golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

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golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon fx » 18.08.2008 09:50

Link zur Meldung bei golem
Vodafone will Breitband-Internet für die Landbevölkerung
Nutzung der durch die TV-Digitalisierung frei werdenden Frequenzen gefordert
Vodafone will sich verpflichten, die bisher nicht mit DSL versorgten Gebiete in Deutschland mit schnellen Internetzugängen zu beglücken. Dafür will das Unternehmen aber Teile der Frequenzen erhalten, die im Rahmen der DVB-T-Umstellung frei wurden....
Bis 15.10.2009: Leitungsdämpfung 70,69 dB
Ab 16.10.2009: Dämpfung unbekannt, aber Entfernung zum Outdoor DSLAM ca. 300 Meter
Ab 23.10.2009: DSL 6000
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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon bru62 » 18.08.2008 11:40

Hier noch ein Interview mit Vodafone-Chef Fritz Joussen zum Thema:

Quelle: FAZ.Net

Gruß
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Diskriminierungsfreies "Breitband für alle" wird es nur geben, wenn Menschen sich dafür engagieren.
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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon stanleys » 18.08.2008 21:37

bru62 hat geschrieben:Hier noch ein Interview mit Vodafone-Chef Fritz Joussen zum Thema:

Quelle: FAZ.Net

Gruß


Also wenn man in dem Beitrag DVB-T durch WIMAX ersetzt, dann glaube ich den Artikel in grauer Vorzeit schon mal gelesen zu haben.
Er hätte Politiker werden sollen...
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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon essig » 20.08.2008 00:25

stanleys hat geschrieben:Also wenn man in dem Beitrag DVB-T durch WIMAX ersetzt, dann glaube ich den Artikel in grauer Vorzeit schon mal gelesen zu haben. Er hätte Politiker werden sollen...

genau so ist es.

das ist schon fast frech wie man in derartigen auftritten versucht glauben zu machen man bräuchte die frei werdenden frequenzen zur versorgung von unwirtschaftlichen gebieten. völliger unsinn. man will sie einfach nur haben, fertig aus und die "ländliche raum keule" holt man nur raus um sie zu bekommen.
FAZ hat geschrieben:Frage: Sie können die Frequenzen aber auch in den Ballungsgebieten gut gebrauchen, um Ihre Kapazität zu erhöhen und mehr Dienste anbieten zu können. Auch als Wettbewerber zum Festnetz.
Antwort: Das stimmt. ...

das ist so vorhersehbar, dass selbst der treuste entscheidungsträger durchschauen sollte worum es geht und zum glück tun dies ja auch die meisten. das ist ja auch der grund für derartige propagandareden die aber leider früher oder später trotzdem zum ziel führen werden. und von wegen ausbauverpflichtung bin ich seit wimax/bwa auch skeptisch geworden. wie viele tausend gemeinden wurden denn bereits durch dbd, inquam und clearwire versorgt? und wenn bei den frei werdenden frequenzen ein "global player" den ausbauverpflichtungen nicht nachkommt dann droht man reflexartig einfach mit arbeitsplatzabbau und alles wird gut ;)
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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon essig » 01.09.2008 22:50

kleiner nachtrag: Annäherungen im Kampf um die "digitale Dividende"

Es fehle nur noch ein "neutraler Mittler", für dessen Position sich weder die Bundesnetzagentur noch die Landesmedienanstalten wirklich eignen würden.

das die bundesnetzagentur dafür nicht in frage kommen kann ist nach dem wimax debakel mehr als verständlich. man kann wirklich nur hoffen, dass man aus den fehlern gelernt hat und zukünftig den markt besser einschätzt. schon bei wimax war permanent die rede vom ländlichen raum und trotz aller ausbauverpflichtung (über 3000 gemeinden müssen versorgt werden) ist kaum etwas passiert. was sollte diesmal anders laufen? die politik ist viel zu marktgläubig und gleichzeitig zahnlos als das sie von global agierenden konzernen ernst genommen werden würde.

Der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth hat geschrieben:Notfalls könne man die Netzbetreiber aber auch beim Wort nehmen und sie in einer ersten Runde nur direkt in den weißen Flecken zum Zug kommen lassen.

notfalls? beim wort nehmen? ist ja wie auf dem pferdemarkt wo man geschäfte noch per handschlag erledigt und das nach einer seit jahren katastrophalen breitbandpolitik und dem wimax debakel. aber genau diese naivität sorgt dafür, dass die bundesnetzagentur als mittler gar nicht erst in frage kommt. wieso macht man es nicht einfach so? von einem notfall kann man längst sprechen und die sender und landesmedienanstalten könnten mit dieser variante sicher leben. trotzdem wird es nicht passieren, dazu ist die idee viel zu gut...

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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon parc » 03.09.2008 18:14

essig hat geschrieben:notfalls? beim wort nehmen? ist ja wie auf dem pferdemarkt wo man geschäfte noch per handschlag erledigt und das nach einer seit jahren katastrophalen breitbandpolitik und dem wimax debakel.


Weil notfalls die Firmen einfach nicht mehr in neue Leitungen investieren werden - vor allem in den Gegenden, wo noch nichts ist. Man wird sich dann nach Gegenden umschauen, in denen man günstiger investieren kann - also ggfs. im Ausland, wenn dort die Rendite besser ist.

Das ganze kann schon prinzipiell nicht funktionieren. Es hätte eine Unterscheidung in Netzbetreiber und Servicebetreiber geben sollen und die Netzbetreiber - i.d.R. wird das der Staat sein - haben dafür zu sorgen, dass das Entgeld der Servicebetreiber ausreicht, um flächendeckend Internet anbieten zu können und eine ordentliche Rendite herausspringt. Das würde dann wohl für die meisten Nutzer höhere Preise bedeuten - aber dann könnten alle Servicebetreiber bundesweit ihren Service anbieten und es würde dort halt gleiche Startbedingungen geben.

Vielleicht verzichtet man halt auf die eine oder andere Brücke, den einen oder anderen Tunnel oder gar Autobahn.

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Re: golem: Vodafone will Breitband-Internet für Landbevölkerung

Beitragvon essig » 04.09.2008 00:05

gut auf den punkt gebracht ;)
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