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bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 09.09.2009 17:26
von bru62
Die Südthüringer Zeitung berichtet heute, dass nach dem Willen der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen bis 2012 in jeder Gemeinde des Lankreises schnelles Internet zur Verfügung stehen soll. Dazu wurde jetzt ein Pilotprojekt gestartet. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt.

Gruß

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 09.09.2009 21:31
von essig
die leg... nimmt sich nun jeden thüringer kreis vor und verspricht breitband bis 2012... wie ist erstmal egal, hauptsache hinhalten und so tun als ob. erst der kyffhäuserkreis und nun eben der landkreis weimarer land.

die suche auf www.leg-thueringen.de nach breitband bringt 5 unbrauchbare treffer. die suche auf www.thueringen-online.de nach kyffhäuserkreis oder weimarer land bringt einen ebenfalls nicht weiter.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 14.03.2010 01:35
von bkt
Liebe Mitstreiter,

Nicht die LEG verspricht Breitband bis 2012, sondern der Thüringer Landtag (http://www.thueringer-landtag.de/tlt/) hat in der Sitzungen am 19.06.2009 in der letzten Legislaturperiode einstimmig, mit den Stimmen aller Fraktionen diese Zielstellung beschlossen.
Protokoll S.11206 (TOP14)
http://www.parldok.thueringen.de/parldo ... 4FF1CA.pdf

Mit dieser immer noch sehr sportlichen Zielstellung (2012) hat der Landtag weit mehr Realismus bewiesen, als die Bundesregierung mit ihrem 1 MBit/s bis Ende 2010 für alle.
In Anbetracht der tatsächlichen Versorgungslage in Deutschland (nicht die aus dem Breitbandatlas des BMWi ;-) ) ist die Umsetzung letzterer Zielvorgabe (2010) praktisch unmöglich.
Und auch der Wunsch des Thüringer Landtages ist sehr lobenswert, aber vergleichsweise schwierig umzusetzen, da bei jedem einzelnen Erschliessungsprojekt von jedem Investor als erstes die Frage der Wirtschaftlichkeit gestellt wird.

Letztlich liegt damit das Problem weniger im Unterschied zwischen in den 1 oder 2 MBit/s, sondern in der Realisierung einer vollständigen flächendeckenden Grundversorgung, gepaart mit der großen Streuung und Kleinteiligkeit der Siedlungsflächen in Thüringen (oder auch anderswo).

Fakt ist, ca. 75% aller Gemeinden in Thüringen haben weniger als 2.000 EW oder unter 1.000 Haushalte (Faktor für Thüringen = 2.1). Und knapp 40% aller Gemeinden haben sogar unter 500 EW was unter 250 Haushalten entspricht.
Und die praktisch recht häufig vorzufindende Aufgliederung der Gemeinde in mehrere separate Orte ist hierbei noch nichteinmal berücksichtigt.
Wenn man dann noch berücksichtigt, dass in Thüringen nur knapp 63% überhaupt das Internet nutzen (aktuelle NOnliner-Studie) und ein Investor im ersten Jahr nach der Fertigstellung durchschnittlich mit 30% als Kunden rechnen kann, dann kann man sich leicht ausrechnen, wie teuer eine sich selbst wirtschaftlich tragende Investition noch sein darf.

Letztlich ist vor allem die extrem kleinteilige Siedlungsstruktur das eigentliche Problem, welches eine kostenintensive Erschliessung vielfach unwirtschaftlich macht.

Und die Anbieter selbst (allen voran die Telekom) haben mit ihrer Preisgestaltung, die sie in den Ballungszentren ausgerollt haben bei all ihren Kunden das Verständnis für leistungsadäquate Preise zerstört. (z.B. congstar - 16.000er = 19,98€; marktüblich zwischen 30-40 Euro)

Wenn 1MBit/s nicht 1/6 kosten von 6MBit/s oder 1/16 von 16MBit/s, sondern fast das selbe, dann ist hinterher nicht mehr vermittelbar, dass dies eigentlich nur für die lukrativen Ballungszentren gelten kann, in denen der Anbieter für die höheren Leistungsbereiche dann nur auf etwas mehr Rendite verzichtet, in jedem Fall aber noch Gewinn macht.

Wer "Geiz geil findet", der hilft mit, dass der flächendeckende Ausbau noch sehr, sehr lange dauern wird. Der wird auch weiter mit "bis zu ... "-Angeboten leben müssen, die viel versprechen und wenig halten.
Bandbreite ist nicht für umsonst zu erhalten. Und Qualität hat ihren Preis. Hohe Bandbreiten ohne Mengenbegrenzung und "Quality of Service" sind solche herausgehobene Qualitäten, für die auch ein angemessener Preis zu zahlen ist.

Und zum besseren Verständnis, über welche theoretischen Datenmengen wir reden, wenn der Anschluß tag- und nacht laufen würde:

Die "natürlichen" Mengengrenzen (rechnerisch maximal ladbare Datenmenge) bei den verschiedenen Geschwindigkeiten
64 kBit/s (ISDN-ohne Kanalbündelung) ca. 20 GB/Monat
128 kBit/s (ISDN-mit Kanalbündelung) ca. 40 GB/Monat
1.024 kBit/s ca. 316 GB/Monat
2 MBit/s ca. 630 GB/Monat
6 MBit/s ca. 1.900 GB/Monat = ca.1.9 TB/Monat
16 MBit/s ca. 5.000 GB/Monat = ca.5 TB/Monat

-----------------------------------------------------------------------------------

Weil sich die rechtlichen Rahmenbedingungen aber auch unter optimistischster Annahme voraussichtlich nicht kurzfristig ändern werden, da man hierzu bei der EU beginnen müßte, bleibt also nur der Weg, alle praktisch realisierbaren Möglichkeiten aktiv und gemeinsam umzusetzen.

Wie kann man also den Prozeß voranbringen:

- im ersten Schritt alle Zugangstechnologien nutzen, die eine Verbesserung der Situation ermöglichen. Insbesondere die Funktechnologien helfen weite Strecken zu überbrücken, für die eine Tiefbaufinanzierung, zumindest kurzfristig, nicht realisierbar ist.

- Selbst DSL-Light ist bereits besser als ISDN, da hier eine Flatrate inclusive ist. Zwar noch nicht sehr viel schneller, aber deutlich kostengünstiger.

- alle Informationen zusammentragen und bündeln, die den Ausbau kostengünstiger und schneller machen. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächst vom BKT bereitgestellt. Hier kann dann jeder mitmachen und breitbandrelevante Infrastrukturen, die er selbst kennt hinterlegen, georeferenziert und auf Wunsch auch mit Foto (z.B.Foto-Handy).

- für den zweiten Schritt alle Synergien bei Tiefbaumaßnahmen nutzen. Dafür so früh wie möglich bereits Planungen der Gemeinden für die Möglichkeit des Mitbaus veröffentlichen. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächstvom BKT bereitgestellt. FTTB/H kann flächendeckend nur im Rahmen des Mitbaus einigermaßen kostengünstig und in endlicher Zeit realisiert werden.

- Alle Interessenten für einen schnelleren Internetzugang erfassen. Jeder Kunde mehr macht einen selbsttragenden Ausbau wahrscheinlicher. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächst vom BKT bereitgestellt.

Weitere Hinweise sind sehr willkommen. Bitte direkt auch an unsere Mailadresse breitbandkompetenzzentrum@thueringen-online.de


Breitbandkompetenzzentrum Thüringen (BKT)

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 14.03.2010 10:57
von bru62
Vielen Dank für die ausführliche und kompetente Darstellung.

Was mich interessiert: Wie stehen die Länder eigentlich zu den realitätsfernen Aussagen der Bundesregierung? Muss man nicht die Breitbandstrategie heute schon für gescheitert erklären? Warum überlässt man es Initiativen wie geteilt.de, das zu tun? Die dann noch öffentlich belächelt oder unlauterer Interessen bezichtigt werden (wie ich es selbst auf der Konferenz erleben musste). Wäre es nicht an der Zeit, auch als Breitbandkompetenzzentrum eines Landes öffentlich Stellung zu beziehen? Und sollte nicht durch die Länder im Bundesrat eine Änderung der Strategie angeschoben werden? Ist das nicht längst ein Thema für die Parteizentralen? Oder ist es tatsächlich so, dass wir eine Randgruppe vertreten und deshalb nie Mehrheiten finden werden? Weil man lieber den Geiz einer Mehrheit bedient und dafür billigend den Niedergang ganzer Regionen in Kauf nimmt?

Ich weiß, jeder politische Schritt ist langwierig und mühsam. Aber es führt doch offenbar kein Weg daran vorbei. Jeder Tag, den wir verstreichen lassen, ohne über eine politische Lösung nachzudenken und sie ernsthaft zu erwägen, ist vertane Zeit. Du hast ja selbst recht ausführlich dargelegt, dass der Markt allein nie in der Lage ist, flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Es ist Zeit für eine konzertierte Aktion. Also, worauf warten wir noch?

Gruß

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 14.03.2010 17:57
von Haupti76
bru62 hat geschrieben: Warum überlässt man es Initiativen wie geteilt.de, das zu tun?


Nicht falsch verstehn, aber wovon träumst Du Nachts? Das wird nicht in diesen Leben passieren!

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 14.03.2010 19:58
von Haupti76
Haupti76 hat geschrieben: Nicht falsch verstehn, aber wovon träumst Du Nachts? Das wird nicht in diesen Leben passieren!


Ich möchte das nicht so stehen lassen. Der Gedanke, Idee oder wie Du es auch nennen magst, ist sehr sinnvoll.
Ich glaube nur nicht, daß sich irgendein Politiker einen Bürger ins Haus holt um mit ihn gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Aber ich wäre froh wenn ich mich hier irren würde.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 14.03.2010 20:18
von r.h.
bkt hat geschrieben:Wie kann man also den Prozeß voranbringen:

- im ersten Schritt alle Zugangstechnologien nutzen, die eine Verbesserung der Situation ermöglichen. Insbesondere die Funktechnologien helfen weite Strecken zu überbrücken, für die eine Tiefbaufinanzierung, zumindest kurzfristig, nicht realisierbar ist.

- Selbst DSL-Light ist bereits besser als ISDN, da hier eine Flatrate inclusive ist. Zwar noch nicht sehr viel schneller, aber deutlich kostengünstiger.

- alle Informationen zusammentragen und bündeln, die den Ausbau kostengünstiger und schneller machen. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächst vom BKT bereitgestellt. Hier kann dann jeder mitmachen und breitbandrelevante Infrastrukturen, die er selbst kennt hinterlegen, georeferenziert und auf Wunsch auch mit Foto (z.B.Foto-Handy).

- für den zweiten Schritt alle Synergien bei Tiefbaumaßnahmen nutzen. Dafür so früh wie möglich bereits Planungen der Gemeinden für die Möglichkeit des Mitbaus veröffentlichen. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächstvom BKT bereitgestellt. FTTB/H kann flächendeckend nur im Rahmen des Mitbaus einigermaßen kostengünstig und in endlicher Zeit realisiert werden.

- Alle Interessenten für einen schnelleren Internetzugang erfassen. Jeder Kunde mehr macht einen selbsttragenden Ausbau wahrscheinlicher. Eine zentrale Plattform dafür wird demnächst vom BKT bereitgestellt.

Weitere Hinweise sind sehr willkommen. Bitte direkt auch an unsere Mailadresse breitbandkompetenzzentrum@thueringen-online.de


Breitbandkompetenzzentrum Thüringen (BKT)
Danke. Endlich mal eine realistische Stellungnahme auf dieser Webseite, die im Übrigen der Breitbandstrategie entspricht. Das hebt sich angenehm von dem sonstigen hohlen Geschwätz hier ab.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 15.03.2010 01:07
von essig
r.h. hat geschrieben:Danke. Endlich mal eine realistische Stellungnahme auf dieser Webseite, die im Übrigen der Breitbandstrategie entspricht. Das hebt sich angenehm von dem sonstigen hohlen Geschwätz hier ab.

welchen wert hat diese deine meinung in anbetracht dessen, dass du dich extra mit wegwerf-email-adresse und über einen anonymisierungsdienst hier angemeldet hast um diese zu äußern? die die schon länger dabei sind werden meinen sie hätten ein deja-vu aber ich will da gar nicht weiter ausholen es sei denn es besteht interesse... davon abgesehen hast du damit bkt einen bärendienst erwiesen, da der eine oder andere glauben könnte ihr beide hättet etwas miteinander zu tun, was nicht so ist. bkt argumentiert mit offenem visier, du nicht - bkt gebührt anerkennung, dir nicht.


bkt hat geschrieben:Nicht die LEG verspricht Breitband bis 2012, sondern der Thüringer Landtag (http://www.thueringer-landtag.de/tlt/) hat in der Sitzungen am 19.06.2009 in der letzten Legislaturperiode einstimmig, mit den Stimmen aller Fraktionen diese Zielstellung beschlossen. Protokoll S.11206 (TOP14) http://www.parldok.thueringen.de/parldo ... 4FF1CA.pdf

der link funktioniert leider nicht da die dokumente bei jedem aufruf mit immer wechselnden adressen in den cache gelegt werden. hier nochmal die beiden dokumente über einen umweg:

- Verfügbarkeit von breitbandigen Internetanschlüssen mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens zwei Mbit/s in Thüringen ...
- Plenarprotokoll 110. Plenarsitzung

da das plenarprotokoll wirklich "lesenswert" ist aber vielleicht nicht jeder erst im pdf suchen will habe ich es mal unter viewtopic.php?f=68&t=8586 bereitgestellt. dort kann es bei bedarf auch diskutiert werden.


bkt hat geschrieben:Mit dieser immer noch sehr sportlichen Zielstellung (2012) hat der Landtag weit mehr Realismus bewiesen, als die Bundesregierung mit ihrem 1 MBit/s bis Ende 2010 für alle.
In Anbetracht der tatsächlichen Versorgungslage in Deutschland (nicht die aus dem Breitbandatlas des BMWi ;-) ) ist die Umsetzung letzterer Zielvorgabe (2010) praktisch unmöglich.
Und auch der Wunsch des Thüringer Landtages ist sehr lobenswert, aber vergleichsweise schwierig umzusetzen, da bei jedem einzelnen Erschliessungsprojekt von jedem Investor als erstes die Frage der Wirtschaftlichkeit gestellt wird.

tatsache1 ist doch, dass beide ziele nicht erreichbar sein werden und die tatsache2, dass selbst wenn man die ziele erreicht das problem längst nicht gelöst ist macht es nicht besser. wenn man es in thüringen wie auch immer schaffen sollte flächendeckend zwei mbit bis 2012 zu erreichen dann steht man immer noch vor einem ähnlich großen problem wie 2000, 2004, 2008, 2010... man setzt sich minimalziele die man dann nur mit mühe und not erreicht um sich dann neue minimalziele zu setzen. erinnert an eine mischung aus der hase und der igel und fünfjahresplänen.

aber was sollen bürger, kommunen, kreise und länder machen wenn der bund die falschen weichen stellt bzw. auf der bremse steht. lösungsansätze wie universaldienst, trennung netz/dienste, open access usw. werden nicht einmal diskutiert sondern beharrlich ignoriert. die länder müssten mehr druck auf den bund ausüben aber nun ja.

liest man deine weitere einschätzung dann hat man ein wenig das gefühl als wolle man mit allen möglichen mitteln und argumenten vom eigentlichen problem ablenken. dinge wie kleinteiligkeit der siedlungsflächen, zu wenig einwohner / haushalte, bevölkerungsdichte, geiz ist geil, ladbare datenmengen, nonliner, lukrativen ballungszentren, kostenintensive erschliessung sind nicht das problem sondern altbekannte umstände die in der natur der sache liegen und kaum änderbar sind. das eigentliche problem ist der fehlende politische wille einen markt, der seit jahren jährlich mehre milliarden gewinn macht zu einem flächendeckenden ausbau zu bewegen (zwingen). die meisten sogenannten bretbandstrategien sind eine sammlung von selbstverständlichkeiten, mehr nicht. der markt selbst wird an keiner stelle mit dem problem "belästigt" und das wird sich bei fttx nicht nur fortsetzen sondern verschärfen.

den kommunen und ländern bleibt nichts weiter als das beste daraus zu machen und auch hier zeichnet sich bereits deutlich ab, dass sich die länder/kommunen mit genug geld in der kasse eine problemlösung mit hohen zuschüssen erkaufen und sich die länder/kommunen ohne geld in der kasse in atlanten und studien flüchten.

dein "maßnahmenkatalog" im letzten drittel deines beitrags ist zwar sicher gut gemeint, kann und wird das problem aber NICHT lösen. nicht in 2, 5 oder 10 jahren. wie schon gesagt, die länder (vor allem die schwachen) sollten den bund endlich unter druck setzen denn falls man es noch nicht bemerkt hat, hält sich der bund weitgehend raus und kassiert seine jährliche dividendenmilliarde während die reichen länder verständlicher weise gute fortschritte machen. abgehängt werden die ärmeren aber die haben dafür ja atlanten um dem bürger und den unternehmen zu zeigen wo sie sich bloß NICHT ansiedeln sollen.

des weiteren sollten die länder von den etablierten großen netzbetreibern abrücken und vor allem die eigenen stadtwerke zu einer investition motivieren. sie müssen damit aufhören das gerücht zu bestärken eine "kostenintensive erschliessung wäre vielfach unwirtschaftlich". es gibt keine unwirtschaftlichen gebiete sondern nur wirtschaftlichere und weniger wirtschaftlichere. die heute gängige definition von unwirtschaftlich entstammt der perspektive von aktionärsgetriebenen konzernen die maximale renditen erzielen müssen und dies wurde ungeprüft von der politik übernommen. für stadtwerke gelten ganz andere maßstäbe denn hier muss sich ein leerrohr/glasfasernetz nicht schon nach 3 jahren rechnen. man betreibt es 30 jahre lang und länger also reicht es auch wenn man "erst" nach 10 jahren gewinn macht. den stadtwerken/kommunalen betrieben klar zu machen, dass man mit fttx richtiges geld verdienen kann könnte der schlüssel sein und wird ja bereits hier und da praktiziert.

nun ja...

ps: nochmal großen respekt an bkt für den offenen umgang mit dem problem.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 15.03.2010 17:16
von bru62
r.h. hat geschrieben:Das hebt sich angenehm von dem sonstigen hohlen Geschwätz hier ab.

:lol: :lol: :lol: :lol:

Mehr fällt mir bei so einem Troll nicht ein.

Gruß

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 15.03.2010 20:15
von stanleys
bru62 hat geschrieben:
r.h. hat geschrieben:Das hebt sich angenehm von dem sonstigen hohlen Geschwätz hier ab.

:lol: :lol: :lol: :lol:

Mehr fällt mir bei so einem Troll nicht ein.

Gruß

Einen Dr. r.h. mit ähnlicher Meinung .... Ich vermute man kennt sich. :o

@essig
Hast dir ja ganz schön den Montagsfrust von der Seele geredet. Inhaltlich aber dakor.
Schon mal überlegt wer bkt sein könnte? Da kommen nicht so viel Personen in Frage!

Auf jeden Fall könnte ich mir eine weitere Diskussion eher mit bkt als mit r.h. vorstellen.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 15.03.2010 21:00
von essig
stanleys hat geschrieben:Einen Dr. r.h. mit ähnlicher Meinung .... Ich vermute man kennt sich.

messerscharf geschlussfolgert, alle achtung ;)

stanleys hat geschrieben:Schon mal überlegt wer bkt sein könnte? Da kommen nicht so viel Personen in Frage!

da kommen nicht so viele in frage ;)

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 15.03.2010 23:41
von bkt
Da muß man nicht lange überlegen. Steht doch hier:
Breitbandkompetenzzentrum Thüringen (BKT)


Bezüglich der pessimistischeren Kommentare verweise ich auf unsere Signatur ;-)

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 16.03.2010 09:11
von essig
bkt hat geschrieben:Da muß man nicht lange überlegen. Steht doch hier: Breitbandkompetenzzentrum Thüringen (BKT)

es ging um die person hinter dem account, nicht um die institution. siehe (Schon mal überlegt wer bkt sein könnte? Da kommen nicht so viel Personen in Frage!)

aber wie gesagt, die meisten hier werden auf den gleichen tippen ;)

bkt hat geschrieben:Bezüglich der pessimistischeren Kommentare verweise ich auf unsere Signatur

die kommentare waren weniger pessimistisch, eher realistisch. deine signatur hingegen liest sich für manch betroffenen pessimistisch denn was dort steht hört man seit 10 jahren: "Das Denkbare diskutieren, das Machbare realisieren."... das ist politik auf kleinsten gemeinsamen nenner, mutlos, defensiv und frei von jeder vision. ftth diskutieren und sat/funk realisieren.

was ist denn an vorschlägen wie z.b. über den bundesrat mehr druck auf den bund auszuüben oder die stadtwerke für das thema zu interessieren pessimistisch? hätten man doch die letzten 4-5 jahre tun können. wo man aber wirklich gelassen pessimistisch sein kann sind die geplanten atlanten aber das weiß man vermutlich selbst.

nach 10 jahren wollen die betroffenen keine almosen in form von sat, funk, umts, dsl-light sondern sie wollen endlich teilhaben und als teil der gesellschaft behandelt werden (funktioniert bei strom, telefon, wasser, straßen, entsorgung doch auch). stattdessen wird die offene diskriminierung durch bund und manche länder fortgesetzt. wieso gibt man dann nicht gleich zu, dass einige ländliche regionen bereits als aufgegeben gelten? will man denen die dort ein haus gebaut haben oder sich mit ihrer firma niedergelassen haben nicht vor den kopf stoßen? hätte man das schon vor 10 jahren gemacht hätte man vielen viel ärger und geld gespart.

betrachtet man die politik von bund und manchen ländern dann müsste man eigentlich jedem betroffenen empfehlen lieber heute als morgen wegzuziehen insofern er kann und vielleicht werden dazu die atlanten dann doch noch gut sein. bei dieser politik ist es ja fast nicht mehr zu verantworten optimistisch zu sein und einen flächendeckenden ftth ausbau für möglich zu halten.

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 16.03.2010 18:18
von spokesman
essig hat geschrieben:ftth diskutieren und sat/funk realisieren

in einigen Regionen und natürlich auf Landes- und Bundesebene wird so gehandelt und selbst hier ist man mit Fördermitteln sehr passiv.

Andere sagen "das eine tun, aber das andere nicht lassen" - wie die Wirtschaftsförderagentur im LK Saalfeld-Rudolstadt.

Natürlich gibt es dann noch Regionen mit Personen, in welchen man das Thema noch immer von sich weg schiebt.

Bisher führte keine Handlunsgweise, wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen darf zum Erfolg. In den meisten Bundesländern gibt es bisher noch keine Verpflichtung zum nachhaltigen Leerrohrausbau. Gespräche mit Energieversorgungsunternehmen werden erst seit wenigen Monaten in Betracht gezogen, obwohl man im Ostdeutschen Raum vor "unzähligen" Konzessionsverhandlungen steht. Die Initiative diskutiert schon seit geraumer Zeit über derartige Möglichkeiten, Fachdienste mit dem Thema Enticklung von Stadt, Kreis oder Land gibt es genügend, wie kann eine solche Entwicklung verschlafen werden?

Selbst nach 10 Jahren Unterversorgung wird weiter nichts getan und nichts tun ist für mich auch innerhalb von 30min eine Bedarfsermittlung mit einem kurzen Anschreiben an die Gemeinden zu delegieren..

Oftmals braucht man sich aber nicht zu wunder, in der letzten Kreistagssitzung präsentierte unsere Landräten ganz stolz:
Die Anzahl der ALGII, Sozialhilfeempfänger baut Jahr für Jahr ab, dies sei der hervoragenden Arbeit der Vermittlungsstellen zu verdanken.
Meine liebe Landrätin, der Prozentsatz zwischen ALG, ALGII, Sozialhilfeempfängern und Erwerbstätigen bleibt annähernd gleich. Die Empfängerzahl schwindet, dies ist jedoch der sinkenden Einwohnerzahl des Landkreises geschuldet. Naja wer ca. 60.000€ im Jahr verdient, darf auch mal solche Dinge auf den Kopf stellen - bewusst oder unbewusst, ich glaube die meisten KTM haben diesen Logikfehler sicher mitbekommen *hust*

Re: bis 2012 schnelles Internet in allen Gemeinden

BeitragVerfasst: 16.03.2010 20:17
von rezzler
Ich würde den Faden hier ja in "Thüringen Allgemein" verschieben, da ich erstens keinen Bezug zum Weimarer Land sehe und zweitens er zu interessant ist um zu vergammeln.