repeater - gibt es sie wirklich?

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Beitragvon slarky » 14.04.2006 18:29

repeater kann man nicht in reihe schalten sondern sternförmig


is das einmal eins der wlan technik
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Beitragvon vauwe » 14.04.2006 18:50

slarky hat geschrieben:repeater kann man nicht in reihe schalten sondern sternförmig

is das einmal eins der wlan technik


*grübel*... Du liegst da vollkommen falsch.

Ich denke, Du verwechselst da jetzt was. Sicher ist, daß omnidirektionale Antennen ein WLAN-Signal ringförmig ausstrahlen. Das hat aber nichts mit Repeatern zu tun.

In diesem Thread ging es außerdem um kabelgebundene Repeater (im Speziellen sogar um DSL-Repeater). In der Netzwerktechnik kann man durchaus Repeater in Reihe schalten.

Würde man aber (um auf das von Dir angeführte Thema WLAN zu kommen) gerichtete Antennen einsetzen, könnte man sogar per WLAN Repeater in Reihe schalten, die nicht sternförmig organisiert sind.
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Begriffsklärung?

Beitragvon Martin Scholle » 25.04.2006 14:08

Hallo zusammen,

das hier ist mein erster Beitrag hier, falls ich irgendwas Dummes anstelle bitte seht es mir nach (vergesst aber nicht, mich drauf hinzuweisen :wink: )

Zum Thema:

Ein Repeater ist generell ein Gerät, welches Signale 'auffrischt' und dann weiterleitet. Das ist 'Uralt-Technik', und kann für alle Arten von Signalen eingesetzt werden (Telefon, Analog, Digital, Optisch, Funk, etc.), natürlich mit jeweils spezifischer Technik. Die Telekom hat die Dinger für ihre Leitungen (Kupfer und Glasfaser) zu Tausenden im Boden verbuddelt. Sowas sollte überhaupt kein Problem darstellen. Aufwand und Preis hängen natürlich davon ab, was und wieviel davon man 'auffrischen' möchte. Preise im drei bis vierstelling Euro-Bereich nur für die Hardware scheinen mir da realistisch. Man muß es natürlich noch einbauen und 'verbuddeln'.

Das alles hat zunächst noch nichts mit (A)DSL zu tun.

Ein DSLAM ist ein 'DSL Access Multiplexer', also ein Gerät welches den Zugriff auf DSL bündelt. Im Prinzip stecken darin viele, viele (A)DSL-Modems (eins für jeden zu versorgenden Anschluß) auf der einen Seite und ein Interface zu einer/mehreren Datenleitung/en hoher Kapazität (E1/T1, STM-1 .. STM-144, ATM, GPON etc.) auf der anderen, sowie die nötige 'Umschalt-Technik'.

Zu diesem DSLAM muß also eine/mehrere Leitungen hoher Übertragungskapazität gezogen werden. Von dort aus geht es 'los' mit (A)DSL - also bis zu ca 7 km Kupferleitungslänge bis zum DSL Modem zuhause.

In der Regel stehen diese DSLAMs in den Vermittlungsstellen. Es spricht aber nix dagegen, sie auch irgendwo in einen Schrank mitten in der Pampa zu packen (Outdoor-DSLAM).

So gut wie alle Netzausrüster haben solche Gerätschaften in ihrem Programm, in den unterschiedlichsten Variationen, Anschluß-Kapazitäten und Konfigurationen.

Das Problem liegt in den schon verlegten Leitungen: Wenn von der Vermittlungsstelle (mit dem DSLAM) aus die Kupferleitungen zu lang sind, dann sind eben Erdabeiten erforderlich: Entweder man buddelt unterwegs Repeater ein, die mehrere (hunderte) Hausanschlußleitungen auffrischen, oder man stellt an die Stelle der Verteilerkästen (wo viele Hausanschlußleitungen zusammenlaufen) eben eine Outdoor-DSLAM Kiste hin. Wahrscheinlich muß man dann noch eine spezielle Leitung hoher Übertragungskapazität (STM-x, E1/T1-Bündel, Glasfaser, o.ä) bis zur Vermittlungsstelle ziehen, eventuell mit Repeater zwischendrin.

Technisch ist das alles problemlos lösbar: Die Frage ist, ob der Netzbetreiber die Investition tätigen möchte.

Leider habe ich (noch) keine Kostenschätzung. Sorry.

Falls ich hier olle Kamellen verteilt habe, bitte schimpft mit mir :wink:
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Re: Begriffsklärung?

Beitragvon barty » 25.04.2006 14:45

Martin Scholle hat geschrieben:.... Wenn von der Vermittlungsstelle (mit dem DSLAM) aus die Kupferleitungen zu lang sind, dann sind eben Erdabeiten erforderlich: Entweder man buddelt unterwegs Repeater ein, die mehrere (hunderte) Hausanschlußleitungen auffrischen, oder man stellt an die Stelle der Verteilerkästen (wo viele Hausanschlußleitungen zusammenlaufen) eben eine Outdoor-DSLAM Kiste hin.


Wie jetzt :?:
Ich dachte mit Outdoor-DSLam´s kann man lediglich lange Glasfaserstrecken, nicht aber lange Kupferstrecken, zwischen VST und Hausanschluss überwinden. Das muss mir aber jetzt mal jemand erklären (*verwundertdenkopfkratz*) :shock:
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Beitragvon Martin Scholle » 25.04.2006 15:58

@barty:
Im Prinzip ja, deswegen ist es (in der Regel) ja auch erforderlich, weitere Kabel zu verlegen.

DSLAMs 'sammeln' DSL Leitungen von (je nach Fabrkat im Moment bis zu 2000) (Haus-)Anschlüssen und konzentrieren die Signale auf eine/wenige Leitung/en zur Vermittlungsstelle.
Wenn man 2000 mal 2 Mbit/s (= 4Gbit/s) konzentriert, dann kommt eigentlich nur noch Glasfaser als Übertragungsstrecke in Frage.

Man kann natürlich auch [i]weniger [/i]Anschlüsse bündeln und das Signal auf mehrere Übertragungsstrecken zur Vermittlungsstelle verteilen, die dann weniger Bandbreite haben müssen - je nach Netzplanung und Geldbeutel. In dem Fall reichen unter Umständen Kupferleitungen (E3, E1/T1).
Solche Kupferleitungen brauchen dann aber Repeater, wenn größere Entfernungen überbrückt werden sollen. Es kann trotzdem unter Umständen günstiger sein, die schon verlegten Hausanschluß-Kupferleitungen auf der Strecke (dickes Kabel mit vielen Adern) 'umzuwidmen' und einen oder zwei Repeater einzuschleifen, als auf der kompletten Strecke die Straße aufzureißen und Glasfaser zu legen. Ich bin aber kein Erdbau-Experte, ist nur eine Vermutung.

In der Regel liegt aber Glasfaser von der Vst zum Outdoor-DSLAM, stimmt. Sorry wenn ich da etwas undeutlich formuliert habe.
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Beitragvon Danny » 25.04.2006 18:18

Hallo Martin,

danke für Deine erschöpfende Ausführung zum Thema Repeater. :wink: Tut echt mal gut, von jemandem (außer vauwe) zu hören, der etwas davon versteht. :mrgreen: Nein, das waren keine Kamellen. Ach, was ich noch fragen wollte. Bist Du vom Fach oder warum kennst Du Dich so gut aus?

Gruß Danny
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Re: Begriffsklärung?

Beitragvon vauwe » 25.04.2006 20:56

barty hat geschrieben:Ich dachte mit Outdoor-DSLam´s kann man lediglich lange Glasfaserstrecken, nicht aber lange Kupferstrecken, zwischen VST und Hausanschluss überwinden. Das muss mir aber jetzt mal jemand erklären (*verwundertdenkopfkratz*) :shock:


Barty,

ein Outdoor-DSLAM hat erstmal nichts mit OPAL an sich zu tun. Outdoor-DSLAMs sind (neben dem Cu-Überbau) die einzige Hoffnung für OPAL-Geschädigte.

Ein Outdoor-DSLAM läßt sich aber auch genausogut in reinen Kupfer-Netzen einsetzen. Der Outdoor-DSLAM dient dabei einfach nur dazu, den DSLAM, der sonst in der VSt sitzt, dichter an den Endkunden heranzubringen. Deswegen sind bei Einsatz eines Outdoor-DSLAMs auch wiederum höhere Bandbreiten zu erreichen, da der DSLAM dann wieder dichter am Endkundenanschluß sitzt.

Die Zuführung zum (Outdoor-)DSLAM kann aber auf egal welchem Medium erfolgen (Glasfaser, Cu - STM-1/T-1/E-1/S2M what'soever).
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Re: Begriffsklärung?

Beitragvon vauwe » 25.04.2006 21:04

Martin Scholle hat geschrieben:das hier ist mein erster Beitrag hier, falls ich irgendwas Dummes anstelle bitte seht es mir nach (vergesst aber nicht, mich drauf hinzuweisen :wink: )


Hallo Martin,

willkommen bei uns! :)

Ich denke nicht, daß Deine Einleitung so wirklich notwendig war. Dein Beitrag (jeder gute Beitrag) ist hier gern gesehen und ich fand Deine Abhandlung ganz gut.

Ein Repeater ist generell ein Gerät, welches Signale 'auffrischt' und dann weiterleitet. Das ist 'Uralt-Technik', und kann für alle Arten von Signalen eingesetzt werden


*lach* Klingt ja fast so, als wenn Du auch so ein Dinosaurier wärst, wie ich. Sprießen bei Dir auch schon die Grauen? :)

Ich kenne die Teile noch aus Zeiten von 10-Base5 (Yellow Cable) und 10-Base2 (Thin Ethernet). Also Du hast Recht, daß das eigentlich (vom Grundsatz her) alte Kamellen sind, die irgendwann in den 70er Jahren erfunden wurden.

Die Telekom hat die Dinger für ihre Leitungen (Kupfer und Glasfaser) zu Tausenden im Boden verbuddelt. Sowas sollte überhaupt kein Problem darstellen.


Für POTS und ISDN sicher, aber das Problem, in dem es in diesem Thread geht, sind Repeater, die sich für das Frequenzspektrum von DSL-Leitungen eignen. Vielleicht hat die T-Com bereits welche im Einsatz, aber wenn (entfernungsabhängige) Probleme anstehen, kennt die T-Com solche Geräte offiziell angeblich gar nicht.

Edit: Meine grauen Zellen haben mich im Stich gelassen. 10-Broad2 mußte 10-Base5 heißen, hab's oben korrigiert! :)
Zuletzt geändert von vauwe am 25.04.2006 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon slarky » 25.04.2006 21:31

ich werde mal morgen einen Bekannten von einem T-COM Baubezirk anrufen und den mal gezielt fragen nach "repeater"

wie und wo welche verbaut wurden und was sie bewirken

na vielleicht bekomme ich ja Auskunft

hoffentlich kann ich es dann technisch wiedergeben !!!
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Re: Begriffsklärung?

Beitragvon Martin Scholle » 26.04.2006 10:48

vauwe hat geschrieben:*lach* Klingt ja fast so, als wenn Du auch so ein Dinosaurier wärst, wie ich. Sprießen bei Dir auch schon die Grauen? :)

Ich bin froh über jedes 'Graue' das mir noch übrig bleibt ;-)

vauwe hat geschrieben:Für POTS und ISDN sicher, aber das Problem, in dem es in diesem Thread geht, sind Repeater, die sich für das Frequenzspektrum von DSL-Leitungen eignen. Vielleicht hat die T-Com bereits welche im Einsatz, aber wenn (entfernungsabhängige) Probleme anstehen, kennt die T-Com solche Geräte offiziell angeblich gar nicht.


Na ja, technisch gesehen wird das 'Auffrischen' mit zunehmender Bandbreite immer aufwendiger und die mit Kupfer überbrückbaren Entfernungen immer kleiner. Es macht tatsächlich mehr Sinn, bis auf die letzte Meile konzentriert mit Glasfaser zu gehen, und dann erst aufzudröseln und auf Kupfer umzuschaufeln.

Man kann natürlich fast immer mit 'Basteln' im Einzelfall noch ein bißchen was rauskitzeln, aber, wie mir ein Bekannter diplomatisch nahebrachte, auch die Telekom hat ihre internen Standards und Prozesse, von denen sie - verständlicherweise - ungern bis niemals abweichen.

Repeater für DSL-Kupferleitungen sind - wenngleich technisch möglich - definitiv kein solcher Standard.


Danny hat geschrieben:Ach, was ich noch fragen wollte. Bist Du vom Fach oder warum kennst Du Dich so gut aus?

Ich bin nicht direkt vom Fach, darf aber den Fachmenschen manchmal über die Schulter schauen :-}
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Re: Begriffsklärung?

Beitragvon barty » 26.04.2006 11:29

Martin Scholle hat geschrieben:Man kann natürlich fast immer mit 'Basteln' im Einzelfall noch ein bißchen was rauskitzeln, aber, wie mir ein Bekannter diplomatisch nahebrachte, auch die Telekom hat ihre internen Standards und Prozesse, von denen sie - verständlicherweise - ungern bis niemals abweichen.


Ich hab da manchmal so meine Zweifel. Mir scheint, diese "Standards und Prozesse" erstrecken sich eher auf angestrengtem Müßiggang und Willkür beim Netzausbau, denn auf den einheitlichen Aufbau der technische Infrastruktur. Bei uns hier vor Ort scheint wohl an Kabelmaterial und -querschnitt außer Holz und Hanf so ziemlich alles in den Boden verscharrt worden sein, was Mutter Natur so hergibt. Zumindest soll nach Augenzeugenberichten beim letzten Vorortgespräch ein Verlegungsplan dem Tisch gelegen haben, der nicht nur den Fachmann staunen ließ.
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DSL Repeater lohnen sich nicht.

Beitragvon Martin Scholle » 26.04.2006 15:33

Grade habe ich folgenden Schnipsel (von Aug. 05) gefunden:

At present, Taiwan has more than 50 DSL CPE makers, with not a single one investing in DSL repeaters. Makers said that demand for DSL repeaters hinges on the network structure: the farther the user is from the DSLAM, the stronger the need is for a DSL repeater. However, instead of using DSL repeaters, more network providers are opting to move the DSLAMs closer to users to decrease distance between subbscribers and network providers.
(Quelle:
http://www.globalsources.com/gsol/I/DSL ... 066153.htm)

Zusammenfassung in Deutsch:
DSL Repeater wurden zwar produziert, aber die Hersteller haben es wegen mangelnder Nachfrage drangegeben. Statt DSL Repeater zu verwenden ziehen die Netzanbieter es vor, die DSLAMs näher beim Kunden aufzubauen, um die Distanz zwischen Teilnehmer und Netzanbieter zu verringern (*schmunzel*).

Das Kosten-Nutzen Verhältnis ist offenbar eindeutig auf Seiten der DSLAMs.
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