OK: E-Plus - Frequenzen sollen weiße Löcher stopfen

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OK: E-Plus - Frequenzen sollen weiße Löcher stopfen

Beitragvon bru62 » 07.01.2009 17:33

Wie Onlinekosten.de und andere Medien berichten, wird e-plus ab sofort in der Gemeinde Grabowhöfe bei Waren die Machbarkeit von HSDPA auf Frequenzen, die zur "digitalen Dividende" zählen, testen. Gemeinsam mit Ericsson will man ca. 50 Haushalte und Betriebe kostenlos versorgen. Es handelt sich nicht um einen technischen Probelauf, denn es kommt bereits kommerziell genutzte Technik zum Einsatz.
Der Ausbau in Grabowhöfe soll also nicht nur die technische Realisierbarkeit verdeutlichen, sondern in erster Linie die Gespräche über die "Digitale Dividende", also die Rundfunkfrequenzen des UFH-Bandes, wieder anstoßen.


e-plus erwartet von der Verwendung der niedrigen Frequenzen (zwischen 790 und 862 MHz) eine deutliche Verdünnung der Sendeanlagen und damit eine Kostenersparnis. Darum geht es meiner Meinung nach vor allem, wenn die Mobilfunker nach der "digitalen Dividende" lechzen. Ein flächendeckender Ausbau in unversorgten Regionen muss politisch normiert werden, sonst kann sich später wieder niemand an sein "Geschwätz von Gestern" erinnern, fürchte ich.

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Re: OK: E-Plus - Frequenzen sollen weiße Löcher stopfen

Beitragvon essig » 07.01.2009 21:15

so sehe ich das auch. höherer reichweite würde außerdem auch heißen, dass sich mehr nutzer einen sender "teilen" müssten und ich glaube nicht, dass durch die zusätzlichen frequenzen der digitalen dividende auch nur eine einzige mobilfunkanlage im ländlichen raum neu installiert wird. man nutzt auf den bestehenden die zusätzlichen frequenzen und erreicht nen paar bauern mehr die sich dann die mehr oder weniger dünne anbindung der basisstation teilen dürfen. richtig interessant wird die digitale dividende erst in ballungsräumen und nur darum geht es.

was kann man denn eigentlich mit den 72 mhz spektrum effektiv anfangen?
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Re: OK: E-Plus - Frequenzen sollen weiße Löcher stopfen

Beitragvon spokesman » 07.01.2009 22:13

Ausdünnung und damit Rückbau des ländlichen Raumes(Bevölkerung), immer das gleiche Lied der Kosteneinsparnis.
Was der Kunde möchte bekommt er, jedoch nur in der Groß-Stadt.

bru62 hat geschrieben:Ein flächendeckender Ausbau in unversorgten Regionen muss politisch normiert werden, sonst kann sich später wieder niemand an sein "Geschwätz von Gestern" erinnern, fürchte ich.

Der Staat kehrt dann sowas unter dem Teppich, einfach die Tatsachen etwas umformulieren, dann kommt schon eine positive Nachricht raus..

Mobilfunk sollte eigentlich auch zum UD gehören, in unterversorgten Regionen sind die Alternativen noch geringer (nicht Vorhanden) als beim Breitbandproblem, wenn man da 4 Absagen hat steht man ohne Netz und Möglichkeit da, so meine jetzigen Erfahrungen :/ -> naja wenigstens wird es nicht langweilig :D


essig hat geschrieben:was kann man denn eigentlich mit den 72 mhz spektrum effektiv anfangen?

ich würde sagen: "bis zu 7,2Mbit/s*" (wenn man in der Schule beim Zahlenstrahl aufgepasst hat schließt dies 0Mbit/s ein.. - traurig aber wahr)
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