Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

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Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Haljam » 27.06.2012 05:25

Hallo,

die Telekom prüft zur Zeit den Ausbau und da tauchen die Begriffe Glasfaser und Outdoor DSLAM auf.

Wie verhält sich das nach einem solchen Aufbau mit den Verträgen/Anschlüssen die bei Vodafone, etc.

Werden die Kunden ebenfalls profitieren oder ist ein (Rück)Wechsel zur Telekom angesagt?

Und ist Glasfaser und Outdoor-DSLAM die einzige Möglichkeit die Leitungslängen HVT-Teilnehmer zu minimieren oder gibt es da andere Technik, wenn ja bitte Hinweise und ggf. Links.

Danke!
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon bru62 » 27.06.2012 16:17

Haljam hat geschrieben:Werden die Kunden ebenfalls profitieren oder ist ein (Rück)Wechsel zur Telekom angesagt?
Da kann ich meine Erfahrungen weitergeben, die sich mit denen vieler anderer hier decken dürften. Die Telekom schließt nach der Errichtung ihrer Outdoor-DSLAM an diesen zunächst nur eigene Kunden an. Kunden anderer Anbieter müssen wieder zur T wechseln, wenn sie in den Genuss von schnellem Internet kommen wollen.
Haljam hat geschrieben:Und ist Glasfaser und Outdoor-DSLAM die einzige Möglichkeit die Leitungslängen HVT-Teilnehmer zu minimieren oder gibt es da andere Technik
Es gibt noch die Möglichkeit, Outdoor-DSLAM per Richtfunk zu versorgen. So ist es beispielsweise hier geschehen. Die zukunftssicherste Lösung sollte allerdings Glasfaser sein.

Gruß
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Haljam » 27.06.2012 16:29

Danke für die schnelle Antwort, das hatte ich fast befürchtet, dass die sich abschotten werden. Ist aber zumindest gut zu wissen, wenn die wegen der Kosten jammern.

Das mit der Richtfunkstrecke wäre möglichweise für den Mitbewerber interessant um eben nicht die Kunden zu verlieren - es müsste doch möglich sein, einen dieser neuen Schaltverteiler mit Richtfunk zu koppeln. Gibt es da vielleicht auch schon Erfahrungswerte?

Gruß
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon bru62 » 27.06.2012 16:40

Haljam hat geschrieben:es müsste doch möglich sein, einen dieser neuen Schaltverteiler mit Richtfunk zu koppeln. Gibt es da vielleicht auch schon Erfahrungswerte?
Gib mal bitte in die Forensuche "Schaltverteiler" ein. Da gibt es sicher viele Ergebnisse. Nur so viel: Jeder Anbieter kann von der T einen Schaltverteiler fordern. Das ist reguliert.

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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Fehler20 » 28.06.2012 00:44

Das mit der Richtfunkstrecke wäre möglichweise für den Mitbewerber interessant um eben nicht die Kunden zu verlieren - es müsste doch möglich sein, einen dieser neuen Schaltverteiler mit Richtfunk zu koppeln. Gibt es da vielleicht auch schon Erfahrungswerte?


Wenn du darauf hinaus willst, das nach erfolgtem Ausbau noch ein Anbieter Outdoor-DSLAMs aufstellt, so kann man glaube ich behaupten, dass das die absolute Ausnahme ist (und dann auch eher das auf einmal doch die Telekom mit dem Ausbau begonnen hat). Auch hat Vodafone bis jetzt glaube ich noch nie einen DSLAM mittels Richtfunk angeschlossen.
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Haljam » 28.06.2012 09:41

Nein, es geht mir darum im Vorfeld zu prüfen, was hier sinnvoll sein könnte. T plant wohl derzeit Glasfaser und OutdoorDSLAM und es schweben da schon 6-stellige Beträge im Raum, die die gerne von der Stadt hätten. Von daher wäre gedanklich ja auch ein Schaltverteiler mit Richtfunk eine Möglichkeit den der Mitbewerber hinstellen könnte um den bisher gar nicht versorgten Teil zu versorgen. OB V den bauen kann und will wird sich zeigen müssen.

Gruss
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon bru62 » 28.06.2012 12:50

Haljam hat geschrieben:T plant wohl derzeit Glasfaser und OutdoorDSLAM und es schweben da schon 6-stellige Beträge im Raum, die die gerne von der Stadt hätten.
Das ist das übliche Procedere. Ohne staatliche Beihilfe baut wohl niemand mehr aus, seit es dafür Förderprogramme gibt. Mitnahmeeffekt nennt man das. Ob ein Mitbewerber anders handeln wird, darf man getrost bezweifeln.

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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Fehler20 » 28.06.2012 17:23

Also pro laufendem KM Glasfaser hört man gerne Preise zwischen 50T und 80T € (nur so nebenbei ich halte diese Preise sogar für realistisch). Kannst du abschätzen, von wo die Telekom graben würde?

Das ist das übliche Procedere. Ohne staatliche Beihilfe baut wohl niemand mehr aus, seit es dafür Förderprogramme gibt. Mitnahmeeffekt nennt man das. Ob ein Mitbewerber anders handeln wird, darf man getrost bezweifeln.


Man könnte auch sagen: nachdem die rentablen Flecken erschlossen worden sind und die Preise immer weiter gesunken sind, sind die Gewinnspannen gefallen ;-).
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Nenunikat » 29.06.2012 13:15

Fehler20 hat geschrieben:Also pro laufendem KM Glasfaser hört man gerne Preise zwischen 50T und 80T € (nur so nebenbei ich halte diese Preise sogar für realistisch).

Das kommt immer noch auf die Gegebenheiten an.
Dort, wo problemlos am Rand einer Landstraße ein Kabel in den Boden "gepflügt" werden kann, sind Preise in der 50T-Region wohl kaum realistisch.
Mitten in der Großstadt, wo dichter (ggf. umzuleitender) Verkehr, viele Medien und viele Bauwerke dem Ausbau in die Quere kommen können, wenn kein (nutzbarer) Kanale vorhanden ist, sieht es dagegen ganz anders aus. Komischerweise wird das "Argument" der hohen Glasfaser-Verlege-Kosten aber bevorzugt für den ländlichen Raum eingesetzt...
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Fehler20 » 29.06.2012 18:37

Also das Beispiel 50T€ kenne ich von unserer Anfrage bei der Telekom für die Verlegung einer Company Connect Leitung. Bei uns wäre das hauptsächlich genau wie du sagtest neben einer Landstraße. Eine Autobahnquerung wäre dabei gewesen und ca 700m Stadt aber warscheinlich dort mit vorhandenem Rohr. Auch ein Alternativangebot hat solche Kosten zu Tage gefördert.

Edit: muss bei einer Förderung nicht sowieso die Kalkulation offen gelegt werden, sodass die Telekom dort gar nicht zusätzliche Kosten einpflegen kann sondern Angebote von Bauunternehmen einholt?
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon bru62 » 29.06.2012 19:37

Fehler20 hat geschrieben:Edit: muss bei einer Förderung nicht sowieso die Kalkulation offen gelegt werden, sodass die Telekom dort gar nicht zusätzliche Kosten einpflegen kann sondern Angebote von Bauunternehmen einholt?
Genau das hat bei uns erst dazu geführt, dass die zunächst angegebene und mit den horrenden Tiefbaukosten begründete Wirtschaftlichkeitslücke im Bieterverfahren plötzlich arg schrumpfte. Weil da plötzlich Leerrohre "entdeckt" wurden. Ich denke, die 50 - 80T€ sind in der Tat Höchstpreise, die in der Realität selten erreicht werden. Aber man kann sie toll als Totschlagargument verwenden.

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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Nenunikat » 30.06.2012 11:27

Fehler20 hat geschrieben:...Eine Autobahnquerung wäre dabei gewesen...

Dies dürfte ein Posten sein, der die Kosten merklich in die Höhe treibt...
bru62 hat geschrieben:...
Ich denke, die 50 - 80T€ sind in der Tat Höchstpreise, die in der Realität selten erreicht werden. Aber man kann sie toll als Totschlagargument verwenden.
Gruß

Genauso sehe ich dass auch - zumal ja ab und zu auch von bis zu 50 T € usw. geredet oder geschrieben wird...
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Haupti76 » 30.06.2012 22:19

bru62 hat geschrieben:
Haljam hat geschrieben:Werden die Kunden ebenfalls profitieren oder ist ein (Rück)Wechsel zur Telekom angesagt?
Da kann ich meine Erfahrungen weitergeben, die sich mit denen vieler anderer hier decken dürften. Die Telekom schließt nach der Errichtung ihrer Outdoor-DSLAM an diesen zunächst nur eigene Kunden an. Kunden anderer Anbieter müssen wieder zur T wechseln, wenn sie in den Genuss von schnellem Internet kommen wollen.
Haljam hat geschrieben:Und ist Glasfaser und Outdoor-DSLAM die einzige Möglichkeit die Leitungslängen HVT-Teilnehmer zu minimieren oder gibt es da andere Technik
Es gibt noch die Möglichkeit, Outdoor-DSLAM per Richtfunk zu versorgen. So ist es beispielsweise hier geschehen. Die zukunftssicherste Lösung sollte allerdings Glasfaser sein.

Gruß


das kann sie aber nur so machen, wenn der ausbau ohne förderung erfolgte, oder?
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Fehler20 » 01.07.2012 10:09

das kann sie aber nur so machen, wenn der ausbau ohne förderung erfolgte, oder?


eigentlich nicht. Die Förderung wird bei euch ja für eine bestimmte Bandbreite ausgeschrieben, wer die Ausschreibung am preiswertesten hinbekommt bekommt den Zuschlag. Als Beispiel haben sich z.B. viele Gemeinden auch mit reinem Funk (entweder LTE oder WiMax) zufrieden gegeben, den Ärger den das Teilweise verursacht kann man dann hier nachlesen ;-). Da für uns allerdings aufgrund der Kosten kein Kabel in Betrcht kam, sind wir jetzt per Point to Point Richtfunk angebunden (also so wie euer DSLAM angebunden würde, falls Funk) und da kann man echt nicht meckern, sonlang der Provider seine Technik im Griff hat.

Wie lang wäre denn die Glasfaser Schätzungseise? Als Schätzhilfe: rausfinden, wo DSL16000 geht, von da die Strecke plus 2 Kiklometer (so als GANZ vereinfachte Hilfe).
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Re: Glasfaser Outdoor-Dslam und was dann

Beitragvon Haupti76 » 01.07.2012 10:18

unser dslam soll per glasfaser von der t-com angeschlossen werden.
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