z. B. der Verlauf von Glasfaserleitungen, Leerrohren und Funkmasten, verfügbar.

"Mit der Aufnahme der Daten der Deutschen Telekom AG ist ein wichtiger Meilenstein für den Betrieb des Infrastrukturatlasses erreicht", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Die Deutsche Telekom AG hat uns flächendeckende Geodaten ihrer Infrastrukturen bis zur Ebene des Kabelverzweigers zur Verfügung gestellt. Damit ist sie ihrer gesetzlichen Pflicht zur Datenlieferung nachgekommen. Die Datenbasis des Infrastrukturatlasses gewinnt dadurch erheblich an Qualität."

Die entsprechenden Daten sind ab heute für registrierte Nutzer im Infrastrukturatlas über die Internetseite der Bundesnetzagentur abrufbar. Sowohl Unternehmen als auch Gebietskörperschaften, die nachweislich an einem konkreten Breitbandausbauprojekt beteiligt sind, können sich als Nutzer für den Infrastrukturatlas registrieren lassen. Hierfür müssen sie einen Antrag auf Einsichtnahme bei der Bundesnetzagentur stellen und erhalten dann einen befristeten und regional auf das Projektgebiet beschränkten Zugang. Gebühren fallen hierfür nicht an.

Seit Inbetriebnahme der Online-Version des Infrastrukturatlasses im Dezember 2012 ist dessen Nutzung stark gestiegen. Die enthaltenen Daten stammen derzeit sektorübergreifend von etwa 400 Infrastrukturinhabern. Diese stellen der Bundesnetzagentur die entsprechenden Daten größtenteils auf Basis eines öffentlich-rechtlichen Vertrags zur Verfügung.

Umfangreiche Informationen zum Infrastrukturatlas sowie das Antragsformular für Einsichtnahmeberechtigte sind unter www.bundesnetzagentur.de veröffentlicht.
Benutzeravatar
News
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 457
Registriert: 07.05.2007 23:18
Wohnort: geteilt.de

Re: Bundesnetzagentur: Infrastrukturatlas geht in nächste Ph

Beitragvon News » 10.06.2014 11:55

Die BNetzA gibt die Ergebnisse einer Mitte 2013 durchgeführten Befragung zur Nutzung des von ihr geführten Infrastrukturatlas bekannt und hat dazu am 28.05.2014 folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Bundesnetzagentur veröffentlicht Bericht über die Nutzung des Infrastrukturatlas

Homann: "Unser Infrastrukturatlas ist ein wichtiges und rege genutztes Instrument im Rahmen der Breitbandstrategie des Bundes"

Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Bericht über die Nutzung ihres Infrastrukturatlas im Jahr 2013 veröffentlicht. Der Infrastrukturatlas ist ein kartenbasiertes Auskunftssystem, das die Bundesnetzagentur auf ihrer Internetseite für die Planung und Realisierung von Breitbandausbauprojekten zur Verfügung stellt.

"Der Infrastrukturatlas wurde im vergangenen Jahr im Rahmen von zahlreichen Breitbandausbauprojekten als Auskunftssystem genutzt", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Der Bericht zeigt, dass es einen großen Bedarf an Informationen aus dem Infrastrukturatlas gibt. Dies bestätigt die wichtige Rolle des Instruments im Rahmen der Breitbandstrategie des Bundes."

Der Infrastrukturatlas enthält Geodaten über in Deutschland vorhandene Infrastrukturen, die beim Aufbau von Breitbandnetzen und zur Erhöhung von Übertragungskapazitäten bestehender Netze grundsätzlich mitgenutzt werden können, wie beispielsweise Glasfaserleitungen, Leerrohre, Funkmasten und Richtfunkstrecken. „Mithilfe dieser Daten schaffen wir eine Grundlage für Synergien beim Breitbandausbau“, erläuterte Homann. „Durch die Mitnutzung bereits vorhandener Infrastrukturen können Breitbandausbauprojekte beschleunigt und Kosten gesenkt werden.“

Um die Effekte des Infrastrukturatlas auf den Breitbandausbau näher zu untersuchen, hat die Bundesnetzagentur Mitte des Jahres 2013 mit einer Befragung der Nutzer begonnen. Die Ergebnisse sowie eine statistische Auswertung der Datenherkunft und Nutzung wurden in den Bericht eingearbeitet und sollen die Diskussion um die Weiterentwicklung des Instruments anregen.

"Auch im Rahmen der demnächst umzusetzenden EU-Richtlinie zur Kostenreduzierung beim Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen wird das Thema weiter an Bedeutung gewinnen. Der Infrastrukturatlas als Informationsmedium beim Breitbandausbau hat dabei bereits heute eine Vorreiterrolle in Europa und bietet dadurch eine sehr gute Grundlage für die Umsetzung der EU-Richtlinie" so Jochen Homann.

Der Infrastrukturatlas wird von der Bundesnetzagentur seit Dezember 2012 betrieben. Er kann als kartenbasiertes Auskunftssystem von solchen Unternehmen und Gebietskörperschaften genutzt werden, die nachweislich an einem konkreten Breitbandausbauprojekt beteiligt sind.

Der Infrastrukturatlas basiert aktuell auf über 700 Datenlieferungen von Telekommunikationsnetzbetreibern, Energieversorgern und Kommunen. Die Datenbasis wird kontinuierlich erweitert.

Der Bericht über die Nutzung des Infrastrukturatlas im Jahr 2013 sowie weitere Informationen zum Infrastrukturatlas und das Antragsformular für Einsichtnahmeberechtigte sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlich


Hier der Bericht im Wortlaut.
Benutzeravatar
News
Mitstreiter
Mitstreiter
 
Beiträge: 457
Registriert: 07.05.2007 23:18
Wohnort: geteilt.de


Zurück zu Neuigkeiten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 4 Gäste

cron