Repeater - Legende oder steht uns eine "Rettung" b

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Repeater - Legende oder steht uns eine "Rettung" b

Beitragvon Psychedelic Kingdom » 12.01.2007 13:01

Ich hatte neulich aufgrund eines Problems mit meinem Anschluss (was im Nachhinein garkeins war^^) nach 24 Stunden (vorbildlich(!)) einen Techniker vor Ort... neben der Info die er mir gab siehe http://geteilt.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2832 meinte er, dass die dtag am überlegen ist Repeater einzusetzen.

1. Stimmt diese Aussage. Weiß einer mehr?
2. Gibt es eine Möglichkeit das zu prüfen?

Danke im Voraus & GreeTz
...
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Beitragvon fruli » 12.01.2007 13:53

Hi,

Repeater werden bisher von der T-Com schon im Einzelfall für SDSL eingesetzt, wenn entsprechende zahlungskräftige Kundschaft vorhanden ist, wo sich das für die T-Com finanziell lohnt.

In der Schweiz wird z.T. seit Jahren schon Repeater für ADSL im Einsatz.

ISDN-Repeater setzt die T-Com seit vielen Jahren auch in Deutschland ein.

Repeater sind aber nur geeignet, wenn es um die Versorgung von ein paar wenigen vereinzelten Anschlüssen geht - ansonsten muss der Weg über Outdoor-DSLAMs gegangen werden.

Im Feldtest sind ADSL-Repeater bei der T-Com eigentlich schon seit Jahren im Einsatz, nur lohnt sich der Einsatz im Regelbetrieb angeblich nicht (die T-Com interessiert sich eben nicht für ein paar popelige Kunden jwd).

"Die Rettung" sind Repeater sowieso nicht - sie helfen nur bei einzelnen individuellen Anschlüssen jwd.

Die Abkehr vom Annex-B-Irrsinn und die Nutzung der reichweiten/bandbreitenstarken ADSL-Normen anch Annex A (ADSL-over-POTS) / L (Reach-Extended ADSL2+ siehe Frankreich) und ratenadaptive Schaltung bei allen Bandbreiten wären weitaus effektiver und wichtiger für die Versorgung der Kundschaft jwd mit höheren/angemessenen Bandbreiten, wie sie in anderen Ländern wie Frankreich, Grossbritannien oder der Schweiz längst vorhanden/üblich ist.

So long.
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Beitragvon copy » 14.01.2007 12:50

Hallo Fruli,
In wie fern erhöhen Outdoor DSlams die Reichweite bei Kupferkabel?
Bei vorhandener Infrastruktur mit Kupferkabeln und einer zentralen Vermittlungsstation, die ein weitverzweigtes Gebiet abdeckt, besteht auch weiterhin bei Outdoor DSLAM das Problem das das Signal vor Ort über Kupfer zur Hauptvermittlungsstelle übertragen werden muss und von dort erst ans Backbone angebunden wird. Die Kupferstrecke wird ja leider nicht geringer, oder sehe ich das falsch.

Gruß Copy
Geplante 6 bis 16 Mbit Netze sofern sie ab 2010 in Betrieb gehen, könnten dann schon hoffnungslos veraltet und überholt sein.

Zukunftssicheres Breitband für alle.
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Beitragvon fruli » 14.01.2007 13:37

Hi,

der Outdoor-DSLAM wird mittels Glasfaser oder in Eizelfällen auch per Richtfunk an das Access-Concentrator-Netz angebunden - deshalb ist der Outdoor-DSLAM-Ausbau auch so teuer.

Die Glasfaseranbindung (bzw. die Verlegung des Leerrohrs dafür) ist i.d.R. mit Abstand das kostenträchtigste an so einem Ausbau sofern nicht zufällig eine geeignete GF-Anbindung bzw. ein geeignetes Leerrohr bereits verlegt ist oder ganz in der Nähe des geplanten Outdoor-DSLAM-Standorts abgegriffen werden kann.

Falls bereits eine GF-Anbindung in der Nähe besteht, werden die Outdoor-DSLAMs z.T. auch direkt an der Leitungstrasse aufgestellt, auch wenn sie damit relativ ungünstig (nicht zentral) für das vorgesehene Versorgungsgebiet liegen und deshalb z.B. verbreitet nur DSL-3000 anstelle von DSL-6000 an vielen Anschlüssen zur Verfügung steht.

Die Kupferstrecke verringert sich demgemäss auf die reine Strecke vom Outdoor-DSLAM zum Hausanschluss.

Der Ausbau mittels Reichweitenopfer-Outdoor-DSLAM ist aus technischer Sicht 1:1 mit dem VDSL-Ausbau in den Grossstädten zu vergleichen (sofern dort kein Kupferüberbau in verglasten Gebieten notwendig ist)

Theoretisch bestünde auch die Möglichkeit, den Outdoor-DSLAM mittels SDSL-Varianten über Kupferkabel anzubinden, aber das wird von der T-Com nicht gemacht; die Bandbreite der an so einem Outdoor-DSLAM hängenden DSL-Anschlüsse wäre durch den Flaschenhals der Anbindung massiv eingeschränkt.

BTW: die Inbetriebnahme so eines Outdoor-DSLAMs (für ca 1000 Reichweitenopferanschlüsse) in einer Gemeinde im hiesigen Ortsnetz Ende 2005 war die Initialzündung für die Erstellung der Verfügbarkeitsstatistiken ;)
klick

So long.
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