VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon geisi » 31.03.2010 11:04

essig hat geschrieben:nein und das ist eines der "probleme". die mobilfunkbetreiber können im 800 mhz bereich auch mit anderen techniken funken


Meine Frage war eher ob dies technologisch geht, also im UHF-Band 800 Mhz mit LTE übermitteln.

Der Seite http://www.ltemobile.de/Digitale-Dividende.44.0.html habe ich das so entnommen.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 31.03.2010 11:27

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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon geisi » 31.03.2010 11:31

Und für 800 Mhz sollten die Investitionskosten aufgrund der größeren Funkzellen geringer sein. Aber größere Funkzelle bedeutet auf der anderen Seite viele teilen sich die Bandbreite. Wie geht das zusammen. Volumenbegrenzung jetzt mal außen vor.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon satzing » 31.03.2010 11:38

Wer legt auf welcher Grundlage die Priostufen fest???
Mobilfunkbetreiber auf Grundlage des Breitbandatlases???
Mir fallen allein für Sachsen etwa 10 Orte ein, die als fas vollversorgt durchgehen und Prio1 haben.
Dann kommen wieder Orte (oder Ortsteile, danach hätte man aufschlüsseln sollen!) mit Prio2, welche Prio1 verdient hätten.
Alles nur Humbug auf einer Datenbasis von 1836....
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon essig » 31.03.2010 11:57

bkt hat geschrieben:Wieso Problem? Es geht doch wohl um die Breitbandversorgung mit (nach Thüringer Landtag) 2MBit/s bis Ende 2012, möglichst ohne "Fair Use"-Beschränkungen.
Da kann einem die Technologie doch "so lang wie breit" sein.

welche rolle spielt denn nun wieder welche ziele sich der thüringer landtag setzt? die mobilfunkbetreiber interessiert einzig wozu man sie tatsächlich verpflichtet hat und jede schwammige formulierung oder fehlende definition wird da eiskalt ausgenutzt. das dürfte doch klar sein oder?

satzing hat geschrieben:Wer legt auf welcher Grundlage die Priostufen fest???

das macht jedes bundesland für sich und zwar auf höchst unterschiedliche art und weise. die einen nennen für prio 1 einfach alle gemeinden unter 5000 einwohnern, die anderen nur die unversorgten unter 5000 und so weiter. wer sich die listen der länder anschaut wird feststellen, dass es unter den ländern ganz offensichtlich große unterschiede in der interpretation gab.

satzing hat geschrieben:Mir fallen allein für Sachsen etwa 10 Orte ein, die als fas vollversorgt durchgehen und Prio1 haben.

die werden dann gegen die 90% aufgerechnet.

geisi hat geschrieben:Meine Frage war eher ob dies technologisch geht, also im UHF-Band 800 Mhz mit LTE übermitteln.

das geht nicht nur sondern darauf läuft alles hinaus nur dass die mobilfunkbetreiber nicht an die kombination lte / 800 mhz gebunden sind. sie können also selbst entscheiden ob und wo sie mit den 800 mhz lte und wo umts/hspa nutzen.

geisi hat geschrieben:Aber größere Funkzelle bedeutet auf der anderen Seite viele teilen sich die Bandbreite. Wie geht das zusammen. Volumenbegrenzung jetzt mal außen vor.

die volumenbegrenzung kann man nicht außen vor lassen da sie ein fester zentraler bestandteil sein wird. ohne volumenbegrenzung wären 42 mbit und so weiter nicht mal in kleinen zellen machbar. deshalb erhöht man ja die volumenbegrenzung nicht sondern reduziert sie weiter. hier einige beispiele:

t-mobile web'n'walk Connect S | 500 mb je tag | 4,95 je tag
t-mobile web'n'walk Connect M | 300 mb je monat | 24,95 je monat
t-mobile web'n'walk Connect L | 5 gb je monat | 39,95 je monat
vodafone Mobile Connect L | 300 mb je monat | 19,95 je monat
vodafone Mobile Connect Flat | 5 gb je monat | 34,95 je monat

demnächst wird dann schon ab 3 gb gedrosselt (das sind 4 stunden ard mediathek also 8 minuten am tag)
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 31.03.2010 11:59

geisi hat geschrieben:Und für 800 Mhz sollten die Investitionskosten aufgrund der größeren Funkzellen geringer sein. Aber größere Funkzelle bedeutet auf der anderen Seite viele teilen sich die Bandbreite. Wie geht das zusammen.


Das paßt super gut zusammen.
Gemeinden mit vielen Nutzern (und damit teurer Funkversorgung wegen der vielen kleinen Funkzellen) sind für eine Kabelgebundene Breitbandversorgung wirtschaftlich (ggf.mit etwas Förderung).
Gemeinden mit wenigen Nutzern können geclustert werden, bis wenigsten eine große Funkzelle ausgebucht ist. Die Kosten steigen durch das Hinzunehmen weiterer kleiner Orte erst, wenn eine zweite Funkzelle eröffnet werden muss.

Irgendwann gibt es eine Schere, wo der erzeugte Traffic durch ein Mobilfunknetz nicht mehr kostengünstiger heran/abgeführt werden kann, als durch ein Festnetz. Das ist der Punkt, wo eine Festnetzinvestition sich wieder rechnet.
Clevere Anbieter nutzen in der Zwischenzeit von sich aus alle stattfindenden Tiefbaumaßnahmen, um sich kostengünstig schon mal der Gemeinde ein weiteres Stück zu nähern.

Da die beiden großen Anbieter (TELEKOM & VODAFONE) inzwischen sowohl Festnetz als auch Mobilfunk im Programm haben, könnten beide so einen kostengünstigen Ausbaupfad planen.

Die Betonung liegt dabei auf "könnten".

Es gibt bereits Anbieter, die treiben die Glasfaser soweit vor wie (finanziell) möglich und versorgen die so erreichten Teilnehmer direkt (FTTH) und den Rest in der ersten Stufe per Funk, um die TAL-Kosten für die "letzte Meile" zu sparen.
Aus diesen Kosten und möglichst im Mitbau bei Tiefbauten innerhalb der Gemeinde, graben sie sich dann innerhalb einer vertraglich festgelegten Zeit bis zu den Kunden vor. Damit hat jeder Kunde eine Perspektive vor Augen.
Und zwischendurch schon mal 6 MBit/s symmetrische Anbindung ist doch auch schon sehr ordentlich.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon essig » 31.03.2010 12:33

bkt hat geschrieben:Gemeinden mit vielen Nutzern (und damit teurer Funkversorgung wegen der vielen kleinen Funkzellen)

wenn das so wäre dann gäbe es in ballungsräumen nur gprs und im ländlichen raum flächendeckend hsdpa ;)

ist doch völlig egal ob eine zelle groß oder klein ist, entscheidend ist die zahl der nutzer die man damit bedienen kann. bei gleicher zahl nutzer in der zelle bekommen die nutzer in kleinen zellen sogar noch die bessere leistung durch die geringere reichweite (weniger verlust) als die nutzer in großen zellen. ist wie beim dsl ;)

bkt hat geschrieben:Es gibt bereits Anbieter, die treiben die Glasfaser soweit vor wie (finanziell) möglich und versorgen die so erreichten Teilnehmer direkt (FTTH) und den Rest in der ersten Stufe per Funk, um die TAL-Kosten für die "letzte Meile" zu sparen. Aus diesen Kosten und möglichst im Mitbau bei Tiefbauten innerhalb der Gemeinde, graben sie sich dann innerhalb einer vertraglich festgelegten Zeit bis zu den Kunden vor. Damit hat jeder Kunde eine Perspektive vor Augen. Und zwischendurch schon mal 6 MBit/s symmetrische Anbindung ist doch auch schon sehr ordentlich.

wo im (z.b. thüringer) ländlichen raum passiert das denn gerade?
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 31.03.2010 12:48

essig hat geschrieben:wo im (z.b. thüringer) ländlichen raum passiert das denn gerade?

Im Wartburgkreis, wenn das Unternehmen gewinnt.

essig hat geschrieben:
bkt hat geschrieben:Gemeinden mit vielen Nutzern (und damit teurer Funkversorgung wegen der vielen kleinen Funkzellen)

wenn das so wäre dann gäbe es in ballungsräumen nur gprs und im ländlichen raum flächendeckend hsdpa ;)


Da irrt der werte Leser.
Wir reden hier immer noch über ein Mobilfunknetz, welches UMTS nicht als Breitbandersatz, sondern als Anbindung für Smartphones benötigt.
Mit GPRS kann man keine Smartphones verkaufen.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon essig » 31.03.2010 13:00

bkt hat geschrieben:Im Wartburgkreis, wenn das Unternehmen gewinnt.

das heißt deine aussage

"Es gibt bereits Anbieter, die treiben die Glasfaser soweit vor wie (finanziell) möglich und versorgen die so erreichten Teilnehmer direkt (FTTH) und den Rest in der ersten Stufe per Funk, um die TAL-Kosten für die "letzte Meile" zu sparen. Aus diesen Kosten und möglichst im Mitbau bei Tiefbauten innerhalb der Gemeinde, graben sie sich dann innerhalb einer vertraglich festgelegten Zeit bis zu den Kunden vor. Damit hat jeder Kunde eine Perspektive vor Augen. Und zwischendurch schon mal 6 MBit/s symmetrische Anbindung ist doch auch schon sehr ordentlich."

wird erst noch passieren wenn alles gut geht? darf man schon erfahren welche anbieter das sein werden? wäre ja schön wenn es klappen würde.

bkt hat geschrieben:Da irrt der werte Leser.

du weißt was ich sagen wollte und zwar, dass die aussage "Gemeinden mit vielen Nutzern (und damit teurer Funkversorgung wegen der vielen kleinen Funkzellen)" so nicht richtig ist.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 31.03.2010 13:20

essig hat geschrieben:du weißt was ich sagen wollte und zwar, dass die aussage "Gemeinden mit vielen Nutzern (und damit teurer Funkversorgung wegen der vielen kleinen Funkzellen)" so nicht richtig ist.


Als Breitbandversorgungstechnologie schon.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon Jujupp » 01.04.2010 20:20

Eine Frage:
Schließen sich kleine Zellen und 800Mhz mit großer Reichweite nicht eigentlich gegenseitig aus?
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon essig » 02.04.2010 00:48

bkt hat geschrieben:Als Breitbandversorgungstechnologie schon.

okay, wenn man den ländlichen raum mit schwach angebundenen 10 km zellen in denen sich tausende nutzer tummeln versorgt dann mag das stimmen. wenn man aber voraussetzt, dass die qualität und leistung des anschlusses im ländlichen raum identisch mit denen in ballungsräumen sein muss dann wird es schwierig den ländlichen raum pro kopf günstiger zu versorgen.

Jujupp hat geschrieben:Schließen sich kleine Zellen und 800Mhz mit großer Reichweite nicht eigentlich gegenseitig aus?

da hast du recht. die vier großen mobilfunker setzen für 4G auf lte und hier braucht man die 800 mhz um dem kunden und sein iphone eine flächendeckung anzubieten. in ballungsräumen wird man lte aber nicht oder nicht nur mit 800 mhz betreiben sondern eher mit höheren frequenzen wie z.b. 1,8 / 2,1 / 2,6 ghz. es wird auch basisstationen geben die gleichzeitig in einem niedrigen frequenzband für die reichweite und einem höherem frequenzband für den eigentlichen ort arbeiten werden (overlay). es ist aber auch möglich die 800 mhz mit umts/hspa/wimax zu nutzen.

natürlich haben die vier betreiber interesse an einer flächendeckenden mobilfunkversorgung und streben diese auch an aber mit einer flächendeckenden angemessenen breitbandversorung hat das NICHTS zu tun. hier kann es nur darum gehen wie man das glasfaser möglichst nah an den kunden bringt (fttx) und mobilfunk wird dieses angebot dann einfach nur ergänzen. auf absehbare zeit kann, soll und wird mobilfunk aber keine alternative zu glasfaser darstellen, das sollte jedem der mobilfunk als lösung des problems propagiert klar sein.

wenn man die betroffenen auch weiterhin mit notlösungen abspeisen und hinhalten will dann ist mobilfunk gut geeignet weil es prima von den eigentlichen aufgaben und lösungen ablenkt. das problem ist gar nicht, dass die bntza und manche länder bei den versorungsverpflichtungen unglücklich agiert haben sondern dass man überhaupt auf das falsche pferd setzt. und selbst wenn man relativ schnell eine flächendeckende leistungsstarke mobilfunkversorgung hinbekommt, bliebe da immer noch die volumenbegrenzung von 3 oder 5 gb im monat die bereits nach minuten aufgebraucht wäre.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 02.04.2010 21:04

essig hat geschrieben:okay, wenn man den ländlichen raum mit schwach angebundenen 10 km zellen in denen sich tausende nutzer tummeln

In welchem ländlichen Raum, der nicht bereits mindestens DSL versorgt ist tummeln sich tausende Nutzer ? :roll:
Man zeige mir in Thüringen einen 10km Kreis, in dem es keinen DSL-Anschluss (min. 1 MBit/s) gibt.
Und dann zähle man mir in diesem Kreis die tausenden Nutzer (nicht Einwohner oder Haushalte) vor.
Unter "tausende" verstehe ich also mindestens mal 2.000, obwohl das im Sprachgebrauch für "tausende" schon unüblich wenig wäre.

Dieses Gebiet würden wir sofort auf Priorität 1 zur Festnetzversorgung setzen.

Rund um Tröbnitz z.B. kommen in diesem Umkreis aktuell nichtmal 500 Nutzer zusammen, geschweige den "tausende". Und da findet demnächst trotzdem ein geförderter DSL-Ausbau statt, da sich die 6 Gemeinden dort entsprechend bemüht haben.

essig hat geschrieben:... und selbst wenn man relativ schnell eine flächendeckende leistungsstarke mobilfunkversorgung hinbekommt,

wovon ich, wenn es erstmal losgeht, ausgehe,
essig hat geschrieben:bliebe da immer noch die volumenbegrenzung von 3 oder 5 gb im monat die bereits nach minuten aufgebraucht wäre.

Dazu ist noch keine einzige AGB veröffentlicht.
Es bleibt aber ein interessanter Aspekt, den bei der BNetzA zu hinterfragen durchaus lohnt.
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon essig » 02.04.2010 22:48

bkt hat geschrieben:Dazu ist noch keine einzige AGB veröffentlicht.

wird man im mai bei t-mobile lesen können, die anderen provider werden voraussichtlich mehr oder weniger folgen. irgendwie muss man ja mit den zukünftig höheren datenraten umgehen oder denkst du man bindet 39.000 basisstationen einfach mal so stärker an? da ist eine volumenbegrenzung das besser mittel denn die meisten mobilfunknutzer kommen mit 3 oder 5 gb gut zurecht da sie noch einen unbegrenzten festen anschluss haben. die die aber mit mobilfunk ihren gesamten haushalt abdecken sollen werden mit den 3 gb in allen belangen eingeschränkt aber das scheint ganz offensichtlich niemanden zu interessieren.

bkt hat geschrieben:Es bleibt aber ein interessanter Aspekt, den bei der BNetzA zu hinterfragen durchaus lohnt.

in bezug auf was soll sich das lohnen? der regierung müsste man deutlich machen, dass ein 3 oder 5 gb tarif viel zu beschränkt ist als dass man ihn ernsthaft als lösung des problems in erwägung ziehen könnte.

bkt hat geschrieben:In welchem ländlichen Raum, der nicht bereits mindestens DSL versorgt ist tummeln sich tausende Nutzer ? Man zeige mir in Thüringen einen 10km Kreis, in dem es keinen DSL-Anschluss (min. 1 MBit/s) gibt. Und dann zähle man mir in diesem Kreis die tausenden Nutzer (nicht Einwohner oder Haushalte) vor. Unter "tausende" verstehe ich also mindestens mal 2.000, obwohl das im Sprachgebrauch für "tausende" schon unüblich wenig wäre.

es geht um mobilfunk und nicht um dsl ersatz oder denkst du man betreibt die zellen exklusiv für breitbandgeschädigte? natürlich erreichen viele basisstationen in einem (theoretischen) 10 km radius tausende mobilfunknutzer die ihre mobilfunkgeräte (handy, smartphone, table-pc, netbook, notebook, navigationssystem und was noch alles kommen mag) in dieser nutzen. man kann doch das eigentliche mobilfunk clientel nicht einfach außen vor lassen.

davon abgesehen zeigt deine frage worum es eigentlich geht: eine NOTVERSORGUNG für die die nicht mit 1 mbit bauern dsl versorgt werden können. wenn mobilfunk eine echte alternative wäre wieso lässt du dann in deiner 10 km frage keine dsl anschlüsse zu?
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Re: VERSORGUNGSVERPFLICHTUNG DIGITALE DIVIDENDE

Beitragvon bkt » 02.04.2010 23:38

essig hat geschrieben:
bkt hat geschrieben:Dazu ist noch keine einzige AGB veröffentlicht.

wird man im mai bei t-mobile lesen können, die anderen provider werden voraussichtlich mehr oder weniger folgen. irgendwie muss man ja mit den zukünftig höheren datenraten umgehen oder denkst du man bindet 39.000 basisstationen einfach mal so stärker an?


Genau das wird bei LTE zwingend passieren. Alle Stationen werden mit Glasfaser angebunden, da die Richtfunklinks für den Traffic nicht mehr ausreichen.

essig hat geschrieben:es geht um mobilfunk und nicht um dsl ersatz oder denkst du man betreibt die zellen exklusiv für breitbandgeschädigte?

Genau dass ist die Auflage. Bevor nicht 90% der zu versorgenden gemeinden breitbandig am Netz sind ist die "Mobilfunknutzung" nicht zugelassen.

essig hat geschrieben:man kann doch das eigentliche mobilfunk clientel nicht einfach außen vor lassen.

Wieso? die sind doch bereits umts-versorgt. Und deren Problem ist weniger die Geschwindigkeit, als der Traffic, den die Knoten nicht mehr schaffen. Und deswegen auch mit Glasfaser angebunden werden müssen.

essig hat geschrieben: wenn mobilfunk eine echte alternative wäre wieso lässt du dann in deiner 10 km frage keine dsl anschlüsse zu?

Wo lasse ich die nicht zu ???
hier ???
bkt hat geschrieben:... in dem es keinen DSL-Anschluss (min. 1 MBit/s) gibt.

Also Du must dich jetzt schon mal entscheiden. Willst Du mehrfache Breitbandversorgung ?
Oder reicht einmal versorgt nicht grundsätzlich aus.

Wir reden zur Zeit gerade darüber, dass eine Zelle für die Versorgung der bisher nicht mit DSL-versorgten Nutzer reicht.
Wer also über DSL surft, braucht keinen mobilen Anschluß für seine Haushaltsanbindung. Damit erzeugt er darauf auch keinen Traffic (weil er per DSL surft) und somit reicht die Zelle für die noch zu versorgenden Haushalte (wo keine DSL Anbindung vorhanden ist) aus.

So und wo ist jetzt das Gebiet mit 10 km zellegröße und tausenden nicht-dsl-versorgten Nutzern???

Die letzten Gemeinden, die gerade bei uns einen Antrag eingereicht haben, hatte 9 und 11 Nutzer. Bis ich da auf "tausende" komme, muß ich den Durchmesser der Zelle schon deutlich größer machen als 10km.
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