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ISDN über Proxy-Server

BeitragVerfasst: 02.07.2006 21:52
von snapper11
Hallo,

hat von euch jemand Erfahrungen mit ISDN -Beschleunigern alà SaferSurf oder Onsped gemacht ?

Gruß
Martin :?:

BeitragVerfasst: 02.07.2006 22:18
von vauwe
Hallo Martin,

leider habe ich zwar keine Erfahrungswerte mit den von Dir genannten Produkten, aber sowas könnte man sich notfalls selber bauen (vorausgesetzt, man hat die Technik - sprich einen Proxy irgendwo bei einem Hoster/ISP dazu).

onsped hat geschrieben:Die Firma Onspeed hat einen Weg gefunden diese Datenpakete kleiner zu machen

Aha... die haben einen Weg gefunden... Sollten die etwa eine RFC gelesen haben? :)

SaferSurf sagt mir schon eher etwas. Ist der nicht aus dem umstrittenen WebWasher hervorgegangen?

Anyway, der angepriesene Mechanismus zur Beschleunigung der Datenübertragung basiert im Wesentlichen auf dem gzip Kompressionsalgorithmus, der von jedem anständigen Webserver und Proxy unterstützt wird. Wenn Du also einen Proxy irgendwo nutzen kannst, bei dem gzip aktiviert ist, dann hast Du schon den gewünschten Effekt, ohne irgendwas kaufen zu müssen. Du kannst ja mal nach "öffentlicher Proxy" als Stichwort mit der Suchmaschine Deines Vertrauens suchen, den in Deinem Browser eintragen und gucken, ob gzip unterstützt wird.

Am besten geht das mit Firefox und der Extension "LiveHttpHeaders". Daran kannst Du sehen, ob gzip genutzt wird.

BeitragVerfasst: 02.07.2006 22:22
von vauwe
Eine Sache hatte ich noch vergessen: Die Angabe, daß das Surfen bis zum Faktor 5 beschleunigt werden kann, muß unter Optimalbedingungen ermittelt worden sein. Der effektive (durchschnittliche) Kompressionsfaktor dürfte wohl bei ca. 1,5 bis 1,75 liegen und kann nur bei nicht vorkomprimiertem Inhalt effektiv arbeiten.

Einen Kompressionsfaktor von 5 dürfte man wohl nur bei reinem ASCII-Content erhalten und dürfte wohl auch nur spürbar werden, wenn große Mengen davon übertragen werden sollen.

BeitragVerfasst: 03.07.2006 20:00
von M0rGu3
Ich weiß nur, dass es einige ISP's gab/gibt, die Modem-Kompression unterstützen. Hatte eine zeitlang einen, bringt aber nicht so wirklich viel, weil komprimiertes eben nicht weiter komprimiert werden kann (JPEG etc. kann man also nicht weiter komprimieren).
Ich hatte meist 5-10% Kompression nach Windows-Angabe.

BeitragVerfasst: 03.07.2006 20:19
von governet
So weit ich weiß, sollen bei solchen Diensten die Bilder noch mal in der Qualität runtergeschraubt werden (Kompressionsgrad, Pixel-Größe?). Was ja auch noch mal paar kb's macht.

Gruß Governet

BeitragVerfasst: 06.07.2006 15:59
von vauwe
Nachtrag für's Archiv:

Google bietet ebenfalls einen Beschleunigerdienst (allerdings kostenlos) an: http://webaccelerator.google.com

Vorher sollten die Terms & Conditions studiert werden, ob dort nicht Dinge drin stehen, die mit deutschem Datenschutz nicht zu vereinbaren sind.

BeitragVerfasst: 06.07.2006 16:33
von governet
@vauwe Ist aber nicht für Schmaldand gedacht:

Can I use Google Web Accelerator with a dial-up connection?

Dial-up users may not see much improvement, as Google Web Accelerator is currently optimized to speed up web page loading for broadband connections.

http://webaccelerator.google.com/support.html#basics3

Gruß Governet

BeitragVerfasst: 06.07.2006 16:37
von essig
logisch. bei 6 mbit hat man schon erheblich mit den extremen ladezeiten einer internetseite zu kämpfen und da kommt der webaccelerator gerade recht... ne mal ernsthaft wie sinnfrei ist das denn?

BeitragVerfasst: 06.07.2006 16:59
von vauwe
An anderer Stelle (irgendwo in den FAQs) stand, daß man auch auf schmalbandigen Verbindungen Seiten flüssiger abrufen können soll, die für Breitband optimiert (sprich aufgebläht) wurden. Nicht komprimiert werden jedoch bereits komprimierter Content (ZIP usw.) und Streaming-Inhalte. https wird gar nicht unterstützt (verständlich).

Außerdem kann im Client eingestellt werden, daß man Dial-Up User ist (s. Screenshots).

Ein Beschleunigungstool, das erst bei Verbindungen mit 6 MBit/s genutzt werden kann, macht ja auch keinen Sinn. Laut FAQ wird GZIP-Kompression eingesetzt und daher gehe ich davon aus, daß die einfach eine Proxy-Farm aufgesetzt haben (mit Hilfe von Proxies, die GZIP Richtung Client unterstützen bzw. erzwingen). Somit sollte das Tool auch mit schmalbandingen Leitungen nutzbar sein, egal welcher Blödsinn in den FAQs steht.