BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Neuigkeiten zum Thema Telekommunikation und Breitband

BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon News » 30.06.2010 16:35

Pressemitteilung der BNetzA vom 30.06.2010:

Neue Entgelte für die Schaltung der TAL und das "Line Sharing"

Die Bundesnetzagentur hat heute zwei Entgeltentscheidungen im Telekommunikationsbereich bekannt gegeben. Beide Genehmigungen betreffen Vorleistungsprodukte, welche die Deutsche Telekom AG (DT AG) ihren Wettbewerbern aufgrund regulatorischer Verpflichtungen anbietet.

Zum 1. Juli 2010 wurden zunächst die Entgelte neu genehmigt, die die Wettbewerber im Fall der Anmietung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), der sog. letzten Meile, für deren Schaltung bzw. Rückgabe jeweils einmalig an die DT AG entrichten müssen.

Für die Übernahme der TAL ohne Arbeiten beim Endkunden kann die DT AG künftig ein Entgelt von 30,83 Euro verlangen. Für die derzeit häufigste Variante, die Neuschaltung der Kupferdoppelader Zweidraht hochbitratig ohne Arbeiten am Kabelverzweiger und mit Arbeiten beim Endkunden, beläuft sich der neue Tarif auf 53,35 Euro.

Ebenfalls zum 1. Juli 2010 genehmigt wurden die Bereitstellungs- und Kündigungsentgelte sowie darüber hinaus die monatlichen Entgelte für den gemeinsamen Zugang zur TAL, das sog. Line Sharing. Beim "Line Sharing" wird die TAL nach Frequenzbändern in einen niederen und einen höheren Frequenzbereich aufgeteilt. Damit kann der untere Frequenzbereich von der DT AG weiter für die Sprachübertragung und der obere Frequenzbereich von einem Wettbewerber für Datenübertragung (typischerweise für schnelle Internetzugänge auf Basis der DSL-Technologie) genutzt werden. Für die Gewährung des Zugangs zum hochbitratigen Teil der TAL ist ein monatlicher Überlassungspreis von 1,84 Euro genehmigt worden. Das Entgelt für die häufigste Bereitstellungsvariante, die Neuschaltung ohne Arbeiten am Kabelverzweiger und ohne Arbeiten beim Endkunden, beträgt jetzt 51,22 Euro.

Alle Entgelte sind bis Ende Juni 2012 genehmigt worden.
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Re: BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon rezzler » 30.06.2010 18:39

Hab mich erst über die hohen Beträge gewundert, aber das sind ja nur die Einrichtungskosten.
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Re: BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon News » 01.07.2010 15:33

Zum Thema hat sich heute auch der Breko mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet:

Bundesnetzagentur senkt die Preise für Vorleistungen der Telekom

Bonn, 01. Juli 2010 – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat gestern die Einmalentgelte für die Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL, die sogenannte "letzte Meile") neu festgelegt. Den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung muss die Telekom Deutschland ihren Wettbewerbern aufgrund regulatorischer Auflagen anbieten. Die Gebühren für dieses Vorleistungsprodukt werden im Rahmen eines Antragsverfahrens turnusgemäß neu festgelegt. Die Bundesnetzagentur hat die ab dem 1. Juli gültigen Entgelte bis Ende Juni 2012 genehmigt.

Die TAL-Einmalentgelte sind Gebühren, die für Schaltungsarbeiten und Verwaltungstätigkeiten bei der Übergabe einer Teilnehmeranschlussleitung an einen Konkurrenten der Telekom in Rechnung gestellt werden können. Nach der heutigen Entscheidung der Bundesnetzagentur sinkt die Gebühr für die Schaltung einer Teilnehmeranschlussleitung ohne Arbeiten vor Ort von 35,70 Euro auf 30,83 Euro. Die Neuschaltung einer Anschlussleitung (Zweidraht hochbitratig) ohne Arbeiten am Kabelverzweiger und mit Arbeiten beim Kunden kann zukünftig mit 53,35 Euro berechnet werden. Die Entgelte wurden zuletzt im Juni 2008 festgelegt.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) begrüßt die Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNetzA) die Einmalentgelte zum 01. Juli 2010 zu senken. Die Telekom Deutschland hatte bei der Bundesnetzagentur höhere TAL-Entgelte als die bisher geltenden beantragt. Die Bundesnetzagentur reduzierte die Einmalentgelte dennoch teilweise deutlich (zwischen 1 Prozent und 14 Prozent).

"Die Absenkung berücksichtigt angemessen die mittlerweile erreichten beträchtlichen Effizienzsteigerungen, erklärt BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. Die durch Effizienzsteigerungen erzielten Kostenvorteile erreicht die Telekom durch die Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern. Folgerichtig sind erzielte Kostenvorteile auch an Wettbewerber weiterzugeben, soweit es Preise für die Vorprodukte betrifft. "Mit der Reduktion der TAL-Einmalentgelte hat die Bundesnetzagentur ein deutliches Zeichen für den Wettbewerb, auch hinsichtlich des Breitbandausbaus in unversorgten Gebieten, gesetzt", ergänzt BREKO Geschäftsführer Albers.
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Re: BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon satzing » 01.07.2010 17:35

Bundesnetzagentur senkt die Preise für Vorleistungen der Telekom
....."Mit der Reduktion der TAL-Einmalentgelte hat die Bundesnetzagentur ein deutliches Zeichen für den Wettbewerb, auch hinsichtlich des Breitbandausbaus in unversorgten Gebieten, gesetzt", ergänzt BREKO Geschäftsführer Albers.....

Ich hätte mir dann lieber folgende Info gewünscht:
Durch die Reduktion der TAL Entgelte werden die BREKO Mitglieder folgende Orte zusätzlich neu mit Breitbande erschließen: ......

Aber so, Lobeslieder, Ankündigungen und anderes, woran man den Einsatz Firmen nicht messen kann.
Wie immer stellt sich da die Frage, glauben die selbst an das, was Sie erzählen?
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Re: BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon News » 12.07.2010 15:28

Auch der VATM hält die Festlegung der Preise durch die BNetzA in einer Pressemitteilung vom 01.07.2010 als "in die richtige Richtung" gehend:

Festlegung bei Einmalentgelten für die letzte Meile geht in die richtige Richtung
Weitere Entscheidungen maßgeblich für Erfolg des VDSL-Ausbaus


„Die Entscheidung, die Einmalentgelte für die letzte Meile zum Endkunden überwiegend leicht abzusenken, geht in die richtige Richtung, Die Bundesnetzagentur hat nicht zugelassen, dass die Preise beim Kabelverzweiger verteuert werden und damit der Breitband-Ausbau auf dem Land und der VDSL-Ausbau für die Wettbewerber weiter erschwert werden”, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner über den aktuellen Beschluss der Regulierungsbehörde. Die Wettbewerber zahlen diese Entgelte einmalig an die Telekom Deutschland GmbH bei der Leitungseinrichtung und -schaltung für einen neuen Kunden. Den Preis für die derzeit häufigste Variante zum Beispiel, die Neuschaltung der Kupferdoppelader ohne Arbeiten am Kabelverzweiger und mit Arbeiten beim Endkunden, hat die Bundesnetzagentur um 3,8 Prozent auf 53,35 Euro gesenkt.

„Die Telekom hatte teils über 50 Prozent höhere Entgelte beantragt als die zuletzt gültigen und lag mit ihren Anträgen deutlich über den Kosten einer kosteneffizienten Leistungsbereitstellung. Sie versuchte damit offensichtlich, die von der Bundesnetzagentur angeordneten Zugangsmöglichkeiten zum Kabelverzweiger zu konterkarieren und zu blockieren”, betont Grützner. “Besonders wichtig ist, dass die Regulierungsbehörde für die erste Ebene - den Hauptverteiler - und die zweite Ebene - den grauen Kabelverzweiger am Straßenrand - konsistente Entgelte festgelegt hat, sie also ungefähr gleich abgesenkt hat. Das ist ein richtiger Schritt für den Ausbau, aber der Weg ist noch nicht vollendet”, so der VATM-Geschäftsführer weiter.“ Jetzt kommt es darauf an, dass die Bundesnetzagentur ihn Ende des Jahres unter anderem bei der Umstellung von aufwandsabhängige auf pauschalierten Preisen bei den Multifunktionsgehäusen/Kabelverzweigern weitergeht, damit in den weiteren VDSL-Ausbau investiert werden kann ”, unterstreicht Grützner.
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Re: BNetzA: neue Entgelte für TAL-Schaltung und Line-Sharing

Beitragvon rezzler » 12.07.2010 15:47

News hat geschrieben:Auch der VATM hält die Festlegung der Preise durch die BNetzA in einer Pressemitteilung vom 01.07.2010 als "in die richtige Richtung" gehend:

Festlegung bei Einmalentgelten für die letzte Meile geht in die richtige Richtung
Weitere Entscheidungen maßgeblich für Erfolg des VDSL-Ausbaus


„Die Entscheidung, die Einmalentgelte für die letzte Meile zum Endkunden überwiegend leicht abzusenken, geht in die richtige Richtung, Die Bundesnetzagentur hat nicht zugelassen, dass die Preise beim Kabelverzweiger verteuert werden und damit der Breitband-Ausbau auf dem Land und der VDSL-Ausbau für die Wettbewerber[/b] weiter erschwert werden”


Hab ich was verpasst? Abgesehen davon begrüßt der VATM ja alles in der Richtung ;)
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